Das ging mir genauso! Tragischerweise habe ich genau einen Tag
nach Ende meiner Schulzeit angefangen, mich für deutsche Literatur zu interessieren, und habe dann wochen-, monate- und jahrelang nur noch gelesen, gelesen, gelesen!

Ein paar Wochen nach der Matur (Abitur) ist mir mein Deutschlehrer in einer Buchhandlung über den Weg gelaufen, und ich habe ihn nicht erkannt (das war sooooo peinlich!



Er musste ja annehmen, ich hätte ihn absichtlich ignoriert), und seither habe ich ihn nie mehr gesehen. Das ist jetzt 20 Jahre her, und ich wünschte, ich würde ihm nochmals begegnen und könnte mich mit ihm über Literatur unterhalten, was ich leider nie getan habe, als ich täglich die Gelegenheit dazu hatte.
Aber so geht es wohl vielen, und nicht nur in diesem Fach - was hätte man alles Nützliches in der Schule lernen können (hingehen musste man ja ohnehin), wenn man sich bloss
damals dafür interessiert hätte, und nicht erst heute.
Aber zum Topic: Ich lese gerade
Verfall und Untergang des römischen Imperiums von
Edward Gibbon. Der "Schinken" hat 6 Bände, und ich glaube nicht, dass ich die Lektüre am Stück werde beenden können. Gibbon lebte im 18. Jahrhundert und seine Ansichten gelten zum Teil als überholt, aber das Werk ist ein Klassiker und liest sich erstaunlich frisch!
Daneben wartet stapelweise Berufslektüre auf mich...