Uiuiui, ĂŒber diesen Thread hatte ich bisher komplett ĂŒbersehen. Jetzt habe ich hier und da einfach mal gequasselt (und bin wahrscheinlich dabei negativ aufgefallen) ohne mich vorgestellt zu haben!
Man verzeihe mir.... ich hole es hiermit nach!
---
Hallöchen miteinander!
Mein Name ist Vincent und ich lese gerne eure BeitrĂ€ge, Erfahrungen und ehrlichen Meinungen. Vor allem rund um das Thema Vocals wird man im internationalen Internet so beschallt (wortwörtlich) und zur Abwechslung einen enthusiastischen Haufen bodenstĂ€ndiger Personen zu finden, die mit bunt gemischten HintergrĂŒnden und Erfahrungen ĂŒber alles rund um die Musik bequatschen (ob Technik auf der BĂŒhne oder dem menschlichen Dasein auĂerhalb), ist einfach eine tolle Abwechslung.
Wie ihr es vielleicht an meiner NaivitÀt in den ersten BeitrÀgen und der SchreiblÀngen meiner Text vermutet bin ich noch "relativ" jung. Ich bin 24, Informatiker und hauptberuflich in der Forschung tÀtig, in meinem Leben abseits des PCs gehe ich sehr aktiv der Musik nach. Ein wenig Kontext will ich geben:
Durch ChoraktivitĂ€ten im dörflichen Kinderchor der Grundschule lag irgendwann mal eine Einladung zu einem Regensburger Musikgymnasium im Raum (ihr werdet vermuten welches). Dort verbrachte ich meine gesamten formenden Jahre zuerst als Knabe (leider geplagt durch Stimmknötchen, die dann aber mit LogopĂ€die zum Stimmbruch entschwanden) und letztendlich als MĂ€nnerstimme im Tenor. Ein groĂes Privileg war dabei die Möglichkeit der Musik innerhalb und auĂerhalb von Deutschland nachzugehen. Man lernte viele Kulturen kennen, durfte "beruflich" die Welt erkunden und vor allem verband man diese ganzen EindrĂŒcke und Erinnerungen immer mit der Musik. Als Jahrgang hatten wir immer ein Repertoire an MĂ€nnerchorliedern parat und gaben sie zum Besten, wenn der Rahmen gepasst hat.
Ich entschied mich fĂŒr ein Studium entfernt von der Heimat und der Musik, fand dabei aber zum GlĂŒck einen stĂ€dtischen Kammerchor in der das ganze "irgendwie nebenbei weiterlief", das Niveau und die Ambitionen des Chores hatten super gepasst. Nach 5 Jahren waren dann die AbschlĂŒsse erledigt und das Berufsleben geht los. Mich (jemanden der eigentlich nie wirklich mit mentalen Problemen kĂ€mpfen musste) plagte aber ein Gedanke: Will ich das wirklich fĂŒr den Rest meines Lebens machen?
- Nach langem ĂŒberlegen stellte ich fest: Ja!
Aber... ich brauche wieder die Musik in meinem Leben. Ich brauche die stereotypischen Musiker um mich herum und brauche unbedingt wieder diesen Halt in meinem Leben.
Nach einem intensiven Jahr finde ich mich in einer tollen Lage: Ich versuch die groĂartige Anzahl an Kulturevents der Region wahrzunehmen und nehme auch wieder aktiv Gesangsstunden. Das tue ich privat am Theater (da unsere Region leider nur bedingt mit guten Gesangslehrern von Schulen gesegnet ist) wodurch ich auch einen Zugang zu dem Kulturleben dort haben darf. Und es ist genau das, was ich brauchte! Mir eröffnete sich eine tolle Welt die mir nicht nur kĂŒnstlerisch als junge und hohe Stimme gut in die HĂ€nde spielt, sondern auch zwischenmenschlich genau das ist was mir gefehlt hat. Die Leute, die StĂŒcke, die Literatur; Von Oper bis Musical (vor allem operetten-nahen Musicals) verschlinge ich gerne alles, war man regional auf der BĂŒhne sieht. Vor allem finde ich auch dadurch musikalisch interessierte Leute fĂŒr Klassik und co. in meinem Alter, was gar nicht mal so einfach ist.
Auch mein Beruf in der Informatik spielt mir gut in die Hand: Ich kann mich flexibel vom Laientheater bis hin zu Ensembleauftritten ĂŒberall einbringen und viel neues dazulernen; Fast hĂ€tte ich sogar fĂŒr einen Tschaikowsky mal mit Vertrag auf der groĂen TheaterbĂŒhne stehen dĂŒrfen (vielleicht wird das ja noch). Demnach auch das Interesse von mir mich stimmlich zu entdecken und weiterzuentwickeln. Damals in Regensburg war ich nie der Ăberflieger, aber die Ausbildung dort kommt mir auf vielen Ebenen sehr zu gute. Viele Mechanismen funktionieren unbewusst und mĂŒssen erst wieder bewusst gemacht werden, um damit kĂŒnstlerisch zu arbeiten. Zwar viel Aufwand, aber dafĂŒr doppelt so spannend fĂŒr mich!
Demnach versuche ich auch hier im Forum mit einem gesunden Interesse an eure langjÀhrigen Erfahrungen teilzuhaben sowie auch ab und zu die naiven Fragen zu stellen, zu denen mich eure Meinungen interessieren.
Ich kann nur bedingt aus meiner Erfahrung sprechen, aber demnach umso lieber falls es mal geht. Und leider schreibe ich sehr gerne lange Texte (Sorry!), kann dafĂŒr aber zumindest textlich recht okay mit Kritik umgehen. Deswegen einfach Bescheid geben, wenn etwas auffĂ€llig stört!
Auf ein angenehmes Miteinander!
