[User-Thread] Kemper als Bassamp

  • Ersteller Martin Hofmann
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Vorsicht, jetzt kommt Halbwissen (oder "nicht Wissen"):
Ich habe aus zweiter Hand gehört, dass der Kemper gut klänge, wenn man ein Profil nutzt, wie es erstellt wurde. Nicht jedoch, wenn man nachträglich noch dran rumschraubt.
Kann das jemand be-, oder widerlegen?

Konnte bisher nur mir Headphones zwei, drei mal an so 'ner Kiste schrauben. Mein Eindruck: Klingt einwandfrei, wenn man nachträglich den Sound anpasst. Aaaaber - und da kommt das evtl. her, was Du gehört hast? - die Kiste verhält sich dabei halt nicht wie der Original-Amp, wenn man an EQs und Settings rumschraubt. Ist ja quasi 'n "Snapshot" eines Sounds, aber kein Modelling des kompletten Signalwegs. Entfernt sich klanglich also mit zunehmendem "Verbiegen" etwas vom Original- klingt aber immer noch saugut!

Wer aber 'ne digitale "als-ob-Original"-Sound-schraub'-und-bastel'-Kiste sucht, für den ist 'n Modeller evtl. geeigneter als 'n Profiling Amp ...
 
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Hat jemand Erfahrungen mit dem Teil live auf Tour?

Ich für meinen Teil muss sagen, dass das Kemper Konzept nichts für mich persönlich ist, aber ich glaube, dass es sowohl für den Bass wie auch für die Gitarre eine gute Berechtigung dafür gibt.

Wo ich als Hobbymusiker echt bedenken hätte:
Kann ich das Teil immer bedenkenlos mit zu den Shows nehmen? Oder ist die PA mal wieder zu "schlecht" um mehr als den Gesang anständig darüber zu fahren bzw. hat der Mensch am Mischpult auch die nötigen Fähigkeiten um das gut abzumischen? (Und das meine ich nicht böse, ich kann's auch nicht besser, aber 10 Jahre Hardcore-Punkrock mit Touren durch Jugendzentren usw. haben mich "hart" gemacht und mir div. Erlebnisse beschert).

ABER:
Wenn Du als z.B. (semi-)professionelle Cover-Band mit eigenem Tontechniker und eigener PA unterwegs bist, dann ist das Teil sicherlich geil. Oder wenn Du viele Sessions mit verschiedenen Leuten mit den entsprechenden Equipment im Proberaum/Studio spielst und auch das Interesse an gefühlten endlosen Soundmöglichkeiten hast. Why not?

Aber wenn Du viele nicht-professionelle Shows in kleinen Läden spielst, dann ersetzt nichts den Amp (egal ob Combo, Stack, Transistor oder Röhre) und den Kemper jetzt vor einen Amp zu hängen finde ich komisch - ohne jetzt hier Erfahrungen damit zu haben, wie das klingt, aber ich halte auch nicht soviel davon einen Sansamp vor einen Amp zu hängen - auch wenn das gelebte und funktionierende Praxis ist. Meine Signalkette ist einfach aber gut: Precision Bass -> Tuner -> Bass Big Muff (bei Bedarf) -> Clone Theory (bei Bedarf) -> Ampeg
Das ist jetzt nicht flexibel, aber dafür bekomme ich immer das was ich will, egal ob die PA jetzt gut ist oder es mal wieder ein totales Chaos-Konzert im kleinen Rahmen ist.

Bitte mit einem Augenzwinkern lesen:
Wenn man keine Cover oder "Unterhaltungsmusik" spielt, dann erschließt es sich mir auch nicht warum man dann viele verschiedene Bass-Sounds brauchen würde. Ich habe nur eine Frau, nur ein Auto und auch nur einen Wohnsitz. Warum brauche ich 2 Bass-Sounds? ;)
 
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Aber wenn Du viele nicht-professionelle Shows in kleinen Läden spielst, dann ersetzt nichts den Amp (egal ob Combo, Stack, Transistor oder Röhre) und den Kemper jetzt vor einen Amp zu hängen finde ich komisch - ohne jetzt hier Erfahrungen damit zu haben, wie das klingt, aber ich halte auch nicht soviel davon einen Sansamp vor einen Amp zu hängen - auch wenn das gelebte und funktionierende Praxis ist. Meine Signalkette ist einfach aber gut: Precision Bass -> Tuner -> Bass Big Muff (bei Bedarf) -> Clone Theory (bei Bedarf) -> Ampeg
Das ist jetzt nicht flexibel, aber dafür bekomme ich immer das was ich will, egal ob die PA jetzt gut ist oder es mal wieder ein totales Chaos-Konzert im kleinen Rahmen ist.
Man kann natürlich trotzdem eine eigene (Aktiv-)Box mitnehmen. Klar, dann geht der Vorteil der kleinen, leichten Lösung mindestens teilweise verloren, aber dann muss man den Kemper nicht vor einen Bass-/Gitarrenamp hängen und hat guten, verlässlichen Sound.
Dass eine vernünftige Lösung da nochmal ein paar Euro kostet und das Setup insgesamt deutlich teurer werden kann, als ein übliches Bass Setup ist klar..
 
Hat jemand Erfahrungen mit dem Teil live auf Tour?

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Aber wenn Du viele nicht-professionelle Shows in kleinen Läden spielst, dann ersetzt nichts den Amp (egal ob Combo, Stack, Transistor oder Röhre) und den Kemper jetzt vor einen Amp zu hängen finde ich komisch - ohne jetzt hier Erfahrungen damit zu haben, wie das klingt, aber ich halte auch nicht soviel davon einen Sansamp vor einen Amp zu hängen - auch wenn das gelebte und funktionierende Praxis ist.
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Dann nimmste den Kemper mit 600 Watt Class-D. Das ist doch ein vollwertiger Amp... Ich persönlich hab den Kemper nur als Vorstufe. Für kleinere Sachen tut's meine aktive EV-PA-Box (notfalls mit 18" Sub) - Ansonsten geht es in die PA inkl. In-Ears.

Stinger II -> Kemper (inkl. Tuner und aller gewünschter Effekte) -> PA fertig. Und es gibt keinen klassischen Amp, bei dem ich Presets inkl. Effektgerätekette so leicht schalten kann, wie beim Kemper. Ein Pedal - finito.
Ach ja - und was dazu kommt - mein Kemper hört sich jeden Tag gleich an. Egal, ob heiß, kalt, feucht, trocken. Mein Ampeg ändert seinen Sound abhängig von den Umgebungsparametern.
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Vorsicht, jetzt kommt Halbwissen (oder "nicht Wissen"):
Ich habe aus zweiter Hand gehört, dass der Kemper gut klänge, wenn man ein Profil nutzt, wie es erstellt wurde. Nicht jedoch, wenn man nachträglich noch dran rumschraubt.
Kann das jemand be-, oder widerlegen?

Wenn dem so wäre, wo läge dann der Nutzen? Ich muss mein EQ doch den unterschiedlichen Live-Bedingungen anpassen können.

Grüße, Pat

Hi Pat,

nachbearbeitete, modifizierte Profile können sich durchaus besser anhören, als das direkt abgenommene Profil. Das hängt vom handwerklichen Können ab.
Ich persönlich erhöhe gerne die Clarity, was die Akkordauflösung gerade bei verzerrten Sounds deutlich verbessert. Aber das war es auch schon. Tubeshapes etc. - da lass ich die Finger von. Das wäre die Anpassung bei der Erstellung.

Bei der Benutzung des Profils hast du ja zusätzlich die Möglichkeit, Gain, Bass, Mid und High zu regeln. An der Stelle muss man sich darüber im Klaren sein, dass diese Regelung nicht dem Original entspricht. Das heißt nicht, dass die Regelung unbrauchbar ist, aber der Gesamteindruck des Klangs entfernt sich vom Original.

Die Anpassung an den Raumsound könnte man Kemperintern per EQ-Effekgerät machen. Der Arbeitsweg ist anders als beim Original - das Resultat dürfte gleichwertig sein. Allerdings gehe ich grundsätzlich in den Mixer und das Problem stellt sich nicht.

Grüße
Stahlklang
 
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Interessanterweise befasst sich auch Tony Levin mit dem Kemper. Scheinbar zwar in erster Linie in Verbindung mit dem Stick, aber hier wird ein alter Trace Elliot Bonneville "geprofiled", eindeutig ein Bassverstärker... mal sehn, welche Bassisten mit der Zeit sonst noch Interesse am Kemper bekommen.

 
Es gibt übrigens seit ein paar Tagen ein neues Bass Rig Pack auf der Kemper Homepage.
 
Nachdem dieser Thread ja nun aufgrund des Bässelbilderthreads zur Reaktivierung ansteht, mache ich den (Neu)Anfang nach über zwei Jahren:

Das Thema Kemper interessiert mich schon länger und das Video von und mit Tony Levin kannte ich noch garnicht. Bin aber schon lange ein großer Fan von ihm.

Gerade bei der Nutzung mit dem Stick würde mich am Kemper stören, daß ich zwei davon brauche. Denn ich will ja die beiden Kanäle eben nicht zusammenlegen, weil ich normalerweise ganz unterschiedliche Sounds fahre. Deswegen spiele ich auch die Bass-Saiten über einen Bass Amp und die Melodiesaiten über einen Gitarrenamp. Das macht Tony wohl genauso.

Hätte der Kemper nun zwei Eingänge und zwei separate Signalwege, bräuchte ich nicht mehr zu überlegen und würde unbedingt einen haben wollen.
Meine vorhandenen Amps würde ich wohl trotzdem nicht unbedingt verkaufen wollen.

Als reinen Ersatz für einen Bassamp bietet er zwar auch eine schöne Auswahl an Profilen, aber die Sounds, die ich meist nutze, krieg ich auch mit dem vorhandenen Equipment hin.

Mein Fazit ohne bisher selbst einen Kemper getestet zu haben: Interessantes Konzept, bei dem mir aber der zweite Kanal fehlt. Sollte es jemals einen mit zwei Kanälen geben, wird die Sache für mich wesentlich interessanter.
 
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Mein Fazit ohne bisher selbst einen Kemper getestet zu haben: Interessantes Konzept, bei dem mir aber der zweite Kanal fehlt. Sollte es jemals einen mit zwei Kanälen geben, wird die Sache für mich wesentlich interessanter.
ist zwar ein wenig OT aber mit dem Axe FXII könntest du 2 komplett getrennte Signalwege fahren, dh inkl getrennter Ein und Ausgänge falls gewünscht.
Was beim Kemper aber geht, ist das man das DI Signal dazumischt, dh Bassampsound kommt vom Profil, aber zusätzlich noch das reine DI Signal beimischt als 2ten Signalweg, wie es im Studio auch oft gemacht wird.
 
Bleibt zwar OT, aber weil du es angesprochen hast: So wie ich die Bescheibung des Axe FX II verstehe, hat der vorne auch nur einen Instrumenteeingang und die beiden auf der Rückseite sind für Line Level, erwarten also ein stärkeres Signal.

*Den einen* Amp für den Stick wird es sowieso nie geben, weil es dafür zu wenige Käufer gäbe.

Und da wir uns hier ja sowieso in der Bass-Ecke befinden und der Kemper durchaus auch als Bass Amp nicht ganz uninteressant ist, reicht der eine Kanal ja auch. Ein zweiter wäre halt nur für mich ein absolutes Kaufargument.
 
Zwei separate Kanäle für Gitarre/Bass oder Stick sind mit den Axe problemlos möglich. Eine kurze Google-Abfrage zeigt zig glückliche Benutzer solcher Setups. Mit der Line 6 Helix wäre das auch kein Problem, um den dritten im Bunde zu nennen. Beim Headrush weiß ich es nicht und das Avid Eleven Rack ist rein einkanalig (deswegen flog es damals aus meiner Auswahl).

Nevertheless, auch als Helix-Nutzer finde ich das Kemper-Konzept nach wie vor spannend (sowohl für Gitarre als auch für Bass). Wenn ich mal die Chance bekommen sollte, würde ich den auch gerne auf Herz und Nieren testen. Bisher sind meine Erfahrungen da leider auf kurze Tests und viel Theorie beschränkt.

Gruß
Golo
 
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Also wer aus der Gegend Mannheim/Lu kommt, kann gerne mal meinen Kemper testen.

Aber ich warne euch, den Bekannten, denen ich mal ne Woche meinen Kemper geliehen habe, sahen sich danach gezwungen auch einen zu kaufen :D


2 unabhängige Signalwege/Amps gleichzeitig wäre wohl das endgültige Killerargument zugunsten des Kempers (vllt. noch Audiointerface über die USB Buchse). Das ist auch das Einzige was mich aktuell am AXE reizen würde.
Oder man stellt sich halt gleich 2 Kemper auf die Bühne. Habe ich inzwischen schon zur genüge auf großen Bühnen sehen können, bzw. noch einen 3. als Backup :ugly: naja, wers hat...
 
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Wers hat ist ja genau das Argument dagegen. Bei mir zumindest.

Aber MA/LU zum Testen wäre tatsächlich höchst verlockend. Komme aus LD.
 
Moin Leute! Seit letzter Woche bin ich auch dabei:


Meine Erfahrung soweit: Ich habe meinen SVT-CL mit 8x10er geprofiled und sowohl ins Mischpult geroutet (wow) als auch ohne cabsim mit einer Crown Endstufe meine 8x10er befeuert.

Für meinen Geschmack ist der Sound sehr, sehr nah am Original.
Zudem haben wir unseren Diezel D-moll geprofiled, ähnliches Ergebnis.
Dabei habe ich mich noch nicht mal tiefgehend mit den Einstellungen beschäftigt.

Die Bedienung über die Remote im Performance Modus ist ja mal der Knaller, da hab ich mich direkt verliebt.
Die Verbindung mit PC ist auch einfach und der Rig-Manager ist einfach und läuft stabil.

Für mich ist der Kemper bis jetzt Gold Wert!!!

Grüße, Andreas
 
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Hallo Ihr Lieben,
ich habe meinen Kemper Profiler Rack seit 1,5 Jahren,
und liebe das Teil.
Es ist einfach alles drin, kein Kabelsalat, keine Netzteile für Bodentreter, kein Geschleppe.
Alles da, klingt geil, funktioniert immer.
100% empfehlenswert.

LG Nikolaj
 
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