Stimmprobleme durch Halswirbel???

von Doc Wahlers, 23.03.07.

  1. Doc Wahlers

    Doc Wahlers Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.03.07   #1
    Hallo Ihr Lieben,

    da ich hier bisher noch nix gepostet habe, möchte ich mich kurz vorstellen.
    Ich bin 35 Jahre alt und seit knapp 20 Jahren Sänger in div. Metal Bands.
    Kein Gegrunze übrigens, ich bevorzuge cleanen Gesang.

    Ich habe schon allerhand Höhen und Tiefen erlebt, aber momentan ist echt der Wurm drin. Und ehrlich gesagt weiß ich nicht weiter. Deshalb hoffe ich darauf, dass jemand hier im Forum einen Rat für mich hat!?

    Seit einigen Wochen treffe ich kaum noch hohe Töne. Die Stimme klingt wie belegt.
    Ich habe das Gefühl, nicht warm zu werden, trotz 45 minütiger Aufwärmphase. So lange brauche ich in der Regel um auf "Kampflautstärke" zu kommen.
    Nach einem HNO Besuch ist definitiv klar, dass die Stimmbänder frei sind und auch nicht entzündet oder "verknotet".
    Allerdings leide ich seit geraumer Zeit an einem Bandscheibenvorfall an der Halswirbelsäule. Daher die Frage: Meine Vermutung ist, dass durch den Vorfall eine Verspannung eingetreten ist, die auch die Muskulatur im Umkreis beeinträchtigt.
    Haltet Ihr das für möglich? Und wenn ja, was kann ich tun, um stimmlich wieder auf die Beine zu kommen? Es ist nur ein Verdacht, ich glaube aber meinen Körper mittlerweile ganz gut kontrollieren zu können, bzw. auf ihn hören zu können.
    Es wäre schrecklich für mich, wenn sich dieser Verdacht bewahrheiten würde, weil ich dann die Musik aufgeben müsste. Bitte um Hilfe. Danke und Gruß

    Doc Wahlers / S.O.F.
     
  2. Bell

    Bell HCA Gesang HCA

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    Erstellt: 23.03.07   #2
    Hallo Doc Wahlers,
    Verspannungen in der Halswirbelsäule können sich auf jeden Fall auf die Stimme auswirken. Es ist schon mal gut, dass Du bereits beim HNO warst und dass abgeklärt wurde, dass die Stimmbänder okay sind. Mein Tipp wäre: such Dir eine/n gute/n Osteopathen !
    Ich hatte letztes Jahr eine sehr schmerzhafte und langwierige Myalgie im Brustkorb, die mich total beim Atmen und dementsprechend beim Singen behindert hat. Ich musste starke Schmerzmittel nehmen, um im Alltag überhaupt funktionieren zu können (hab auch ein kleines Kind), aber "gerettet" hat mich letztlich eine Osteopathin.
    Ich bin solchen Dingen gegenüber immer skeptisch, aber nach 10 Behandlungen war die Myalgie abgeklungen und einen späteren Rückfall haben wir nach 3 Behandlungen weg bekommen. Seitdem war nichts mehr.
    Sie hat mir Verspannungen "nachgewiesen", von deren Existenz ich nichts ahnte.
    Vielleicht wäre es auch eine Therapie für Dich ???
    schöne Grüße
    Bell
     
  3. Doc Wahlers

    Doc Wahlers Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.03.07   #3
    Hallo Bell,

    vielen Dank für Deine schnelle Antwort!!!
    Was genau macht denn so ein Osteopath?
    Ich werde meinen Orthopäden in drei Wochen nochmal darauf ansprechen.
    Bis dahin ist dann endgültig geklärt, wie schwer der Bandscheibenvorfall tatsächlich ist.
    Wahrscheinlich und Gott sei Dank ist es nur ein leichter, der aber immense Probleme verursacht. Operieren wird jedenfalls keiner in der Region - noch nicht. Deshalb ist es für mich so wichtig eine Alternativlösung zu finden.

    Vielen Dank nochmal für deine Hilfe.

    Gruß
    Doc.
     
  4. IcePrincess

    IcePrincess Vocals Ex-Moderator

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    Erstellt: 23.03.07   #4
    Osteopathie

    Ansonsten solltest Du Dich insgesamt entspannen. Natürlich ist's Mist, wenn das mit dem Singen nicht so klappt, wie man es möchte, aber je mehr Du verkrampfst, desto weniger werden die Töne wieder kommen.

    Was ich mir vorstellen kann ist, dass Dir bestimmte Muskelanspannungen beim Stützen weh tun, Du diese Bewegungen vermeidest, und deshalb die hohen Töne - durch fehlende oder unzureichende Stütze - nicht kommen.

    Der Tip mit dem Osteopathen ist aber einer, den ich unterschreiben würde. Und wenn ich Du wäre, würd' ich keine drei Wochen mehr warten ;)
     
  5. antipasti

    antipasti Singemod Moderator

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    Erstellt: 23.03.07   #5
    Mal was anderes: müssen nicht Bandscheiben-Vorfälle im Halswirbelbereich in der Regel operiert werden? Im Rückenbereich ist es was anderes, da kann man mit dauerhafter KG helfen. Aber im Halswirbel....

    Will keine Panik machen: aber bei einem Bandscheibenvorfall im Halswirbel würde ich vermeiden, dass allerlei Leute o.Ä. daran rumfuhrwerken. Meine Ex hatte das mal... dank Geknete wurde es noch schlimmer und sie musste SOFORT operiert werden ... verlief aber alles gut. ...übrigens auch Sängerin...

    Also: bei solchen Sachen gerade im Halswirbel besser keine Experimente eingehen - der Schuss kann nach hinten losgehen...
     
  6. Doc Wahlers

    Doc Wahlers Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.03.07   #6
    Hallo,

    danke für die Tipps.
    Wahrscheinlich hast Du recht mit den drei Wochen. Ich bin aber in der glücklichen Lage augenblicklich ein bischen Pause machen zu können, weil das unter diesen Bedingungen ja auch keinen Sinn macht, bin ich eigentlich auch ganz froh darüber.


    antipasti:
    Im Prinzip hast Du Recht, bloß: Der Schweregrad muss noch genau abgeklärt werden, weil ein Misserfolg einer Operation in der Region verheerende Auswirkungen haben könnte. Sprich: Lähmung ab dem Hals. Es gibt meines Wissen mittlerweile Methoden, mit denen man die rausquillende "Gallertmasse" nachspritzen und somit ersetzen kann, oder man kann den Wirbel künstlich versteifen. Ganz sicher bin ich mir nicht. Ich bin aber bei einem sehr guten Arzt in Behandlung, bei einem großen Fussballverein hier an der Weser!!!

    Ich werde mir Eure Ratschläge zu Herzen nehmen. Danke.
    Wünsche Euch allen ein schönes Wochenende.

    Gruß
    Doc.
     
  7. Astronautenkost

    Astronautenkost HCA Mikrofone HCA

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    Erstellt: 23.03.07   #7
    Ich würde auch den Gang zum Osteopathen so früh wie möglich machen! Ich habe sehr positive Erfahrung damit gemacht.
     
  8. Bell

    Bell HCA Gesang HCA

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    Erstellt: 23.03.07   #8
    Und übrigens, Herumkneten und -quetschen gibt´s beim Osteopathen nicht - es sind im Gegenteil oft kaum wahrnehmbare Handgriffe und kleine Bewegungen. Ich hab oft dagelegen und mich gefragt: was macht sie da eigentlich, sie macht ja gar nichts... und hab hinterher gestaunt, dass ich so gut wie schmerzfrei war...
     
  9. IcePrincess

    IcePrincess Vocals Ex-Moderator

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    Erstellt: 24.03.07   #9
    Vor allem versteht sich ein guter Osteopath als Ergänzung zur Schulmedizin und weiß, wann er besser die Finger von was lassen soll.
     
  10. antipasti

    antipasti Singemod Moderator

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    Erstellt: 24.03.07   #10
    Tja - nur woran erkennt man den? Ich würde bei einem Halswirbel-Bandscheiben-Vorfall auf jeden Fall noch mal den angekündigten Schweregrad feststelllen lassen , bevor ich irgendwas anderes tue.

    Es geht hier nicht um Rückenschmerzen oder irgendwelche Alltags-Verspannungen, sondern um etwas, was bei Nicht- oder Falschbehandlung (ob nun geknetet, gequetscht, ertastet oder sonstwie) zu dauerhafter Schwerstbehinderung führen kann. Da würd ich mir die Therapieempfehlungen nicht unbedingt in einem Hobby-Musiker-Forum holen... bei aller Liebe...
     
  11. Bell

    Bell HCA Gesang HCA

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    Erstellt: 24.03.07   #11
    Antipasti, Du hast natürlich völlig recht.
    Aber Doc kann sich doch vorher erkundigen, ob das eventuell eine Alternative wäre.
    Ich wäre z.B. von selbst überhaupt nicht auf die Idee gekommen, zu einer Osteopathin zu gehen, ich hatte einen Plan, was die überhaupt machen.
     
  12. Doc Wahlers

    Doc Wahlers Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.03.07   #12
    Hallo nochmal,

    antipasti:
    Natürlich hast Du recht, wenn Du sagst, dass man sich seine Therapiemöglichkeiten nicht hier aus dem Forum holen sollte. Ich wollte nur mal Alternativen abchecken.
    Ich will nicht mein Hobby aufgeben müssen, "nur" wegen einessolchen Vorfalls.
    Ich sehe das ganze als zwei verschiedene Dinge an, auch wenn sie unittelbar miteinander verknüpft zu sein scheinen.

    Einen schönen Sonntag Euch allen.
    Gruß
    Der Doc.
     
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