Toningenieur werden wollen-Was Tun ?

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GODDSCHALK
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So leutchens, ich bin neu hier im forum, und es kann gut sein, dass das thema im falschen Unterforum ist...Sorry in dem Fall, aber eigentlich geht es mir nur um Folgendes:

Ich bin jetzt fast 17, hab vor Paar Monaten meine Mittlere reife fertiggemacht, und Werde jetzt die Nächsten 3 Jahre eine Staatliche Schule für Grafikdesign besuchen. Nach diesen 3 Jahren hab ich dann FH und bin "Staatlich geprüfter Grafikdesigner". Das tut eigentlich nichts zur sache, aber das mit dem GrfkDsgn ist nur der Anfang eines zweiten Standbeins, denn in erster Linie Will ich (hört sich jetzt deppert an, aber) Irgendwas Mit Musik machen.

Ich würde Gerne Toningenieur werden, ggf. mit Diplom und dem ganzen drum und dran. Ich weiss das das hier im Forum ind auch im gesamten Internet recht oft Diskutiert wird, und ich mich da auch schon stundenweise durchgelesen hab, aber hinterher hab ich immer mehr offene Fragen als antworten. :(

Ich arbeite zurzeit in einem kleinen Studio in meinem Ort, Dort wird aber Multimedia Produziert weil mein chef immer sagt: Weisch, ich war zwar auf der SAE und hab klassiesche Musik Studiert, aber leben kannscht von Audio allein nicht.

Ich wüsste hald gerne, was da so die perspektiven sind, aber immer, wenn ich Irgendjemanden Frage, sei es nun im internet, oder im echten leben, bekomme ich immer die gleichen antworten:

Uhmm...ja..das iss so: Also ja, aäää...Irgendwo Studieren:gruebel:
Daraus werd ich dann auchnich Schlauer..

Hier sind mal so grob die Punkte, die mich nachts nicht Schlafen lassen:

-Kann man Davon (gut) leben, ggf. eine Famillie ernähren, und vielleicht noch was aucf der Hohen Kante Haben ?
-Wo, und vorallem Was muss/sollte ich studieren ?
-Kann ich das vielleicht mit dem Grafikdesign kombinieren ?
-Warum habne manche FHs scheinbar irre-schwere aufnahmeprüfungen und andere nicht ? (Schlagzeug ist da warscheinlich kein "instrument" oder ?)
-Machen verschiedene Abschlüsse ein dem Arbeitsumfeld überhaupt einen Unterschied ? oder geht das alles irgendwann sowieso über können und Kontakte ?
-Man kann ja breit fächern oder ? (Akustik, Produktion, Post Production, Live, bla bla bla..

Ich hör' immerwieder, dass es recht schwer sein soll, sich in diesem business überwasser halten zu können, aber ich mein:
Die Musik die im Radio läuft und auf CDs Verkauft wird, macht sich nicht von alleine
Speie, die jeder Otto zockt, wollen vertont werden,
Epische Filmmusik will komponiert, aufgenommen, und bearbeitet werden
...
Sounddesign
Rundfunk
Sprachaufnahmen für werbespots
Synchronisation
Mastering
Live Technik
Es kann doch nicht keine Arbeit geben...
und so doof es klingt, aber irgendjemand muss auch die Beats für katy Perry und Co zusammenbauen...(extrembeispiel)

So, hier sind noch ein paar "konturen" von mir

Ich spiele Schlagzeug
Bin in ner kleinen Band
Kann diverse DAWs bedienen: Ableton, FL, Cubase, und Logic ein bisschen
Ich hab kein absolutes gehör, aber ich liebe es, musik zu machen, zu hören, zu mischen, bearbeiten (noobiges Mastern), und alles was dazugehört. Ich versetz mich daa immer total rein...

also..ich bitte euch wenn möglich um informative aufschlussreiche Antworten:)
 
Eigenschaft
 
Bin auch nicht so sicher auf dem Gebiet aber...
Ich würde Gerne Toningenieur werden, ggf. mit Diplom und dem ganzen drum und dran.
Toningenieur sollte ein geschützter begriff sein (?) - das heißt das kann man nur durch ein entsprechendes Studium an ner staatlichen Hochschule erreichen. Das Diplom ebenfalls, obwohl ich nicht weiß ob es diesen Abschluss noch (lange) gibt.
SAE wirbt glaube ich mit hauseigenen "Diplomen" die in der Wertigkeit lächerlich geringer sein sollten als ein staatliches ("ordentliches :) ) Diplom.



... weil mein chef immer sagt: Weisch, ich war zwar auf der SAE und hab klassiesche Musik Studiert, aber leben kannscht von Audio allein nicht.
Der gute hat zwar nicht absolut recht (Dieter Bohlen lebt doch davon und ist jemand), aber er gibt dir schon den richtigen Tip: dein grafikdesign ist nicht dein 2. Standbein... wirklich! :D
Grafikdesigner mit guter Ausbildung werden gesucht, auch von großen renommierten Firmen gibts Ausschreibungen. Während in der Musik eigentlich seh viel über connection läuft. Das Beispiel Bohlen: Um so zu werden brauchst Du kein Studium. Musik schreiben kann jeder und wenn Du mal die ARD Hitparde angeschaltet hast - dann weißt Du womit sich Toningenieure, die davon leben können wohl in der Realität beschäftigen. Dazu braucht man nur wenig Musikkentnis, mehr braucht den richtigen Geschäftssinn und die richtigen Leute um sich... und dass alles kann auch erfolglos bleiben wenn man am Ende noch kein Glück hat.

Die Grafikerausbildung ist sicherlich super, wenn Du Dich damit arrangieren kannst. Musik als 2. Standbein um dieses Bedürfnis zu befriedigen.

-Machen verschiedene Abschlüsse ein dem Arbeitsumfeld überhaupt einen Unterschied ? oder geht das alles irgendwann sowieso über können und Kontakte ?
.
Wie gesagt: Mit nem SAE Diplom-Klopapier brauchst Du dich beim WDR Rundfunkorchester nicht melden. Ich kann mir aber vorstellen, dass ein studierter Toningenieur da mit guten Chancen antritt.

-Warum habne manche FHs scheinbar irre-schwere aufnahmeprüfungen und andere nicht ? (Schlagzeug ist da warscheinlich kein "instrument" oder ?)
Schlagzeug ist ein Instrument wohl aber muss man oft mindestens Klavier spielen. Das ist sehr sinnvoll denn (Bezug zur ersten Frage im Zitat) die Aufnahmebedingungen sind so hoch weil viele etwas wollen wofür es nur wenig Plätze gibt. Ganz einfach. Warum sollten sie nicht den besten nehmen den sie bekommen können. Daher stecken sie die Bedingungen hoch ab, damit unvorbereitete Leute denen nicht mit Aufnahmeprüfungen die Zeit stehlen ;)

Epische Filmmusik will komponiert, aufgenommen, und bearbeitet werden
Dazu:

Die Amateure machen die bezahlte Szene der Computerspiele-Komponisten zur Zeit kaputt. "Everybody else would do it for nothig"... in manchen Film-/Spielefirmen bekommen die Putzfrauen in den Büros mehr als der Komponist. Liegt daran, dass man mit der Software schon viel machen kann ohne studierten Hintergrund, daher schwemmen die Amateure auf den Markt. Ich denke der Trend wird sich noch verschlechtern. Das ist wohl wie in der Pornoindustrie :D

Man kann den Toningenieur an staatlichen Hochschulen studieren und die Aufnahmebedingungen sind in der Tat höher also bei andere Musikstudiengängen. Liegt daran, dass in Detmold zum Beispiel meines Wissens nach nur alle 2 Jahre (?) ein Toni aufgenommen wird und was wird der ab dem ersten Semester machen? Naja die Studenten bei ihren Auftritten aufnehmen und Demos für sie aufnehmen und bearbeiten. Das kann auch mal ein Orchester sein! Die wollen von Anfang an mit Dir arbeiten, Du musst also schon mit nem riesen Hintergrund da ankommen. Aber Du hast 3 Jahre Zeit, wenn Du von Anfang an systematisch in Deiner Freizeit daran arbeitest kannst Du das packen.
Außerdem kann sich ein guter Klavier-Bewerbe mit nem toll vorgetragenen Programm manchmal durch die Theorie manchmal irgendwie durchgewunken werden. Klar wenn die Dozenten das Potential eines neuen Lang Lang da vermuten, warum sollte es dann am 4-Stimmigen Melodiediktat scheitern.

Willst Du das also wirklich, wirklich schaffen:
Schau Dir die Aufnahmebedingungen an, mach Dir nen Schlachtplan.
Vor allem fürs Gehör:
- Klavierunterricht, Gesangsstunden und Chor
- tauche in die Welt der Klassik ein und lerne Musik konzentriert zu hören
- höre Dir von klassischen Orchesteraufnahmen derselben Komposition mal unterschiedliche Dirigenten und Orchester
- vernachlässige niemals niemals deinen Grafik-Job. Solange Du nicht in Sachen Toningenieur-Ausbildung auf der sicheren Seite stehst. :)
- bleib im Forum mit Deinen Fragen und gib regelmäßig Hörproben hier ab, damit Du merkst ob und wie Du Dich weiterentwickelst. Hier gibts ne Menge gute Beratung.

Die ebend genannten Punkte sind nur der Anfang für die ersten paar Monate :)


Einen studierten Toningenieur haben wir aber meines Wissens nach nicht.
 
Ich bin Toningenieurstudent :)
Es gibt auch noch ein paar andere hier an Board.

Man sollte den Toningenieur allerdings nicht mit dem Tonmeister verwechseln.
Ich würde sagen mein (Toning.) Studium ist im Bakk ca. 70/30 (tech/musik) und im Master ist alles zwischen 100/0 und 30/70 möglich.
Beruflich geht der Toning. eher weg von direktem Musikkontakt. Typische Branchen sind: Autoakustik, Psychoakustik, Signalverarbeitung, Raumakustik, Lautsprecher/Mic-Entwicklung, Programmierung, und viele andere Dinge die ich mir gerade nicht einfallen. Direkteres arbeiten mit Musik (ala Mischen, Sounddesign, usw) ist möglich, allerdings nicht unmittelbares Ziel. Auch ist es da schwer eine konkrete Berufsbezeichnung nennen, da es sich da eher zum kleinere Unternehmen handelt wo man meist für recht viel auf einmal zuständig ist.

Hingegen der Tonmeister hat als universellen Bezugspunkt immer die Musik. Genaueres kann ich dazu nicht sagen, weil ich es nicht weis. Aber man müsste die Studienpläne von allen richtigen Unis eigentlich ziemlich leicht im Internet finden.

LG Jakob
 
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Danke schonmal für die Antworten. Waren bis jetzt schon ziemlich Hilfreich :)

Was mir immernoch ein bisschen kopfschmerzen bereitet, ist die kernaussage des Videos. Es spricht ja für sich. Heute Setzt sich jeder Otto an seinen rechner dran, öffnet FL und bastelt sich da sein zeg zusammen (Ich übrigens auch, aber mir belibt kaum was anderes übrig...)
Ich mein, was bringt es mir, wenn ich jetzt noch 3 jahre Klavier spiele, mich durch die harten aufnahmeprüfungen Druchkämpfe, mich dann mehrere Jahre im Studium krumm mache, nur um dann eventuell doch keinen (guten) Job zu bekommen. Es gibt ja keine Arbeitgarantie...nichmal mit nem guten abschluss und titel...und vermutlich besonders nich in dem business....oder ?

Klar will ich es, aber bevor ich Dauerbroke bin, studier ich lieber Illustrationsdesign oder so...


Ein paar Fragen hab ich noch:
Was Ist an der FH (oder UNI, keine ahnung) in Detmold so speziell ?...ist das ne FH nur für Musik mit soner Heftigen aufnahmeprüfung ?
Ist Klavier-Können Überall Pflicht ? (abgesehen von der SAE)
Ich hab hier im Forum irgendetwas von einem speziellen abschluss gelesen, Irgendwas mit M...was hat es mit dem auf sich, und inwiefern ist der Besser Als der Bachelor oder Master ?
Brauch ich Bachelor oder Master überhaupt ??
Und EDIT:
Wo Studieren ? und Was ?...Gibt es einen Audioingenieering-Studengang, oder sollte man vil. sowas wie Elektrotechnik, oder medientechnik mit Fachrichtung Studieren ?
 
Heute Setzt sich jeder Otto an seinen rechner dran, öffnet FL und bastelt sich da sein zeg zusammen (Ich übrigens auch, aber mir belibt kaum was anderes übrig...) Ich mein, was bringt es mir, wenn ich jetzt noch 3 jahre Klavier spiele, mich durch die harten aufnahmeprüfungen Druchkämpfe, mich dann mehrere Jahre im Studium krumm mache, nur um dann eventuell doch keinen (guten) Job zu bekommen. Es gibt ja keine Arbeitgarantie...nichmal mit nem guten abschluss und titel...und vermutlich besonders nich in dem business....oder ?

Es ist so: es gibt in der künstlerisch-kulturell-kreativen Arbeitswelt immer Bereiche, in denen brauchst du viel Handwerk, und es gibt Bereiche, in denen kommst du mit wenig (oder ohne) aus. Manche Jobs bekommst du nur mit viel Handwerk. Das sind nicht automatisch die besser bezahlten, oder die stabileren Arbeitsverhältnisse oder die erfüllenderen. Aber die Tendenz ist schon da: mit einer ordentlichen Ausbildung erhöhst du die Chancen auf ein stabiles, ordentlich bezahltes Arbeitsverhältnis schon.

Die vielen vielen selfmade-Musikproduzenten (ich nehme mich da gar nicht aus) wird es immer geben. Es gibt immer einen, der's billiger macht. Dem kann man nur mit Qualität begegnen, und ich muss sagen, ich habe damit gute Erfahrungen gemacht. Musikalisches Handwerk ist immer noch verkaufsfähig, und man kann damit eine gute Existenz führen (ich bin allerdings Musiker/Musiklehrer und betreibe Recording nur nebenher). Sobald mal ein Livemusiker im Studio auftaucht, trennt sich bei den Tonleuten meiner Erfahrung nach schnell die Spreu vom Weizen: einen Flügel ordentlich abzunehmen, eine Kirchenorgel oder ein Perkussionsensemble aufzunehmen, oder historische Musik adäquat abzubilden, erfordert wirklich Handwerk.

Klar will ich es, aber bevor ich Dauerbroke bin, studier ich lieber Illustrationsdesign oder so...

Da ist es natürlich so...: wenn du dir überhaupt vorstellen kannst, etwas anderes zu studieren, solltest du das auch ganz ernsthaft in Erwägung ziehen. Die guten Tontechniker, die ich kenne, sind allesamt Triebtäter, die eben nichts anderes wollen und können, und ihre Sache dementsprechend mit Haut und Haaren betreiben. Wenn Illustrationsdesign für dich eine ersthafte Alternative ist, mach's.

Ist Klavier-Können Überall Pflicht ?

Oft. Und es macht auch absolut Sinn, denn als Mann am Pult musst du die gleiche Sprache sprechen, wie die Musiker, die er vor sich hat. Und du musst Musik in ihren Strukturen benennen können, also z.B. Formabläufe, Akkordfolgen, Melodielinien und Rhythmen identifizieren und benennen können. Mit diesen Fähigkeiten kannst du Musik analytisch erfassen, und erst mit dieser Grundlage kannst du sie dann mit technischen Mitteln aufnehmen und mischen. Ich persönlich würde keinen Toningenieur mehr für Aufnahmen haben wollen, der nicht auch selbst Musik macht bzw. gemacht hat.

Harald
 
...Hier sind mal so grob die Punkte, die mich nachts nicht Schlafen lassen:
-Kann man Davon (gut) leben, ggf. eine Famillie ernähren, und vielleicht noch was aucf der Hohen Kante Haben ?
-Wo, und vorallem Was muss/sollte ich studieren ? ...
mein Tip: du 'solltest' dich von der Kausalität dieser traditionellen Perspektive lösen
imho wird sich das nicht auf den Stand der 60er/70er Jahre des vorigen Jahrhunderts zurückentwickeln
(die Bildungspolitik geht damit in völlig unangemessener Form um, und lässt dich (und deine Altersgenossen) sozusagen im Regen stehen... es werden lieber idiotische Prüfungsmodelle etabliert statt wirtschaftliche Realität einzubeziehen)
ergo: lass sie schlafen, mach es selbst - Augen und Ohren auf - beobachte das Umfeld, erkenne Zusammenhänge
... und damit auch Gelegenheiten.
Eine solide Basis kann nicht schaden, da hat ein Studium echte Vorteile.
Aber das 'Berufsbild' wirst du kaum (wie früher) quasi von der Stange wählen können.
Du sprichst es ja bereits selbst indirekt an: ... kann man das mit Grafik Design kombinieren ?
Sicher kann man das. Man muss es nur wahrnehmen. Möglichst eher als die anderen.
(die Gestaltung von Programmoberflächen ist enorm wichtig, gerade was den Kreativbereich angeht)

Ich hör' immerwieder, dass es recht schwer sein soll, sich in diesem business überwasser halten zu können, aber ich mein:
Die Musik die im Radio läuft und auf CDs Verkauft wird, macht sich nicht von alleine
Speie, die jeder Otto zockt, wollen vertont werden,
Epische Filmmusik will komponiert, aufgenommen, und bearbeitet werden
...
Sounddesign
Rundfunk
Sprachaufnahmen für werbespots
Synchronisation
Mastering
Live Technik
Es kann doch nicht keine Arbeit geben...
und so doof es klingt, aber irgendjemand muss auch die Beats für katy Perry und Co zusammenbauen...(extrembeispiel)

eine Menge von dem, was da auf der Liste steht lässt sich in fast erschreckendem Masse 'automatisieren'
Im Grafik Bereich gab es lange Zeit den hochbezahlten Farbenlithografen. Eine für ihre Arroganz bekannte Elite...
Der komplette Beruf ist innerhalb von nicht mal 10 Jahren von der Bildfläche verschwunden.

Ich habe mal für jemanden spasseshalber eine Aufnahme etwas 'verbessert' - daraufhin meinte ein Bekannter, dass ich das doch als Mastering-Service anbieten könnte...
klar, vom Aufwand her wär's cool. Gerade mal 2 Regler eingestellt (den Rest hat die Automatik erledigt) :p
aber so was hat keine Zukunft (echtes Mastering sieht bekanntlich auch etwas anderes aus...)

Die Software Band-in-a-Box arrangiert seit Jahren echtes Audiomaterial(!) nach Stilvorgaben und Informationen über bestimmte Spielweisen, erfindet Melodien und Soli...
Jemand der seine Brötchen mit Komposition/Auftragsarbeiten verdient hat das (sinngemäss) mal so kommentiert:
bei 20 Versuchen liefert das Program 18x blabla, aber da sind auch 1-2 Versionen dabei, wo ich mich echt anstrengen müsste, was gleichwertiges zu liefern - oder überhaupt drauf zu kommen...
Das Fraunhofer Institut hat sich vor kurzem eine Methode patentieren lassen, mit dem sich individueller 'groove' von Musikern simulieren lässt... etc etc.

was natürlich nicht heisst, dass nun die Herrschaft der Maschinen beginnt... :D
es fällt aber eine Menge Fleiss- oder Routinearbeit weg, bzw wird zunehmend weniger.
Was Arbeitskraft (ein)spart... siehe Lithographen

allerdings hat sich auch die Arbeitswelt selbst gewandelt: heute gilt (in vielen Bereichen) 24/7
Zeitzonen spielen durch internationalen Datenverkehr praktisch keine Rolle mehr... Arbeitsrecht immer weniger...
da kann man den Zeigefinger ausstrecken und buuuuh rufen - oder sich drauf einstellen

eine durch Ausbildung-Berufswahl abgesicherte Existenz (Stichwort: Familie ernähren) gibt es imho heute nicht mehr, speziell wenn da noch die Idee: etwas auf die hohe Kante legen mitschwingt. Vergiss es.
Der erste Teil wäre (mit Abstrichen) noch denkbar, der zweite nicht mehr.
Dafür muss man sich heute (und in Zukunft wohl noch mehr) deutlich weiter strecken.

Mehr Eigeninitiative, Leistung und vor allem Präsentation der eigenen Fähigkeiten sind ausschlaggebend.
Es nutzt dir weder die beste Idee, noch die beste Arbeit, wenn du sie nicht nach aussen 'verkaufen' kannst.
Als deine Leistung. Da ist es dann relativ Banane, was du wo studiert hast.
Mit anderen Worten: Erfolg verlangt auch ein klein wenig Ar***loch sein. ;)
Methode Ikea: erkenne die Möglichkeiten - mach sie zu deinen Ideen und kommuniziere genau das
dann sieht das beruflich auch nicht schlecht aus... :D

cheers, Tom
 
Tjaaa...das mit dem Designstudium nach der schule iss sone sache...Es bietet sich zwar an, aber Tontechnik...das wär hald der Hammer, wenn ich es da zu was bringen würde...Das Designstudium ist eher sone sache: jaa, muss nich unbedingt sein. wär zwar cool, aber nur die 2. Wahl (oder später was in Kombination)

Also, ich fass das Nochmal grob zusammen.

Piano spielen können (mindestens)
Eigeninitiative
Absolute Vertrautheit mit Musik

Was sonst noch ?
 
die Technik ist das was sie ist: Technik... ein Mittel zum Zweck
ihre Grundlagen geben dir ein Werkzeug an die Hand, mehr nicht.
ihr Beherrschen ist keine Garantie für irgendeine Art von Erfolg - siehe Hinweis auf den verschwundenen Beruf...
(das ist wohl der wichtigste Unterschied zu 'frühreren' Ausbildungen, wo bereits die erworbene Fähigkeit ein recht hohes Mass an Sicherheit geboten hat)
der Schwerpunkt liegt folglich im Geschick der Anwendung.
Kommunikationsfähigkeit und schnelle Auffassung dürften da ganz wesentliche Komponenten sein.
Die Leute suchen weniger einen Frickler, als jemanden, der es schafft die Idee hinter ihrem Konzept zu verstehen.
Und das eben zu seinem Lösungsvorschlag macht - mal eine grobe Dienstleistergeschichte zugrunde gelegt.
Manche habe solche Fähigkeiten von Haus aus, andere müssen dran arbeiten.
Im Prinzip heisst das: weg vom 'Fachidioten' - hin zum Gesprächspartner.
Die menschliche Seite muss stimmen - ist für die meisten deals wichtiger als die Technik.
Da würde ich sehr früh (parallel zum was-auch-immer Studium) jede Gelegenheit praktischer Erfahrung suchen.

cheers, Tom
 
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