Tonabnehmer - Theorie zum Klang

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MC_H1tr3g
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Hallo liebe Forenteilnehmer,
ich möchte ganz gerne einen Thread erstellen, der sich um die klanglichen Auswirkungen von verschiedenen Tonabnehmern und Windungen sowie Magneten auseinander setzt.
Ich bin momentan einfach an dem Thema interessiert. Manche kennen mich vllt auch schon aus dem Dimavery LP-700 Restaurations-Thread.
Was wisst ihr über verschiedene Magnetarten? Die Windungszahl macht sich ja nicht nur Induktiv, sondern auch mit Widerstand R und Kapazität bemerkbar. Von der Schaltung her ist das ja ein RLC Tiefpass 2. Ordnung.
Falls ihr dran interessiert seid könnte ich den Frequenzgang mal aufstellen und wir könnten uns in Matlab das Bodediagramm anschauen (kann ja RLC als Variable lassen), aber ich nehme an man hat halt eine Knickkreisfrequenz und ab da 40dB/Dekade Dämpfung.
Phasenverschiebung hat glaub ich keine Auswirkung aufs Gehör oder doch?
Ich hörte bereits von Helmut Lemme, dass eine optimale Gitarre mit maximal minimierten Dämpfungen eigentlich gar nicht so toll klingt.
Es scheint eher darauf anzukommen einen guten Punkt zu finden, der nicht unbedingt auf Papier toll aussieht.
Des Weiteren erscheinen mir die Hölzer und Hälse bei E-Gitarren als völlig irrelevant für den Klang (Sorry).
Habe dazu ein Video geguckt wo irgendwann nur noch ein Gestell mit Tonabnehmern übrig war. Der Klang war immer noch Top. Aber vllt sind meine Kopfhörer auch einfach nicht mit Silberleitungen ausgestattet... (Sry für den Ragebait xD)
Natürlich bekommt man bei teuren Gitarren schöne, lang getrocknete Hölzer und eine gute Verarbeitung, jedoch würde ich mich so weit aus dem Fenster lehnen, dass das Holz einfach nur lange abgelagert und einen Mittelpunkt aus Leichtigkeit und Stabilität haben sollten.
Zu den verschiedenen Arten von Tonabnehmern... Hab ich es richtig verstanden, dass die Magnete eines Humbuckers nur durch eine der beiden gegensätzlich gewickelten Spulen gewickelt sind. Sonst würde man sich ja nicht nur das Netzbrummen rausfiltern sondern auch den eigenen Klang oder?
Single Coil ist klar.
P90´s lassen sich angeblich klanglich zwischen Single-Coil und Humbuckern einordnen richtig?
Freue mich auf die Diskussionen!
LG Tom
 
[...]Was wisst ihr über verschiedene Magnetarten?
[...]dass eine optimale Gitarre mit maximal minimierten Dämpfungen eigentlich gar nicht so toll klingt.
[...]Des Weiteren erscheinen mir die Hölzer und Hälse bei E-Gitarren als völlig irrelevant für den Klang (Sorry).
[...]Natürlich bekommt man bei teuren Gitarren schöne, lang getrocknete Hölzer und eine gute Verarbeitung, jedoch würde ich mich so weit aus dem Fenster lehnen, dass das Holz einfach nur lange abgelagert und einen Mittelpunkt aus Leichtigkeit und Stabilität haben sollten.
[...]Hab ich es richtig verstanden, dass die Magnete eines Humbuckers nur durch eine der beiden gegensätzlich gewickelten Spulen gewickelt sind. Sonst würde man sich ja nicht nur das Netzbrummen rausfiltern sondern auch den eigenen Klang oder?
[...]Freue mich auf die Diskussionen![...]
Deine Punkte schneiden ein "ganz heisses Eisen" im E-Git-Sub des MB-Forum an - siehe -> https://www.musiker-board.de/thread...ang-die-ewige-suche-nach-der-wahrheit.680859/.

Daher direkt zu Beginn der Hinweis, dass bei der "kleinsten Kleinigkeit" ein Verschieben oder gar Schliessen der Diskussion unvermeidbar sein wird.

Ach ja, @MC_H1tr3g : Willkommen an Bo(a)rd :hat:. LG Lenny
 
Na ja, das kommt immer darauf an, welchen Style Du mit den PickUps spielen möchtest, wie stark Du mit dem Signal in die Sättigung gehen möchtest und wie groß Dein Padel Board ist.
Je cleaner Du spielst, desto besser klingen 'imperfekte' Tonabnehmer. Je mehr Du das Signal verdrehst oder übersteuerst, desto störender kann die Dynamik eines PickUps werden.
Hab ich es richtig verstanden, dass die Magnete eines Humbuckers nur durch eine der beiden gegensätzlich gewickelten Spulen gewickelt sind.
Nope, das hast Du nicht richtig verstanden. Beim Humbucker durchläuft das Signal beide Spulen in gegensätzlicher Richtung. Damit wird alles, was in der einen Spule aufgenommen wird, durch die invertierte Aufnahme der anderen Spule ausgelöscht. So wird das Netzbrummen eliminiert.
Durch die Anordnung des Magnetes und der Pole Pieces wird wiederum die Amplitude der Saitenschwingung positiv oder negativ durch die Spulen geleitet. Die doppelte Umkerung führt dann nich mehr zu einer Auslöschung, sondern zu einer Addition des Signals.
Phasenverschiebung hat glaub ich keine Auswirkung aufs Gehör oder doch?
Ähm, das hat massive Auswirkung auf den Klang.
 
Zuletzt bearbeitet:
Je cleaner Du spielst, desto besser klingen 'imperfekte' Tonabnehmer. Je mehr Du das Signal verdrehst oder übersteuerst, desto störender kann die Dynamik eines PickUps werden.
Macht Sinn!
Ähm, das hat massive Auswirkung auf den Klang.
Ok da muss ich mich wohl noch bilden. Wir hatten mal im Labor Sinusschwingungen unterschiedlicher Frequenzen überlagert und die Phasen verschoben. Aber das ist natürlich kein Lied sondern nur mehrere Töne. Dort merkt man natürlich nichts.
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Deine Punkte schneiden ein "ganz heisses Eisen" im E-Git-Sub des MB-Forum an
Das denk ich mir :)
Ich hoffe hier bleiben alle sachlich und es wird ein konstruktiver, lehrreicher Thread.
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Ach ja, @MC_H1tr3g : Willkommen an Bo(a)rd :hat:. LG Lenny
Vielen Dank! :)
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Es sei vielleicht noch kurz anzumerken, dass ich eigentlich in Richtung Tonabnehmern diskutieren möchte, da für mich Diese das Meiste am Klang ausmachen.
Jeder darf das anders sehen!
 
Zuletzt bearbeitet:
Oh, ich kann das ganz einfach mit dem Humbucker Effekt beschreiben: Bei einem Humbucker wird die Phase in den Spulen durch die gegensätzliche Signalführung um 180° gedreht. Das führt zur vollständigen Auslöschung des Netzbrummens.
 

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