Theaterbühne mikrofonieren ohne Headset

  • #21
Mein Tipp: Es ist für gesunde Menschen problemlos möglich, zu 250 Menschen verständlich zu sprechen.
Ich bin kein Profi was Tontechnik angeht, stand aber lange als Schauspieler auf professionellen Bühnen. Meiner Erfahrung nach löst Mikrofonierung die Verständnisprobleme nicht, es verschiebt nur die Probleme von den Schauspielern auf die Technik. Es ist einfacher den Raum mit der Stimme zu "füllen" als zu leise oder schlecht artikulierte Stimmen technisch aufzuhübschen. Vor allem bei schlechter Artikulation hört man selbst mit guter Mikrofonierung nur noch besser, was man nicht versteht.
Denn bei den Headsets neigen Laien dazu, noch leiser zu werden, weil sie sich plötzlich aus den Boxen hören, etwas, das sie von den Proben nicht gewohnt sind.
Profis leider auch. Und dann spielen sie plötzlich als wäre es ein Kammerspiel, obwohl sie in einem größeren Raum stehen..

Im Laientheater gehören Verständlichkeitsprobleme dazu. Das meine ich absolut liebevoll. Das ist auch nicht zu lösen. Aber man verliert viel Charme wenn versucht es mit Technik zu lösen statt mit Stimmtraining.

PS: Ich sollte vielleicht noch anmerken, dass meine Haltung nicht unbedingt besonders populär ist...
 
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  • #22
Offensichtlich hat die Truppe aber ja die Erfahrung, dass sie es ohne Technik nicht oder nicht kurzfristig gelöst bekommen. Bis zur nächsten Generalprobe scheint es ja nicht realistisch zu sein, durch Stimmbildung signifikant besser zu werden.

Overheads über der Bühne können helfen, leise Dinge lauter zu bekommen. Undeutliches wird dadurch eher schlechter als besser. Eine wesentliche Frage ist, ob überhaupt die Möglichkeit besteht, Overhead-Mikrofone so kurzfristig auf sinnvoller Höhe zu befestigen. Lufthaken helfen dabei ja nicht wirklich. Und in 4 Meter Höhe braucht man es aus meiner Sicht auch gar nicht erst anzufangen, da gibt es mehr Rückkopplung als verwertbares.
 
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  • #23
Ein einfach - und auch kurzfristig - umsetzbarer Weg wäre die hier schon mehrfach erwähnte Delay-Line.
Und dann die Frontlautsprecher AUSschalten !

Warum?
Für die ersten Reihen reicht die unverstärkte Stimme bestimmt aus.
Und die größere Entfernung von den Mikros zur Delay-Line führt zu deutlich erhöhtem GBF.

Das ist quasi der Kompromiss zwischen der Variante, komplett unverstärkt zu sprechen.
 
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  • #24
Vorgestern töne ich hier noch herum, dass ich mir den Stress einer Theaterbeschallung von Amateuren nicht mehr ans Bein binden will. Und was kam gestern als neueste Anfrage von einem Kollegen rein? Ganz genau. Theaterbeschallung einer Laienspielgruppe. Am nächsten Montag mache ich mir ein Bild der Lage, der Beschreibung nach ist es tatsächlich gar nicht so weit von der Situation des Threaderstellers. Ich werde berichten. :bang:
 
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  • #25
Tja, wir sind halt alle Schla.... und machens für Geld.
 
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  • #26
Moin,
ich finde den Ansatz, bereits zur Generalprobe sich einen Eindruck zu machen, fuer voellig unnoetig. Es ist ausreichend, wenn du 30min vor der Auffuehrung reinkommst, deine Mikros auf die Buehne hinrotzt, auf dem Weg zum Pult noch ein Sektchen greifst und dann ab die Luzi!
Alles andere ist doch viel zu viel Aufwand...

:ROFLMAO::ROFLMAO::ROFLMAO:

Ich druecke dir die Daumen, das du etwas verbessern kannst. Also fuer naechstes Jahr.

Ich fand den Ansatz der Kleinmembranmikros am Drahtseil spannend.
Und den Ansatz die Frontlautsprecher auszuschalten und nur die Delay line laufen zu lassen.

Ciao
Monkey
 
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