Uralte Ocarina gefunden, wer weiß mehr?

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Hallo,
gar nicht so einfach Leute zu finden, die sich mit dem Instrument auskennen! mich würden eure Antworten interessieren. Ich habe heute am Flohmarkt in einer Verschenke-Kiste eine wirklich alte Ocarina entdeckt.
Mir ist bewusst, was für ein Instrument es ist, finde es sehr interessant, aber ich nahm es um ehrlich zu sein nur mit, weil es mir optisch gefiel, die Bemalung ist wunderschön, und es umsonst war. Wunderte mich allerdings, wie jemand so etwas praktisch "entsorgt", sie ist zwar nicht auf dem Müll gelandet, aber Verschenke-Kisten am Flohmarkt bieten in den meisten Fällen nicht gerade Schätze sondern eher Ramsch. Schon beim hochheben merkte ich, wow, das muss was besonderes sein.
Zuhause googelte ich etwas und war sehr überrascht, so alt wie sie aussieht, ist sie scheinbar auch.
Ich würde sie nicht gierig "verschleudern", in erster Linie möchte ich einfach mehr darüber erfahren!

Auf dem Stempel steht folgendes:
M. DINARDO
FINWERS (!?) FABRC
BARI

Sie ist ziemlich schwer, das äußere scheint natürlich Ton zu sein, glasiert, aber sie wirkt weitaus schwerer als Ton, könnte es sein daß im Inneren noch Metall verarbeitet ist?
Es gibt einen Eintrag im Museum von Antwerpen, daß dieses Exemplar (meines ist etwas länger), von ca. 1875 stammt. Ein Solches ist im Besitz des Museums.


DSC_1465.jpg



DSC_1466.jpg
DSC_1467.jpg
DSC_1468.jpg
DSC_1469.jpg




Ich finde aber wie gesagt nur diesen einen Hinweis, mehr gibt das Internet nicht her. Es gibt schon ein paar alte Ocarinas auf eBay aber keine wie diese.
Könnte es sein, daß es eine Schafhirten-Ocarina war? Bari ist Süditalien, eigentlich eine Hafenstadt...

Fällt jemandem etwas dazu ein? Zu wem kann ich gehen, um mehr zu erfahren? Musikläden dürften dazu vielleicht zu allgemein sein, Antiquitäten schätzen lassen wohl auch eher jemand spezielles für Instrumente, aber wie und wo?
Danke! Freue mich über jeden Hinweis.
 
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Hallo und Willkommen im Board!

Mir fallen spontan zwei Leute ein, die viel über alte Ocarinas wissen:
- Johann Rotter, der in Oberkappel (Österreich) ein Ocarinamuseum hat und
- Fabio Galliani, Musiker und Direktor des Okarinamuseums in Budrio (Italien).

Vielleicht kannst Du ja ihr Interesse wecken. Sie sind gerade auf der Heimreise von China. ...

Gruß
Lisa


Hallo Lisa2!
DAS sind extrem hilfreiche Infos, ganz präzise und genau das, was ich mir gewünscht hatte, tausend Dank dafür!!! Werde nach Möglichkeit baldigst Kontakt aufnehmen.

Noch jemand ein paar Gedanken dazu?
 
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Noch jemand ein paar Gedanken dazu?

Hoy @mj334, da wirst du wahrscheinlich kaum bessere Hinweise bekommen als die von Lisa2. Es gibt noch eine vage Angabe im Netz, falls du sie nicht sowieso schon gesehen hast. Bei MusicSack gibt es einen Hinweis zu einem Buch in dem er erwähnt wird und er war wohl um 1875 in Wien/Österreich und Bari/Italien unterwegs. Genau die Leute die @Lisa2 erwähnt sind da angesagt, würde mich wundern wenn die ihn nicht kennen :great:
 
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Hi
Vergleiche mal die Beschriftung Deiner Ocarina mir der hier.
$_57.JPG


Quelle: http://www.ebay.de/itm/Uralte-Okarina-Ocarina-passende-Box-Stempel-Wien-RAR-/231890050420

Auf dem Stempel steht folgendes:
M. DINARDO
FINWERS (!?) FABRC
BARI

Da gibt es einiges an Übereinstimmung.
Ein sehr bekannter Ocarinabauer aus Wien ist Fiehn. Hier ...
http://www.musikwissenschaft.uni-wuerzburg.de/instrumente/bestand/kurzliste/r27_lo1_2_okarinas/
... findest Du folgenden Hinweis:

Zitat:
Das Markendesign von Fiehns Instrumenten besteht in der schwarzen Glasur und der Goldbeschriftung bzw. -verzierung, was rasch als "Wiener Modell" Nachahmer fand.

Vielleicht hilft Dir das ja bei Deinen weiteren Recherchen.

Gruß
Lisa
 
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Es gibt einen Eintrag im Museum von Antwerpen, daß dieses Exemplar (meines ist etwas länger), von ca. 1875 stammt. Ein Solches ist im Besitz des Museums.
Ein Link wäre praktisch, damit ich das Bild mit denen aus dem Okarinamuseum von Hans Rotter vergleichen kann.
Wenn Du auf FB Zugriff hast, kannst Du in seinen Fotoalben stöbern.

Solche Instrumente waren damals sehr verbreitet. Sie wurden in verschiedenen Größen hergestellt, um damit im Ensemble zu musizieren. Solche Instrumentenserien findest Du in Rotters Museum.

11393197_874548392616318_3750547263614288158_n.jpg

Quelle: https://www.facebook.com/1362529831...0.1460311183./874548392616318/?type=3&theater

11295621_874548639282960_7730975226093554376_n.jpg

Quelle: https://www.facebook.com/1362529831...0.1460311402./874548639282960/?type=3&theater

Gruß
Lisa
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
könnte es sein daß im Inneren noch Metall verarbeitet ist?
Nein.
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Einblicke in das Ocarinamuseum in Budrio.
Fabio erklärt zwar alles italienisch, aber schau Dir das Video trotzdem an.
Lohnt sich!



Fabio ist total nett und macht auch Führungen in Englisch.
 
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Ein Link wäre praktisch, damit ich das Bild mit denen aus dem Okarinamuseum von Hans Rotter vergleichen kann.
Wenn Du auf FB Zugriff hast, kannst Du in seinen Fotoalben stöbern.

Ich fand es in einem digitalen, gescannten belgischen Museumsbuch.
Man sieht es genau hier, auf Seite 61 (PDF):

http://de.calameo.com/read/000308048134513b73531

Wie gesagt meine ist größer, ca. 17-18cm lang, die im Buch hat 13.


Danke an alle! Äußerst interessant, was hier im Thread entsteht. Bin wirklich fasziniert, mich lässt dieser "Fund" nämlich nicht los.
Ich komme dem Entziffern immer näher. Aus meinem zuerst erdachten FINWERS wird langsam, tatsächlich ein HR (?) FIEHN.

Interessant ist aber immer noch die Verbindung Wien -> Bari, die ja ganz deutlich zu lesen ist.
Und: meine hat, wie auf den Bildern zu sehen, keine goldene Spitze. An dem Ende ist sie nur ganz leicht abgestoßen und der Ton kommt zum Vorschein. Es scheint kein "Wiener Modell" zu sein, wie hier beschrieben, also nichts eingraviertes oder "Made in Austria" wie hier:
http://www.musikwissenschaft.uni-wuerzburg.de/instrumente/bestand/kurzliste/r27_lo1_2_okarinas/

Soweit erstmal, vielen vielen Dank!
 
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Vielen Dank für den Link.

Es scheint kein "Wiener Modell" zu sein,

... was rasch als "Wiener Modell" Nachahmer fand.

Die Form Deiner Ocarina ist der der Fiehn-Ocarina sehr ähnlich. Dass die goldene Spitze fehlt, fiel mir als erstes auf. Deshalb und aufgrund anderer Merkmale rate ich mal, dass Deine Ocarina eine dieser Nachahmungen sein könnte, die als "Wiener Modell" verkauft wurden.
 
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Ich habe jetzt eine gute Lupe aufgetrieben und nochmal endgültig und sorgfältig versucht zu entziffern.

Es kommt folgendes raus:

M. DINARDO
INWIEN FABRT
BARI


und zwar, jetzt fällt es mir auf, ganz genauso wie in diesem Museumsbuch. Ich hatte das I mit einem F verwechselt, es ist definitiv "In Wien"...
 
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ganz genauso wie in diesem Museumsbuch.
Gut. :great:
Und somit auch genauso wie die Beschriftung der bei ebay gefundenen Okarina.
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Hier noch eine Anmerkung zu den Wiener Okarinas:
In Österreich fand die Okarina vor allem im bürgerlichen Wien ihre Anhänger und eine Vielzahl von Instrumentenbauern versuchte sich in der Herstellung, wobei vor allem die Instrumente von Heinrich Fiehn internationale Anerkennung fanden.
Quelle: http://www.ocarina.at/geschichte.htm
 
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@mj334
Heute Mittag erwischte ich zufälligerweise Fabio Galliani im Chat. Er meint, dass es durchaus denkbar sei, dass Deine Okarina von Heinrich Fiehn gebaut wurde. Dafür spricht die Form der Okarina. Dass die goldenen Spitzen fehlen, ist vermutlich nicht so sehr von Bedeutung. Aber wer weiß :nix:. M. Dinardo muss nicht unbedingt ein Okarinabauer gewesen sein. Das könnte auch der Name eines Händlers sein, der die Okarinas bei Fiehn bauen ließ und dann unter eigenem Namen verkaufte. Im 19. Jhdt. war so etwas gang und gäbe. (Bei Blockflöten und Akkordzithern war das auch so.) Da diese Überlegungen aber nur Vermutungen sind, riet Fabio, sich an Hans Rotter zu wenden. Hans Rotter ist weltweit der beste Kenner von Fiehn-Okarinas!

Ich fasse dann mal folgenden (noch ungesicherten!) Erkenntnisstand zusammen:
M. Dinardo - klingt italienisch > war ein Italiener? / ein italienischer Musikalienhändler in Bari?
Er ließ die Okarinas in Wien fabrizieren (bei Fiehn, weil das die besten waren).

Nun bin ich gespannt, was Hans Rotter dazu sagen kann.

Gruß
Lisa
 
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@mj334
Heute Mittag erwischte ich zufälligerweise Fabio Galliani im Chat. Er meint, dass es durchaus denkbar sei, dass Deine Okarina von Heinrich Fiehn gebaut wurde. Dafür spricht die Form der Okarina. Dass die goldenen Spitzen fehlen, ist vermutlich nicht so sehr von Bedeutung. Aber wer weiß :nix:. M. Dinardo muss nicht unbedingt ein Okarinabauer gewesen sein. Das könnte auch der Name eines Händlers sein, der die Okarinas bei Fiehn bauen ließ und dann unter eigenem Namen verkaufte. Im 19. Jhdt. war so etwas gang und gäbe. (Bei Blockflöten und Akkordzithern war das auch so.) Da diese Überlegungen aber nur Vermutungen sind, riet Fabio, sich an Hans Rotter zu wenden. Hans Rotter ist weltweit der beste Kenner von Fiehn-Okarinas!

Ich fasse dann mal folgenden (noch ungesicherten!) Erkenntnisstand zusammen:
M. Dinardo - klingt italienisch > war ein Italiener? / ein italienischer Musikalienhändler in Bari?
Er ließ die Okarinas in Wien fabrizieren (bei Fiehn, weil das die besten waren).

Nun bin ich gespannt, was Hans Rotter dazu sagen kann.

Gruß
Lisa

Hallo Lisa,
Absolut klasse, deine Mithilfe, ich freue mich sehr darüber! Äußerst interessant die Infos, die du mit Fabio Galliani austauschen konntest, das ist natürlich spitzenmäßig, daß du so einen Draht zu ihm hast.
Mich an diese beiden Herren zu wenden hatte ich ohnehin vor, von Hans Rotter habe ich bereits die Mail-Adresse rausgesucht und war noch am überlegen, wie ich es möglichst kompakt formuliere. Da ich gar nicht so weit weg von Oberkappel wohne (bin recht nah an der deutsch/österreichischen Grenze), könnte ich mir sogar vorstellen mit meiner Ocarina seinem Museum mal einen Besuch abzustatten, außer sie täte sich vorher schon als absolut uninteressantes Imitat herausstellen, was aber glaube ich mittlerweile auszuschließen ist. Kann nicht schaden - bevor ich in München herumgurke und vielleicht zu gar keinem Ergebnis komme, aus Mangel an Spezialisten für Ocarinas, dann lieber einen Kurztrip nach Österreich ;)

Ohne daß ich Fachkenntnisse besäße, finde ich als Laie diesen Stempel schon ziemlich aufwendig. Auch die Form, die kleinen Schnörkel und die Umrahmung, die sich von den relativ häufig ovalen oder mandelförmigen Stempeln deutlich abhebt, vielleicht sagt aber auch gerade das aus, es wäre eher ein Nachbau. Der Stempel hat mich auch als erstes so fasziniert, auch da kommen mir Gedanken - sollte M. Dinardo ein Händler sein, hinterließe er einen derart aufwendigen Stempel auf diesem Objekt? andererseits ist der, bei dem Objekt auf eBay, welches ja eine identische Inschrift besitzt, optisch wesentlich älter, das Gold ist längst abgerieben - bei meiner sieht es fast aus, als wäre vor einigen Jahrzehnten mal drübergemalt worden...

Ich werde weiter recherchieren, es weckt immer mehr meine Neugier! :)
Melde mich, wenn ich etwas von Hans erfahren konnte.

Vielen Dank!!!
 
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Gern geschehen. :)

könnte ich mir sogar vorstellen mit meiner Ocarina seinem Museum mal einen Besuch abzustatten,
Mach das!
Verabrede mit ihm einen Termin. Ich glaube, er zeigt und erklärt lieber am Objekt, als hin und her zu mailen.
Oder noch besser: Melde Dich zum Ocarinaseminar an. Das ist doch schon bald. Vielleicht gibt es ja noch ein Plätzchen für Dich und Du erhältst gleich die rechte Einweisung und Spielanleitung in das Instrument oder besorgst Dir ein einfaches Instrument zum Üben. :)

Gruß
Lisa
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
bei meiner sieht es fast aus, als wäre vor einigen Jahrzehnten mal drübergemalt worden.

Glaube ich nicht bzw. das muss nicht sein. Dass die Beschriftung Deiner Okarina noch so gut aussieht, kann auch andere Gründe haben.

Ich habe kürzlich eine mindestens 70 Jahre alte Okarina bekommen, die laut Aussage der bisherigen Besitzerin noch nie oder so gut wie nie gespielt wurde. Die hat ihr Vater mal geschenkt bekommen und lag bei ihr all die Jahrzehnte immer nur im Schrank. Das glaube ich ihr aufs Wort. Denn innen drin ist der rote Ton ganz sauber, ohne diese typische Patina, die sich auf dem Ton absetzt, wenn die Okarina bespielt wurde und offen herum lag. Auch sieht die Oberfläche noch recht gut aus.
Ich habe mit der Taschenlampe vom Handy hinein geleuchtet. Probiere mal aus, ob Dir das auch gelingt. Dann siehst Du die Farbe der Innenseite.

Gruß
Lisa
 
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Ich habe kürzlich eine mindestens 70 Jahre alte Okarina bekommen, die laut Aussage der bisherigen Besitzerin noch nie oder so gut wie nie gespielt wurde. Die hat ihr Vater mal geschenkt bekommen und lag bei ihr all die Jahrzehnte immer nur im Schrank. Das glaube ich ihr aufs Wort. Denn innen drin ist der rote Ton ganz sauber, ohne diese typische Patina, die sich auf dem Ton absetzt, wenn die Okarina bespielt wurde und offen herum lag. Auch sieht die Oberfläche noch recht gut aus.
Ich habe mit der Taschenlampe vom Handy hinein geleuchtet. Probiere mal aus, ob Dir das auch gelingt. Dann siehst Du die Farbe der Innenseite.

Gruß
Lisa

Glückwunsch zu der 70 Jahre alten Okarina! :)

Das habe ich gerade auch mal gemacht, die im Handy hat auch eine gute Leuchtkraft, stimmt genau. Der Ton ist zwar nicht mehr wirklich rötlich, also ich sage mal, nicht dieser typische ziegelrote-Ton, eher matter, beige, aber die Oberfläche sieht äußerst gut aus! Die etwa 100 pechschwarzen Spinnfäden da drin zeugen von einem langen Leben :D

Mach das!
Verabrede mit ihm einen Termin. Ich glaube, er zeigt und erklärt lieber am Objekt, als hin und her zu mailen.

Genau das, ich wollte eben auch nicht per Mail "nerven", das kommt dann vielleicht so rüber, als möchte ich mir nur kostenlos und anonym einen Expertenrat holen um mich dann nie wieder zu melden. Gut, das Internet ist halt erstmal die erste Anlaufstelle, aber Hinfahren ziehe ich wirklich in Betracht :)
 
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Danke. :)

nicht dieser typische ziegelrote-Ton, eher matter, beige,
Es gibt verschiedene Tonsorten, die beim Brennen eine jeweils andere (typische) Farbe annehmen. Wenn Du darüber mehr erfahren möchtest, kommst Du am besten bei den Keramikern weiter. Es gibt Tonerden die ungebrannt grau sind und durch das Hochbrennen schwarz werden, andere Tonerden sind gelb und werden durch das Brennen ziegelrot, wieder andere sind hell und werden durch das Brennen gelb ... und Glasuren oder Lackierungen verbergen die Farbe des gebrannten Tons.

Alles sehr spannend. :)

Die etwa 100 pechschwarzen Spinnfäden da drin zeugen von einem langen Leben :D
Da schwer zu sagen ist, wie fest die farbige Oberfläche ist und ob die Okarina (was ich bezweifel, obwohl ich das wiederholt las) glasiert oder bemalt (was ich eher annehme) ist, ist beim Reinigen höchste Vorsicht geboten. Wenn Aussaugen nicht möglich bzw. für die Oberfläche zu gefährlich ist, würde ich gaaaaaaaaaanz vorsichtig versuchen, mit einem kleinen Trichter 1 EL sauber gewaschenen gut getrockneten (!!! der darf nicht stauben!!!) groben Sand (= kleine Kieselsteinchen) einzufüllen und im Innern herum rollen zu lassen. Diese Aktion könnte die Spinnweben heraus holen.
 
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