Th. Mollenhauer Sopran mit Riss im Block

von flautino musikus, 03.09.16.

  1. flautino musikus

    flautino musikus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.09.16   #1
    Hallo, da sie kein anderer haben wollte, habe ich mir auch noch eine Th. Mollenhauer Solist Sopran "ersteigert".
    upload_2016-9-3_13-6-35.jpeg
    Die sieht auch optisch sehr gut aus. Hat allerdings mehrere Probleme.
    Der Block hat einen Riss:
    upload_2016-9-3_13-7-30.jpeg
    Was würdet ihr da machen? Ich würde es so lassen, weil der Riss am Auslaß ja ganz zusammen ist. Oder doch irgendwie reparieren?
    Dann ist der Block lose und fällt von alleine raus.
    Ich habe die Hoffnung, dass beim Einspielen sich der Block dehnt und dadurch wieder fest wird. Wie sind eure Erfahrungen?

    Noch eine Frage zu den Zahlen und Zeichen auf dem Schnabel: Weiss jemand, was die bedeuten? Ich habe die Vermutung, dass die ein Blockflötenbauer dort aufgebracht hat??

    Was noch interessant ist: Es gibt einen eingeprägten Aufdruck "Musik Titt Essen". Könnte sich bei der Flöte um eine "spezial Edition" für das Musikhaus Titt handeln. Es sieht jedenfalls so aus, als wenn die Prägung vor dem Lack gemacht wurde´.
    upload_2016-9-3_13-15-13.jpeg

    Und einen recht gut reparierten Bruch gibts auch noch:
    upload_2016-9-3_13-17-56.jpeg
    Interessant ist dabei, dass es keine Macken gibt, die auf die Ursache für den Bruch hindeuten. Wenn die Flöte runterfällt und so ein Stück rausbricht, dann müsste eigentlich ein Druckstelle irgendwo auf dem Bruchstück sein. Ist aber nicht.

    Gruß Norbert
     
  2. Gast 2197

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    Erstellt: 03.09.16   #2
    Soso, die nächste... :D

    Ich persönlich würde etwas Leim oder Sekundenkleber in den Riss füllen, damit nicht unnötig Feuchtigkeit eindringt.

    Da habe ich gänzlich unterschiedliche Erfahrungen. Manchesmal gab es sich beim spielen, manchmal nicht. Den Block ab und an mal kurz in Wasser tauchen, abwischen und wieder rein hat auch mal geholfen. Bei zwei Flöten habe ich vorn und hinten am Block etwas Tesaband drum gewickelt... Eins davon hat mir ein Blockflötenbauer gemacht, damit der Block besser hält :rolleyes: bei einer habe ich es selbst probiert und es funktioniert prima.

    Zu den Zeichen und Zahlen wird man schwer was sagen können...

    Es war durchaus üblich, das der Händler "seine" Flöten selbst markte, "Heinrich" Flöten z.B. wurden ja auch bei König von ca. 1935 bis 1975 gebaut für den Händler Alexander Heinrich, da wirst du immer nur "Heinrich" lesen und König wird seltenst erwähnt. Das Musikhaus Titt gibt es übrigens noch.

    So einen glatten Bruch ohne Verletzungen hatte ich auch schon zweimal an einem Fuss, da kann z.B. ein Holzfehler dafür verantwortlich sein (Spannungsriss etc...) Wenns sauber verklebt wurde macht das ja auch nichts.
     
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  3. Lisa2

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    Erstellt: 03.09.16   #3
    Ja, im Netz gibt es derzeit noch Hinweise auf das Musikhaus Titt. Unter anderem auch in den gelben Seiten:

    Am Handelshof 1, 45127 Essen
    T 0201 22 36 30
    F 0201 22 37 79
    www.musik-titt.de

    Die Webseite gibt es aber nicht mehr und die Telefonnummern sind derzeit nicht vergeben.
    Meinungen über den Laden findet man per Suchmaschine.

    Viele Grüße
    Lisa
     
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  4. voiceintune

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    Erstellt: 03.09.16   #4
    da gibt es mehrere antworten:

    du spannst den block und bohrst schräge löcher von 30 bis 40 grad sowohl von rechts und links in den block ( nicht in der bahn) - durchgangslöcher mit sehr kleinem durchmesser. dort kommen dann metallstifte (messing - oder rostfrei) rein. dann werden die überstehenden teile abgezwickt und versäubert. so schloss man risse früher.

    du lässt dir, oder machst dir einen neuen block.

    du erwärmst den block ( nicht mit der flamme) gibst holzleim (wasserfest) drauf, klopfst dann auf das holz ( nicht auf die bahn) damit der leim einsickert, spannst dann den block und lässt alles gut trocknen.

    du vergrößerst den riss bis zur abspaltung und klebst ihn dann wieder mit holzleim zusammen, must aber den block überarbeiten.

    du entfernst die blockbahn bis in den riss und klebst dann eine neue bahn QUER zur maserung auf, must aber alles bearbeiten.


    alles natürlich eine frage des aufwandes und der bereitschaft zu " basteln"

    tipp drei würde ich bevorzugen.


    das ultimative wäre der neue block
    jo kunath
    oder
    kalle belz

    oder nach belieben bei einem blockflötenbauer deiner wahl.



    viel spass und glück dabei.


    das bearbeiten der ober und unterbahn gehört automatisch dazu wenn der block schon draussen ist ( das giilt auch für den beitrag rössler)
     
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  5. flautino musikus

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    Erstellt: 03.09.16   #5
    Danke. Mit dem losen Block werde ich erstmal abwarten, ob der sich wieder dehnt.
    Mit dem Riss muss ich dann wohl leider beschäftigen. Leider, da ich Sorge habe mehr kaputt als heile zu machen. Wenn ich dort versuche Leim rein zu bekommen, dann wird ja immer was rausquellen. Selbst wenn ich es schnell wieder abwische, wird die Oberfläche der Blockbahn mit Leim versiegelt.
    @voiceintune Was würdest du an der Blockbahn bearbeiten? Besonders bei der Roessler sehe ich da keine Fehler, die ich verbessern könnte.

    @Lisa2
    Vielleicht erfahre ich noch Wirtschaftsauskunftseite was. Wenn die erst vor kurzem In Konkurs gegangen sind, kann man manchmal noch was darüber finden.
     
  6. Old Boy

    Old Boy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.09.16   #6
    Also wenn ich ehrlich bin, an dem Riss würde ich momentan gar nichts machen... wo soll da denn viel Luft entweichen?

    Wen man das Alter der BF bedenkt, kann man sich vorstellen, dass nicht nur der Block "knüppeltrocken" ist, sondern die gesamte BF!

    Ich habe in einem ähnlichen Fall (Block fällt raus) folgendes gemacht:

    Den Block für 30 Minuten in ein Schnapsglas (mit Wasser) gestellt.
    Dann den Block vorsichtig eingeschoben ... das ging dann schon etwas enger zu!
    Den Block frontal ausgerichtet und mit Testband gegen nochmaliges herausfallen nach Vorne gesichert.
    Anschließend die BF vertikal (Schnabel nach unten) über ein Waschbecken gehalten ...
    und dann todesmutig mit einer Medikamentenspritze immer wieder mal ein paar tropfen Wasser durch die Labiumöffnung "eingefüllt".

    Zunächst lief das Wasser durch den Spalt zwischen Schnabel und Block wieder raus... nach ein paar Minuten aber merkte ich deutlich... der Spalt schliesst sich mehr und mehr.

    Kein Wunder, der BF-Kopf nimmt ja deutlich mehr Wasser auf, als der Block (der ja eigentlich garnicht quellen soll!) und beginnt geringfügig zu quellen!

    OK... sehr unkonventionell, hat aber geklappt! Und wie gesagt... die "Wassermenge" spielt sich im Bereich von wenigen Tropfen ab!!!

    Da ich nun die BF täglich für einige Minuten Spiele, kommt immer wieder etwas Luftfeuchtigkeit rein ... und der Block ist nun wieder fest im Schnabel und behält bisher seine Position.

    Was will ich mehr?

    Klar ist, dass ich natürlich kein Risiko für eine schadensfreie Funktion übernehmen kann/werde... aber:

    "Wer nicht wagt der nicht gewinnt!"
     
  7. voiceintune

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    Erstellt: 03.09.16   #7
    ich erlaube es zu verbessern, es ist nicht am schnabel angebracht sondern am kopfstück - soll keine spitzfindigkeit sein - es dient der akkuraten bezeichnung.



    GUT BEAOBACHTET!! wenn die (bestell)menge beim hersteller gereicht hat, wurde dort bereits der HÄNDLERstempel angebracht, dann lackiert und verschickt.

    der zu beobachtende unterschied sind markierungen die "rissig" sind und nach dem lackieren aufgebracht wurden, es gibt sogar händlerflöten mit einem billigen aufkleber.


    heute - wird fast nicht mehr lackiert und das aufbringen eines stempels auch möglich.



    ja klar auch das ist stimmig, so kann man soforthilfe geben. die klebebänder (es geht nicht jedes) wird auf der rückseite aufgebracht, damit der block zum "klemmen" kommt. der block ist dann aber nicht abgedichtet, deswegen überzieht der fachmann die schnabelbahn, hier speziell die spalten mit einem wachs, poliert das ganze und gut ist.


    wenn nur der quellvorgang genutzt wird und die flöte regelmässig genutz wird, klappt das auch, wenn der block wieder trocken wird, rutscht er und fällt nach unten ( in die flöte-versperrt das fenster) oder fällt eben raus.



    zu der frage der rössler.
    schau dir mal eine bahn - ober und unterbahn mit einer guten lupe an. dann wirst du feststellen das auf dem holz quasi kleine häärchen stehen, ein quellvorgang vom früheren spielen. die gehören beseitigt. du wirst eine wesentlich frischere ansprache feststellen.

    es gibt aber auch leute die wollen diesen rauschanteil und belassen es - wie immer eine geschmackfrage.

    ich kläre meine leute dazu auf und lass sie selbst entscheiden.

    nur nebenbei; - der schriftzug wurde gerundet aufgebracht, nicht einfach und erfordert einen passenden stempel (der teuer ist). allerdins darf man sich den stempel jetzt nicht rund wiei die rundung vorort vorstellen, sondern (konnte) der stempel nur angerundet sein und wurde im abrollverfahren "aufgedrückt" dazu bedarf es eine vorrichtung, die entsprechende kräfte entwickeln konnte.

    gelegentlich sieht man auch teilweise doppelschriften - da hat der abrollvorgang nicht 100% geklappt und wurde (auch teilweise) wiederholt.




    stempelfirmen die solche stempel herstellen gibt es noch in der brd.
     
  8. flautino musikus

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    Erstellt: 03.09.16   #8
    Die Fima TiTT gibts nicht mehr. Ist laut Handelsregisterauszug am 04.10.2013 erloschen.
     
  9. voiceintune

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    Erstellt: 03.09.16   #9
  10. Säger

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    Erstellt: 03.09.16   #10
    Wahrscheinlich hält der Block nach fleissigem Einspielen. Wenn nicht kann man ihn mit etwas Bienenwachs bohrungsseitig einsetzten oder mit etwas Klebeband verdicken.

    Den Riss würde ich zunächst in Ruhe lassen, und nach eventuellem Einspielen beobachten ob er sich in Sachen Ansprache oder Klang störend bemerkbar macht. Dann hiesse es voicen.
     
  11. flautino musikus

    flautino musikus Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.09.16   #11
    Wie schon geschrieben, ein Besuch lohnt nicht mehr. Die Firma gibts nicht mehr.

    Zu spät:

    Ich habe mir den Riss unter einer Lupe noch mal genau angeschaut und ein bisschen auseinandergezogen. Dabei sah ich, dass der Riss schon recht tief war, fast 3/4 des Blocks waren schon gerissen.
    Also ein bisschen beherzter gezogen und schon sah das so aus:
    upload_2016-9-4_17-42-57.jpeg
    Ich habe die Stücke mit Weissleim eingestrichen und im Schraubstock trocknen lassen:
    upload_2016-9-4_17-43-49.jpeg
    Die Blockbahn habe ich noch mit 1000er Schleifpapier abgezogen. Fühlt sich danach viel glatter als vorher an. Der Finger gleitet ohne Widerstand über die Fläche.
    Und so sieht da Ergebnis im eingebauten Zustand aus. Die Fläche habe ich geschliffen und geölt.
    upload_2016-9-4_17-52-24.jpeg

    Ich habe die Flöte auch schon angetestet. Im Moment hat sie noch in der oberen Oktave Probleme mit der Intonation und Ansprache. Ich hoffe, das gibt sich beim Einspielen.

    Edit: Der Block fällt jetzt auch nicht mehr raus. Durch das Kleben ist der wohl ein wenig breiter geworden. Der Weissleim enthält ja Wasser und lässt das Holz etwas quellen.
     

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  12. Old Boy

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    Erstellt: 04.09.16   #12
    Na bitte... das macht jetzt 125,90 € ... :engel: Und sieht deutlich besser aus als NEU :great:




    PS
    Und das Ölen des Blocks auf der Frontseite, liebe FreundInnen ... das machen die Mollenhauers auch so, also bloß keine Panik!
     
  13. flautino musikus

    flautino musikus Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.09.16   #13
    Man muss sich ganz einfach den Zweck des Nichtölens des Blocks vor Augen führen: Auf der Blockbahn sollen sich keine Tröpfchen bilden. Das Öl da vorne dringt nicht bis zur Blockbahn.
    Mir ist sogar schon mal beim Ölen des Labiums Öl bis an den Block am Windkanalausgang gezogen (Bei meiner neuen Mollenhauer Altflöte). Ich hatte erst auch Panik (die neue Flöte ruiniert). Und was merke ich davon? Nichts! Die Flöte ist jetzt eingespielt und klingt hervorragend. Wird auch bei über einer halben Stunde Spielen nicht heiser.
     
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  14. Gast 2197

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    Erstellt: 04.09.16   #14
    mache ich auch schon immer, keine Probleme gehabt damit und sieht schöner aus.

    Siehste, sag ich doch dass du das hin bekommst, superklasse :great:
     
  15. flautino musikus

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    Erstellt: 17.09.16   #15
    Noch ein Update. Die Flöte klingt sehr schön, ein angenehmer warmer Klang. Sehr stabil und stark in der Tiefe, wahrscheinlich wegen der längeren Mensur. Und da kommen wir zum Problem: Der Abstand der Bohrungen unterscheidet sich ziemlich von meinen anderen Sopranflöten und ich greife beim schnellen Spiel immer wieder die Bohrungen nicht richtig. Ein bisschen unverständlich, da die Altflöten da ja eigentlich mehr Probleme machen sollten, als so eine Sopranföte. Also werde ich sie erstmal zur Seite legen. Schade. Aber wenn ich mit den Altflöten sicherer bin, dann kommt die wieder in Gebrauch.

    Hier noch ein Bild mit dem Vergleich der Sopranflöten:
    upload_2016-9-17_9-38-16.jpeg
     
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  16. Gast 2197

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    Erstellt: 17.09.16   #16
    Da hast du bis jetzt einfach Glück, dass deine Sopran ziemlich gleich sind. Das findet man bei allen Größen. Ich habe da einige Beispiele wie unterschiedlich die Bohrungen sein können. Hier mal flott ein paar Sopran von Max König:

    vergl2.jpg

    Links ist eine alte Herwiga Rex, die habe ich aus dem Nachlass eines Profispielers. Die ist speziell für barocke Musik gebaut worden, die anderen sind verschiedene "Qualitätsstufen, je nach Bedarf mit weiterer und engerer Mensur. Da ist von der linken zur rechten Flöte 2cm Unterschied in der Griffweite.

    vergl3.jpg

    Hier habe ich noch eine Hopf dazu in der Mitte, eventuell auch König oder Kehr, die ist genau so lang wie die linke und weicht auch ca. 2cm von der barocken ab.

    Ich mag das gerne auf so unterschiedlichen Flöten zu spielen, das ist ein super Gehirnjogging, wenn man mal so langsam auf die 60 zu geht muss man schon schauen das man locker bleibt... :tongue: :D :m_flute:
     
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  17. Old Boy

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    Erstellt: 17.09.16   #17
    Noch "schlimmer" sieht es aus, wenn man nur die Spanne der rechten Hand betrachtet, also das 4. Tonloch der Flöten mal auf eine vertikale Linie legt.
     
  18. Gast 2197

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    Erstellt: 15.10.16   #18
    Gerade mal ein noch ein kleines Beispiel anhand zweier Sopranflöten in barock. Ich habe gerade eine "winzige" Sopranflöte bekommen, dass ist nun meine kleinste. Eine Fehr Nr.1, die "einfache Schulflöte" von Fehr in Birnbaum. Dazu, dass sie sehr schön anspricht und klar im Ton ist, ist sie gerade mal 31,2cm groß. Eine sehr feine Roessler Dulcia aus den 1970ern, die ich auch gerade erworben habe, ist dagegen mit 33,2cm schon sehr groß.

    ferö.jpg

    Interessanterweise sind die Grifflöcher der beiden nicht sehr weit auseinander trotz großem Längenunterschied.

    1.jpg

    Bei der Methode von @Old Boy, das vierte Loch zum Vergleich zu nehmen ist der Unterschied sogar noch etwas geringer.

    2.jpg

    Da kann man mal wieder sehen, wie groß die Bandbreite sein kann, trotz des "engen Rahmens", die der Flötenbauer hat.
     
  19. Old Boy

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    Erstellt: 15.10.16   #19
    Ich kann nur bestätigen, dass nicht nur die äußere Form unserer Lieblinge sehr variantenreich sein kann, sondern neben der Baulänge auch die verwendete Bohrung erstaunlich voneinander abweichen!

    Z.B. ist der Ausgangsdurchmesser bei meinem diatonischen KUNAT Sopran beachtliche 17 mm, wogegen ein R. Barth Stuttgart Oldie nur knappe 7 mm aufweist! Und das Messgerät meldet trotz dem die gleiche Tonfrequenz :)

    Es scheint da also doch diverse Möglichkeiten zu geben, die Töne aus den Holzröhrchen zu quetschen :D
     
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