welche Saiten für 5string Banjo (Fender FB54) empfehlt ihr?

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Mal eine Frage an die Experten...
Ich hab ein 5string Fender FB 54 Banjo. Hab jetzt mal die Saiten die drauf waren runter geschmissen und hatte dann einen Daddario J69 (9`er) Satz Saiten aufgezogen.
Prinzipiell hat mir der Klang und vor allem !!! auch die Bespielbarkeit zugesagt. Nur...die 3. Saite (G) war mir zum einen immer zu "Empfindlich" beim Spielen, soll heißen, die war gleich mal etwas nach oben verstimmt wenn man zu viel Druck auf die Saite beim Greifen ausgeübt hat (was aber sicher in gewissem Maße normal is weil es ja ein relativ dünner Satz Saiten is).
Zum anderen hat G Saite aber immer irgendwie einen etwas schnarrenden Ton erzeugt.
OK dachte ich...runter damit und den GIBSON EARL SCRUGGS BANJO STRINGS M (10er) aufgezogen. Aber der Sound is leider nicht mehr so angenehm, wie bei dem Daddario und auch hier schnarrt die G-Saite etwas, vor allem, wenn man die etwas stärker an zupft (ich spiele mit Fingerpicks).

Deswegen frag ich einfach mal...welche Saiten könnt ihr denn empfehlen die wirklich richtig gut und brillant klingen und auch gut spielbar sind?[/i][/b]
 
Eigenschaft
 
Wenn die G-Saite auch mit einem Medium-Satz schnarrt, solltest Du der Sache doch mal auf den Grund gehen, zumindest sollte das nicht Deine Saitenwahl beeinflussen.

Ich persönlich spiele eine Mischung aus Light- und Medium-Seiten (10-20-13-11-10) von GHS. Ich mag auch lieber den Ton der Light-Saiten als den von Medium, aber mit meinem Mittelfinger spiele ich kräftig, deshalb die 10'er. Was hat Dir denn an den d'Addarios besser gefallen, klanglich?

Stärkere Saiten als Medium, wie Du sie jetzt drauf hast, würde ich fürs Fingerpicken eher nicht empfehlen. Arbeite lieber an dem Problem mit dem Zu-Fest-Runterdrücken, dann kannst Du wieder einen 9'er Satz nehmen, der Dir klanglich am besten gefällt.

Die Unterschiede zwischen verschiedenen Herstellern von Saiten sind nicht groß, aber vorhanden. Martin/D'Arco fühlen sich etwas weicher an als GHS und d'Addario. Die Gibsons sind meines Wissens von GHS, kann ich aber nicht beschwören. Zum Glück hält sich die Investition ja in Grenzen, bestell Dir doch einfach mal eine Auswahl und probier die durch.

Banjo
 
Danke Dir erst mal für Deine Antwort.
Nun ja...der Daddario hat mir vom Klang her sehr gut gefallen...irgendwie brillant halt. Und...da konnte ich die verschiedenen Verzierungen wie Pull off oder Hammer-On besser spielen.
Das "Schnarren" kommt auf jeden Fall nicht von den Bünden, also, dass die Saite da beim Greifen eventuell schon mit dem nächsten Bund leicht in Berührung kommt. Könnte man da eventuell nicht etwas dran machen, indem man die Spannung des Fell etwas ändert?
 
Eventuell sind die Sattelkerben zu tief, dann würde die Saite leer schnarren und gegriffen nicht. Oder es schwingt etwas mit, beliebtester Kandidat in der Hinsicht ist der Saitenhalter oder der Deckel daran, so vorhanden. Aber auch alle möglichen anderen Teile am Banjo können mitklappern.

Die Fellspannung hat nur indirekt einen Einfluss darauf, weil durch mehr Spannung der Steg etwas höher kommt. Das würde helfen, wenn es an den Bünden schnarrt.

Dünnere Saiten sind in der Tat meist brillianter im Ton. Wird Dir also nix übrig bleiben als wieder einen 9'er-Satz aufzuziehen und die G-Saite nicht mehr so fest runter zu drücken;)

Die G-Saite ist eh von der Intonation her relativ kritisch, manchmal hilft es, den Steg etwas schräg zu stellen, so dass die 1. Saite (hohes D) etwas kürzer ist als die 3. Saite. Allerdings wird dadurch in hohen Lagen die Intonation der 4. Saite wieder schlechter, es ist also ein Kompromiss. Es gibt auch kompensierte Stege, bei denen die 3. Saite etwas weiter hinten sitzt oder sogar alle Saiten sn verschiedenen Positionen, so dass das Oberteil der Steges gestuft ist. Und es gibt gewölbte Stege mit dem gleichen Effekt. Am einfachsten ist aber das ganz leichte Schrägstellen des Steges, so mach ich das auch.

Banjo
 
Danke noch mal für Deine hilfreichen Tipps. Mal schauen wie ich es am besten hin bekomme.
 
Es gibt auch kompensierte Stege, bei denen die 3. Saite etwas weiter hinten sitzt oder sogar alle Saiten sn verschiedenen Positionen,
damit meinst Du ja sicher solche Stege HIER
Ich frag mich nur gerade...wenn hier alle Saiten eigentlich an verschiedenen Positionen sitzen...stimmen dann noch die anderen Saiten?
 
Ja, sowas meine ich. Dann stimmen alle 5 Saiten besser. Allerdings habe ich noch keinen kompensierten Steg (so nent man die) gehört, der wirklich gut geklungen hätte. Ich komme mit dem Schrägstellen wunderbar hin.

Banjo
 
Ich hab den mal gekauft...für die paar Öcken, falls es `ne Fehlinvestition war, kann man den ja noch durchgehen lassen.
 
Versuch macht kluch. Eine Alternative wären dann noch die Moon Bridges:

44-M1-2-HS.jpg


Quelle: http://www.jdmc.com/category/moon-bridges.html

Sind allerdings ein paar mehr Öcken und ich bin nicht sicher, ob man die so einfach hierzulande bekommt. Dann warte ich mal gespannt auf einen Bericht, ob die Intonation mit der bestellten Brücke besser geworden ist;)

Banjo
 
Ihr wisst aber , dass ein Banjo viele Einstellmöglichkeiten betreffs der Saitenlage hat ? Ich kann nicht nur wie bei der Gitarre den Stahlstab im Hals spannen , sondern beim Banjo ja auch noch die gesamte Höhe des Griffbretts verstellen , zudem wird durch lange "Nut" im Korpus der Halswinkel verändert. Ich habe die Erfahrung gemacht , dass alle drei Einstellungen möglichst aufeinander abgestimmt sein sollten , um einen optimalen Sound und angenehme Bespielbarkeit zu erhalten , dies kann je nach Saitenstärke variieren.
 
Mit diesen Einstellmöglichkeiten würde ich vorsichtig umgehen.

Der Halsstab ist eigentlich nicht dazu gedacht, die Saitenlage einzustellen, sondern dient zum Einstellen des optimalen Durchhangs des Halses. Das beeinflusst natürlich die Saitenlage, aber zur Erzielung einer niedrigen Saitenlage soll man nicht den Hals kerzengerade machen oder gar nach hinten ziehen. Umgekehrt sollte der Stab mindestens eine gewisse Grundspannung haben und nicht ganz locker gedreht weden, damit die Saitenlage höher wird. Ansonsten ändert sich der Ton, meiner Meinung nach nicht zum Besseren.

Die Stange(n) durch den Kessel sollten meiner Meinung nach keine Spannung auf den Kessel ausüben und diesen verformen. Ein spannungsfreier Kessel produziert die beste Ansprache und den vollsten Ton.

Am ehesten kann man noch den Hals in engen Grenzen parallel nach oben oder unten verschieben, aber der Spielraum ist extrem gering. Zur Einstellung der Saitenlage gibt es für mich nur zwei Parameter, die Höhe des Steges und der Winkel des Halsansatzes. Zweiteren kann aber nur destruktiv verändert werden, mit Stechbeitel, Drehbank oder dergleichen.

Banjo
 
Also so weit würde ich eh nicht gehen und Hand an das Banjo anlegen wenn ich davon eh keinen Plan habe.
Ich schau jetzt erst mal ob das mit dem Steg was bringt und werd sicher auch mal noch diverse verschiedene Saiten ausprobieren.
Und wenn ich wirklich mal an dem Banjo eventuell noch einiges "tunen" lasse, dann vom Fachmann und da hab ich ja Glück denn mein Banjo Lehrer is der Nico Schneider und der baut auch selber Banjos. Ich denke mal, dass er das wesentlich besser kann.
Danke noch mal für Eure Hinweise und Tipps.
 
So...der Kompensations Steg kam heute mit der Post und ich hab den jetzt montiert und gleich mal wieder den oben erwähnten Satz Saiten Daddario J69 (9`er) aufgezogen und...es funzt und ich bin damit erst mal zufrieden. Auch in den oberen Lagen gibt es nur ab und an geringfügige Abweichungen.
Also danke noch mal für den für mich wirklich brauchbaren Tipp mit dem Steg. Und je nachdem wie sich im Laufe der Zeit mein Banjo Spiel entwickelt...vielleicht geb ich irgendwann mal wesentlich mehr aus für ein richtig gutes Banjo. Aber bis dahin isses sicher noch ein langer Weg denn so einfach isses nicht Banjo zu lernen, aber...es macht mir persönlich wirklich sehr viel Freude und das banjo is für mich immer wieder ein "Gute Laune Instrument".
 

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