Test: Stairville Stage PAR 18 TriColor LED 3W

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LED-Technik ist in aller Munde und hat in den letzten Jahren die Branche mit neuen Produkten durchflutet. Den Überblick über die verschiedenen LED-Typen und Techniken zu behalten gestaltet sich gar nicht so einfach. Und wenn die Entscheidung über Leistungsklasse und Technologie gefallen ist, steht man trotzdem noch vor einer Vielzahl von Marken und Produkten, aus denen man auswählen soll.

Ziel dieses Tests (und evtl. weiterer !) ist, bei der Entscheidung zu helfen. Ich werde hier in den nächsten Tagen immer wieder Beiträge verfassen und den Stairville Stage PAR 18 TriColor LED 3W auf verschiedene Kriterien hin untersuchen.

Ihr könnt hier gerne Kommentare zum Test schreiben und auch eure eigenen Fragen zum Testobjekt stellen, die ich dann zu beantworten versuchen werde.

Nun, um wen geht es hier genau? Um den hier:

Stairville Stage PAR 18 Tri-Color LED3W



Warum dieser Stage Par?

Wer (vor ein paar Jahren) einen einfachen LED-Par mit 5mm- oder 10mm-LEDs gekauft hat, war vom Ergebnis vielleicht nicht besonders erfreut.
Den guten alten PAR64 können solche LED-Pars nicht ersetzen, denn sie sind zu dunkel und werfen aufgrund der vielen, verschiedenfarbigen LEDs unschöne Farbschatten. Gelb und Weiß lassen sich nicht vernünftig mischen und wer sich mit Frostfolien behilft, verliert noch mehr Helligkeit. Kurzum: ein nettes Spielzeug für Ambiente zuhause oder den Partykeller. Aber für die Bühne? Eher nicht.

Allerdings hat sich die Technik weiterentwickelt, und auch LED-Scheinwerfer mit High-Power LEDs sind erschwinglich geworden. Angeblich sollen die ja mehr Helligkeit bringen.
Bleibt noch das Problem mit dem schlechten Gelb und den Farbschatten: Hier werden durch die Bank Tri- oder gar QuadColor LED-Scheinwerfer empfohlen, die diese Probleme nicht mehr haben sollen.

Ob beide Ziele erreicht werden, soll dieser Test zeigen.


Warum überhaupt LED-Technik? Kannen tun es doch auch, und ich bezahle die Stromrechnung nicht!

Abgesehen davon, dass nicht nur die Stromrechnung ein Argument zum Energiesparen sein sollte (aber darum geht es hier auch nicht), nochmal für die, die es noch nicht mitbekommen haben:
LEDs bieten extrem kräftige, satte Farben. Sie entwickeln wesentlich weniger Wärme - das macht das Klima auf der Bühne erträglicher. Und ein Scheinwerfer liefert dir jede Farbe.
Wer damit umzugehen weiß, bekommt einen enormen kreativen Freiraum und ganz neue Möglichkeiten der Lichtgestaltung. Mehr dazu schreibe ich später, denn das habe ich beim Testen selbst erfahren, und will es euch nicht vorenthalten. Nur soviel: wer einmal damit gearbeitet hat, will es vermutlich nicht wieder missen!


Soviel für den Anfang, mehr gibt es gleich!

LG :)
 
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Größe, Gehäuse & Gewicht

Beim Auspacken fiel mir sofort das Gewicht für einen PAR dieser Größe auf. Allerdings nicht im negativen Sinne, den der ist einfach solide gebaut. Die Größe liegt irgendwo zwischen PAR56 short und PAR 64 long, das Gewicht gefühlt leicht über dem eines PAR64 long mit 1kW Kolbenbrenner.
Das Gehäuse ist massiv gegossen. Beulen haben da keine Chance. Auch die dunkelgraue bis schwarze Lackierung hat bisher, nach einem Gig, nur wenige kleine Kratzer durch einige Kollisionen mit Leitern und anderen auf Bühnen auffindbaren Gegenständen ;) Auf Dauer wird sich da sicher der ein oder andere Gig "verewigen".

Fürs Protokoll: stabil gebaut :great:


Anschluss & Montage

Der Bügel wird auf beiden Seiten durch eine Schraube gehalten, die aber nicht zur Fixierung dient. Dazu gibt es, ebenfalls beidseitig, zusätzliche Schrauben, die den Bügel gegen eine Scheibe pressen. Das hält sehr gut und lässt sich auch leicht wieder lösen. Auch hier gut konstruiert.
Die Anschlüsse und Schalter für Funktionseinstellung und Startadresse sind auf der Rückseite angebracht. Die DIP-Schalter sind leicht versenkt, lassen sich aber gut mit den Fingernägeln bedienen, einen Schraubendreher oder ähnliches braucht man hier nicht.
Sowohl das ebenfalls auf der Rückseite angebrachte und gut verschraubte Netzkabel wie auch die eingesteckten DMX-Kabel passen unter dem Bügel mühelos durch, sodass auch der senkrechte Betrieb (hängend bzw. stehend) möglich ist und Bügel und Kabel sich nicht gegenseitig in den Weg kommen.

Auch hier: praxisgerecht :great:

Auf den Bildern nochmal die Klemmschrauben rechts und links, die Rückseite und der Bügel mit Kabeln:
KlemmschraubeRechts_1.jpg KlemmschraubeLinks_1.jpg Rueckseite_1.jpg KabelBeiSenkrechterAusrichtung_1.jpg


Helligkeit & Farbe

Genug davon, jetzt will ich auch wissen, was er denn tatsächlich taugt!
Stecker in die Steckdose und ich höre... nichts. Dafür sehe ich eine ganze Menge, nämlich 18 helle, weiß leuchtende Linsen. (An dieser Stelle sei geraten, nicht in den Scheinwerfer zu gucken :cool:)
Warum schreibe ich, dass ich nichts höre? Bei meinem kleinen LED-PAR56 geht mir seit längerer Zeit das ständig hörbare Trafo-Brummen auf den Nerv. Beim Stage Par? Kein Brummen, kein Fiepen, keine Lüfter: Geräuschlos.
Was das automatische Programm dann an Farben zeigt, macht einen guten Eindruck. Das Gelb darf sich durchaus Gelb nennen, auch die anderen Mischfarben erscheinen sauber und kräftig. Das erwähnte Weiß hat zwar einen leichten blau-violett Stich, erscheint aber auch schon besser als sonst bekannt. Fürs Ausleuchten allerdings weniger geeignet, das bietet aber auch kein LED-Scheinwerfer mit RGB-Farbmischung ;)
Die Farbschatten sind deutlich reduziert und erscheinen mehr als unscharfe Ränder. Der Lichtkegel ist homogen und fast ohne anders farbige Randbereiche.

TriColor Technik lohnt sich also, ist aber (hier) nicht perfekt :great:

Hier nochmal Bilder mit einem Gelben Lichtkegel. Auf dem zweiten Bild mit Schatten beim Stage Par. Auf dem dritten Bild zum Vergleich die Schatten bei einem normalen LED-Par, Rot und Grün sind deutlich sichtbar, außerdem ein roter Rand. Beim Stage Par mit TriColor gibt es diese Phänomene nicht (der rote Rand beim Schatten ist im Original nicht ganz so stark und von der Kamera leider ein wenig verfälscht):
Gelb_1.jpg Farbschatten_1.jpg FarbschattenRoterRandPAR56_1.jpg

Die Helligkeit erschien mir zunächst etwas weniger, als von 18W LED-Leistung pro Farbe erwartet. Als ich dann allerdings den kleinen LED-PAR56 daneben gehalten habe, war der Unterschied deutlich sichtbar und der PAR56 erschien mir wie eine Taschenlampe - obwohl ich ihn sonst mit 100W Halogen verglichen habe. Also deutlich heller. Dies hat sich später beim Gig bestätigt: er konnte sich problemlos gegen 1kW PAR64 mit Farbfolien behaupten.

Auf dem ersten Bild der direkte Vergleich: links LED-Par56 mit 5mm LEDs, rechts der Stage Par (die Belichtung des Fotos ist hier absichtlich sehr gering). Auf dem zweiten Bild der blaue StagePar, links und rechts sind PC-Linsen mit 1kW bei 100%. Das dritte Bild zeigt den StagePar (violett) mit roten und gelben PAR64 mit 1kW Kolbenbrennern:
VergleichMitPAR56_1.jpg BlauUndStufen1kW_1.jpg ViolettMitRY-PAR64_1.jpg


Fazit
Unterm Strich ist der erste Eindruck ein guter. Der StagePar erscheint roadtauglich und hell genug, um in normales Lichtsetup mit PAR64 integriert zu werden ohne als Funzel unterzugehen. Die Farben sind rundum zufriedenstellend und störende Schatten gibt es nicht. An einigen Stellen zeigt sich zudem, dass bei der Entwicklung an den Praxiseinsatz gedacht wurde.
Durch die enorm kräftigen Farben wage ich ein erstes Statement: Der StagePar kann, mit gewissen Einschränkungen, PAR64 ersetzen.

LG :)
 
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Super Bericht. Hast du vielleicht die Möglichkeit mal einen Expolite Tour LED 42 im Direktvergleich zu zeigen? Den kennen denke ich viele User und dann könnte man den Stage Par noch besser einordnen.
 
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Hast du vielleicht die Möglichkeit mal einen Expolite Tour LED 42 im Direktvergleich zu zeigen?
Den habe ich leider nicht da. Aber vielleicht lässt sich durch die Community ja was organisieren oder so einer hier in Oldenburg auftreiben.

In den nächsten Tagen werdet ihr euch ein wenig gedulden müssen, da ich Gewitter-bedingt nur sporadisch und schlecht ans I-Net komme... :redface:

LG :)
 
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Der Abstrahlwinkel von 40° ist natürlich absolut interessant.
Wie schlägt er sich in Puncto Helligkeit im Vergleich mit einem Eurolite ML-30 QCL?
 
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Wie schlägt er sich in Puncto Helligkeit im Vergleich mit einem Eurolite ML-30 QCL?
Auch da habe ich leider keinen von hier. Ich werde aber mit verschiedenen allgemein bekannten Scheinwerfern Vergleichstets machen, beispielsweise mit normalen PAR64 mit 1kW Kolbenbrenner, PAR56 mit 300W usw.
Wer Interesse an einem gemeinsamen Test hat, wo jeder seinen "Kandidaten" einfach mal mitbringt, kann sich gerne mal melden. Ich könnte dann versuchen, entsprechende Räumlichkeiten hier im Raum Oldenburg zu organisieren.

LG :)
 
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Heute geht es weiter mit meinem Produkttest. Thema soll die wohl häufigste Steuerungsvariante des StagePars sein, die Ansteuerung via DMX.

DMX-Modi
Der StagePar belegt wahlweise 3 Kanäle (R, G, B) oder 5 Kanäle (Modus/Program, R, G, B, Speed). Der 5 Kanal-Modus dient vor allem dazu, den Scheinwerfer kompatibel zu anderen LED-Scheinwerfern aus dem Hause Stairville zu halten. Der StagePar kann also einen LED-PAR56 oder LED-PAR64 von stairville ersetzen, ohne das bestehende Programmierungen angepasst werden müssen, oder er kann mit solchen auf der selben Startadresse betrieben werden. Außerdem lassen sich fertige Programme so auch über DMX auf Kanal 1 abrufen und auf Kanal 5 steuern.
Besonders praktisch ist die Möglichkeit von 3 oder 5 Kanälen im Master/Slave-Modus, dazu später aber mehr.
Mit 3 Kanälen lassen sich an einem normalen 24-Kanal Mischpult schon 8 StagePar unabhängig steuern, bei 5 Kanälen ging das nur mit 4 Stück.

Helligkeits- und Farbsteuerung
Da sich unser Auge an die Helligkeit anpasst, also seine Lichtempfindlichkeit verändert, je nachdem wie hell es ist, empfinden wir Helligkeit nicht als linear. Das zeigt sich auch deutlich beim StagePar (und vielen anderen LED-Scheinwerfern). Zwar steigt der Lichtstrom linear zum gesendeten DMX-Wert, aber für unsere subjektive Empfindung ändert sich die Helligkeit im unteren Wertebereich unglaublich schnell, während sich im oberen Wertebereich fast gar nix mehr tut. Teure Scheinwerfer gleichen das aus, indem sie die LEDs mit einer höheren Genauigkeit als sie DMX bietet ansteuern und so im unteren Bereich feinere Abstufungen erreichen. Beim StagePar ist das nicht der Fall.
Den selben Effekt erlebt man übrigens auch mit gedimmten Halogenlampenscheinwerfern. Jedoch lässt sich bei diesen im unteren Bereich feiner von "Aus" zu "etwas An" regulieren. Bei vielen LED-Scheinwerfern und auch beim StagePar ist von DMX-Wert 0 zu Wert 1 ein deutlicher Sprung zu erkennen.
Der Farbmischung scheint das alles jedoch nicht zu schaden, zumindest lassen sich sehr gute, weiche Übergänge und eine große Vielfalt an Farben mischen, sicherlich auch Dank der Tri-LEDs.
Dimmt man eine eingestellte Farbe, beispielsweise ein Gelb mit 100% Rot und 60% Grün, über den Master herunter, so wird die Farbe zwischen 100% und 50% des Masters kaum verfälscht, danach aber deutlich grünlicher.

Keine Profiliga also, aber auch nicht schlechter als alles andere in diesem Preisbereich. :)

Kleine Macke
Ein Scheinwerfer, der aus ist, sollte auch nicht leuchten, oder? Sind beim StagePar alle Kanäle auf 0 sieht man beim genauen Hinsehen trotzdem ein leichtes Flackern der LEDs in allen 3 Farben. Auf der beleuchteten Fläche sieht man das bei auf Bühnen üblichen Abständen auch bei absoluter Dunkelheit nicht. Schaut man aber in den StagePar hinein, ist es gut zu erkennen.
Hier mal drei Fotos davon. Die hier sichtbaren einzelnen Farben sind ganz schnell nicht mehr zu diferenzieren, sobald es heller wird ;)
flackern3.jpg flackern1.jpg flackern2.jpg

Also unschön, aber meist wohl nicht wirklich störend :rolleyes:

Geschwindigkeit
Der StagePar hat keine eingebaute und über DMX abrufbare Strobe-Funktion. Umso wichtiger ist es, dass er schnell auf sich ändernde DMX-Signale reagieren kann um den Stroboskop-Effekt über DMX "zu senden".
Aus der DMX-Spezifikation kann man ableiten, dass ein DMX-Datenpaket mit 512 Kanälen ca. 23ms dauert. D.h., der StagePar bekommt ungefähr alle 23ms neue DMX-Daten.
In meinen Tests konnte er Änderungen von abwechselnd 40ms und 100ms sowie alle 50ms verarbeiten, also bis zu 20Hz! :great:
Ob bei Frequenzen darüber der StagePar, mein Rechner bzw. PC_Dimmer oder der verwendete Selbstbau-ArtNet-Node die Ursache fürs Stocken war, mag ich nicht beurteilen, der Netzwerktraffic durchs ArtNet ist jedenfalls nicht unerheblich gewesen ;)
Es kann also durchaus noch mehr drin sein.

Was die Geschwindkeit angeht, also absolut Spitze :great:

LG :)
 
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So, es geht mal wieder weiter. Am vergangenen Dienstag hatte ich die Möglichkeit, Vergleichsaufnahmen mit verschiedenen konventionellen Scheinwerfern zu machen.

Mit von der Partie und gegen den StagePar angetreten sind:
  • PAR64 CP61 (NSP, 1000W)
  • PAR64 CP62 (MFL, 1000W)
  • Profilscheinwerfer 15°, 575W HPL (ETC Source Four-Kopie)
  • Strand Lighting quartet PC, 650W (Plankonvex-Linsenscheinwerfer)

Für den Test habe ich den manuellen Modus des StagePar verwendet, in dem man die Farbe mittels neun DIP-Schaltern einstellen kann. Rot, Grün und Blau lassen sich dabei in je 8 Helligkeitsstufen einstellen.

Ich habe jeweils die Farben Weiß, Rot und Blau aufgenommen. Bis auf ein Foto (ISO200, 1/10s) sind alle Fotos mit identischer Belichtung entstanden (ISO100, 1/6s), um eine Vergleichbarkeit auch zwischen den Fotos zu gewährleisten.
Die Wahl der Farben habe ich bewusst gewählt, um alle Kandidaten ihre Stärken ausspielen zu lassen: LED-Technik überzeugt mit einem satten und kräftigen Blau - auch alle anderen Farben sind intensiv, konventionelle Halogenscheinwerfer haben ihre Stärke bei Rot und Weiß. Das zeigt sich auch in den Fotos.

Den PC-Linsenscheinwerfer habe ich mit einem dem StagePar angepassten Abstrahlwinkel getestet (entspricht Spot), weshalb der Lichtstrom recht gering ausgefallen ist.

Mein Fazit: Bei den Farben ist die LED-Technik meist gleichauf (Rot) bis haushoch überlegen (Blau). Für weißes Licht sind konventionelle Scheinwerfer jedoch immer noch die bessere Wahl. Doch seht selbst:

BlauRotWeiß
PAR64 CP61vsPAR64_CP61_blue_1.jpgvsPAR64_CP61_red_1.jpgvsPAR64_CP61_white_1.jpg
PAR64 CP62vsPAR64_CP62_blue_1.jpg
vsPAR64_CP62_red_1.jpg
vsPAR64_CP62_white_1.jpg
Profiler 575W HPLvsProfile575_blue_1.jpg
vsProfile575_red_1.jpg
vsProfile575_white_1.jpg
PC-Linse 650WvsPC650_blue_1.jpg
vsPC650_red_1.jpg
vsPC650_white_1.jpg
PAR64 CP62
Violett
vsPAR64_CP62_purple_1.jpg
Profiler 575W
mit StagePar
vsProfile575_combi_red_1.jpg


LG :)
 
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Das Innenleben

Wenn ich ein Gerät kaufe, interessiert mich immer auch, wie es funktioniert, und was darin verbaut ist. Für mich macht die verbaute Technik immer auch eine wichtige Aussage über die Qualität - und nicht zuletzt hilft einem die Kenntnis über den "Inhalt", die Funktionsweise und Bedienung zu verstehen, kann also auch für die praktische Arbeit nützlich sein.

Die LEDs sind je Farbe in Reihe geschaltet auf einer Platine mit Alu-Grundlage (zur Kühlung) angebracht. Darüber befindet sich die Scheibe mit den Linsen.
An der Rückseite mit DIP-Schaltern befindet sich eine weitere kleine Platine mit einem Microchip PIC-Mikrocontroller, der die Auswertung des DMX und Ansteuerung der auf einer weiteren Platine befindlichen Netzteile für die LEDs übernimmt.
Im Gehäuse ist neben dieser Netzteilplatine viel Luft und Freiraum. Jeder Kanal (R, G, B) hat sein eigenes Netzteil, dass vermutlich direkt mit den PWM-Signalen vom Controller angesteuert wird. Außerdem befindet sich hier ein weiteres kleines Netzteil für die Controller-Schaltung. Scheint also alles solide Technik zu sein.

Hier gibts Fotos:

Controller
Controller.jpg Netteil+Controller.jpg

Netzteil
Netzteil1.jpg Netzteil2.jpg

LED-Platine
LED-Platine.jpg LED-Platine-Ganz.jpg

Optik mit LEDs
Optik+LED.jpg Optik+LED-Nah.jpg

Optik-U.jpg Optik-O.jpg

Der Freiraum im Gehäuse

Freiraum.jpg



Zubehör

Es gibt zum StagePar mittlerweile einen passenden Farbfilterhalter. Außerdem soll es bald wieder eine Wechseloptik mit einem Abstrahlwinkel von 25° statt 40° geben, angepeilt ist dafür Anfang Oktober 2012!
EDIT: Hier ist die 25°-Optik, lieferbar ab Mitte/Ende November: https://www.thomann.de/de/stairville_stage_par_18_lens_cover_25.htm



PWM-Messung

Für den Einsatz der Scheinwerfer bei Filmaufnahmen ist wichtig zu wissen, ob durch die Pulsweitenmodulation (das schnelle Ein- und Ausschalten der LED zum Dimmen) ein Flackern im Bild entsteht.
Die PWM-Frequenz ist dazu ausschlaggebend. Ich habe mit Hilfe eines Freundes (Danke nochmal ;)) das generierte PWM Signal gemessen, die Ergebnisse sind in den folgenden Grafiken zusammengefasst.
Die Frequenz beträgt demnach ~1.9kHz.
Alle Messungen sind mit den manuellen Farbeinstellungen über die DIP-Schalter entstanden. In der Anleitung sind dazu folgende Werte angegeben: 0%, 14%, 28%, 42%, 57%, 71%, 85%, 100%
Die tatsächlich gemessenen Werte sind ebenfalls in den Grafiken ablesbar (Duty). Sehr positiv ist, dass sowohl bei 0% wie auch bei 100% keine bzw. volle Spannung, ohne Tastverhältnis anliegt.

PWMDuty0.png PWMDuty16.png

PWMDuty31.png PWMDuty47.png

PWMDuty61.png PWMDuty73.png

PWMDuty88.png PWMDuty100.png


Zuletzt, wenn auch wenig aussagend, ein Bild des generierten DMX-Signals:

DMX.png


Behebung der kleinen Macke

Die in Beitrag #7 erwähnte "kleine Macke" (LEDs flackern leicht bei 0%) ließ sich mit einem kleinen, unpolaren Kondensator zwischen der Erde/Schutzleiter (bzw. dem Gehäuse) und dem negativen Anschluss der LEDs beheben.
Vielleicht mag die Entwicklungsabteilung von stairville dem positiven Beispiel Behringer hier im Forum ja folgen, und das Problem in zukünftigen Versionen beheben ;)

LG :)
 
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Durch das Weihnachtsgewinnspiel kann ich den Stage PAR aus dem Testbericht mit denen vergleichen, die momentan ausgeliefert werden.

Äußeres
Die Lackierung ist etwas matter als beim Testgerät. Die Schrauben am Bügel sind anders geformt. IMHO ist die neue Form etwas hand-freundlicher beim Festdrehen.

Kleine Macke...
Die im vorherigen Beitrag beschriebene "kleine Macke", dass leichte Leuchten der LEDs bei 0%, trat bei einem der drei Scheinwerfer aus dem Weihnachtsgewinnspiel auch auf. Verbinde ich das betroffene Gerät über DMX mit einem der anderen beiden und schließe beide ans Netz an, ist das Flackern verschwunden :nix:

Helligkeit, Farbmischung
... ist gleich geblieben. Zusammen mit 4 anderen Geräten gleichen Typs, die nach dem Test angeschafft wurden und mir jetzt auch zum Vergleich zur Verfügung standen, konnte ich keine Unterschiede in Helligkeit oder Farbe bzw. Farbmischung feststellen.

Verpackung und Anleitung
Die Bedienungsanleitung wurde überarbeitet und ist jetzt für mehrere Produkte gültig. Ich empfand sie als etwas übersichtlicher als die vom Testgerät.
Bei den drei Scheinwerfern aus dem Gewinnspiel war der Karton etwas zu kurz für den Bügel und die Deckel des Kartons (vermutlich deswegen) mit einem Messer eingeschnitten worden. Leider reißen sie dann schnell ab, womit der Karton zur weiteren Beförderung der Scheinwerfer erst wieder zusammen geflickt werden musste. :(


LG :)
 

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