Vox AC30 rauscht / knistert..

von NoUse4aName, 13.09.10.

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  1. NoUse4aName

    NoUse4aName Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.09.10   #1
    Hi,

    mein geliebter AC30 knistert seit ein paar Tagen nach einem Transport, wenn man ihn anschaltet (haben ihn über die Straße "gerollt".. hat da was drunter montiert). Kaum zu hören, wenn man spielt, aber äußerst laut und störend, wenn nicht! Die Straße war jetzt nicht enorm holprig, ich denke mir aber es könnte dadurch passiert sein.. leider sehr schwierig zu beschreiben, hat irgendwer mit den wenigen Infos eine Idee was passiert sein könnte?

    Das Timing war übrigens super. An dem Tag hab ich den Amp nur für unsere Aufnahmen angeschaltet.. da ist das jetzt mit drauf. Seufz.
     
  2. Rockin'Daddy

    Rockin'Daddy Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 13.09.10   #2
    Ach, so ein bißchen knistern macht es doch nur authentisch;):)

    Hast Du schonmal sämtliche Röhren in ihre Fassungen gedrückt? Wenn sich da was "losgerappelt" hat und es unter Umständen zu Kontaktproblemen kommt, macht das gerne mal Geräusche.
    (bei mir, bzw. meinem Fender HRD war es ähnlich. Inklusive flackerndem Pilotlight und zischenden Bratpfannengeräuschen)

    Greetz,

    Oliver
     
  3. NoUse4aName

    NoUse4aName Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.09.10   #3
    Ah ok, das könnte sein - darf man da denn einfach so anfassen?
    Das hieß doch immer irgendwas von wegen Restspannung und so..?
     
  4. Köttel

    Köttel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.09.10   #4
    RockinDady hat Recht, wahrscheinlich liegt es an lockeren Röhren, dieser Fehler ist häufig. Sofern Du dabei nur den Glaskörper der (abgekühlten!) Röhren anfasst, sollte nichts passieren. Sonst wäre ja auch jeder Röhrenwechsel riskant. Die Spannung am Röhrensockel solltest Du freilich NICHTmit der Zunge prüfen... :rolleyes:
     
  5. Jakob91

    Jakob91 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.09.10   #5
    Nimm aber ein fusselfreies Tuch oder zur Not ein Taschentuch, wenn Du die Kolben anfasst. Der Handschweiß und Talg brennt sich nämlich ein und verkürzt das Röhrenleben. Sicher nicht so sehr wie bei einem Brenner aber trotzdem.
     
  6. Köttel

    Köttel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.09.10   #6
    Ist - glaube ich - ein Gerücht. Bei einem Brenner oder einer Halogenlampe nimmt man ein Tuch, weil der Fingertalg durch die Hitze verdampft und dies den reflektorspiegel blind werden lässt. Ich habe noch nie von einer Röhre gehört, die einen Defekt am Glaskolben hatte.
     
  7. jattle

    jattle Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.09.10   #7
    Bei mir hat sich ein paar Tagen nach dem Knistern und Knacken eine Endstufenröhre verabschiedet. Kann also sein, aber muss nicht, nur falls das mit dem Reindrücken nicht funktioniert.
     
  8. raphrav

    raphrav Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.09.10   #8
    das ist einfach falsch. die EL84, ist unter den gebräuchlichen Gitarrenampröhren mit dem kritischsten Verhältnis zwischen Wärmeverlusten und Oberfläche (die hat ja als einzige der endstufenröhren den kleinen Kolben mit Glas-Novalsockel wie die ECC83 auch, nur länger), aber selbst die wird bei ordnungsgemäßer verschaltung außen und am Sockel nicht wärmer als 120°C. und da brennt nichts rein...

    aber wie schon gesagt wurde, dennoch vorsicht beim rumfingern an den röhren. der amp sollte aus, spannungsfrei und abgekühlt sein und du solltest nur an den glaskolben langen, dann bist du aber eigentlich auf der sicheren seite.
     
  9. physikmatze

    physikmatze Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.09.10   #9
    Die EL84 kann definitiv heißer als 120°C werden. In meinem kleinen Champ-Clone wird die nach nur 10min schon über 160°C heiß, gemessen an der Glasoberfläche. Dabei läuft die dort innnerhalb der Specs.
    Irgendwo habe ich auch die max. Temperatur mal in einem Datenblatt gelesen, ich glaube das waren über 200°C.

    Einbrennen tut da trotzdem nix.

    Grüße,
    Mathias

    EDIT: Habe ein Datenblatt gefunden: http://www.retrovox.com.au/STC6BQ5.pdf
    Absolute Max. Bulb Temperature: 250°C
     
  10. NoUse4aName

    NoUse4aName Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.09.10   #10
    Wie kann ich denn gewährleisten, dass der Verstärker spannungfrei ist? Stromkabel raus oder?
    Bin leider ein absoluter Techniklaie und würd mir ungern mein Leben durch so eine Dummheit verkürzen, nur weil da manches unter Gitarristen als "Allgemeinwissen" gilt ;)

    Naja, kann's leider ohnehin erst in 2 Wochen ausprobieren.
    Danke bis dato!
     
  11. Tuesday

    Tuesday Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.09.10   #11
    Hi,

    ich sag's mal so: Genieß dein Leben in den nächsten zwei Wochen intensiv...:D
    "The future's uncertain and the end is always near" (Jim Morrison-The Doors)
    In diesem Sinne

    Gruß Peter
     
  12. Mc Poncho

    Mc Poncho Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.09.10   #12
    Nach dem Benutzen kann es eine Weile dauern, bis dich diverse Kondensatoren entladen haben.

    Ansonsten - zieh Dir dicke Gummistiefel an und vermeide es, innerhalb des Gehäuses
    (wenn Du es denn aufmachen musst) Metallteile anzufassen. :D

    Wenn Augenscheinlich nix Grobes erkennbar ist und Du den Sitz der Röhren, etc. geprüft hast,
    das Teil aber immer noch knistert, ist es bei einem Techniker besser aufgehoben.
     
  13. Köttel

    Köttel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.09.10   #13
    Das Wechseln einer Enstufenröhre ist ungefähr genauso gefährlich wie das Auswechseln einer Glübirne - nur dass du bei der Glühbirne in die Lampenfasssung greifen könntest; bei Röhrensockeln ist das schon echt schwierig... :D.

    Ich habe in meinem Halbwissen schon zig Röhren getauscht, teilweise unter Zeitdruck während eines Gigs. Auf wenn es induktive Logik darstellt: Noch lebe ich, und die Chance, dass Du in 2 1/2 Wochen noch lebst, wird durch Deine zwischenzeitliche Teilnahme am Straßenverkehr deutlich mehr geschmälert werden als durch den Röhrenwechsel.:rolleyes:

    Das Trennen von der Stromversorgung macht den Verstärker übrigens nicht spannungsfrei - Die Erfahrung habe ich schon mit 14 gemacht, als ich aus dem Verstärker meiner ungeliebten Heimorgel meinen ersten Gitarrenamp gebastelt habe. :o
     
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