synthesizer vs. keyboard

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schn33m4nn
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Hallo,

ich mache in Musik eine GFS über elektronische Klangerzeugung. Leider steh ich gerade ziehmlich auf dem Schlauch weil ich nicht ausdrücken kann, wo der Unterschied zwischen einem Synthesizer und einem Keyboard liegt bzw. was das Wort Keyboard eigentlich ausdrückt. Ich habe mich beim Synthesizer ausdrücklich auf reine Synthesizer beschränkt allerdings habe ich als Vergleich für verschiedene Syntheseverfahren eine Analog-Synthesizer bzw. ein digitales Gerät genommen. Den Bereich Keyboard habe ich mit Arranger Workstations eingegrenzt, ist das falsch? Der Begriff Keyboard bezeichnet ja eigentlich nur alles was nach einem (mehr oder weniger) leicht tragbaren Gerät mit ein paar Sounds und ein paar Styles aussieht.

Ist falsch einen Unterschied zwischen Keyboards (wo ganz klar Arranger Workstations gemeint sind) und Synths zu machen? Mit Synths meine ich wie schon gesagt reine Synthesizer ohne Samples bzw. Hintegrundrythmen also Styles.

Ich habe mich dort glaube ich etwas festgefahren.
 
Eigenschaft
 
"Keyboard" bezeichnet eigentlich nur ein Tasteninstrument. Im alltäglichen Sprachgebrauch steht "Keyboard" aber eher für "Arranger-/Entertainer-Keyboard", also etwas mit Styles & co.
Arranger Workstations fallen ebenfalls unter diese Kategorie, haben halt sehr viele Funktionen, den Begriff an sich hat meines Wissens nach Roland eingeführt.
Bei Synthesizern kann man schon relativ gut unterscheiden:
Erstmal richtige Analoge, die halt mit den Grundwellenformen arbeiten.
Analoge arbeiten stets subtraktiv, d.h. von der obertonreichen Grundwellenform wird per Filter etwas abgeschnitten.

Bei den Digitalen gibt's schon einige:
- Virtuelle Analoge, die klassiche Analoge per DSP emulieren (klingen aber anders, haben auch oft Funktionen die auf einem "Echten" schwer zu realisieren wären & bieten einige Vorteile, z.B. Stimmstabilität). Arbeiten auch subtraktiv.
- Additive arbeitende Synthesizer wie den K5000, da wird der Klang aus einzelnen Harmonischen zusammengesetzt, also das Gegenteil der subtraktiven Synthese.
- FM-Synthesizer wie die Yamaha DX Serie, arbeiten mit dem Träger/Modulator Prinzip, wodurch aus einfachen Sinuswellen obertonreiche Wellenformen gewonnen werden.
- Samplebasierte Synths, die gibt's zuhauf von namhaften Herstellen. Subtraktive Synthese mit Samples statt generierten Wellen.
- Spezielle digitake Synths wie den Waldorf Microwave oder Hartmann Neuron.

Es gibt auch "hybride" Synthesizer, welche analoge und digitale Bauteie verwenden. z.B. den DSI Evolver oder den PPG Wave. Meist werden analoge Filter verwendet, was den Klang ziemlich aufwertet.

Bie Synths steht der Klangbau im Vordergrund, man kann meist wesentlich tiefer in die Klanggestaltung eingreifen als bei einem Entertainerkeyboard.

Bei einem Vortrag über elektronische Klangerzeugung würde ich auch auf die Anfänge davon eingehen:
Sachen wie das Ondes Martenot oder das Trautonium.
Ein Name den man unbedingt erwähnen sollte ist Karlheinz Stockhausen, der hat schon recht früh Elektronische Musik komponiert.
Das Entertainergedöns würd' ich erhlichgesagt weglassen, da das nicht sehr ergiebig ist.
 
Was ist eine GFS?

Was eventuell auch noch erwähnt werden könnte, wäre die Tone-Wheel-basierte Klangerzeugung der Hammond-Orgel. Die kann man auch schön anschlaulich mit ein paar überlagerten Sinuswellen darstellen.


Gruß
DEGGER
 
Hallo,


ja die einzelnen Synthesizertypen also Syntheseformen / Bauarten / Geschichte und Berühmte Leute bzw. Firmen kommen auch drin vor.

Du hast recht, dass ich mich nicht so sehr auf das Thema "Entertainer-Keyboards" beschränken sollte.

Da ich nur 1 Stunde Zeit habe, hab ich folgende Unterthemen ausgewählt:

1) Synthesizer: Klangerzeugungsverfahren, Bauformen, Wandlerprinzipe, Geschichte der Synthesizer einzelner Firmen...

2) E-Heimorgeln am Beispiel d e r Orgel: B3. Erklärung der Funktionsweise mit Hilfe der vorher erklärten Klangerzeugunsverfahren z.B. gerade Sägezahn. Wie funktionert die Klangerzeugung mit den sich drehen Zahnrädern ( Rollen), Rolle des Leslies beim Sound, Spielweise, Geschichte ( genauer Firma Hammond) Funktionsweise, heutige Modelle, Nachbauten, Klangbeispiele, was wollte Hammond eigentlich bauen.....
3D- Animation eines Leslies, möglichkeiten der Digitalen-Simulation.

3) Keyboards (Workstations): Definitioinsunterscheidung Synthesizer. Sampling, Arranger-Keyboards, Entwicklung, Standarts ( z.B. GM/XG auch als Borbereitung für Punkt 4), Möglichkeiten der neuen Generation von Keyboards bzw.Workstations. Verschiedene bekanntere Firmen

4) Klangerzeugung / Bearbeitung mit dem PC: Midi, Soundkarte ( Erklärung, was passiert? DA-Wandler im Modell [ ein einfacher 8 bit ADDA-Wandler der über ein Delphi-Programm verschiedene Kurven z.B.Sinuskurven an Lautsprecher ausgeben kann], Latenzzeiten, Unterschied Recordingkarten / Homeaudiokarten. Software z.B. Steinberg, VST Plugins, vergleich alte Tonstudios neue Studios Was hat sich geändert? Erklärung der Vorteile von Digitaler aufnehmen gegenüber Analoger z.B. genauere Beschreibung von Faktoren wie Qualitätsverlust, Interpolation bzw. Extrapolation auch beim Sound !? Praktische Beispiele z.B. werde ich einzelnen Spuren in der Schule über ein MIDI-Keyboard in Cakewalk einspielen....
Eine GFS ist eine gleichwertige Feststellung von einer Schülerleistung und muss ab diesem Jahr von jedem Schüler ( egal ob Unter-Mittel-oder Oberstufe) gehalten werden. Dies kann in einem Fach deiner Wahl geschehen und die GFS-Zählt wie eine Klassenarbeit in dem jeweiligen Fach.
 
Also ich halte es für keien so gute Idee, die 4 Themenbereiche in einer Stunde abzudecken, da das ganze dann recht oberflächlich werden würde.
Allein mit Bereich 1 kannst Du schon eine ganze Stunde abdecken, was ich Dir auch empfehlen würde, da Du dann sehr detailliert auf die einzelnen Bautele eines Synthesizers eingehen kannst sowie auf die verschiedenen Syntheseformen, was ja auch einiges ist. Anstatt der Geschihcte einzelner Firmen/Modelle würde ich nur auf einzelne Modelle eingehen.

Meine Vorschläge:
Für echte Analoge: Minimoog (da immer noch klangliche Referenz), Oberheim Matrix12/Xpander (als Beispiel für sehr flexible Synthesizer) sowie Modularsysteme (z.B. Moog Modular, Arp 2500)
Für virtuell Analoge: Nordlead (puristisches Konzept und Übersicht auf Kosten der klanglichen Flexibilität), Waldorf Q (als Beispiel für die Vorteile, die DSP-basierte Klangerzeugung gegenüber echten Analogen hat, z.B. saubere FM)
Für FM-Synthese: Natürlich den Yamaha DX7 :)
Für additive Synthese: Kawai K5000
Für Physical Modelling: Korg Z1, Yamaha VL1
Für spezielle Synths: Den Hartmann Neuron als Beispiel für neue Wege auf dem Gebiet es elektr. Klangerzeugung
Für samplebasierte Geräte: Die Kurzweil K2000 Serie als Beispiel dafür, wie flexibel man mit DSPs umgehen kann

Nicht vergessen: Stets Klangbeispiele liefern, denn die wenigstens können sich was drunter vorstellen. Das nimmt ja auch ein wenig Zeit weg, tut aber dem Gesamteindruck gut.
Sehr gut wäre auch, wenn Du einen Synthesizer mitbringen würdest, an dem deine Kursgenossen dann auch mal schrauben können.

Die Hammond kann man im Rahmen der additiven Synthese ansprechen... aber sowas wie Leslie, Spielweisen und so haben ja mit dem Thema "elektronische Klangerzeugung" wenig zu tun.
 

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