Tipps zum Raushören von Liedern

von Rammy, 14.01.08.

  1. Rammy

    Rammy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.01.08   #1
    Hi,

    ich spiele jetzt nun seit einem Jahr Gitarre, es geht eigentlich recht gut voran, doch ich tu mir noch sehr schwer biem Raushören von Liedern.

    Ich hoffe mal, dass ich im richtigen Forum (Tabs & Spieltechniken) bin.

    Ich würde mich sehr über Tips zum leichter raushören freuen.

    Danke im Voraus
     
  2. CrazyJester

    CrazyJester Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 14.01.08   #2
    Nach einem Jahr konnte ich das auch nicht. Aber ich bin auch ziemlich untalentiert...
    Als erstes stelle ich den CDPlayer auf Repeat :-)
    Dann teste ich beim Hören die Töne auf der Klampfe durch und so findet man schließlich ein paar Töne die immer passen. Dann teste ich die Tonleitern durch in denen diese Töne vorkommen und so kommt man recht bald auf die Tonart in der der Song geschrieben ist.

    Hat man die Tonart ist es klar welche Akkorde normalerweise noch alles vorkommen können und die teste ich dann aus. Sehr selten, daß mal ein tonartfremder Akkord in einem Song vorkommt. Und relativ selten ist es auch, daß innerhalb eines Songs die Tonart gewechselt wird. Also, das Wichtigste ist erstmal die Tonart zu bestimmen. Der Rest ergibt sich dann...

    Wenn Dir das nicht klar ist, dann mußt Du Dir die notwendigen theoretischen Grundlagen (Harmonielehre) beibringen, also z.B. welche Akkorde und welche Skalen in welche Tonarten passen und warum. Stichwort Harmonisation...
     
  3. nEo_matriX36

    nEo_matriX36 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.01.08   #3
    Man kann sich auch ganz einfach davon lösen. :)

    Der Vorschlag meines Vorgängers ist sehr richtig und es ist eine Möglichkeit. Jeder sollte für sich herausfinden, wie er am besten Raushören kann.

    Ich machs einfach so:

    Lied auf Repeat ;) und dann fängt es mit dem Intro an. Ich hör erst die Basstöne raus und danach versuche ich darauf die "Standar-Akkorde" zu greifen. Das klappt meistens.
    Ist der Song jedoch komplexer muss man sehr genau hinhören, welche Töne noch versteckt sind.

    Ich würd an deiner Stelle mit einfacheren Liedern anfangen und mich dann steigern.

    Fang doch z.b. mit Californication an. Bis auf das Solo sollte das nicht zu schwer sein.


    Praktisches Tool für WinAmp ist der "PaceMaker". Damit kannst du Lieder verlangsamen. Ist gut geeignet um schnelle Soli rauszuhören ;)


    LG


    nEo


    PS. Auch hier gilt wieder: Üben üben üben üben ;) :)
     
  4. reppeK

    reppeK Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.01.08   #4
    ändert sich beim langsamen abspielen nicht die frequenz, sodass man dann einen anderen ton hat?
     
  5. nEo_matriX36

    nEo_matriX36 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.01.08   #5
    nein, die funktion gibt es aber auch ;)
     
  6. Thundersnook

    Thundersnook Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.01.08   #6
    finde in diesem zusammenhang auch "audacity" erwähnenswert^^ Ist wie ich finde ein echt geiles programm mit dem man jede menge machen kann (einschließlich das oben beschriebene ;) ) Das hat mir beim raushören von manch verzwickten Rhythmuspassagen wirklich geholfen und noch dazu ist es kostenlos :great:
     
  7. Dainsleif

    Dainsleif Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.01.08   #7
    Wenn Du nicht nur Akkorde, sondern genaue Riffings suchst, ist es natürlich schwierig, da hilft meist nur Erfahrung (d.h. man weiß sofort, wie sowas gespielt wird, hat ein Ohr für komplexere Akkorde etc.).
    Generell hat es mir geholfen, auf die Bassline zu achten.
    Auch wenn Du Dir "nur" Tabs ansiehst, merk Dir, wie die es spielen, hilft Dir möglicherweise beim nächsten Song.
    Gruß,
    Dainsleif
     
  8. startom

    startom Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.01.08   #8
    Die Repeat-Taste des CD-Players ist ja gut und nett...aber wenn du den Raushör-Aufwand von Stunden auf Minuten reduzieren willst, dann brauchst du ein paar Skills mehr.

    1. Kenntnis der Intervalle. Das heisst, wenn du zwei Töne nacheinander gespielt hörst, ist es hilfreich, den Bundabstand dieser Töne auf der Gitarre möglichst gut zu kennen. Das kannst du ganz einfach üben. Spiel Tonleitern.... spiele auch Einzeltöne daraus und präg dir solche typischen Intervalle ein.

    2. Kenntnisse der Tonarten und ihrer Stufenakkorde: Wenn du den ersten und/oder letzten Akkord des rauszuhörenden Songs per Try-and-error als C-Dur ermittelst, dann fallen schon mal zig Akkorde weg, die im Lied noch vorkommen werden.....in den meisten Fällen wenigstens.

    Meiner Meinung nach fällt das Raushören leichter, wenn aktive Hör-Erfahrung (Intervalle, bestimmte Akkordfolgen) auf minimale Musiktheorie-Kenntnisse (Tonarten / Harmonielehre / Stufenakkorde / Tonleitern) trifft. Da wird das Raushören zum Kinderspiel.
     
  9. Rammy

    Rammy Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.01.08   #9
    Danke für die Tips, waren alle brauchbar :)
     
  10. XenoTron

    XenoTron Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.01.08   #10
  11. Hans_3

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    Erstellt: 16.01.08   #11
    Word!

    Vor allem, wenn man die mal wochenlang in allen möglichen Kombinationen durchspielt, wird aus der Theorie auch erlebte (und im Gehirn unwiderruflich gespeicherte) Praxis :D

    Mag sein, dass altehrwürdige Illuminati wie Keith Richards da noch ganz anders mit einem eh völiig anders tickendem Gehirn aus dem intuitiven Blues-Fundus rangegangen sind. Aber schon bei den Beatles hört man, dass ein "spielerisch-kreativer" Umgang auf Basis der "verinnerlichten" Stufenakkorde zu einem Großteil der Hits geführt haben.

    Letztlich gibt's auch beim Raushören immer drei Erlebnisse:

    1. Man hört sofort oder wenigstens ziemlich schnell, was man schon kennt oder sich deshalb mit relativ wenig Aufwand richtig zusammenreimt

    2. Man stößt auf Dinge, die man nicht kennt. Da dauert's dann länger. Tauchen dieselben (für einen neuen) Muster später wieder auf, geht's von Mal zu Mal besser und schneller.

    3. Überforderung. Es gibt Melodiefolgen, harmonische und rhythmische Zusammenhänge und Akkordvariationen, die mit ihrer Geschwindigkeit und/oder ihrer Komplexität auf ein Ohr treffen, das noch nicht bereit ist, dies alles zu erfassen. Und auch nicht auf schon vorhandene Erfahrungsmuster passt. Da sollte man "passen", einen Gang zurückschalten und auch nicht gleich nach Tabs schreien. Es wird auch niemand zum Schauspieler, indem er einen komplizierten Text in einer Fremdsprache auswendig lernt und den dann wie ein Roboter runterbetet.
     
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