Suche eine Kindergitarre (1/8 Größe?)

von punkadiddle, 20.01.20.

  1. punkadiddle

    punkadiddle Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.01.20   #1
    Hallo, gibt es Kindergitarren, die spielbar sind und keine "normale" Sattelbreite haben? Es gibt Kindergitarren in 1/16, 1/8, 1/4 usw. Wirklich offenbar spielbares und auch noch nach den üblichen Massstäben für "große" Gitarren gebautes gibt es z.B. in 1/4 Größe von Ortega und in noch kleinerer 1/8 Größe von Yamaha und einige, die da Guitarlele oder so heißen und wohl auch der 1/8 Größe entsprechen. Aber alles, was jetzt kein reines Spielzeug darstellt, hat nahezu normale Sattelbreiten deutlich jenseits der 40 mm. Was soll ein Kind von, sagen wir mal ab 3 oder 4 Jahren mit so einem breiten Griffbrett anfangen? Gibt es auch Kindergitarren, die insgesamt, also Bodygröße, Halslänge- und breite entsprechend proportional angepasst sind, normal EADGHE stimmbar und spielbar sind? Habe bisher nix gefunden und auch beim T sind die Kindergitarren entweder viel zu breit oder es sind reine Spielzeuge, die jedenfalls nach den Bewertungen der Käufer entweder grottigst verarbeitet und zudem auch nicht wirklich spielbar sind. Weiß da wer was? Kind, das (hoffentlich) beglückt werden soll, ist etwa 3 Jahre alt und ob es mal links- oder rechtshändig wird, weiss noch niemand.

    Grüße
     
  2. rw

    rw Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.01.20   #2
    Richtig schmal geht es mit 6 Saiten nicht. Ist aber auch nicht das Problem, falls es eine Gitarre (und keine Uke etc.) sein soll, Akkorde und Barreegriffe kommen halt erst später. (Es gibt auch keine 1/8-Klaviere für Kinder, da kommen die Oktavgriffe halt erst später.)
    Wir haben in unserer Verwandschaft zwei kleine 1/8-Hellwegs verschenkt (aus verschiedenen Serien, 1x Zeder/Mahagoni, 1x Fichte/Buche), das war ok, das sind richtige Instrumente, keine Spielzeuge. (Leider ist die Webseite von Hopf nicht mehr online, daher kann ich die Modellbezeichnung nicht auf die Schnelle finden.) Probleme in dem Alter sind eher das Durchhalten und Didaktik, nicht das Instrument.
     
  3. punkadiddle

    punkadiddle Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.01.20   #3
    Naja, ganz ohne Akkorde ist der Spass bestimmt ganz schnell weg, Einzelne Töne spielen geht auch auf den reinen Spielzeugteilen. Mit Tonleitern kann man den Kindern wohl auch nicht wirklich kommen. Und wenn nicht mal ein G-Dur greifbar ist, weil größenmäßig gar nicht machbar.... wie soll man denn da auch nur ansatzweise etwas vermitteln?

    Alternative Frage: Kennt jemand eine Paula oder Strat in einer für so kleine Kinder geeigneten Größe? Dann eben "Smoke on the water" und "going home" oder "satisfaction". Wäre mir sowieso lieber gewesen :-). Frage ist ernst gemeint und auch gleiche Kriterien. Eben wirklich stimm- und spielbar, kein reines Spielzeug. Da darf dann preismäßig auch gerne 7ender oder tschipson draufstehen. Wenn, dann auch richtig.....
     
  4. unixbook

    unixbook Registrierter Benutzer

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  5. punkadiddle

    punkadiddle Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.01.20   #5
    danke

    ich hatte nur unter dem Schlagwort "Kindergitarre" gesucht. Da war nix zu finden. Allerdings hat die Yamaha gl1 auch ein Griffbrett von 48 mm Breite. Aber vielleicht probiere ich die offene Akkordstimmung auch mal aus.....
     
  6. rw

    rw Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.01.20   #6
    Es geht hier um Kinder im Kindergarten- und Vorschulalter. Da stehen Powerchords oder 7b9#11 noch nicht im Vordergrund.
    Sieh Dir mal die Lehrwerke für (klassische) Gitarre an, wie lange da einstimmig gearbeitet werden kann. Die Streicher oder Bläser spielen ja auch nur einstimmig und da gibt es viele Kinder, die diese Instrumente lernen möchten. Wenn die Kinder dann älter und größer sind, ab ca. 5, 6 Jahre, dann kann man auch mit Akkorden weiter machen. Eine andere Möglichkeit ist es, dass die Kinder im Gruppenunterricht im Ensemble mehrstimmig spielen, in dem sie jeweils verschiedene Stimmen einstimmig spielen. (Nachtrag: Und dabei noch das Aufeinander-Hören und Miteinander-Spielen lernen.)
    Ein "Spielzeug" würde ich nicht kaufen wollen, zumindest die Intonation sollte ausreichend gut sein. Das ist bei den "Spielzeugen" oft nicht der Fall.
     
  7. punkadiddle

    punkadiddle Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.01.20   #7
    Jo, sicher. Aber die Boris Beckers, Steffi Grafs, Ronnie O`Sullivans, Sven Hannwald`s dieser Welt haben auch mit 3 Jahren angefangen. Und wenn aus dem Kind mal ein zweiter Gilmour oder wenigstens Jimi Hendrix werden soll, hilft wohl nicht wirklich weiter, wenn es mit der Triangel im Orchester anfängt. Oder vielleicht doch anfangen.... aber so nach 10 Minuten sollten dann schon mal mindestens die Stones auf dem Lehrplan stehen :-).
     
  8. unixbook

    unixbook Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.01.20   #8
    Wie Du in dem verlinkten Test erkennen kannst probte mein inzwischen etwas größerer von Anfang an das Trashen von seiner Gitarre in Hendrix Style...
     
  9. rw

    rw Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.01.20   #9
    Hört ein 3jähriger wirklich Hendrix? Vielleicht bei uns zu Hause, zwangsweise, abwechselnd mit Free Jazz, Bach, Schönberg und mongolischen Obertongesängen. Aber das ist die Ausnahme. Überleg' mal, was Vorschulkinder wirklich gerne hören und singen. Im Grundschulalter ändert sich das dann schon, aber bis dahin können sie auch Akkorde greifen und sind längst von der 1/8- oder 1/4-Gitarre bei der 1/2 angekommen.

    Du hattest auch nach der regulären Stimmung gefragt. Das hat die Guitalele, die ich sonst als Einstiegsintrument auch gut finde, eben regulär nicht, sie ist als Quartinstrument gedacht. (Klar, mit anderen Saiten bekommt man das hin.) Im Vergleich dazu haben die von mir o.a. Hellwegs m.E. klangliche Vorteile, auch auf Grund einer massiven Decke. Sie kosten aber eben auch deutlich mehr. Sattelbreite ein paar mm weniger, max. 44 mm.

    Ein interessanter Kompromiss, wenn man selbst klassische Gitarre spielt, könnte auch die Hellweg Mecki sein (https://www.musik-hinteregger.at/produkt/konzertgitarrehellwegoktav-mickifichte/). Noch teurer, aber wirklich kein Spielzeug mehr, sondern auch im Ensemble als Oktavgitarre einsetzbar.
     
  10. unixbook

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    Erstellt: 20.01.20   #10
    Vorsicht mit massiver Decke: Die sind idR nicht so stabil wie gesperrte Decken. Kleinkinder haben es aber selten mit der Vorsicht...
     
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  11. rw

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    Erstellt: 20.01.20   #11
    ... ja, ich schrieb auch von klanglichen, nicht von statischen Vorteilen:-)

    Was mir auffällt: Wenn es um Kindergeigen geht, kommt niemand auf die Idee, ein "Spielzeug" als ernstzunehmendes Anfängerinstrument zu empfehlen. Wenn es um Gitarren geht, häufig schon. Nehmen wir unser eigenes Instrument nicht ernst?
     
  12. peter55

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    Erstellt: 20.01.20   #12
    -> https://www.musiker-board.de/forum/gitarrenmodelle-kaufberatung.9/
     
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