Üben vorm Fernseher sinnvoll?

  • Ersteller Ferelas
  • Erstellt am
Wenn schwieriger Stoff ansteht, ist sicherlich die volle Konzentration angesagt. Mich persönlich lenkt dann sogar der Furz meines Hundes ab.

Der bringt mich auch aus dem Konzept, wenn ich nur meinen Namen schreiben will ;o)
 
Das kann ich mir gut vorstellen. Wenn mein Beagle furzt denk ich schon,d ass da ein Güllefass ausläuft. Wie muss das erst bei einem Molosser sein? :igitt:
 
Hallo

"Ist Üben vor dem Fernseher sinnvoll" beinhaltet die Frage, ob es für den Lernprozess unterstützend ist, sich vor die Glotze zu setzen. Ob es einen Mehrwert gegenüber anderen Übeformen gibt. Im Kern geht es um die Frage, ob eine Stunde Fersehgedudel einen weiterbringt als eine Stunde einer anderen Übemethode.
gerade schnelle Abläufe bekomme ich mit "Ablenkgedudel" schneller ins Unterbewusstsein als beim konzentrierten Spiel. Letztlich also solche Dinge, bei denen die Töne klar sind und es "nur" noch um Geschwindigkeit geht. Dafür müssen sog. Engramme gebildet werden, die einem den flüssigen/korrekten Ablauf erst ermöglichen. Diese Leistung, dieses Hirntraining funktioniert bei mir besser, wenn ich nicht voll konzentriert, also nicht mit vollem Bewusstsein bei der Sache bin. Erst wenn eine Sache aus dem Unterbewusstsein, also ohne bewusste Überlegung, einfach so ganz nebenbei funktioniert [beispielsweise wie der Gangwechsel beim Autofahren, das 10-Finger-Maschineschreiben usw.], "funktioniert" sie wirklich. Mit halbem Bewusstsein nötige ich also mein Unterbewusstsein, eher zu übernehmen. ;)

Gruß,
Dietmar
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Selbst Guthrie Govan schreibt in seinem Buch, dass man auch entspannt vor dem Fernseher üben sollte. Natürlich nicht ausschließlich...
 
Ohje °_°

Dass so viel Wind darum gemacht wird hätte ich nicht gedacht.

Also um das mal zu klären....
Ich meinte hier nicht das Üben von iwelche neuen Riffs oder komplizierten Licks oder Schrittweises erarbeiten von iwelche Songs. Es ging mir bei der Frage lediglich darum, ob es noch sinnvoll ist nach 3 -4 Stunden intensivem üben noch paar Fingerübungen/Übungslicks hoch und runter zu spielen während man nebenbei fern schaut.

°_°
 
Zitat Ferelas: Dass so viel Wind darum gemacht wird hätte ich nicht gedacht.

Hallo Ferelas,

das mit dem "Wind" sieht nur so aus, weil man in einem Forum anders kommuniziert wie im wirklichen Leben.
In Wahrheit mögen und respektieren sich hier alle, kannst mir glauben....

Frage Ferelas: ........ ob es noch sinnvoll ist nach 3 -4 Stunden intensivem üben noch paar Fingerübungen/Übungslicks hoch und runter zu spielen während man nebenbei fern schaut

Ich glaube nach 3-4 Stunden kannst du machen was du willst, weil du sowieso nicht mehr aufnahmefähig bist:)
Aber warum nicht? Probier und mach es doch so, wie es sich für dich als beste Lösung zeigt. Probieren geht über studieren....

Viele Grüße
 
Ohje °_°

Dass so viel Wind darum gemacht wird hätte ich nicht gedacht.

Also um das mal zu klären....
Ich meinte hier nicht das Üben von iwelche neuen Riffs oder komplizierten Licks oder Schrittweises erarbeiten von iwelche Songs. Es ging mir bei der Frage lediglich darum, ob es noch sinnvoll ist nach 3 -4 Stunden intensivem üben noch paar Fingerübungen/Übungslicks hoch und runter zu spielen während man nebenbei fern schaut.

°_°

Tja, und genau das meinte ich eigentlich auch.... .
Aber für den einen oder anderen scheint Gitarre - Spielen ja nur möglich und denkbar zu sein, wenn man hochkonzentriert und fokussiert sich ausschließlich mit dem "Üben" und "Lernen" beschäftigt!
Irgendwo hier habe ich 'mal geschrieben,t dass vor dem Fernseher zu spielen besser ist als gar nicht zu spielen. Zu SPIELEN. Das sehe ich so und dabei bleibe ich!

Und so hat sich wieder ein Kreis geschlossen.......
 
Zuletzt bearbeitet:
Tja, und genau das meinte ich eigentlich auch.... .
Aber für den einen oder anderen scheint Gitarre - Spielen ja nur möglich und denkbar zu sein, wenn man hochkonzentriert und fokussiert sich ausschließlich mit dem "Üben" und "Lernen" beschäftigt!
Irgendwo hier habe ich 'mal geschrieben,als gar nicht dass vor dem Fernseher zu spielen besser ist als gar nicht zu spielen. Zu SPIELEN. Das sehe ich so und dabei bleibe ich!

Und so hat sich wieder ein Kreis geschlossen.......

Word!

Wenn man besser beim Gitarre spielen werden will, dann ist es wichtig Gitarre zu spielen.

Und nicht nur zu Üben.
 
Entschuldigung wenn ich diesen Leichen-Thread fleddere...

aber ich hab was zu eben diesem Thema gesucht, und nachdem es hierzu ja schon Meinungen gab..

Früher hab ich so etwas öfter gemacht. Weniger wirklich geübt, sondern Skalenfragmente runtergeschrubbt während der TV lief, also vier-hoch-vier-runter in ner Tonleiter zB., das dann auch ohne Metronom und stundenlang teilweise. Soweit ich noch weiß war ich durchaus der Meinung, daß das hilfreich war. Im Augenblick ist es allerdings eher so, daß, wenn ich übe, versuche, "richtig" zu üben. D.h. mit Metronom und konzentriert an Riffs, Licks, Songs, Sequenzen etc. (Stichwort Muskelmemory..? Sollte zur Geläufigkeit ja durchaus beitragen?)

Tja.. ich weiß, das ist jetzt nichts bedeutend neues. Aber so war was "früher". Und werd ich wohl auch wieder teilweise nutzen, damit die TV-Zeit eben nicht allzu verloren ist :rolleyes:
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich glaube auch, wenn üben will soll man üben und nicht nebenbei Fernseh gucken etc. Das Hirn prägt sich vieles davon ein, Abläufe usw...
Vom ständigen Rumsitzen in meiner "Übungsbude" wird mir nach ca. 3- 4 Stunden üben irgendwann langweilig
Vielleicht mal eine Pause machen ? Das finde ich schon krass. So lange habe ich noch nie am Stück geübt.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Es gibt da ja unterschiedliche Aspekte. Wenn man sich der Sache mal gedanklich rein muskulär motorisch nähert, so ist es durchaus gang und gäbe, dass Leute sich auf ihren Hometrainer setzen, den Fernsehen anmachen und dabei strampeln. Da wird niemand sagen, dass der Trainingseffekt größer wäre, wenn der Fernseher aus ist.

Wenn man das hier Gitarre Üben auch so begreift (also Dinge üben, bei denen man sich nicht mehr groß konzentrieren muss), dann mag das auch hilfreich sein, um Kraft und Ausdauer aufzubauen und die "langweilige" Übung kann Fernsehen erträglicher machen.

Doch den Nutzen dieser "Übung" halte ich dennoch für eher gering.
Erst kürzlich habe ich von einem gar so schlechten Youtube Lehrer wortwörtlich gehört, dass Skalen üben und Solos spielen überhaupt nichts miteinander zu tun hat. Keine Frage, dass man Skalen kennen sollte, aber der musikalische Wert, deren Töne möglichst schnell rauf und runter zu spielen, halte ich nicht für so gewinnbringend, bzw. hat mir das nie wirklich geholfen. Läufe oder Licks auf Geschwindigkeit bringen schon eher...
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
die "langweilige" Übung kann Fernsehen erträglicher machen.

:D Sehr schön ausgedrückt!

Wenn man das hier Gitarre Üben auch so begreift (also Dinge üben, bei denen man sich nicht mehr groß konzentrieren muss), dann mag das auch hilfreich sein, um Kraft und Ausdauer aufzubauen

Sehe ich genauso. Sofern man etwas schon verinnerlicht hat, ist es mit Sicherheit nicht verkehrt, diese vor dem TV oder sonst wo zu üben, da das Gehirn nicht mehr so stark beansprocht werden muss. Wenn man aber irgendwas wirklich "lernen" möchte, bin ich der Meinung, muss man da einfach eine ruhige Lernatmosphäre schaffen.

Ich hab das mal mit dem Fernseher versucht - endete darin, dass ich die Gitarre nach 10 Minuten weg gepackt habe, da ich merkte, dass das auch nur rum dudeln ist und mir persönlich so nichts bringt. Bei anderen mag das anders sein - ich für meinen Teil merke, dass es für mich keinen Nutzen hat.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Ich glaube auch, wenn üben will soll man üben und nicht nebenbei Fernseh gucken etc. Das Hirn prägt sich vieles davon ein, Abläufe usw...

Vielleicht mal eine Pause machen ? Das finde ich schon krass. So lange habe ich noch nie am Stück geübt.

Dachte ich mir auch... wenn das, was ich spiele mir langweilig ist höre ich auf oder spiele was anderes, etwas, das mir Spaß macht!
Ich bin aber wohl nicht so "stark leistungsorientiert" an der Gitarre. Was bedeutet das eigentlich?
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Wenn man sich der Sache mal gedanklich rein muskulär motorisch nähert, so ist es durchaus gang und gäbe, dass Leute sich auf ihren Hometrainer setzen, den Fernsehen anmachen und dabei strampeln. Da wird niemand sagen, dass der Trainingseffekt größer wäre, wenn der Fernseher aus ist.
Der physische Effekt, rein wissenschaftlich bestimmt nicht...doch aber würde ich sagen, dass der Effekt auf die Seele, aufs Gemüt, die Laune, wie dus nennen magst, deutlich verringt ist, als wenn du draußen aufm Radl die Natur genießt beim Strampeln! Das Stramplen vor der Glotze ist doch in unserer Zeit zu mondän.. da ist ein bisschen Natur schon was besonderes! ;-)
Auch würde ich z.B. schnell wieder die Lust verlieren auf so nem klappirgen Plastikteil zu hocken.. egal ob mit oder ohne fern!

Selbiges bei der Gitarre... ich genieße das spielen viel mehr, wenn ich mich voll und ganz nur auf die Gitarre einlasse, am liebsten in gemütlicher Atmosphäre - und ich meine mir auch einzubilden, so effektiver zu lernen! Also in diesem Sinne wäre das "Stramplen vorm Fernseh" auf die Gitarre übertragen eben DOCH weniger effektiv... zumindest für mich (gefühlt) ;-)
Auch hier.. müsste ich ständig vor der Glotze üben, hätte ich schnell keine Lust mehr! Ich brauche ruhe! Am liebsten ganz alleine in der Wohnung und dann richtig "eintauchen", oder gar ABtauchen :great:
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Zur Zeit ist es bei mir so.
Abends, wenn ich es mir vorm Fernseh bequem gemacht habe, fange ich an zu üben bzw spielen.
Ich hab die Gitarre auf dem Schoß und ich habe meine inner Ruhe (Feierabend).
Es wird nie für einen großen Auftritt reichen.
Ich mache es ja für mich.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Zur Zeit ist es bei mir so.
Abends, wenn ich es mir vorm Fernseh bequem gemacht habe, fange ich an zu üben bzw spielen.
Ich hab die Gitarre auf dem Schoß und ich habe meine inner Ruhe (Feierabend).
Es wird nie für einen großen Auftritt reichen.
Ich mache es ja für mich.
Bei mir ebenso. Und die Werbepausen nutze ich, um zum Backingtrack oder Metronom zu spielen. Ist die Werbung vorbei werden Griffe und Griffwechsel geübt, um sie dann in der Werbepause einzusetzen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 3 Benutzer
Ich reihe mich ein in die lange Schlange der bereits gegebenen, guten Ratschläge. Ich besitze zwar keinen TV, aber unter Anderen Umständen kenne ich es auch, die Gitarre beiläufig in die Hand zu nehmen, während man z.B. von Familienmitgliedern in endlosen Monologen zugetextet wird :-D

Differenzieren würde ich hierbei in der Art, was ich während dieser Zeit übe. Training auf musikalischen oder rhythmischen Kontext halte ich für eher ungeeignet während dem Akt der Ablenkung (TV, Menschen, usw.). Allerdings lassen sich mE "mechanische Übungen" durchaus geschickt durchführen. Dazu zähle ich persönlich Training der Fingerunabhängigkeit bei Legato-Läufen, Lockerheit bei Legato-Läufen, sprich Dinge, die schon flüssig spielbar sind, aber die physikalisch noch optimiert werden können. Genauso zähle ich Downstrokes dazu, die ab einem gewissen Grad auch von der Kondition abhängen.


Man kann sagen, dass man sich dabei ohne Metronom nicht fortentwickelt und möglicherweise Rhythmusschäden provoziert. Ich bin da eher der Meinung, dass Rhythmus und Taktgefühl ein "globales Thema" ist, welches man im Leben spüren muss. (Selbst wenn ich den Blinker am Auto im korrekten Rhythmus mitklopfe ist schon was fürs Timing getan)
Generell sollte der Takt eher "im Blut" sein als nur in der Übung oder im Finger.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Ich habe vorgestern abend auch mal vorm Fernseher "geübt". Eigentlich einfach sinnlos Fingerübungen/Läufe gemacht, damit die Guten Greifer auch mal wieder trainiert werden. Sonst übe ich vor der Probe einfach nicht oder zu wenig, dann muss das auch mal so gehen.
 
Mehr als Fingerübungen mach ich zur Zeit auch nicht.
Es dient mehr für die Fitness der Finger und des Gehirn.

Bekomme aber dann vom Programm im Fernseh nicht viel mit.
 
einerseits: was neues lernen geht imho nicht mit ablenkung oder double tasking.
andererseits: wenn's um reine üben, wiederholen, festigen geht, muss man ja nicht intellektuell dabei sein. da ist eine leichte nebentätigkeit wohl ziemlich egal.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Darf ich in diesem Zusammenhang daran erinnern, dass der große EC 'mal sinngemäß gesagt hat: Erst wenn Du es bequemer findest, mit einer Gitarre vor dem Fernseher zu sitzen als ohne, und Du Deine Sachen beim TV - Gucken und gleichzeitigem Zeitungslesen fehlerlos spielen kannst, hast Du es geschafft!

Man kann natürlich der Meinung sein, dass man, um voran zu kommen, immer vollkonzentriert spielen muss. Das mag auch bis zu einem bestimmten Punkt so sein. Doch die von vielen immer wieder unterschätzte Selbstverständlichkeit des Spiels, finde ich, ist die Basis für alles! Und die kriegt man auch vor dem TV!

Lieber nebenbei spielen als gar nicht!

Das mag zwar eine sehr individuelle Mindermeinung sein, aber für mich waren auch die Stunden vor dem Fernseher hilfreich. Wenn ich alleine glotz, habe ich auch heute noch fast immer eine Gitarre auf dem Schoß!


Volle Zustimmung, das bewusste über ist eine Sache, um bestimmte Techniken sich erst zu erarbeiten - nachher vorm Fernseher oder was auch immer ohne nachzudenken zu spielen vertieft das gelernte. Unbewusst, so hab ich die Erfahrung gemacht, korrigiert man sich dann auch besser - ab und zu den "Kopf" ausschalten - hinhören hilft - und man lernt wie Kinder spielerisch.
 

Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben