Welche Querflöte für 7jährige Schülerin?

von Starritu, 02.11.07.

  1. Starritu

    Starritu Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.11.07   #1
    Hallo, alle zusammen! Bin heute erst auf diese Seite gestoßen, da es mit unseren Kindern und der Musik jetzt ernst zu werden scheint. Wir waren heute in der Stadt und haben uns von drei Musikgeschäften beraten lassen und jetzt summt uns der Kopf. Folgende Situation:
    Das Trauminstrument unserer Tochter war und ist Querflöte. Sie lernt auch schon geraume Zeit, hat Spaß, stellt sich wirklich bewundernswert gut an und jetzt sollten wir ihr eigentlich eine eigene besorgen.
    Aber es stellt sich natürlich die Frage, welche? Ich bin mittlerweile schon ganz verwirrt: Ringklappen offen oder nicht? Silberkopf oder nicht? Was (außer dem eigenen Geldbeutel ;)) sollte ausschlaggebend sein? Wir möchten ihr ein gutes, aber nicht überteuertes Instrument kaufen, weil in dem Alter ja nicht abzusehen ist, wielange der Enthusiasmus noch anhält.
    Vielleicht gibt es hier ja einige Erfahrungsträger?
    Würde mich jedenfalls sehr über Eure Hinweise zur Entscheidungsfindung freuen!

    LG,

    Starritu.
     
  2. flauto regina

    flauto regina Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.11.07   #2
    Hallo Starritu,

    ich selber spiele seit meinem 10. Lebensjahr Querflöte. Meine erste eigene Querflöte habe ich mir selber gekauft - da überlegt man erst recht genau (ich war damals ja erst 11!!!). Mein Lehrer war mit und hat die verschiedenen Flöten angespielt. Das war ganz wichtig, denn so fallen die Instrumente heraus, die eine schlechte Ansprache haben.
    Dann aber habe ich meine Flöte selber angespielt - auch das ist wichtig (das sehe ich heute immer mehr), denn die Flöte muss "gut in der Hand liegen".
    Ach ja, vom Flötentyp her habe ich damals das einfachste Schülermodell von Pearl gekauft, Neusilber, und vor allem geschlossene (!) Klappen. Offene Ringklappen sind eigentlich nur dazu da, den Schüler eine saubere Haltung aufzuzwingen! Bei kleinen Kindern (und mit 7 Jahren zähle ich Eure Tochter durchaus dazu) haben offene Ringklappen oft den Nachteil des unnötigen Frusts - nämlich dann, wenn man die Löcher nicht vollständig schließen kann und die Töne dadurch unsauber werden.
    Was das Material angeht - wie gesagt, mir hat meine "Neusilber"-Flöte 20 Jahre lang gute Dienste geleistet, bis ich mir selber von meinem eigenen Geld eine höherwertige Flöte leisten konnte. Ich sehe das immer ganz pragmatisch: Autofahren lernt man ja auch nicht in einem Porsche mit allem Schnick-Schnack, sondern in der Regel in einem Kleinwagen - damit, sollte mal eine Beule reinkommen, der Jammer nicht allzu groß ist!

    Ich hoffe, ich habe Dir ein wenig geholfen - und Deiner Tochter viel Spaß beim Flöten :)

    flauto regina
     
  3. moniaqua

    moniaqua Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 03.11.07   #3
    Hallo,

    was sagt denn der Lehrer Deiner Tochter zu dem Thema? Wuerde er mitgehen, die Floete zu kaufen?
    Das mit den Ringklappen seh ich anders als flauto regina. Ich spiel zwar erst seit einem Jahr, aber erstens haben die Dinger Stoepsel, sprich, man hat dann eigentlich eine geschlossene Klappe, wenn die drin sind. Und zweitens sind bei mir diese Stoepsel bereits in der ersten Stunde rausgefloegen, ich war allerdings da schon erwachsen. Die offenen Klappen waren/sind bei mir wirklich das geringste Problem beim Spielen, da gibt's andere pitch holes. Bei Kindern mit doch kleineren Haenden koennte das anders sein. Aber, wenn Deine Tochter das eh schon lernt, was spricht dagegen, das im Musikladen auszuprobieren?
    Ob Neusilber oder nicht - das denk ich ist relativ egal. Es gibt Studien, dass das Material egal ist; Neusilber hat halt das Problem, das Allergien auftreten koennen wegen des Nickelgehaltes. Viele sagen, Silber klingt besser, was nu stimmt... Frag mal Euren Lehrer :)
     
  4. Luvanir

    Luvanir Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.11.07   #4
    Hallo Starritu,

    also empfehlen würde ich dir die Yamaha 211, super robustes Anfängerinstrument. Die hat einen schönen Klang, eine gute Ansprache, intoniert ganz gut und ist gerade für Kinder besonders gut geeignet, da sie sehr "robust" ist, auch einige meiner Studienkolleginnen spielen auch heute noch diese Flöte.
    Die Yamaha ist "nur" versilbert, was aber bei einem Anfänger eigentlich egal sein dürfte.
    Zum Thema Ringklappen, sie schaden definitv nicht. Man rät ja einem Kind auch nicht davon ab Blockflöte zu lernen oder Klarinette nur weil die Löcher dieser Instrumente mit dem Finger verschlossen werden. Langfristig gesehen sind Ringklappen eine super Sache, und zumindest am Anfang (und auch dauerhaft!) können die Klappen mit speziellen "Knöpfen" verschlossen, die Flöte spielt sich dann, wie wenn sie geschlossene Klappen hätte.
    Die Yamaha ist halt nicht ganz günstig.

    Die Jupiter JP-5011 ist auch in Ordnung, ich finde sie persönlich nicht ganz so gut wie die Yamaha und komme selber auch nicht mit der so gut zurecht, aber zwei meiner Schüler spielen sie und sind sehr zufrieden.

    Die Pearl ist eine schöne Flöte, mit einer netten Ausstattung. Aber: Sie hat einen sehr feinen Klang (was klanglich sehr schön ist), und daher kommen bei ihre manche Töne nicht so klar und gut und vor allem laut. Und dies kann für Anfänger schon sehr frustrierend sein, wenn sie vorher auf einem Modell gespielt haben, auf dem dies besser geklappt hat bzw. wenn sie einfach diese Töne von Anfang dann schlechter rausbekommen. Auch solche Dinge wie Spitzdeckelmechanik sind für Anfänger eigentlich unnütze Dinge, deswegen würde ich von ihr eher abraten.

    Die Azumi AZ 1000 finde ich persönlich auch ganz gut, auch spricht sie ähnlich gut an wie die Yamaha. Also für Anfänger ein schönes Instrument, und gerade der Kopf dieser Flöte ist ein tolles Ding an dem man vielleicht auch noch länger Spaß haben könnte.

    Wenn deine Tochter wirklcih mit Begeisterung dabei ist, lohnt es sich vielleicht auch schon die Yamaha 311 (mit Silberkopf) oder die Azumi AZ 2000 (mit Silberkopf) zu kaufen, das macht einfach klanglich noch einen Unterschied.

    Alternativ könnt ihr euch natürlich nach allen Modellen gebraucht umschauen, da bekommt man kaum gespielte Instrumente die dann doch noch deutlich weniger kosten.

    Und keine Angst, alle diese Flöten aus dem Anfängerberreich kann man sehr gut wieder verkaufen wenn eure Tochter aufhören würde. Sie sind "Dauerbrenner", der Bedarf an gebrauchten Anfängerinstrumenten ist einfach relativ hoch, deswegen bekommt man diese Flöten auch gut wieder los.

    Von teureren Vollsilberrohr Flöten würde ich bei einem Anfänger abraten, das lohnt sich eifnach nicht. Damit lieber noch warten, bis sie länger dabei ist.

    Und ganz wichtig: Nehmt die Kleine mit und lasst sie ausprobieren. Sie kann ja schon spielen und sie wird nicht mit allen Modellen genau gleichgut zurecht kommen, zum Beispiel habe ich oben von der Pearl eher abgeraten, eine meiner Schülerinnen spielt diese Flöte aber weil sie mti ihr super gut zurecht gekommen ist. Das ist ganz wichtig. Unabhängig davon was objektiv sinnvoll wäre.

    Liebe Grüße,
    Luvanir

    Ach ja, und man spielt Ringklappen nicht nur wegen der sauberen Fingerhaltung. Natürlich wird die durch jene erzwungen, aber sie ermöglichen halt noch viel mehr Techniken wie Glissandi etc. Vielleicht nicht nötig, für den Flötisten der nur Barock und Klassik spielen möchte, aber im Jazz, in der Neuen Musik und bei Big Band/Pop Stücken nicht unwichtig.

    Ich habe 8 Jahre lang geschlossene Klappen gespielt und bin dann auf Ringklappen umgestiegen und bin begeistert. Es ist ein ganz anderes, deutlich besseres Spielgefühl.

    Das heißt aber natürlich nicht das Ringklappen Pflicht sind, nur würde ich sie von vornehin nicht so kategorisch ausschließen. Einfach mal ausprobieren ob man damit zurecht kommt, dann weiß man mehr.
     
  5. moniaqua

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    Erstellt: 23.11.07   #5
    Eben. Man verliert ja nichts, wenn man's im Laden eben ausprobiert (so er Ringklappen da hat). Und bei der 271 respektive 371 (das sind die Yamaha-Floeten mit Ringklappen) sind ja die Stoepsel dabei...
    Wenn man natuerlich Ringklappen kauft und dann nur mit Stoepsel drin spielt, ist es rausgeschmissenes Geld, fuer die 50 Euro kann man dann besser schoene Noten kaufen :) Aber man hat auch viele Moeglichkeiten nicht (die ich zugegebenermassen derzeit auch noch nicht nutze, aber ich will die Floete ja noch laenger haben ;)
     
  6. Starritu

    Starritu Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.12.07   #6
    Also liebe Leute, zunächst danke ich Euch ganz herzlich für die ausführlichen Überlegungen und Hinweise. Wir sind jetzt soweit: wenigstens die Mundlochplatte sollte aus Vollsilber sein und nach diversen Tests tendieren wir ganz schwer zu Yamaha.

    Ich bin schon fleißig am Suchen: Musikalienhandlungen, im Internet, privat...

    Wißt Ihr vielleicht einen Internet-Flohmarkt, wo ich noch nachsehen könnte?

    Ich danke Euch nochmals und wünsche Euch schon 'mal einen guten "Hineinrutsch" ins Neue Jahr 2008, alles erdenklich Gute und persönlich viel Glück, Segen und Erfolg!

    LG,

    Starritu.
     
  7. IcePrincess

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    Erstellt: 31.12.07   #7
    Im Zweifelsfall hier ganz oben, unter Flohmarkt ;)

    Allerdings tendiere ich bei einer Querflöte ganz stark dazu, das Instrument vor dem Kauf nicht nur in Augenschen zu nehmen, sondern auch anzuspielen. Bei der komplizierten Klappenmechanik fallen eventuelle Schäden nicht auf den ersten Blick auf und können in der Reparatur teuer werden.
     
  8. Luvanir

    Luvanir Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.01.08   #8
    Ich würde auch eher dazu raten, ein gebrauchtes Instrument vor dem Kauf anzuspielen. Grobe Schwächen kann jeder Laie dabei dann schon herausfinden, das Problem ist nur, dass man als Laie aber einfach die Dinge nicht sieht, die momentan noch im Rahmen sind, aber ganz sicher in der nahen Zukunft anfangen werden, Probleme zu machen.

    Beispiel: Ob alle Klappen sauber schließen, merkt man schon recht schnell nach ein paar Tönen, aber wie fertig die Polster sind oder ob ein Teil der Mechanik verbogen ist, sieht der Laie oftmals nicht und schon nach relativ kurzer Zeit kann dann die Flöte reparierbedürftig sein. Und die Generalüberholung für eine Querflöte kann auch mal gut 500€ kosten.

    Die ganz günstigen Instrumente (Vergleich Neupreis/Verkaufspreis) sind meist eben schon kurz vor einer solchen Generalüberholung und lohnen sich dann nur wenn man ein Instrument erwischt, dass an sich deutlich mehr wert ist, als so eine Generalüberholung kosten würde (z.B. ein Instrument mit Vollsilberrohr). Bzw. solche Instrumente sind ok, wenn das Kind einfach mal ausprobieren möchte, ob Querflöte spielen jetzt überhaupt das richtige Instrument ist. Wenn der Schüler schon weiter ist, d.h. mit hoher Wahrscheinlichkeit länger auf dem Instrument spielen möchte, lohnt sich diese Anschaffung einfach nicht weil relativ schnell sehr hohe Folgekosten auf einen zukommen. Die können letztenlich mit dem Anschaffungspreis des gebracuhten Instrument auf den Preis eines neuen Instruments rauslaufen.

    Und die gebrauchten Instrumente die in einer sehr guten Verfassung sind, sind oft nur geringfügig günstiger als neue.

    Daher würde ich kaum online ein gebrauchtes Instrument kaufen, man kann es selber nicht ausprobieren und hat einfach keinen Fachmann der einen beraten kann.

    Viele örtlichen Musikgeschäfte haben auch einen großen Gebrauchtmarkt, da kann man ausprobieren, vergleichen und auch nachfragen wie es eventuell mit Folgekosten aussieht. Viele private Verkäufer (via I-net) können dies ja gar nicht einschätzen, der Fachmann schon. Mit der Option auf Rücksendung bei Nichtgefallen besteht natürlich dann auch die Möglichkeit ein über das I-net gekaufte Instrument auf Herz und Nieren zu prüfen und eventuell wieder zurückzuschicken wenn es nicht dem entspricht, was man erwartet.

    Am besten aussführlich vor dem Kauf anspielen, der zukünftige Spieler selber (ganz wichtig! Man muss ja selber mit dem Instrument zurechtkommen) und eventuell noch jemand mitnehmen der mehr Ahnung von der Materie hat (z.B. Lehrer, befreundeter Musiker der schon lange spielt etc.).

    Noch eine interessante neue Marke was Querflöten angeht, sind Viento Querflöten. (www.viento-querflöten.de). Und bevor jemand schreit eine Flöte um den Preis kann nichts taugen, ja, hab ich auch erst gedacht. Aber ich hab die Flöten selber schon angespielt und auch meine Querflötendozentin an der Hochschule empfiehlt diese Marke.
    Die sind absolut vergleichbar mit den Schülermodellen anderer Hersteller, sowohl in der Ausstattung wie auch in der Qualität. Sie haben eine gute Ansprache und einen schönen Ton, von der Verarbeitung sehen sie auch gut aus und es gibt eine befriedigende Auswahl an Modellen. Und der Preis liegt deutlich unter den Preisen anderer seriöser Hersteller (z.B. Yamaha, Pearl, Jupiter etc).
     
  9. Starritu

    Starritu Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.01.08   #9
    Also, noch einmal tausend Dank für Eure Ratschläge und Hinweise. Schön, wenn man mit solchen "Profis" wie Euch rechnen kann! Da kommen einfach Sachen zur Sprache, die man sonst nicht zu hören bekommt und an die man als Laie auch gar nicht denken kann!

    Wir haben jetzt in einem Musikgeschäft eine YAMAHA Querflöte YFL-311 gebr. überholt gefunden:
    geschlossene Klappen
    vorgezogenes G
    mit E Mechanik
    Einstellschrauben liegen jetzt oberhalb der Mechanik, dadurch sei leichteres Justieren möglich
    mit Silberkopf
    mit original YAMAHA Koffer und Zubehör
    kostenloser Check- und Einstell Service nach 1 Jahr durch Holzblasinstrumenten Werkstatt
    14 Tage Rückgaberecht
    mit 3 Jahren Garantie
    zum Preis von € 495.-

    Ich fühle mich gut dabei, bei allem, was ich so im Netz und in Geschäften gesehen habe.

    Da kann man wohl nicht so viel falsch machen, oder was glaubt Ihr?

    LG,

    Starritu.
     
  10. IcePrincess

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    Erstellt: 04.01.08   #10
    Das Angebot klingt tatsächlich so weit in Ordnung. Zumal ihr im Musikgeschäft jemanden habt, zu dem ihr gehen könnt, wenn das Ding nicht funktioniert ;)
    Dann wünsche ich mal viel Spaß beim Querflöten!
     
  11. Luvanir

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    Erstellt: 04.01.08   #11
    das hört sich insgesamt recht gut an. Yamaha ist prinzipiell immer gut, Silberkopf sowieso.

    fragt vielleicht nochmal explizit nach dem Zusand der Polster, die sind am teuersten im Austausch. Die drei Jahre Quarantie beziehen sich ja normalerweise nicht auf Verschleißteile, und Polster sind eben solche. Wenn die schon arg fertig wären (Polster in den Klappen anschauen: haben sie schon starke, eventuell schwarze Ringe und die Polster sind eher weißlich (normal gelblich) dann sind sie schon relativ alt und abgenutzt). Polsteraustauschen kann auch mal gut und gerne 200€ ankosten, und das will man ja nicht im nächsten halben Jahr dann haben. Alte, kaputte Polster lassen ist nur auf einen begrenzten Zeitraum befriedigt nutzen, sie schließen nicht mehr richtig, es entweicht Luft, dadurch entstehen Nebengeräusche oder der Ton kommt gar nicht mehr. Ebenso bleiben die Klappen dann gerne auch "hängen".

    Wie alt ist die Flöte? Wenn man den Preis betrachtet, ist sie sicher schon einige Jährchen alt. Nach 6-8 Jahren ist oft die Mechanik schon recht laut geworden oder leiert gerne. Einfach danach auch mal fragen.

    Und auf was sich "generalüberholt" bei der Flöte bezieht (nach justiert, gereinigt, Polster ausgetauscht etc.), leider kann das immer alles heißen.

    Sonst hören sich gerade die 3 Jahre Quarantie super an, ebenso der Einstellcheck. Super Service für ein gebrauchtes Instrument! Und in dem Zeiträum des Rückgaberechts kann sich vielleicht die Lehrerin das Instrument noch anschauen, falls sie noch etwas grobes entdecken würde, könntet ihr sie ja immer noch zurückgeben.

    Hat deine Tochter die Flöte auch schon ausprobiert? Das würde ich auch unbedingt noch machen, wenn ihrs noch nicht gemacht habt.

    Wenn ihr euch bei dem oben genannten nochmal absichert, könnt ihr bei dem (auch wirklich guten) Preis sicherlich nicht viel falsch machen! Schließlich muss diese Flöte ja auch nicht das Instrument für die Ewigkeit sein, sondern deine Tochter sollte einfach die nächsten Jahr mit dem Instrument zufriedenstellend spielen können.
     
  12. Starritu

    Starritu Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.01.08   #12
    Hallo, Luvanir.

    Vielen Dank für Deine wertvollen Tips! Laut Auskunft des Geschäfts wurde die Querflöte vom Kunden zurückgegeben, weil die Tochter nicht mehr spielt. Das Instrument ist ca. 6 Jahre alt und wurde durch die eigene Servicewerkstatt komplett gereinigt, zerlegt, Polster, wo nötig, ausgewechselt und die Spielfunktion wieder hergestellt.

    Klappern oder leiern tut auch nichts, aber wir lassen sie von der Lehrerin noch einmal durchsehen.

    Soweit der Stand der Dinge.

    Sollte sich etwas Neues ergeben, informiere ich Dich.

    LG,

    Starritu.
     
  13. barikrehe

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    Erstellt: 09.01.08   #13
    Hallo Starritu,
    ich würde der Diskussion nur noch ganz vorsichtig eine Frage anschließen: Bist Du sicher, dass Deine Tochter mit 7 Jahren überhaupt schon die nötige Muskulatur hat, um ein immerhin für sie vergleichsweise schweres Instrument in einer eher unnatürlichen Haltung ohne Schäden bedienen zu können? Als ich noch an der Musikschule gefront habe, wäre nur in Ausnahmesituationen ein unter 10jähriges Kind überhaupt für den Querflötenunterricht angenommen worden. Vielleicht ist die Kleine ja groß für ihr Alter, sportlich und topfit in der Rückenmuskulatur - aber mögliche Schäden merkt man meist erst nach 10 oder 20 Jahren. Frag' doch zur Sicherheit erst mal einen Experten (Orthopäden) - vielleicht wäre es ja besser, erst doch mal die wesentlich gesündere Blockflöte zu bearbeiten und in zwei oder drei Jahren dann die Querflöte anzugehen - die Griffe sind ja gar nicht so unterschiedlich ...
     
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