"Und der Tag"

von willypanic, 19.11.07.

  1. willypanic

    willypanic Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.11.07   #1
    Hallo zusammen,
    ich würde mich über negative und positive, am meisten über konstruktive Kritik sehr freuen.
    Der Text handelt davon, dass ich hier in Abrahams Schoß geboren bin und friedlich vor mich hin lebe, manchmal aber doch ganz kurz aus meiner Konsum- Lethargie aufwache.
    Dann kommt dann sowas raus.

    Grüße
    Willy


    Und der Tag

    Was wir noch gestern aufgebaut,
    in Schall und Rauch.
    Und wieder aufgebaut,
    versinkt im Staub

    Was wir bereits zur Welt gebracht,
    in wacher Nacht,
    körperlich oder nur erdacht,
    verlassen und verlacht.

    Überleitung:
    Wie klein die Hand, wie fein der Sand,
    wie groß war der Verstand,
    doch er verschwand,
    doch er verschwand!

    Ref:
    Und der Tag er geht vorüber.
    Und es starben viele Leiber
    und geboren wurde auch,
    im Haus und hinterm Strauch

    Und die Lichter gehen aus.
    Vom Wind und all den Waffen
    und das Lachen hör´ ich auch,
    es geht durch Bein und Bauch
    Ref: Ende


    Was wir gewünscht was wir gewollt,
    es wurde überrollt.
    Die Angst schafft eine Kraft,
    die Helden hat dahingerafft.

    Der Sturm der sich nicht legt.
    hat Wüsten weggefegt
    und alles zugedeckt,
    was neues Leben weckt.

    Überleitung:
    Es reicht der Blick ein weites Stück.
    Es fleht mich an, ein jedes Wort.
    An diesem sicheren Ort.
    An diesem sicheren Ort.

    Ref:
    Und der Tag er geht vorüber.
    Und es starben viele Leiber
    und geboren wurde auch,
    im Haus und hinterm Strauch.

    Und die Lichter gehen aus.
    Vom Wind und all den Waffen
    und das Lachen hör´ ich auch,
    es geht durch Bein und Bauch.
     
  2. Xeonadus

    Xeonadus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.11.07   #2
    Es ist schwierig, den versteckten Sinn, den du aussagen willst, aus dem Text herauszubekommen, aber wenn man ihn verstanden hat muss man sagen, dass du ihn genial verpackt hast :)

    Schön abstrakt gehalten :)

    Super Text :)

    Liebe Grüße
    Xeonadus
     
  3. willypanic

    willypanic Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.11.07   #3
    Vielen Dank für das Lob, Xeonadus.
    Gibt es denn sonst keine Anmerkungen?
    Ich habe generell das Problem, etwas zu abstrakt zu formulieren.
    Für Tipps, an welchen Stellen es besonders schwierig ist, denn Sinn zu erfassen, wäre ich extremst dankbar.
    Wenn der ein oder andere geneigte Leser gar nichts damit anfangen kann, würde ich das auch gerne wissen. Es muss auch gar nicht begründet werden.
    Grüße
    willy
     
  4. Maxwindrummer

    Maxwindrummer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.11.07   #4
    xeonadus sagte das der sinn sehr schwer herauszubekommen wäre
    ich habs nicht geschafft...
    bitte um aufklärung^^

    mfg max
     
  5. willypanic

    willypanic Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.11.07   #5
    Hi Maxwindrummer,
    welche Stellen sind völlig unklar oder gar irreführend?
    Ich versuche zu erklären:
    Es geht in diesem Text um uns Menschen, die seit unerdenklich langer Zeit immer wieder das kaputt machen, was sie geschaffen haben. Es geht um die, die aus welchen Gründen auch immer töten und um die die getötet werden.
    Es geht um die, die Krieg führen und die, die den Krieg ertragen müssen.

    Es geht um Menschen, die jeden Tag Angst um ihr Leben haben müssen und es geht um mich, der das alles dank unserer Medien weiß und mitansieht und sich seiner Untätigkeit in dieser sicheren Wohlstandsumgebung schämt.
    Ich hoffe, es trägt zum Verständnis bei.
    Grüße
    willy
     
  6. donay

    donay Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.11.07   #6
    so ganz ganz ehrlich. da wär ich jetz so nicht drauf gekommen...
    ich probier dir mal zu helfen, da deine kritik immer sehr konstruktiv und ehrlich war:) ich war schon lange auf einen text von dir gesoannt;)


    Und der Tag titel mag ich:)

    Was wir noch gestern aufgebaut,
    in Schall und Rauch.
    Und wieder aufgebaut,
    versinkt im Staub

    Was wir bereits zur Welt gebracht,
    in wacher Nacht,
    körperlich oder nur erdacht,
    verlassen und verlacht.

    Überleitung:
    Wie klein die Hand, wie fein der Sand,
    wie groß war der Verstand,
    doch er verschwand,
    doch er verschwand!HIER. das doch er verschwand 2mal ist zu einfach, und zu unklar. benütze hier irgendwie ein optimales bild, wie zum beispiel: doch er verschwand, im fernseh land. (ich weiss, extrem schwaches bild, aber ich weiss ja nicht was du genau aussagen willst;)) und das wie klein die hand, wie fein der sand, da komm ich nicht mit was du aussagen willst.

    Ref:
    Und der Tag er geht vorüber.
    Und es starben viele Leiber
    und geboren wurde auch,
    im Haus und hinterm Strauch hier konkreter! WO wurde gestorben; libanon, irak, afrika etc.. viel glück:-D

    Und die Lichter gehen aus.
    Vom Wind und all den Waffen
    und das Lachen hör´ ich auch,
    es geht durch Bein und Bauchversteh ich nicht. wieso das lachen? würde hier: die blutlachen seh ich auch, sie gehn durch bein und bauch.
    Ref: Ende


    Was wir gewünscht was wir gewollt,
    es wurde überrollt.
    Die Angst schafft eine Kraft,
    die Helden hat dahingerafft.

    Der Sturm der sich nicht legt. Was ist der sturm? Was ist er genau?
    hat Wüsten weggefegt
    und alles zugedeckt,
    was neues Leben weckt.

    Überleitung:
    Es reicht der Blick ein weites Stück.
    Es fleht mich an, ein jedes Wort.
    An diesem sicheren Ort.
    An diesem sicheren Ort.hier wieder vileicht die fernsehgeschichte, das Bild von oben.

    Ref:
    Und der Tag er geht vorüber.
    Und es starben viele Leiber
    und geboren wurde auch,
    im Haus und hinterm Strauch.

    Und die Lichter gehen aus.
    Vom Wind und all den Waffen
    und das Lachen hör´ ich auch,siehe oben
    es geht durch Bein und Bauch


    ich würde unbedingt das mit den blutlachen übernehmen. ansonsten ist meine kritik halt schwer umzusetzen, aber wenndu da noch etwas tolles hinkrigstest mit dem fernseher am sichren ort, dann wärs natürlich, von meiner seite aus: TIPTOP:D
     
  7. willypanic

    willypanic Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.11.07   #7
    Hi donay,
    vielen Dank für deine Kritik.
    Ich hatte schon gedacht, niemand versteht mein wirres Zeug auch nur ansatzweise. Jetzt habe ich wenigstens ein paar Hinweise wo es besonders hakt.
    Da bin ich echt froh.
    Der ganze Text ist natürlich ein Überflug über die menschlichen Unzulänglichkeiten, die seit Jahrtausenden das Leben auf der Erde, mit erheblichen Konsequenzen für die Erde erschweren.
    Vielleicht habe ich mich damit übernommen?!
    Zumindest lässt dieser Grundgedanke keine Konkretisierungen zu, denn das findet ja zu jeder Zeit an vielen Orten auf der Erde statt. Deshalb kann ich nicht auf Afrika oder den Irak fokussieren.
    Die kleine Hand steht für die Kinder, deren Leben keine Chance bekommt und die immer die Schwächsten sind.
    Der feine Sand steht für die Zerstörung der Errungenschaften der antiken Hochkulturen, der folgenden Zivilisationen und für das Vergessen.
    Das Fehlen des Verstandes wollte ich besonders in den Vordergrund schieben, aber Du hast unbedingt recht, an dieser Stelle muss ich konkreter sein. (Je mehr ich über Fernsehland nachdenke, desto witziger finde ich es. :great: oder vielleicht Comedyland?

    Das Lachen, ist unsere ungebremste westliche Lebensfreude. Ich komme aus der Dauermelancholie nicht raus und beneide manchmal die Menschen, die ausgelassen feiern und lachen können. Die Blutlachen sind mir irgendwie zu plakativ.
    Da muss ich aber wohl auch noch etwas tun.

    Der Sturm steht für Krieg und Katastrophen im allgemeinen. Kommt das nicht?

    Ich muss dass alles mal sacken lassen und noch mal überdenken. Ich bin Dir sehr dankbar für Deine Anstöße. Meine Bandkollegen sagen immer: "Deine Texte gefallen mir." Doch ich glaube nicht, dass sie sich wirklich damit auseinandersetzen.
    Wie schön, dass es dieses Forum gibt.
    Grüße
    willy


    QUOTE=donay;2648895]so ganz ganz ehrlich. da wär ich jetz so nicht drauf gekommen...
    ich probier dir mal zu helfen, da deine kritik immer sehr konstruktiv und ehrlich war:) ich war schon lange auf einen text von dir gesoannt;)


    Und der Tag titel mag ich:)

    Was wir noch gestern aufgebaut,
    in Schall und Rauch.
    Und wieder aufgebaut,
    versinkt im Staub

    Was wir bereits zur Welt gebracht,
    in wacher Nacht,
    körperlich oder nur erdacht,
    verlassen und verlacht.

    Überleitung:
    Wie klein die Hand, wie fein der Sand,
    wie groß war der Verstand,
    doch er verschwand,
    doch er verschwand!HIER. das doch er verschwand 2mal ist zu einfach, und zu unklar. benütze hier irgendwie ein optimales bild, wie zum beispiel: doch er verschwand, im fernseh land. (ich weiss, extrem schwaches bild, aber ich weiss ja nicht was du genau aussagen willst;)) und das wie klein die hand, wie fein der sand, da komm ich nicht mit was du aussagen willst.

    Ref:
    Und der Tag er geht vorüber.
    Und es starben viele Leiber
    und geboren wurde auch,
    im Haus und hinterm Strauch hier konkreter! WO wurde gestorben; libanon, irak, afrika etc.. viel glück:-D

    Und die Lichter gehen aus.
    Vom Wind und all den Waffen
    und das Lachen hör´ ich auch,
    es geht durch Bein und Bauchversteh ich nicht. wieso das lachen? würde hier: die blutlachen seh ich auch, sie gehn durch bein und bauch.
    Ref: Ende


    Was wir gewünscht was wir gewollt,
    es wurde überrollt.
    Die Angst schafft eine Kraft,
    die Helden hat dahingerafft.

    Der Sturm der sich nicht legt. Was ist der sturm? Was ist er genau?
    hat Wüsten weggefegt
    und alles zugedeckt,
    was neues Leben weckt.

    Überleitung:
    Es reicht der Blick ein weites Stück.
    Es fleht mich an, ein jedes Wort.
    An diesem sicheren Ort.
    An diesem sicheren Ort.hier wieder vileicht die fernsehgeschichte, das Bild von oben.

    Ref:
    Und der Tag er geht vorüber.
    Und es starben viele Leiber
    und geboren wurde auch,
    im Haus und hinterm Strauch.

    Und die Lichter gehen aus.
    Vom Wind und all den Waffen
    und das Lachen hör´ ich auch,siehe oben
    es geht durch Bein und Bauch


    ich würde unbedingt das mit den blutlachen übernehmen. ansonsten ist meine kritik halt schwer umzusetzen, aber wenndu da noch etwas tolles hinkrigstest mit dem fernseher am sichren ort, dann wärs natürlich, von meiner seite aus: TIPTOP:D[/QUOTE]
     
  8. DiZinuZ

    DiZinuZ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.11.07   #8
    hy,
    also ich find den text echt klasse!
    nur ist deine interpretation deines textes nicht so ganz meine.
    zb: die kleine hände drücken in keiner weise kinderhände aus. ich denke eher, das sie in diesem text, die die hände der unschuldigen verkörpern. die nunmal im allgemeinen nicht mit schweren waffen beladen sind ;)
    den feinen sand würde ich auch wieder ganz anders interpretieren. gerade im zusammenhang mit kleinen händen. sie hab trotz des "großen verstandes" es nicht vermocht, den sand zu halten.
    desweiteren würde ich das "oder" beim zweiten mal weg lassen. das es so viel mehr zum ausdruck kommt
    auch das lachen entzieht sich sich meines erachtens nach, deiner geschichte. vielmehr drückt es für mich, das lachen der herrschen aus, die selbst nicht am krieg teilnehmen.
    den sturm hingegen empfinde ich als besonders gute metapher! und ehrlich gesagt, versteht man das auch, wenn man sich die nächsten 3 zeilen durchliest. @donay:sorry, aber das ist meine meinung!
    also der text ist im gesamten betrachtet echt gut. nur einen verbesserungsvorschlag hät ich da noch:
    das "es geht durch bein und bauch" hört sich für mich wie eine form von "mark und bein" an, nur mit dem zusatz, das es hätte hier nicht gepasst. ist also sehr flach... (meine meinung!)
    besser würde wohl passen:
    "vernichtet in schall und rauch"
    überleg es dir mal
    aber ansonsten ist es "band-bereit" ;)
    PS. außer der titel. etwas mehr kreativität bitte! und wenn deine texte so schwer zu verstehen, wie wärs mit nem titel, der schon ausdrückt, was du sagen willst?
     
  9. willypanic

    willypanic Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.11.07   #9
    Hi DiZinuZ,
    vielen Dank für Deine Kritik.
    Das was Du beschreibst, ist genau das, was ich will.
    Freie Interpretation durch den Hörer. (Leser)
    Deine Interpretation und meine Erklärungsversuche schließen sich ja nicht aus, sondern ergänzen sich.
    Und Deinen Zugang zum Text kann ich auch voll unterschreiben.

    Der Vorschlag: "vernichtet in Schall und Rauch" reimt sich gut, aber wie passt es Deiner Meinung nach zur Vorzeile: "Und das Lachen hör ich auch" Kannst Du mir das nochmal erklären?

    Der Titel ist natürlich nicht so toll. Es müsste eigentlich: "Und der Tag, er geht vorrüber" heißen.
    Das fand ich aber zu lang.
    Ich denke, der Titel sollte Textbezogen sein und auch Wortgleich vorkommen.
    Was hälst Du davon: " Vom Wind und all den Waffen" (etwas pathetisch???)

    Ich habe mich über Deine Kritik sehr gefreut. Danke!
    Grüße
    willy
     
  10. DiZinuZ

    DiZinuZ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.11.07   #10
    hy willi

    das vernichtet ist da etwas ungeklärt, da geb ich dir recht. ich wollte eigentlich sagen, das es verstummt.
    also:
    gedämpft durch schall und rauch.
    ist das besser?
    naja, der titel "Vom Wind und all den Waffen" erscheint mir etwas lang.

    andererseits weist er schon sehr gut auf den textinhalt hin.
    mir fällt jetzt aber auch spontan nix besseres ein.
    aber sobald ich ne idee, schreib ich auf jedenfall nochmal.
    greetz
     
  11. Moose!

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    Erstellt: 27.11.07   #11
    Ich finde, dass ein Titel keineswegs abgelehnt werden sollte, nur weil der Titel zu lang erscheint. Wenn er zum Text passt, wieso nicht? Hebt sich ab und wenn ich ehrlich bin: Ich wuerde vorher anfangen "Vom Wind und all den Waffen" zu lesen anstatt "Und der Tag". Soll nicht doof rueberkommen jetzt, aber es weckt bei mir einfach mehr Interesse (kann wohl von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein).

    Cheers
    Moose!
     
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