Warum nur......

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Warum nur wird Hip Hop eigentlich von allen Unkundigen immer mit dem beschissenen Kommerzschrott aus der Glotze gleichgesetzt ? Kann mir das mal einer erklären ? Ich selber höre eher heutzutage nur noch wenig HipHop privat, da ich mich metallischen Kreisen zugetan habe, aber ich fühle mich immer noch mit der Kultur und der Idee ansich verbunden und ich finde es einfach zu kotzen, wie manch Spackos (auch grad in diesem Board) darüber herziehen nur weil sie zu inkompetent sind, um auch mal Viva abzuschalten und sich wirklich mit einer Musikrichtung zu befassen. So ziemlich jeder mir bekannte Vertreter einer Subkultur, egal welcher, kann bestätigen, dass in den Mainstreammedien nur völliger, nicht representativer Schrott läuft. Warum checkst das denn kein Aas ? Ich find so'n Pseudokommerzkram mit Titten, Schmuck, Autos und anderem Prollmist auch abstoßend, ich finde so ziemlich alles an elektronischer Musik, was so tagsüber läuft ekelhaft und mit dem an Metal, was die spielen kannst mich auch jagen, aber ich kann wirklich jeder Musikrichtung irgendwo etwas abgewinnen. Man muss halt nur mal ein bischen tiefer gehen, anstatt seinen Horizont am Bildschirmrand zu fixieren.

Das kann doch nicht so schwer sein, oder ? Es sind ja auch durchaus intelligente, liebenswerte Menschen die gleich bei Erwähnung des Wortes "Hip Hop" ne abweisende Handbewegung machen.... ich versteh des nich, ihr ?
 
Eigenschaft
 
Und selbst wenn jemand auf dicke Autos, Titten & Schmuck steht. Die jenigen die sich länger mit Musik beschäftigen achten früher oder später auf Qualität und können die Leistung eines Künstlers einschätzen. Nur sollte man auch bedenken, dass es Leute gibt die nur ab und an mal n bischen Musik hören und als Nebensache betrachten. Ein gutes Ohr hat man meist nicht einfach so. Und wenn irgendein Loser sein Ego im Club aufpoliert, indem er sich vorstellt er sei der Obergangster und zu Fifty's "In da club" peinliche bewegungen macht,ist mir das auch ziemlich egal. Eine andere Sache ist es beim Plattenverkauf. Ich reg mich schon manchmal auf das so Gurken von DSDS mehr Kohle verdienen, als andere Leute die wirklich ihre eigene Musik machen. Und das gilt für alle Musikrichtungen. Musik wo viel
Arbeit drin steckt, sollte auch gut bezahlt, zu mindest respektiert werden.
Desweiteren bin ich der Meinung das Commerz keineswegs schlecht ist, solange er nicht im Kopf eines Künstlers ist ( Bsp. Dieter Bohlen )
Leere CD Ständer im Plattenladen, Heavy Rotation im Radio und TV, sowie Reichtum, dicke Autos & Titten hat doch jeder im Hinterkopf, der Musik verkaufen will und das nicht nur so zum Spass macht. Das die meisten Künstler es aus liebe zur Musik machen ist klar, aber das ist nicht alles.
Aber ich kann verstehen, dass dir hier einiger Leute auf die nerven gehen, mit ihrer Intoleranz.
 
JIGGA IS MY MAN! PROPS! :cool:
 
Jiggaman schrieb:
Leere CD Ständer im Plattenladen, Heavy Rotation im Radio und TV, sowie Reichtum, dicke Autos & Titten hat doch jeder im Hinterkopf, der Musik verkaufen will und das nicht nur so zum Spass macht. Das die meistenKünstler es aus liebe zur Musik machen ist klar, aber das ist nicht alles.

Ähm, das würde ich persönlich als sehr naiv bezeichnen, aber is deine Einstellung, meine nicht.
 
Naja, dass jeder Star auf Heavy Rotation und leere CD Regale steht, wage ich zu bezweifeln.
Ich würde zwar gerne mal mit meiner Musik Leute erreichen, eine Fanbase haben, ordentlich Geld haben, Konzerte vor einem Publikum spielen, das sichtlich Spaß hat...aber dass (in meinem Fall) jeder dann sagen muss, dass ich ja ein so geiler Typ bin, der sich über jede Sache nichts einbilden lässt...nun ja.
Ich würde eher meine Gitarre an den Nagel hängen als gerne von der Vivageneration angehimmelt zu werden.
Nur leider kann man sich das nicht aussuchen.
Es gibt vielleicht Leute, die es nicht wollen, und je stärker sie es ausdrücken, dass ihnen das alles missfällt, um so beliebter werden sie. Bsp. Kurt Cobain.
 
Ich denke, dass die meisten Hip Hop als eine Musikrichtung akzeptieren und respektieren aber ich denke nicht, dass viele manchmal diese "Viva Hip Hop Wannebe Tour" parrodieren, weil sie die musikrichtung insgesammt kacke finden. Ich mach auch manchmal späße a la "Hey jo check mal den krassen beat der flashed euch echt voll krass weg". Aber genausooft mach ich späße über "AAAAAHHHH!!!! BREEEENNEN!!!!! TÖÖÖÖTEN!!!! FEUER!!!!! TOOOOOD!!!!*growl*". (beides übertrieben...aber is ja wie gesagt nur ein dummer witz)
Kurz gesagt: Ich denke nicht dass alle die mal späßken über hip hop machen, ihn nicht leiden können.
 
@xeton

das dachte ich auch mal
aber dieses board hier hat mich eines besseren gelehrt.
Was ich hier schon mit irgendwelchen intolleranten ***** rumgestritten hab, seitenweise.
Deshalb reagiere ich auch auf irgendwelche "späße" mehr als allergisch.
@all
Das Problem ist doch, dass jeder gern von seinem hobby (musik) leben will, weil ihm das einfach spaß macht. Dazu braucht man aber auf jeden fall ein deal mit einem der großen labels, ein musikvideo und so weiter. Da führt einfach kein weg dran vorbei. Außerdem will das label ja auch verkaufen und man ist mehr oder weniger gezwungen sich in irgendwelche mtviva sendungen zu setzten um das album/single zu promoten.
Prinzipiell hab ich auch nichts dagegen wenn ich jemand der mir gefällt im tv sehe, solange er eben sich selbst treu bleibt und sich nicht für noch mehr geld zum star der 14jährigen pop-gören machen lässt. Paradebeispiele für letzteres sind z.B. aus dem Hip-Hop DJ Tomekk oder Eko wofür ich beide zu tiefst verachte.
Wenn Yvonne Catterfeld auch nur 2 Texte von Eko vor "König von Deutschland" gehört hätte, hätte sie sich warscheinlich geweigert mit ihm zusammenzuarbeiten.
 
Was ist denn guter Hip Hop im Vergleich zu dem was man im TV sieht?

Vorweg, ich persönlich stehe auch nicht auf HipHop, möchte aber mal was dazu sagen. Für mich als Musiker/Instrumentalist ist das völlig uninteressant und langweilig. Es mag da vielleicht Ausnahmen geben, aber die bestätigen nur die Regel.
Ich war vor zwei Jahren mit meinem Sohn (heute 18 j.) auf einem HipHop-Event in Köln das über mehrere Stunden ging da dort viele verschiedene "Bands" aufgetreten sind und das hat mir schon einiges abverlangt. Stundenlang immer der selbe Groove/Beat und immer das ewige Gelaber. Einfach Nervtötend. Womit ich nicht sagen will, dass alle Texte scheiße sind. Es gibt da schon gute oder auch originelle und witzige Sachen, aber über Stunden hinweg nervt mich das total ab.

Der einzige der mir an diesem Abend gut gefallen hat war ... (öhm, Namen vergessen :redface: )... Der macht aber eher Reggae mit HipHop-mäßigem Gesang.
Aber da stand plötzlich mal ne richtige große Band auf der Bühne (ca. 8 - 10 Musiker) und nicht nur 2-4 Sänger plus 1-2 DJ's. Ich bin zwar auch kein echter Reggae-Fan aber das war wirklich erfrischend und geil.

Da mein Sohn seit Jahren HipHop hört, höre ich das (zwangsläufig) auch und der hat da Sachen laufen die man bestimmt nicht im TV sieht da die Texte zu anstößig oder nicht jugendfrei sind (deutsche Texte)! Ansonsten ist er ja der Meinung "...es gibt keinen guten deutschen/weißen HipHop, alles nur abgekupferter Scheiß..."! Er steht wohl mehr auf schwarze Sänger/innen weil die einfach die "..cooleren und passenderen Stimmen haben.."!
Ausnahmen sind dann eben die deutschen "Underground"-Sachen wo der Inhalt der Texte meist über Ficken, Kiffen, Killen... usw. handelt.

Abgesehen davon besteht für mich der Unterschied zu den TV-Clips eigentlich nur darin, dass solche Sachen meist nicht so fett produziert sind/klingen. Aber sonst tun die sich "musikalisch" nicht viel. Ständig der selbe Groove mit dem ewigen Gelaber. Das ist halt das, was mich persönlich total abturnt.

Ich hoffe, dass das hier jetzt nicht als intolerant verstanden wird.

PS: Wenn jemand weiß, wen ich mit dem "Reggae-Typen" meine, dann bitte mal den Namen posten. Wurmt mich jetzt, dass ich nicht drauf komme.. :)
 
ich denke du meinst seeed oder gentleman
patrice oder mellow mark gehen in die gleiche richtung.

was du sagst kling eigentlich recht verständlich allerdings hab ich mich in letzter zeit auch etwas mehr mit derm aufbau von rock tracks auseinander gesetzt (nicht zuletzt um der metalgemeinde in diesem board etwas treffendere gegenargumente vorsetzten zu können) und auch etwas mit einigen meiner kumpels, die eine eigene punk band haben, geredet.
Was ich da gehört hab, unterscheidet sich eigentlich nicht groß von hiphop.
Die bands überlegen sich 2 oder 3 parts die sie in den strophen abwechseln dann noch eine für den Hook und gut is. Also im endeffekt auch nur 4 verschiedene teile, die wiederholt werden. Wer glaubt, dass hiphop beats im durchschnitt nur aus 2 Takten bestehen, die sich ständig wiederholen, irrt.
Der Beat verändert sich durch die strophen und ist im hook teilweise komplett anderst. Was gleichbleibt und auch in den meisten tracks ähnlich ist, ist der rhythmus. Das ist zwangsläufig so, weil die meisten MCs eben die snare auf 2 und 4 brauchen, um richtig flowen und betonen zu können.
Da bleibt den producern eben nur wenig spielraum.
 
Naja, Punk ist auch nich grad die anspruchsvollste Musikrichtung, ne ?
 
Veto
ich denke du meinst seeed oder gentleman
Gentleman war's, yeah! :D Man, das hat genervt, dass ich da nicht drauf gekommen bin. :rolleyes:

Die bands überlegen sich 2 oder 3 parts die sie in den strophen abwechseln dann noch eine für den Hook und gut is. Also im endeffekt auch nur 4 verschiedene teile, die wiederholt werden.
Stimmt, sogesehen haste da schon recht. Aber man kann rhythmisch mehr machen (wenn man will) da man ja nicht "DJ-freundlich" denken muß ;) und es wird gesungen und nicht immer nur geredet - wobei ich eine gesunde Mischung aus beidem auch nicht schlecht finde. Z.B. Linking Park, ist zwar kein HipHop aber eben so eine Mischung, was Gesang angeht, und gut rockiger Sound.
Naja, ich bin ja eher der Bluesrocker und das ist ja mal wieder was ganz anderes :)
Aber von Gentleman müsste ich mir mal was besorgen. Der hat mir Live wirklich gut gefallen - besser gesagt "Die" (Band).
Mal die CD-Sammlung von meinem Sohn durchstöbern. :D
 
Also ich als jemand, der HipHop, Metal und besonders Bluesrock hört kanns verstehen wenn einem HipHopkonzerte auf die Ohren bzw auf die Nerven gehen...war auch persönlich noch auf keinem "reinen" Konzert, gehe lieber auf Jams aber da is es ja nicht anders. Außerdem braucht man eine Weile (Training) bis man versteht, was die Rapper sagen. Oft versteht man auch nicht wirklich was.
Und irgendwelche angebliche "Underground"-Sachen wo die Texte vom Ficken und Killen handeln hasse ich sowieso wie die Pest. Leider wird sowas als HipHop akzeptiert (auch teilweise als Underground was ich echt traurig finde)...die deutsche HipHopszene wird seit ca zwei Jahren immer mehr "amerikanisiert", wobei ich im richtigen aktiven Untergrund noch nichts davon mitgekriegt hab.
@ Nanuck: frag mal deinen Sohn, ob er Freundeskreis (am besten die "Esperanto") hat...hat auch leichte Jazz- und Souleinflüsse. Das dürfte dir vielleicht gefallen...ansonsten - keep the Blues alive!
 
Irgendwie stimmt das mit dem amerikanisieren.
Der frühere deutsche Hiphop war ja noch ziemlich gut. (5 Sterne, Beginner und die anderen Hamburger z.B.) aber irgendwie bringen Tomekk und Savas total viele Amielemente rein.
z.B. im Video vor Lowrider und mit der Posse rumposen.
Da fand ich den Clip von K2 noch richtig klasse, wie Dendemann im Kuhkostüm auf einem Spielplatz rumgeturnt ist.
 
Hmm.... die Amerikanisierung gibs nicht erst seit 2 Jahren, aber sie findet in erster Linie auf kommerzieller Ebene statt.

@Veto
Ehrlich gesagt, Majorvertrag, Video, Charterfolg und dick Kohle ist definitic nicht der einzige Weg sondern eine ganz extreme Ausnahmen und ich kann mir das Wort "naiv" bei dieser Denkweise nicht verkneifen.
 
GRINDyourMIND schrieb:
@Veto
Ehrlich gesagt, Majorvertrag, Video, Charterfolg und dick Kohle ist definitic nicht der einzige Weg sondern eine ganz extreme Ausnahmen und ich kann mir das Wort "naiv" bei dieser Denkweise nicht verkneifen.
GRINDyourMIND
ich verstehe deine Aussage nicht ganz denn Veto hat gesangt:
Das Problem ist doch, dass jeder gern von seinem hobby (musik) leben will, weil ihm das einfach spaß macht. Dazu braucht man aber auf jeden fall ein deal mit einem der großen labels, ein musikvideo und so weiter. Da führt einfach kein weg dran vorbei. Außerdem will das label ja auch verkaufen und man ist mehr oder weniger gezwungen sich in irgendwelche mtviva sendungen zu setzten um das album/single zu promoten.
...und damit hat er recht. Die Betonung liegt auf Erfolg!
Es muss vielleicht nicht unbedingt ein großes Label sein, ein Independent-Label kann oftmals schon reichen. Fakt ist aber, ohne Kohle läuft garnix.

Es gibt sicher auch Bands die alles in Eigenregie machen und damit dann erfolgreich sind, aber das dürften doch eher die Ausnahmen sein und auch diese Leute brauchen Kohle oder jemanden der sie sponsert.
Eine qualitativ hochwertige CD zu produzieren, die dann auch auf dem Markt bestand hat, ist nun mal eine teuere Angelegenheit.

Was ist denn jetzt naiv an der Denkweise von Veto?
Oder hab ich was falsch verstanden?
Oder habt ihr aneinander vorbeigeredet?
Oder wie oder was :confused:
 
Ehm... man braucht auf jeden Fall nen Deal mit einem großen Label und ein Musikvideo ? Na ich weiss nich....
 
...um sich in dem heute stark umkämpften Massenmarkt durchzusetzen, schon.

Nicht, wenn man "Erfog" für sich selbst anders definiert, z.B. unter der Fuchtel eines Indies-Labels mal halb bzw. ganz D zu bereisen und einfach live zu spielen ca. jede Woche. Das geht auch anders.
Wer aber "Erfolg" mit (viele!) Platten verkaufen oder Chartsnotierungen gleichsetzt, wird um den Majordeal nicht herumkommen, oder sagen wir nur in seeeehr wenigen Ausnahmefällen...

Jens
 
.Jens schrieb:
...um sich in dem heute stark umkämpften Massenmarkt durchzusetzen, schon.

Nicht, wenn man "Erfog" für sich selbst anders definiert, z.B. unter der Fuchtel eines Indies-Labels mal halb bzw. ganz D zu bereisen und einfach live zu spielen ca. jede Woche. Das geht auch anders.
Wer aber "Erfolg" mit (viele!) Platten verkaufen oder Chartsnotierungen gleichsetzt, wird um den Majordeal nicht herumkommen, oder sagen wir nur in seeeehr wenigen Ausnahmefällen...

Jens
Yes well, thats it ! :)

GRINDyourMIND
Ehm... man braucht auf jeden Fall nen Deal mit einem großen Label und ein Musikvideo ? Na ich weiss nich....
...na sagen wir mindestens zu 80 % :)
 
1. ich bin nicht naiv!

2. leider hab weder ich noch höchstwarscheinlich du @grind...
einen einblick in die geldbeutel diverser künstler. Trotzdem gehe ich
davon aus, dass wenn man von seiner musik leben will (und ich
denke, dasswünscht sich doch jeder künstler) man das nicht durch ein kleines label, dass nur für die CD-Hersteller zuständig ist (für größere promo mit flyern, plakaten oder gar kostenlosen demos zum mitnehmen, fehlt meist das geld) schaffen kann. Wie immer gilt: Ausnahmen bestätigen die Regel und durch gute Beispiele lasse ich mich auch von etwas besseren belehren.
 

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