Vorbereitungsplan Musikakademie (GIT) und Profimusiker

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Moin Leute,

ich dachte mir, ich mache mal einen seperaten Thread dafür auf, da es bestimmt auch einige andere interessiert.

Nehmen wir an, jmd. möchte sich auf eine Musikakademie oder eine Karriere als Profimusiker vorbereiten, ganz abgesehen vom persönlichen Leistungsstand.

In diesem Fall hat derjenige ca. 4-5 Jahre Zeit sich vorzubereiten.

Was könntet ihr grob als Ablaufplan empfehlen. Es gibt sicherlich viele (zu denen ich leider gehöre), die nicht wissen, womit sie anfangen sollen. Wo sie beginnen sollen zu lernen. Denn bei mir persönlich verläuft sich das ganze total, wenn ich nicht einen groben Plan, mit gesteckten Zwischenzielen habe.

Komplette Songs, Tonleitern, Theorie (welche Themen), Intervalle, Impro, etc.?
Wie lange sollte man sich mit den einzelnen Teilbereichen beschäftigen? Was parallel? Welche Reihenfolge? Musikschule, Lehrer oder alleine?

Eure Meinungen um einen ungefähren Ablauf den man sich vornehmen kann, würden mich interessieren.

grüße,
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ginod
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ok habe das ja schon in dem anderen Thread in bissl erläutert.

Ich selber bereite mich gerade auf eine Aufnahmeprüfung vor.

Am besten ist es natürlich sich einen geeigneten Instrumentallehrer zu suchen, aber auch für das Nebeninstrument und Musiktheorie sowie Gehörbildung.

Ich bin in einer SVA - manche staatliche Musikschulen bieten das recht günstig an. Man bezahlt ca. 120 € im monat und bekommt Studienvorbereitenden _Unterricht das heißt:

*Hauptinstrument
*Nebeninstrument
*Gehörbildung
*Musiktheorie
*Big Band /Chor/Ensemble

Ich mach das in Fulda, muss leider sagen, dass die es nicht alles anbieten können was sie anbieten wollen. Ich habe nicht mal Hauptiunstrument unterricht da bekommen sondern nur Musiktheorie und Nebensintrument, so wie Gehörbildung während des Musiktheorieunterrichts.

Ich nehme mal an, es gibt Institutionen die das besser umsetzen.

Ich denke man sollte sich erstmal große Sparten machen:

*Technik
*Songs / Stilistiken
*Improvisation/Band/Anwenden
*Musiktheorie
*Sightreading (Noten lesen)
*Nebeninstrument (eigentlich immer Klavier)
*Gehörbildung/Gesang
*Musikgeschichte (verlangen auch viele Musikuniversitäten)
*Nebensachen (manche verlangen gute Englischkenntnisse)

Nochmal zum Gesang. Im Musiktheorieunterricht müssen wir die meiste Zeit singen. Das bedeutet wir müssen Akkorde, Tonleitern und Intervalle singen. Unser Musiktheorielehrer meint auch so sachen wie "Ein Mensch der keinen ordentlichen Dur und Molldreiklang singen kann, sollte definitiv kein Musik studieren". Also die legen auch sehr sehr viel Wert auf deinen Gesang im technischen Sinne und auf dein Gehör

Das sind erstmal die großen Sparten und in diesen Sparten ist eben eine Menge Stoff, den man durchkauen kann. Also kannst du dir einen Plan machen wo du deine Technik, Musiktheoriekenntnisse, dein Gehör etc ... im nächsten halben Jahr hinbringen willst.

Sehr gut funktioniert da eventuell die Mindmaptechnik.

Literatur:

Viele setzen das Durchlesen von Sikora oder Haunschild voraus
Weitere und andere Literatur kannst du dir kostenlos in den meisten Stadtbibliotheken ausleihen.

Man findet oft eine riesen Auswahl an musikalischer Lektüre in Stadtbibliotheken.
 
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Hey,

habe jetzt ja schonmal einen guten Überblick über eine Struktur bekommen, die man sich stecken kann.

Aber wie sieht es mit dem Zweitinstrument aus. Muss es wirklich immer Klavier sein?
Oder sind da auch andere Sachen erlaubt, wie z.b. Whistle, Bass, etc. Was wären z.b. noch Nebeninstrumente, die durchgehen würden?
 
ginod
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Die meisten Musikhochschulen verlangen Klavier als Zweitinstrument. Diverse andere Institute wiederum verlangen gar kein Zweitinstrument, aber nur eins was man während der Zeit dann lernt und dann kann es auch Bass sein. Aber diese Institute sind meistens Privatschulen, die auch zum größten Teil keine staatlich anerkannten Abschlüsse dir bieten können.

Ich würde jedem empfehlen Klavier als Zweitinstrument zu nehmen. Bei einem Klavier kannst du nämlich Musik im Ganzen wirklich besser verstehen. Erst durch das Klavier konnte ich mal Modes wirklich direkt hören. du kannst eben viel besser Begleitung und Melodie im Zusammenhang hören, so wie Rhythmus und MElodie. Bei der Gitarre brauchst du dafür oft einen Looper, wenn du nicht der super klassische Picker bist mit Krakenfingern. Harmonische Zusammenhänge sind am Klavier viel klarer zu sehen durch die horizontale Anordnung der Töne.

Klavier bringt dir selber viel und die richtigen Unis wollen es auch haben. Das heißt jetzt nicht, dass du umbedingt der Pro am Klavier sein musst, es geht denen wohl mehr darum, dass du am Klavier auch bestimmte Dinge nachvollziehen kannst. Ich weiß jetzt nicht mal ob das Git Klavier verlangt und in welcher Breite. Es gibt Unis die wollen sehr viel am Klavier hören, anderen reicht es wenn du denen ein paar Umkehrungen und ein paar Kinderlieder vielleicht vorspielst (aber lieber mal von mehr ausgehen ^^).
 

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