Vintage Lack

von _david, 19.03.06.

  1. _david

    _david Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.03.06   #1
    Hallo, hier mein zweiter Thread,

    ich weiss, dass dieser hier sehr gewagt ist, da ich bei anderen Boards beobachtet habe, sobald dieses Thema angesprochen worden ist, ein Lawine von boshafter, weder hilfreicher noch höflicher Kommentare losgetreten wurde. Bitte entschuldigt die Einstellung der wenigen die es in Ordnung finden eine Gitarre nicht ausschließlich natürlich altern zu lassen. Immerhin kann man sich im schönen Fender Custom Shop Relic Teile kaufen, die sich einer großen Beliebtheit erfreuen. Außerdem habe ich Mr. John T. English himself zugesehen, wie er eine Tele Relicstyle gebaut hat und hier ist es normal die geilen Lackplatzer zu provozieren.

    Damit bin ich auch schon beim wesentlichen, den schönen Lackplatzern. Das hängt sehr vom Lack ab. Bei billigen Lacken mit dicker Klarlackschicht funktioniert das natürlich nicht so gut. Wenn man gerne Lackplatzer in seinem Lack hätte sollte man sich folgenden Gedanken bewußt sein (Genitiv hier richtig? Glaube schon):

    Lack platzt, wenn er sich zusammenzieht oder (beim Lackieren mit "Reißlack") die Schicht unter dem Lack diesen später reißen lässt. Mr. English hats mit irgendeinem Spray gemacht, daß den geilen Butterscotch Lack der Tele sofort hat splittern lassen. Hier meine Frage: welches Spray hat er benutzt? Ich hab nicht drauf geachtet:mad:...

    Ich habs mal mit Polarin Forte T71 probiert. Ein Mittel zum Testen von Elektroleitern etc. aus der Industrie. Das eist schon ganz gut, funktionierte aber bei meinem Testobjekt, roter Squierbody, überhaupt nicht. Wichtig ist nach dem Schockgefrieren das ruckartige Auftauen (z.B. Föhn) für große und heftige Risse, langsames für eher feinere Risse.

    Bei meiner extrem geilen "Hondo" Gitarre (ebay kauf) konnte ich so einige kleine Haarrisse erzeugen. Dann noch ein bisschen Zigarettenasche reingerieben und tada!
    Hatte sogar genau die stärke die ich haben wollte. Man erkennt die Risse erst auf ca. 50cm Entfernung.

    Jetzt will ich aber noch weiter gehen und schon schön gealterten, hier und da angeranzten Lack heftigst splittern lassen. Hat da jemand eine Idee?

    Hammer und andere starke Krafteinwirkungen sind nicht empfehlenswert! Kältespray ist die gängige Methode bei Masterbuildern (von anderen weiß ichs nicht).

    Vielen Dank schonmal im Voraus und danke für Euer Verständnis einer Gitarre absichtlich optischen Schaden zuzufügen.

    David
     
  2. hoss

    hoss HCA Gibson, Fender, vintage HCA

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    Erstellt: 19.03.06   #2
    Versuche abwechselnd Fön und Kältespray. Und angröberen Rissen etwas mit einem scharfen Schraubenzieher hebeln?
     
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  3. _david

    _david Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.03.06   #3
    abwechselnd habe ich solange gemacht, bis 400ml leer waren. das hat auch die feinen risse erzeugt, aber bei mr masterbuilder hat das natürlich sofort geklappt. ich glaube, dass der lack hier sehr dünn war und es deshalb so gut funktionierte.
     
  4. sleeping sun

    sleeping sun Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.03.06   #4
    das funktioniert auch nur bei nitrolack, dicker PU-Lack wie bei der squier wird nicht so gut splittern, egal wie oft du da mit eisspray draufgehst.

    bei der schwarzen 54ger strat in berlin hat mr. english sich ja ziemlich blamiert, da hat er mit 2 dosen eisspray draufgehalten und nichts ist passiert, naja ... is wohl auch etwas glück dabei oder es funktioniert doch noch anders.
     
  5. _david

    _david Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.03.06   #5
    das mit dem nitrolack ist leider die bittere wahrheit. in berlin war ich nicht, sondern in frankfurt, da hats super funktioniert. daß das in berlin nicht geklappt hat lag vielleicht an einer zu dicken klarlackschicht, die die spannungen kompensieren kann.

    und was lernen wir daraus? entweder vom chef machen lassen oder warten... und warten... und ab und zu mal in die sonne legen:cool:.

    danke trotzdem!
     
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