[TdM] Titel des Monats: Organisation und Diskussion

  • Ersteller LeoDiLemma
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Wollen wir einen 'Titel des Monats oder der Woche' einführen

  • Ja, den 'Titel des Monats'

    Stimmen: 22 81,5%
  • Lieber den 'Titel der Woche'

    Stimmen: 0 0,0%
  • Nö, was soll der Quatsch

    Stimmen: 5 18,5%

  • Umfrageteilnehmer
    27
  • Umfrage geschlossen .
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Nun geht das hier aber nicht und deshalb dachte ich, es soll so getan werden, als ob jeder so genau wie öglich das gleiche spielt um dem Instrument das er benutzt so beizukommen, als würde es ein und die selbe Person spielen.
Ich verstehe es so wie @lil es auch schreibt:
Ziel ist, die Spieler miteinander vergleichen zu können, ohne eindeutig zu wissen, um wen es sich handelt.
Ergo geht's um den Spieler mit all seinen Stärken (bei dir) und Schwächen (bei mir). Die eigentliche Erkennung liegt dann am Instrument und / oder der Art zu spielen.
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Ansonsten, schönen Gruß von der Adria.
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maxito
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Auch wenn ich das Konzept nur zu 70% verstanden habe, wär ich dabei

nachdem ich bei den eingangs zitierten Akkordeonblindverkostungen live mit dabei war und auch miterlebt habe, wo die eigentlichen Probleme liegen, möchte ich euch die Sache aus meiner Perspektive erklären:

bei der Akkordeonblindverkostung haben wir die Instrumente bewusst mit Registern gespielt, die alle hatten und auch bewusst versucht den Musikausschnitt immer gleich vorzutragen... mit dem Erfolg, dass sich jedes Akkordeon nach Akkordeon angehört hatte und die typischen Merkmale darin untergingen. Mit dem Erfolg, dass man munter eine Hohner Verdi für eine Gola hielt die Gola als Cantus dachte und im Endeffkt nicht mal das eigene Instrument erkannte.

Jetzt hat aber jedes Instrument so seine typischen Stärken und Schwächen und wenn man das Instrument spielt dann spielt dann ja eben meist so, dass die Stärken genutzt und die Schwächen möglichst ausgelassen werden... was dazu führt dass das dann die "typischen " Sounds gibt die man dem Instrument zuordnet. Womit dann die Instrumente eher erkannt werden, weil sie eben so gespielt werden, wie man s normal kennt.. eben den typischen Sound".

Und genauso ists ja irgendwie mit den Spielern auch - Einen Manfred Leuchter erkennt man relativ sicher aus einer großen Masse heraus, egal welches Instrument er spielt, solange man ihn spielen lässt, wie er spielen mag. Ebenso z.B. Frank Marocco...

Wenn man jetzt den Spielern aber sagt: ihr spielt das exakt so und so mit folgenden Registern - dann machen die das auch .. mit dem Effekt, dass man wie bei der normierten Akkordeonistenblindverkostung keinen mehr unterscheiden kann.

Und das ist genau der Punkt, den Inge meint:

Ihr sollt ein Stückk, einfach so spielen, wie ihr gerne spielen mögt mit den Registern die ihr gerne mögt und auch mit den Verzierungen, die ihr üblicherweise gerne spielen möchtet. Ihr sollt nur nicht übertreiben - also das extremste Register wählen, die abgefahrensten Harmoniewechsel reinhauen etc. also eben keine Sachen einbauen, die ihr normal auch nicht macht. Sondern einfach das Stück so spielen, wie ihr üblicherweise spielt - so dass das Stück eben von Landes im Landesstil von Klangbutter im Klangbutterstil, von Chnöpfleri im Chnöpfleristil... gespielt wird.

... Und dann schauen, wir oder hören wir, ob wir untereinander Unterschiede wahrnehmen und zuordnen können, oder ob wir ebenfalls völlig wirr im Wald umherraten ... um Mehr gehts nicht - just for Fun!:)
 
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Dann ist El Condor aber das falsche Stück. Lässt nicht alzuviele Freiheiten zu.
Und Blödsinn wie Dur und moll verwechseln, Taktmaß ändern, andere Stücke reinwurschteln - ist das dann zu viel oder gerade noch richtig?
Naja - wir werden sehen.

Ich halt mich zurück.
 
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@maxito Ah jetzt ...
Mir sagte nicht mal der Begriff Blindverkostung was.... Dachte da eher an Essen :D
Ich persönlich find das Condor Lied ganz geeignet. Weils ja viele Versionen davon gibt, auch gesungen, hört man einige Varianten in der Melodie. Da kann jeder doch seine Variante spielen. Und klar könnte man da wie bei Hänschen Klein und Alle meine Entchen mehr oder weniger wild rum-reharmonisieren, aber darum gehts ja nicht. Spielen wirs in G standardmäßig mit G, D7 - Em, H7 - C, wobei es schön ist, vorm C halbtaktig ins G7 zu fallen, wer mag. Oder Einheitsnoten halt
 
lil
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Ich würde das aufschreiben, ...

El Condor Pasa gibt es so oft im Netz, da musst du dir nicht die Arbeit machen, ein Arrangement zu schreiben. Da es mir eben NICHT darum geht, das Instrument zu erkennen, während alles möglichst gleich gespielt wird, ist das nicht nötig. Es geht mir darum, den Spieler mit seinem Instrument (oder das Instrument mit seinem Spieler) zu erkennen oder nicht, während der Spieler auf extreme Identifikationsmerkmale verzichtet.
Der Gedanke hinter der Akkordeonisten-Blindverkostung ist, die Stücke bzw. deren Interpretationen zu diskutieren ohne zu wissen, wer dahintersteckt.
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Ihr sollt nur nicht übertreiben - also das extremste Register wählen, die abgefahrensten Harmoniewechsel reinhauen etc. also eben keine Sachen einbauen, die ihr normal auch nicht macht. Sondern einfach das Stück so spielen, wie ihr üblicherweise spielt - so dass das Stück eben von Landes im Landesstil von Klangbutter im Klangbutterstil, von Chnöpfleri im Chnöpfleristil... gespielt wird.
das ist gut beschrieben. Nur solltet ihr auch die extremsten Extreme, die ihr normalerweise spielen würdet, etwas abmildern, damit nicht schon der zweite Ton herausschreit, "ich werde von XXX gespielt".
 
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an die übliche e-mail ??
Bin auf'm Wasser nicht ständig so gut online.
 
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du hast ja 4 Wochen Zeit und niemand zwingt dich, das komplette Stück zu spielen - kannst ja ne Abkürzung nehmen.
 
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El Condor Pasa gibt es so oft im Netz, da musst du dir nicht die Arbeit machen, ein Arrangement zu schreiben.

Um die Aktion etwas anzuschieben, wär's vielleicht hilfreich, ein entsprechendes Leadsheet o. ä. zu verlinken (es soll ja Akkordeonspieler geben, die das nicht einfach aus dem Ärmel schütteln können ;))...
 
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Hallo Wil,
wenn ich jetzt wüßte was ein Leadsheet ist, dafür muß es doch ein deutsches Wort geben.
Heißt das "Scheiß-Lied", oder was!?
Auch wenn mir jetzt vorgeworfen wird, 'ich stelle hier ja eh keine Hörprobe ein', so möchte ich beim Lesen aber doch verstehen, was so Eure Gedanken aussagen sollen.
Ich lese hier sehr viel und gerne, aber wenn Ihr, denn das bist Du, Wil, durchaus nicht der Einzige, kein -deutsch- mehr könnt, dann werde ich hier in Zukunft kaum noch lesen können. Dann wird das Musiker-Bord für mich Geschichte. "TURMBAU ZU BABEL" ???
Ich habe nämlich absolut keine Lust bei jedem Absatz meinen dicken PONS zu wälzen.
Leadsheet / Haupt-leine, -linie, bitte umdenken! Englisch / Deutsch. ??? Alles klar ?

Gruß : Chroma
 
Klangbutter
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Für solche Worte gibt es kaum eine deutsche Entsprechung.
Aber man kann kurz erklären ws es ist:

Es ist ein meist einseitiges Blatt, auf dem die einstimmige Melodie notiert ist und dazu die Akkorde in Symblschrift.

Damit kann jeder etwas anfangen, egal welches Instrument. Für uns wäre das rechts Melodie, links evtl die absolut nötigen Akkorde.
Es ist also die Essenz, das wichtigste. Man kann dann daraus mehr machen oder weniger.

Wörtlich könnte man auch Leit-Blatt dazu sagen, oder Notizzettel. Nicht wie Google meint


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Ha, da war jemand schneller.
Mir fiel ad hoc auch nur "Bleiblech" ein :) es gibt aber auch alu- und steel-sheets.

Nevertheles (ohh.... jetzt jibbet sicher wieder Haue, schon wieder was fremdländisches) : Der Solist einer zeigenössische, volkstümliche Musik aufführenden Musikergruppe wird im allgemeinen Sprachgebrauch seit ca. 70 Jahren auch in Deutschland "Leadsänder der Rockband" genannt.(ohh.... jetzt jibbet sicher wieder Haue, schon wieder 2 mal was fremdländisches)

Es geht also darum, in kurzer Form die wesentlichen musikalischen Informationen wie Melodie und Text komprimiert darzustellen.
Für die Älteren (also >70 Jahre) sei gesagt: Das ist nix modisches/modernes/englisches etc. .
Die Gruppe >70 kennt das auch:damals ( in der Wandervoglegruppe ) hießen die gleichermaßen gestalteten Heftchen (kleines Format , Melodie und Akkordsymbole ... also alles was man im Wesentlichen braucht) eben Zupfgeigenhansl und später Mundorgel.

Die gängigsten Jazz-Standards werden in Standardwerken wie dem Real Book (ohh.... jetzt jibbet sicher wieder Haue, schon wieder was fremdländisches) immer in Lead Sheet Form veröffentlicht.

Cheers, Christof
 
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[...] aber wenn Ihr [...] kein -deutsch- mehr könnt, [...]

In diesem Fall handelt es sich jedoch um einen allgemein anerkannten fachsprachlichen Begriff, wie schon erläutert wurde.
Unnötige Anglizismen sind nur genau dann unnötig, wenn es ein passendes deutsches Wort gibt.
In diesem Fall ist "Leadsheet" jedoch ein allgemein bekannter Fachbegriff, der keine deutsche Entsprechung hat.

Nicht einmal die Franzosen haben ein eigenes Wort dafür - und das will schon was heißen!


"TURMBAU ZU BABEL" ???

Das Problem beim Turmbau war doch gerade, dass die Menschen sich nicht verstanden haben, weil alle in unterschiedlichen Zungen redeten.
Da sind doch einheitliche Fachbegriffe eigentlich gut, oder?


wenn ich jetzt wüßte was ein Leadsheet ist, dafür muß es doch ein deutsches Wort geben.

Hmmm... Vielleicht "Einfachesnotenblattzurorientierungaufdemnurdiemelodieunddieharmonienaufgeschreibensindabermanchmalauchdertext"?
Obwohl da auch das undeutsche Wort "Orientierung" enthalten ist, das ließe sich sicher noch verbessern.


Zum Trost: Dafür müssen die Amerikaner z. B. das deutsche Wort "Bremsstrahlung" sagen. :D So etwas zu hören, ist schon ein Erlebnis.

Auf jeden Fall ist die Bedeutung von "Leadsheet" ziemlich klar umrissen.

Für Fachbegriffe gilt allgemein:
  • Wer sie nicht kennt, muss sie lernen
  • Hierbei ist es egal, ob sie aus der eigenen oder einer fremden Sprache stammen
  • Wer diese Fachbegriffe nicht kennt, versteht sie auch nicht richtig (unabhängig von der Sprache)
Einfaches Beispiel: In der Physik beschreibt der Begriff "Wärme" eine physikalische Größe, so dass der Begriff nicht einfach durch "Hitze" o. ä. ersetzt werden kann. Auch, wenn jeder/jede Deutsche das Wort "Wärme" kennt, hilft ihm/ihr das im physikalischen Zusammenhang nicht unbedingt weiter. Die fachsprachliche Bedeutung muss bei diesem aus der Alltagssprache bekannten Wort genau so erlernt werden, als ob es stattdessen "heat" hieße.

Das hast Du ja selber schon erkannt, wie Dein PONS-Beispiel zeigt (Du meist also wohl ein Wörterbuch Englisch-Deutsch):

Ich habe nämlich absolut keine Lust bei jedem Absatz meinen dicken PONS zu wälzen.
Leadsheet / Haupt-leine, -linie, bitte umdenken! Englisch / Deutsch. ??? Alles klar ?

Du beweist Dir also unbewusst genau das, was ich behauptet hatte: alleine die Sprachkenntnis hilft nichts, weil es sich um einen Fachbegriff handelt, den selbst ein englischer Muttersprachler nicht unbedingt verstehen muss, wenn er kein Musiker ist.
Besser wäre dann z. B. dtv-Atlas zur Musik (deutsch!), das hilft in solchen Fällen besser weiter.

Viele Grüße
Torsten
 
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Hallo Leute,
na das ist ja mal eine Lehrstunde. Ab sofort betrachte ich dieses Thema aus einer anderen Sicht. Mein Problem war bisher : ich habe mich als Nicht-Akademiker unter die Besser-Ausgebildeten begeben und dann gewundert, daß ich Euch manchmal nicht verstehe. In der Dorfschule, in der ich groß geworden bin, wurden keine Fremdsprachen angeboten. Wie ich jetzt gelernt habe, hätte mir eine bessere, oder besser gesagt : eine englische Sprachausbildung, in diesem Fall auch nicht viel genützt. Es sind die Fachausdrücke, die man gezielt lernen muß, wenn man in dem gewählten Fach fit werden will.
Auf jeden Fall danke ich Euch Allen für die freundliche und ausführliche Aufklärung.
Kleine Geschichte zur Auflockerung : bei unserem Camping-Urlaub vor Jahren, im tiefsten Frankreich (weit südlich von Paris) hatten wir unsere Tochter mit genommen, die ja viele Jahre in der Schule Französisch gelernt hatte. Gewissermaßen als Verstärkung für die Verständigung mit den Franzosen.
Also erst mal stellten wir fest, daß auf den Camping-Pätzen eher weniger Franzosen anzutreffen sind, eher ganz Europa, und dann kommt man mit europäisch (deutsch-fanzösisch-englisch) ganz gut zurecht. Aber eben nur Alltagskauderwelsch. Wir gingen aber auch in eine einfache Kneipe, in Frankreich heisst das immer Bar, um landesüblich zu essen und Land und Leute kennen zu lernen.
Und jetzt kommt's : mit ihrem Schul-französisch kam unsere Tochter da auch nicht sehr weit. So ist das mit den Fremdsprachen, man muß auch landesüblich denken können.
So, vielen Dank nochmal und Tschüß

Chroma.
 

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