transport von A -> B, aber wie?

von siebass, 01.04.16.

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  1. siebass

    siebass Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.04.16   #1
    moin, (wußte nicht so recht, wohin mit dieser frage)
    wir haben ein transportproblem. wir sind zwar nur zu dritt, aber ich bin der einzige der einen führerschein und einen combi hat. und der platz reicht nicht wenn wir mit komplettem equipment plus uns selber zu einem gig fahren.
    aber, ich habe an meinem auto eine hängerkupplung (1600 Kg gebremst).
    da kam natürlich der gedanke an einen geschlossenen hänger.
    ich kann mir allerdings vorstellen, daß es da einiges mehr zu beachten gibt als bei verwendung eines wagens / busses:
    (klau-) sicherheit, versicherung, federung ... ?
    was meint ihr, habt ihr erfahrungen, woran muß ich denken?
    gruß, horst
     
  2. yamaha4711

    yamaha4711 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.04.16   #2
    Führerschein. Darfst du Grundsätzlich mit deiner Fahrerlaubnis einen Hänger mit entsprechender Zuladung bewegen? Es kommt da vor allem auf das zulässige Gesamtgewicht an.

    Falls du das Gewerblich machst, musst du eine Fahrerkarte haben. Das kann dir zumindest unterstellt werden, da ihr/du als Band Gewinnabsichten habt. Frag am besten bei der Gewerbeaufsicht oder beim Kraftfahrtbundesamt/Landratsamt nach.

    Der Hänger darf nicht überlastet werden, also vorher mal ausrechnen was da an Zuladung rein kommt.

    Ladungssicherung! Alles was durch die Gegend fliegen kann mit Gurten und Antirutschmatten sichern oder eben flächig verteilen, sodass sich alles gegenseitig sichert.

    Falls euch die Polizei kontrolliert und etwas nicht stimmt gibts gewaltig Ärger.

    Wie oft habt ihr das Problem? Es gibt Autovermietungen, welche Sprinter im Angebot haben. Deutlich besser als ein Hänger. Allerdings gelten dieselben Spielregeln.

    Für die Versicherung ist das einfach: Erstmal nicht zahlen!
    Falls ihr das Fahrzeug/Hänger auf der Strassen stehen habt, dann gibt es auch nix.
    Steht das Fahrzeug/Hänger in einer Garage/Tiefgarage, dann ist das eine abgeschlossene Unterbringung und die Teilkasko sollte zahlen. Allerdings kann das mit erheblichem Erklärungsbedarf und Einschränkungen einhergehen, vor allem wenn es eben als gewerblich angesehen wird.
    Am besten auch hier eine kurze Rückfrage bei der Versicherung einholen und sich die Aussage unbedingt schriftlich bestätigen lassen.
     
  3. siebass

    siebass Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.04.16   #3
    na ja, absichten schon ... :-) , aber das mit lottogewin, das haut ja auch nicht wirklich hin.
    führerschein ist kein problem, und das mit den versicherungen kriege ich auch geregelt.
    sprinter und co leihen ist je nach km nicht ganz günstig, vor allem wenn so um die drei tage hinzukommen.
    allerdings werde ich noch nach einem hängerverleih gucken, zum ausprobieren.
    hab' ich nicht geschrieben, ich meinte vor allem technische probleme: temperatur (im sommer knallt die sonne drauf, im winter raus aus dem beheizten raum, abkühlen im hänger, wieder rein zum gig), erschütterungen (wobei die tempo 100 zugelassenen ja wenigstens besser 'gefedert' sind. ich muß und will die 100 ja nicht fahren.
    nachdem was gugle mir so zeigt scheint es eine ganze menge von bands zu geben, die mit hänger unerwegs sind.
    horst
     
  4. yamaha4711

    yamaha4711 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.04.16   #4
    Eine Gewinnabsicht ist dir grundsätzlich zu unterstellen, solange du einen geldwerten Gegenwert für dein Gewerke/Dienstleistung verlangst. Das ruft dann nicht nur das Finanzamt auf den Plan, sondern bei einem Unfall auch die BAG/Gewerbeaufsicht. Du transportierst Güter irgendwelcher Art von A nach B, um damit Geld zu verdienen. Das ist nunmal so seit den neuesten Umstellung in diesem Bereich. Darunter leiden insbesondere auch Handwerker und eben Kleingewerbetreibende. Der ganze Krams mit Fahrerkarte, Maut und anderem Schnickschnack ist diesbezüglich mehr als Kontraproduktiv, leider. Lies dir mal die gesammelten Abhandlungen bezüglich Werksverkehr und alles was damit zusammenhängt durch.

    Ja, nur eben dass die meisten sich in einer Grauzone bewegen. Sofern die nicht auffälllig werden und nix passiert... wo kein Kläger, da kein Richter.
    Das ganze wurde hier schon diskutiert und ich denke das ist für dich auch ganz nützlich: http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?f=59&t=90169

    Zur Frage der Aklimatisierung: Achte einfach darauf, dass das Temperaturgefälle nicht zu groß wird. Gerade im Winter, an kalten Tagen, kann sich Kondenswasser auf die Elektronik niederschlagen, wenn man in einen gut temperierten Raum kommt. Einfach 2 Stunden warten und gut ist. Das kommt sicher hin, denn bis das Material ausgeladen ist und aufgebaut ist, gehen locker mal 2 Stunden rum. Bis dahin ist das alles OK.

    Ansonsten rate ich dringend alles in Cases zu verstauen. Wir schippern unser Zeug auch quer durch die Prärie und wenn alles sicher und gut in Cases und Truhen verstaut ist, ist es kein Thema das Zeug auf der Strasse zu transportieren. Es sollte halt nicht alla das ist ja ein Flightcase vom Hubboden des LKW runterfliegen.
     
  5. siebass

    siebass Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.04.16   #5
    mit der gewinnabscht hast du natürlich recht, und da werden wir null risiko eingehen. die ganze rechtsgeschichte ist eh thema bei uns.
    danke für den link, der scheint aber nur situationen zu betreffen, bei denen das zulässige gesamtgewicht 3,5 t überschreitet. und das wird es nicht.
    aber auch da werde ich mir eine sichere beratung einholen müssen, denn es scheint ja egal zu sein ob das fahrzeug geliehen oder eigenes ist, ob hänger oder PSblitz.
    horst
     
  6. yamaha4711

    yamaha4711 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.04.16   #6
    Da die Politik und auch die Behörden sich immer wieder neue Nettigkeiten ausdenken und mal so umsetzen, ohne dass man es wirklich mitbekommt, kann man da schon mal ziemlich doof da stehen. Ich rate daher alle 2 Jahre die Rechtslage diesbezüglich abzuklopfen und den Damen und Herren in ihren Amtsstuben auf den Wecker zu gehen. Auch die IHK kann behilflich sein, sofern man Beitrag bezahlt.

    Ja, alles ab 3,5t zul. Gesamtgew. ist innerhalb diieser Regulierung. Wie es darunter aussieht ist oftmals eine Einzelfallentscheidung. Wenn der Typ bei der Kontrolle einen schlechten Tag hat oder Zeit hat, dann nimmt er dir die Karre auseinander. Ich erinnere mich noch gut daran, dass wir gerade vom Job gekommen sind und am Ausladen waren. Da kommt auf einmal Tatütata an, es war 2:30h morgens. Ich finde es ja klasse, dass die sich drum kümmern und nachsehen was da läuft. Hätte ja auch ein Einbruch sein können. Allerdings lies der Ton der beiden auf nichts gutes hoffen. Ein freundliches Guten Morgen ignorierte man. Statt dessen die barsche Frage was wir hier tun.
    In der Zwischenzeit inspizierte der zweite Mann die Reifen am Auto und Hänger (war so ein oller 750kg Allerweltsplanenhänger) und wollte doch tatsächlich dass wir auf letzteren wieder alles aufluden und er mal das Gesamtgewicht kontrollieren kann. Dies verneinte ich, da auf jedem Case das Gewicht steht und man so auch kurz überschlagen kann, wieviel im Hänger war und er zudem auf privatem Grund steht und man uns nicht nachweisen kann, dass der Hänger auch tatsächlich so unterwegs war.

    Nachdem dann noch die Sache mit Warndreieck und Verbandskasten inkl. Sicherheitswesten durch war und man uns bestätigte, dass jeder von uns derjenige ist, für den er sich ausgibt waren wir alle glücklich und froh. ;-)
    Die Beamten ein bisschen weniger, da sie ja nix gefunden haben. Ohhhhh.

    Dennoch ein gutes Zeichen, denn nicht alle Streifen gehen einem seltsamen Treiben nach, so wie in diesem Fall.
     
  7. dr_rollo

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    Erstellt: 03.04.16   #7
    Wir haben jahrelang unser Equipment mit Anhängern transportiert, und das war immer völlig unproblematisch, und es ist aufgrund des Transports nie etwas kaputt gegangen. Das war zu einer Zeit, wo wir noch bis zu 150 Gigs im Jahr hatten. Das Equipment war auf zwei große Tandem-Achser, voll beladen je ca. 1600kg verteilt. Die Anhänger hatten einen festen, geschlossenen, abschließbaren Aufbau, sowie eine Rampe (in der Regel ist das die herunterklappbare Heckklappe). Die komplette PA-Anlage, reichlich Licht, Amps, Racks, Boxen, Stative wurden da drin sogar die ganze Zeit gelagert. Abgestellt waren die Anhänger in einer Garage, Scheune, teilweise sogar nur Carport.
    Ein paar Tipps:
    • auf jeden Fall einen gebremsten Anhänger, Doppelachser bevorzugt, weil er noch sicherer auf der Straße liegt
    • so viel wie möglich in Cases, weil es besser gepackt werden kann. Bremsen an den Rollen helfen ungemein.
    • Stützlast des Anhängers bzw. des Zugfahrzeuges beachten! Also schwere Sachen nach vorne.
    • Nach dem ersten Beladen auf die Waage, Gesamtgewicht checken, Stützlast prüfen, ggf. Ladung korrigieren, Packordnung merken und zukünftig beibehalten.
    • Das Auto (und natürlich auch die Fahrerlaubnis des Fahrers) sollte auf jeden Fall - nicht nur technisch - die Anhängerlast ziehen können und dürfen. Wenn das Auto ein wenig größer und schwerer ist, ist das eher von Vorteil. Heutzutage muss/sollte man vermutlich darauf achten, dass man die 3,5t nicht überschreitet, weil man sonst - wie oben schon erwähnt - über die gewerbliche Nutzung in die Bredouille kommt, eine Fahrerkarte zu nutzen.
    • Bei Lagerung des Equipments im Anhänger sollte/könnte man über eine Versicherung nachdenken. Hier unbedingt die Klauseln checken, da einige gerade die Zeiten in der Nacht gerne ausschließen.
    • Ein Reserverad, Tire-Fit, oder zumindest ein 12V Kompressor würde ich dabei haben. Das war das einzige, was ich ein paar mal benötigt hab.
    • Ein Fahrsicherheitstraining, wie es z.B. der ADAC anbietet wäre dann noch das i-Tüpfelchen. Auf jeden Fall würde ich bevor's zum Gig geht, mit Anhänger ein wenig fahren üben, vor allem Rückwärtsfahren ;)
    Viel Erfolg!
     
  8. siebass

    siebass Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.04.16   #8
    moin dr_rollo,
    vielen dank für deinen bericht! das klingt doch sehr gut. wenn das bei eurem aufwand so gut funktioniert hat, werden wir das auch hinbekommen.
    so viel ist das ja bei uns dreien gar nicht, mit zwei kombis könnten wir das auch hinbekommen, nur, die haben wir eben nicht.
    soll heißen, wir werden sicher einen 1,3 t hänger nicht vollkriegen und damit auch nicht die 3,5 t im gespann überschreiten (dürfen tu' ich 7,5 t), und im hänger lagern wird auch nicht sein, und licht ist auch nicht.

    wir arbeiten dran :-)
     
  9. HenrySalayne

    HenrySalayne Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.04.16   #9
    Ich würde einen Einachser bevorzugen, zumindest bei geringem Gewicht. Der lässt sich einfacher rangieren und frisst etwas weniger Sprit beim ziehen.
    Ansonsten ist ein Kofferaufbau Pflicht. Und sei es nur ein kleines Vorhängeschloss an den Türen, wenn man den Anhänger mal kurz unbeaufsichtigt stehen lässt. Eine Plane wäre sofort durchtrennt.
     
  10. dr_rollo

    dr_rollo Mod Musik-Praxis Moderator HFU

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    Erstellt: 10.04.16   #10
    Das mit dem Rangieren ist reine Gewöhnungssache. Ich persönlich komme mit einem Tandemachser besser zurecht, weil der gerade beim Rückwärtsfahren nicht so schnell ausbricht. Ist vermutlich Geschmacksache. Fakt ist, dass ein Tandemachser wesentlich sicherer auf der Strasse liegt, gerade wenn das Zugfahrzeug leichter ist. Kostet natürlich auch ein wenig mehr, Sprit unwesentlich.
     
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