Nachdem ich als Dinosaurier Ende der 90er noch an einer analogen Neve-Konsole gelernt habe und man damals etwas sparsamer mit externen Effekten umgehen musste - schließlich hatte man für jeden Hall ein Gerät im OutBoard-Rack stehen - mache ich das immer noch so wie damals:
Die Hall-Effekte werden über einen der Aux-Wege beschickt und über einen Mixbus in Pult eingeschleift.
aber mir ging es darum, mehrere Instrumente in den gleichen Hallraum einzukippen.
und das war ganz normal und die Regel.
Und der Aux-Weg wird Post-Fader beschickt. Was Verhältbnis zu Direkt- zu Effekt-Anzeil regle ich mit dem Aux-Regler. Und wenn ich das Direkt-Signal mit dem Kanal-Fader erhöhe, will ich ja normalerweise auch, das das Verhältnis gleich bleibt. Deshalb Post- und nicht Pre-Fader.
So hat man das früher auf einer Analog-Konsole gemacht und so mache ich das auch heute noch: In meiner DAW Harrison Mixbus, die stark an diese alten analogen Konzepten orientiert ist vom Workflow, habe ich voreingestellt im virtuellen Mischpult 12 Mixbusse, von denen ich in der Regel 8 als Effekt-Return s nutze und 4 als "echte" Mixbusses. (siehe Screenshot)
Es kommt selten vor, dass ich einen Hall-Effekt direkt auf einen Kanal lege, ich finde das unübersichtlich und unpraktisch.
P.S. Wen es interessiert: Harrison Mixbus hat übrigens in jedem Kanal einen gut funktionierenden EQ, ein Gate und einen Kompressor (siehe Screenshots), so wie das früher an alten großen Konsolen üblich war. Ich liebe dieses Konzept, denn ich kann fast wie früher schnell und intuitiv damit arbeiten und brauche nur in Spezialfällen auf zusätzlich Plugins zu zugreifen (wenn ich z.B. beim Bass oder auf den Vocals einen 1176er oder LA 22) haben möchte.