Tränen - Deutsche Version

von ~Marie~, 26.06.10.

  1. ~Marie~

    ~Marie~ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.06.10   #1
    So, hallo zusammen,
    ich trau mich heute auch mal einen song zu veröffentlichen. Ich habe das Gefühl dass er noch nicht fertig ist aber ich weis nicht so recht was falsch ist. Könnt ihr mir helfen?
    Also:

    Bemerkst du meine Tränen
    Über diese Stiche in meinem Herz?
    Siehst du wie die Enttäuschung
    Mich innerlich auffrisst?
    Fühlst du meine Trauer nicht?

    Seh wie meine Welt dank dir zerstört wird!

    Du siehst sie nicht
    Du fühlst sie nicht
    Du hörst sie nicht
    Aber bemerkst du sie?
    Meine Tränen

    Es ist nicht diese Wut
    Nein, es sind die salzigen Tränen
    auf meiner Wange
    die kommen wenn ich
    an dich denken muss

    Seh wie meine Welt dank dir zerstört wird

    Du siehst sie nicht
    Du fühlst sie nicht
    Du hörst sie nicht
    Aber bemerkst du sie?
    Meine Tränen

    Tränen, Tränen, Tränen
    verschwindet doch endlich
    ich sollte sie nicht für ihn vergiessen

    Du willst sie nicht sehen
    Du willst nicht so fühlen
    Du willst mich nicht hören
    Und du bemerkst sie nicht
    Meine Tränen


    Keine Träne mehr für dich
    denn du bist es nicht wert



    Wie findet ihr das? ist das sprachlich korrekt?

    Liebe Grüße
    von Marie
     
  2. Jongleur

    Jongleur Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.06.10   #2
    Was soll bemerken bedeuten, wenn der Andere schon nichts sieht, hört und fühlt? Etwas unaufgeregter wäre beispielsweise:

    Du siehst sie nicht
    Du hörst sie nicht
    Du schmeckst sie nicht
    Fühlst du sie irgendwie
    Meine Tränen?

    Und ein zweites Problem:

    Du kannst Dich nicht entscheiden, ob Du mit der anderen Person oder mit Deinen Tränen, also mit DIR, ins Gericht gehen sollst
    Das ist ein Indiz dafür, dass Du zwei Themen im Auge hast, die man auch mit zwei Songs in Angriff nehmen könnte (ich meine sogar sollte).
     
  3. wica

    wica Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 26.06.10   #3
    Der Imperativ heißt: sieh
    Besser wäre: "Sieh, wie meine Welt durch Dich zerstört wird!" (oder bist Du dafür dankbar?)
     
  4. Jongleur

    Jongleur Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.06.10   #4
    die Präsenzform 1. Person Singular mit Apostroph heißt wiederum : seh' und muß nicht mit Dankbarkeit, sondern kann gelegentlich auch mit Fassungslosigkeit verbunden sein:)
     
  5. wica

    wica Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 26.06.10   #5
    Du meinst im Sinne von "ich seh"? Das hatte ich nicht bedacht.
    Bitte um Vergebung, Marie.
    Trotzedem wäre "durch Dich" immer noch besser, weil Dank unpassend.
     
  6. Jongleur

    Jongleur Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.06.10   #6
    weiß nicht, ob Marie dir vergibt, ich jedenfalls winke Dir lächelnd zu.;)

    Und wenn Du gestattest, verändere ich deinen Vorschlag etwas und schlage statt Deinem "durch Dich" gegen ein "von Dir" vor.

    lg
     
  7. Benno _8)

    Benno _8) Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.06.10   #7
    Auf mich wirkt es noch wie ein Rohentwurf, ein Brainstorming. In dieser Form hast Du Deine Emotionen gut auf den Punkt gebracht. Gerade der Wechsel zwischen Ich und Du zeigt das Wechselbad der Gefühle, das eine Trennung bedeutet.

    Was ich vermisse, ist eine strengere Strukturierung und Formgebung, die das Thema songtauglich macht - aber das ist natürlich auch eine Frage des persönlichen Stils.
     
  8. ~Marie~

    ~Marie~ Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.06.10   #8
    ja das stimmt das ich das irgendwie blöd ausgedrückt habe.
    allerdings finde ich das dass irgendwie da nicht so reinpasst. das ist mir zu lang. Hat jemand noch andere Vorschläge?
    zum zweiten:
    Ja es kann sein dass ich da was zusammengewürfelt habe. Ich habe immer sehr viele songideen im kopf und dann war ich mit dem gedanken wohl schon wieder wo anders als ich weitergeschrieben habe :D
    Wie meinst du das mit der person? wenn du die perspektive meinst, da kann ich doch ruhig wechseln oder?


    wica ich vergebe dir x'D
    Ich hab auch erst sieh geschrieben hab mich dann aber doch irgendwie für seh entschieden^ und eig. geht ja beides.


    und an benno:
    Es ist auch nur ein Rohentwurf. Ich habe den Song schon vor ein paar Monaten geschrieben und jetzt mal wieder rausgekramt und jetzt gefallen mir selbst einige Dinge nicht also werde ich ein wenig daran feilen :D.
    Um ehrlich zu sein ich habe gar keinen wirklichen Stil. Ich schreibe einfach erstmal meine Gedanken auf und versuche sie dann halbwegs in einen Song zu bringen, dann unterteile ich das einfach in Strofen und Refrain und fertig xD
    Hast du direkte Dinge wie ich das strukturieren kann? Und was genau verstehst du unter Formgebung?


    Liebe Grüße,
    Marie
     
  9. ~Marie~

    ~Marie~ Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.06.10   #9

    Das finde ich gut das werde ich auf jeden Fall so ändern!
     
  10. Jongleur

    Jongleur Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.06.10   #10
    Mein "Vorschlag" war gar nicht so ernst gemeint. Er sollte Dir nur eine Richtung demonstrieren, wie du gedanklich aus dem Dilemma kommst.

    Hm... dieses Problem ist nicht so harmlos, wie du zu denken scheinst. Zwei Themen machen einen Song oft völlig konfus.
    Oder besser: wenn Du dich auf EINE Idee beschränkst, wird der Song sicher automatisch besser.


    Hm...langsam.
    Hier erst mal die eine Person: nämlich DU

    Und ansonsten die zweite Person: sagen wir mal ER.

    Ich würde mich erst mal entscheiden, was mir wichtiger ist: Das eigene Seelenheil oder die Auseinandersetzung mit IHM.

    Eine Auseinandersetzung mit DIR kann auch ohne IHN stattfinden: zum Beispiel, wenn der Song einen Schlussstrich ziehen soll.

    Wenn Du hingegen um IHN kämpfen willst, dann soll ER doch ruhig deine Tränen sehen. Auf die Dauer kann KEINER seine Verletzungen verbergen.

    Du siehst, ICH sehe da schon prinzipielle Probleme im Entwurf:)
    Aber ich bin auch ein recht kritischer Geist...
     
  11. ~Marie~

    ~Marie~ Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.06.10   #11
    jongleur:

    achso xD ja stimmt ich überlege mir mal was..

    hm ich werde es mal probieren aber ich glaube das ist ziemlich schwer bei mir ;)

    hm so habe ich da noch gar nicht drüber nachgedacht. was die geschichte angeht ist es eigendlich nichts von beidem es soll er um Vorwürfe gehen. Das er an allem schuld ist und das ihm das egal ist. Es geht also um keinen Konflikt ob ich schluss machen soll. Allerdings ist es trotzdem irgendwie so dass in manchen passagen zwei stimmen in meinem kopf miteinander reden:gruebel: meinst du das was dich stöhrt?
     
  12. Jongleur

    Jongleur Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.06.10   #12
    Nein:)

    Aber ein Song ist wie ein Weg. Du kannst nicht ewig an einer Kreuzung grübeln. Du musst Dich im Leben IMMER für einen Weg entscheiden. Im Song mußt Du Dich entscheiden: Top oder Flop. Oder Du schreibst einen Song über dein zaudern. Der sollte aber vielleicht eher selbstironisch rüberkommen.

    Wenn das lyrische Ich den Typen halten will, sind Vorwürfe kein allzu sympathisches Mittel.
    Aber Du machst ja nicht mal Vorwürfe. Ich lese jedenfalls keine. Klingt eher als ob Du...ähm...jammerst. Sorry.

    Ein Song kommt wohl kaum ohne Konflikt aus. Konflikte ziehen den Hörer an wie ein Verkehrsunfall;)

    Aber Dein Song schildert EINDEUTIG einen Konflikt. Einen tränenreichen noch dazu;)
     
  13. Benno _8)

    Benno _8) Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.06.10   #13
    Die zwei Stimmen in Deinem Kopf machen für mich gerade den Reiz aus; ein Ansatz, der sich ausbauen läßt. Wie wäre es mit Strophen, die Vorwürfe enthalten, und einem Refrain, der die Notwendigkeit der Trennung feststellt?

    Warum muß ein Song Entscheidungen treffen? Geade das Aufzeigen von Konflikten kann den Hörer zum Nachdenken anregen, und in diesem Sinne kann das lyrische Ich auch ruhig seine unsympathischen Seiten zeigen.
     
  14. ~Marie~

    ~Marie~ Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.06.10   #14
    wie so jammere ich?
    Hmm das verstehe ich ja aber hast du irgendwie einen vorhsclag wie ich das besser mache oder an welchen passagen genau?
     
  15. ~Marie~

    ~Marie~ Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.06.10   #15

    Ja das klingt gut ich werde mal schauen was sich daraus machen lässt :) aber jetzt bin ich zuu müde.
    Ich denke eig. auch dass man in songs keine entscheidungen treffen muss. Ein Song muss ja nicht das echte Leben dastellen, oder?

    Gute Nacht
     
  16. Jongleur

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    Erstellt: 27.06.10   #16
    @benno


    Warum sind entschlossene Menschen erfolgreicher? warum suchen die Menschen den Erfolg? Warum suchen Menschen Trost bei Künstlern, die Stärke oder wenigstens Leidenschaft ausstrahlen?...Ich weiss es nicht.

    warum gelten Konflikt beladene Menschen meistens als nervend? Warum nerven uns die täglichen Konflikte in den Medien, am Arbeitsplatz, in der Familie?

    Was suchen die Menschen im TV, Kino oder in den Discos? LÖSUNGEN! Lösungen DER Konflikte oder wenigstens VON den Konflikten.

    Was mich betrtifft: Ich beginne erst nachzudenken, wenn ich Lösungen sehe. Zwischen den Lösungen überlebe ich nur;)

    wow, dass ein Protagonist sich auch von seiner unsympathischen Seite zeigen sollte, ist ein interessanter Gedanke. Kannst Du mir mal entsprechende Textbeispiele nennen?

    Ich fürchte allerdings, die meisten Texter können gar nicht so lange in den Spiegel schauen, dass sie ihre unsympathischen Seiten erkennen.

    Sie kennen nur ihre "kleinen" Schwächen. Und das ist wohl auch gut so;) Und auf die "kleinen" Schwächen sollte tatsächlich kein Text leichtfertig verzichten. da stimmen wir überein:)
     
  17. ~Marie~

    ~Marie~ Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.06.10   #17
    Das ist alles richtig allerdings muss das ja nicht unbedingt für den Song heissen das nur lösungen gefunden werden.
     
  18. Benno _8)

    Benno _8) Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.06.10   #18
    @Jongleur:
    Ist es nicht auch ein Problem, daß gerne schnelle Lösungen gesucht werden, die Probleme aber lieber nicht zur Sprache gebracht werden? Sind Actionfilme nicht deshalb so erfolgreich, weil die Zuschauer eher eine Verdrängung von Alltagskonflikten suchen? Die dort gezeigten Lösungen haben ja wohl kaum Vorbildcharakter - oder bin ich da zu optimistisch?

    Ein Extrembeispiel für ein unsympathisches lyrisches Ich findet man in "Jeanny" von Falco. erfolgreich, aber umstritten. In solchen Fällen ist natürlich eine klare Distanz zwischen lyrischem Ich und Autor notwendig. Dein ursprünglicher Kritikpunkt bezog sich aber darauf, daß das lyrische Ich durch unnütze Vorwürfe unsympathisch erscheint - das kann man auch als nachvollziehbare Schwäche durchgehen lassen.
     
  19. Jongleur

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    Erstellt: 28.06.10   #19
    Drehbücher werden, allein weil es um viel Geld geht, garantiert länger und intensiver diskutiert und häufiger verändert als hiesige Rocktexte.

    Schon deshalb kann ich mit deinen "schnellen" Lösungen gar nichts anfangen.

    Vorbildcharakter interessieren mich nicht. Das sind eh nur Behauptungen entsprechender Interessengruppen.

    Das lyrische ICH von Jeanny würde ich nicht "unsympathisch", sondern angsterregend und faszinierend nennen.
    Benno, was ich über "unsympathisch" sagen wollte ist: Unsympathisch sind immer NUR die ANDEREN;)
     
  20. Benno _8)

    Benno _8) Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.06.10   #20
    Das mit den schnellen Lösungen hast Du wohl (voreilig?) falsch verstanden, vielleicht hatte ich den Zusammenhang nicht klargestellt:

    Du hattest geschrieben, daß das Publikum im TV, Kino oder in der Disco Lösungen erwartet. Hier finde ich es problematisch, daß etwa in Actionfilmen (die eben einen Großteil des Kinopublikums anziehen) schnelle, oft gewaltsame Lösungen dargestellt werden, und die eigentlichen Probleme kaum zur Sprache kommen. Der dadurch fragwürdige kommerzielle Erfolg war nicht direkt gemeint.

    Beim "unsympathischen" Thema sollte sich doch ein Konsens erzielen lassen, wenn wir den Begriff präzisieren. "Unsympathisch" bedeutet, wenn ich das einmal so wörtlich nehme, daß jemand kein Mitgefühl erhält, in unserem Zusammenhang, daß der Zuhörer das Verhalten des lyrischen Ichs nicht nachempfinden kann. Wenn ich jetzt die ursprünglichen Aussagen betrachte:

    Ich verstehe das jetzt so: Unverständliche Vorwürfe verhindern ein Mitempfinden des Zuhörers.

    Das möchte ich jetzt präzisieren: Das lyrische Ich darf Schwächen, sogar seine "böse" Seite zeigen, solange der Zuhörer das nachempfinden kann.

    Beide Aussagen betrachten eine Grenze, die es zu beachten gilt, von unterschiedlichen Seiten.
     
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