Wer folgt wem beim Solo? Die Band dem Solisten oder der Solist der Band?

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Roki1954
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Hallo zusammen!
Eigentlich steht in der Überschrift schon alles. ;)

Es gibt Songs, bei denen läuft die Akkordfolge im Solo anders ab, als im Vers/Refrain. Mir ist es sowohl bei einer Session als auch mit einer Band passiert, dass ich (als Sologitarrist) plötzlich merke, dass mir der Rest der Musiker nicht folgt und ich mein Solo an die Akkordfolge der Band anpassen muss. Dadurch geht ein Teil des Solos verloren. Das ist zwar nicht wirklich schlimm, aber es fehlt damit eben etwas, ein bisschen Spannung/Abwechslung im Song.
Wenn ein anderer Musiker ein Solo spielt, achte ich immer darauf, was er macht und versuche ihm zu folgen bzw. sein Solo zu unterstützen. Das ist aber anscheinend nicht bei allen Musikern so.

Wie seht Ihr das? Wer bestimmt bei einem Solo wo es lang geht? Vor allem, wenn vorher nicht alles zu 100% festgelegt ist?
Was macht Ihr, wenn der Solist improvisiert und mal etwas anders spielt?

Ich bin gespannt...
:hat:
 
Prospero
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Die Songstrukturen in unseren regulären Stücken legten immer das vom Rest der Band gespielte fest, natürlich wich der Teppich für das Solo u.U. vom Rest des Songs ab oder nahm das eine oder andere auf.
Einige charakteristische Soli habe ich immer gleich belassen, andere mal mehr oder weniger improvisiert, aber das Rahmen dazu war immer bekannt. Bei der Länge kann man sich durch Blicke nochmal verständigen, hatten wir aber selten.
Für reine Solospots außerhalb der Songs kann man sich natürlich dynamischer verständigen, aber dann sollten alle ganz gut wissen, was sie so tun :)
 
dubbel
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ich kann mir die konkrete Situation nicht vorstellen.
ist der Song allen bekannt? wird frei improvisiert?
Es gibt Songs, bei denen läuft die Akkordfolge im Solo anders ab, als im Vers/Refrain.
ist das vorher allen bewusst?
falls ja - kein problem
fall nein - wie soll die band darauf reagieren?
 
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Mister Spock
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Wer bestimmt bei einem Solo wo es lang geht? Vor allem, wenn vorher nicht alles zu 100% festgelegt ist?
Die Akkordfolge  muss festgelegt sein, anders geht's nicht. Ob man zwei oder drei oder vier Wiederholungen davon spielt, das kann man spontan mit Blickkontakt entscheiden, oder indem der Solist ein eindeutiges Solo-Ende spielt, aber auch nur, nachdem die Verständigung geübt würde.
Die Akkordfolge selbst verändern ohne Absprache: kann mir nicht vorstellen, wie das live funktioniert.
Was macht Ihr, wenn der Solist improvisiert und mal etwas anders spielt?
Wenn's trotzdem zu dem passt, was die Band begleitet: Gut. Wenn nicht: Sein Problem. Passiert das öfter, wird er zur Rede gestellt.
 
turko
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Was macht Ihr, wenn der Solist improvisiert und mal etwas anders spielt?
Wenn alle Beteiligten so gut sind, daß sie sinnvoll damit umgehen können, dann geht das wohl.
Aber das ist wohl eher unwahrscheinlich, und je mehr Mitspieler es gibt, desto unwahrscheinlicher wird das.

In der Regel wird man sich wohl auf den gemeinsamen Rahmen geeinigt haben, innerhalb dessen sich sowas abspielen könnte.
Verstößt einer dagegen, ist es entweder ein Irrtum/Fehler (= verzeihlich), oder ein bewußter Alleingang (= unverzeihlich), dann mit den
Konsequenzen, die für die jeweilige Truppe/Band halt angemessen und angepaßt ist.

Thomas
 
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Wie seht Ihr das? Wer bestimmt bei einem Solo wo es lang geht? Vor allem, wenn vorher nicht alles zu 100% festgelegt ist?

Ich spiele schon lange in einem Blues- Trio Gitarre. Früher hat mir bei meinen Soli die Rhythmusgruppe buchstäblich Flügel verliehen.
Wir haben aufeinander gehört und die Ideen der anderen aufgegriffen. Das Zusammenspiel war immer sehr dynamisch, d. h. der Wechsel zwischen lauten und leisen Parts, dabei hatten wir immer eine sehr hohe Energie, die sich auf das Publikum übertrug. Letztendlich habe aber hier ich als Frontman die Fäden in der Hand gehalten.

Nach einem Besetzungswechsel ging das leider verloren. Jetzt entzieht mir die Rhythmusgruppe eher die Energie und ich habe das Gefühl, deren Löcher stopfen zu müssen. Manchmal fühlt es sich für mich an, als ob mir beim Solieren der Boden unter den Füßen weggezogen wird, wenn Bass und Drums auf eingene Faust auf einmal leiser werden ohne das es mit mir abgestimmt ist.
Ich könnte mir vorstellen, dass es vielleicht besser würde, wenn wir alles vorher genau festlegen würden. Aber mir würde dadurch die Spontaneität abgehen. :cry:
 
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Blazer81
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Was Tempo und Dynamik angeht, ist es im Idealfall ein Wechselspiel zwischen Solist und Rest der Band, wenn alle in der Lage sind, aufeinander zu hören (und Blickkontakt haben). Auch kann der Solist je nach Musikstil die ursprüngliche Melodie natürlich variieren, solange er im Akkordschema bleibt. Wenn die Band gut eingespielt ist, gehen sicher auch Sachen wie "bin heute gut drauf und spiele auf Zuruf zwei Solodurchläufe statt einem" oder umgekehrt.

Was aber gar nicht geht, ist das eigenmächtige Ändern der Akkordfolge durch den Solisten "in Echtzeit", und wenn ich die Eingangsfrage richtig verstanden habe, geht es genau darum. Das kann nicht funktionieren.
 
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Roki1954
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ich kann mir die konkrete Situation nicht vorstellen.
ist der Song allen bekannt? wird frei improvisiert?
ist das vorher allen bewusst?
falls ja - kein problem
fall nein - wie soll die band darauf reagieren?
Beispiel:
Bei einer Session sollte "Hoochie Coochie Man" gespielt werden. Ich dachte, der Song ist bekannt.
Im Vers bleibt es 8 Takte auf A, 2 Takte D, dann wieder 2 Takte A, anschließend 2 Takte E und zurück auf A.
Im Solo-Teil wechselt Clapton schon nach einem Takt A auf D, dann 2 Takte A und wieder auf D usw. Muddy Waters spielt 4 Takte A bevor er auf D wechselt.
Ich wollte die Clapton-Version spielen (war auch angesagt), Keyboarder und Bassist spielten die Muddy-Waters-Version, wussten offenbar nicht, dass es da Unterschiede gibt.

Wenn ich einen anderen Solisten begleite, achte ich darauf, was er macht und folge ihm entsprechend. Vielleicht merke ich es nicht schon beim ersten Ton, aber normal merke ich dann schon, wo er hin will und begleite ihn entsprechend. Diese Reaktion hätte ich von den anderen Musikern auch erwartet. Gerade bei einer Session muss man doch wachsam sein.

In einer früheren Band haben wir wirklich jeden Song bis ins Kleinste festgelegt. Das gab einem auf der einen Seite Sicherheit, auf der anderen Seite war kein Spielraum für Abwandlungen. Als ich einmal den Refrain wiederholen wollte, um das Publikum zum Mitmachen zu animieren, ging das voll in die Hose, weil der Bassist einfach weitergespielt hat. Auf meine Frage, warum er nicht mitgemacht hätte, meinte er nur "das stehen 8 Takte und die waren rum".:bang: :rofl:
In der neuen Band wolte ich das lockerer machen und den Soloinstrumenten mehr Freiheiten lassen... hat auch nicht geklappt. :nix:

Ich spiele schon lange in einem Blues- Trio Gitarre. Früher hat mir bei meinen Soli die Rhythmusgruppe buchstäblich Flügel verliehen.
Wir haben aufeinander gehört und die Ideen der anderen aufgegriffen.
Ja, so hatte ich mir das vorgestellt! :great:
 
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Vielleicht merke ich es nicht schon beim ersten Ton, aber normal merke ich dann schon, wo er hin will und begleite ihn entsprechend. Diese Reaktion hätte ich von den anderen Musikern auch erwartet. Gerade bei einer Session muss man doch wachsam sein.
Offensichtlich kannten sie die Unterschiede zwischen Clapton und Muddy Waters nicht so genau und waren deshalb, wachsam oder nicht, vor allem verwirrt.
Dass du es geschafft hast, zwei auf einen Schlag zu verwirren, sollte dir zu denken geben, deine Anweisungen waren wohl nicht klar genug.
 
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Axel.S.
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Frag' nicht, was die Band für Dich tun kann,
Frag' was die Band für das Publikum tun kann.

:D
 
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dubbel
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Dass du es geschafft hast, zwei auf einen Schlag zu verwirren, sollte dir zu denken geben, deine Anweisungen waren wohl nicht klar genug.
genau.

Bei einer Session sollte "Hoochie Coochie Man" gespielt werden. Ich dachte, der Song ist bekannt. ...
Ich wollte die Clapton-Version spielen (war auch angesagt), Keyboarder und Bassist spielten die Muddy-Waters-Version, wussten offenbar nicht, dass es da Unterschiede gibt.
wie clapton oder andere das machen, weiss ich nicht. ich würde aber nicht mit einer diva spielen wollen.

eine band ist für mich ein team.

du klingst wie der stürmer beim fussball, der die tore schiessen will. kommt kein pass, stellst du die frage nach der mannschaftsleistung. Fabregas passt ja auch immer auf genau den Punkt. das sollte klar sein.
alternative sichtweise: alle spielen zusammen. wenn der stuermer ohne bescheid zu sagen zur aussenseite wechselt, scheppert die flanke halt ins leere. es war halt doch nicht alles klar.

insgesamt vermutlich eine frage der sichtweise, der wahrnehmung und des selbstverständnisses.
 
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Roki1954
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Dass du es geschafft hast, zwei auf einen Schlag zu verwirren, sollte dir zu denken geben, deine Anweisungen waren wohl nicht klar genug.
Ich weiß nicht, wie Du darauf kommst, dass ich sie verwirrt hätte. Sie haben einfach nur das gespielt, wovon sie dachten, es wäre richtig. Sie haben mich verwirrt und ich habe mich dann natürlich an die Akkordfolge der beiden Kollegen orientiert. Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich gesagt vorher habe "aber denkt daran, im Solo ist der Akkordwechsel früher". Das war offenbar nicht genug. Ich dachte nicht, dass ich ihnen die Takte vorzählen muss, da die beiden Kollegen wesentlich bessere Musiker sind als ich.

du klingst wie der stürmer beim fussball, der die tore schiessen will. kommt kein pass, stellst du die frage nach der mannschaftsleistung.
insgesamt vermutlich eine frage der sichtweise, der wahrnehmung und des selbstverständnisses.
Jetzt wird's hier aber persönlich!
Ich habe nie eine "Mannschaftsleistung" infrage gestellt.
Ich habe hier nur um Rat gefragt, wie das andere Musiker machen, damit ich weiß, ob ich etwas falsch gemacht habe (und wenn ja, was) und wie ich mich beim nächsten Mal richtig verhalte. Das gehört für mich zum banddienlichen Spiel.
Vielleicht solltest Du mal mein Eröffnungspost richtig lesen.
Z. B.:
Wenn ein anderer Musiker ein Solo spielt, achte ich immer darauf, was er macht und versuche ihm zu folgen bzw. sein Solo zu unterstützen.
 
Bholenath
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Ich wollte die Clapton-Version spielen (war auch angesagt), Keyboarder und Bassist spielten die Muddy-Waters-Version, wussten offenbar nicht, dass es da Unterschiede gibt.
Das kann nur an mangelnder Kommunikation liegen. Entweder sagt jemand "eindeutig" was Sache ist oder nicht.
Wenn du ein komplexeres Arrangment in einer Session spielen willst musst du es korrekt kommunizieren.
Soviel Takte dies, soviel Takte das....
Wenn Strophe und Solo verschieden sind ist das nicht ideal zum schnell mal zusammenzuspielen.
Ich hätte die einfachere Version zum Jammen gewählt. Das bietet weniger Potential für Fehler.
 
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Im Solo-Teil wechselt Clapton schon nach einem Takt A auf D, dann 2 Takte A und wieder auf D usw. Muddy Waters spielt 4 Takte A bevor er auf D wechselt.
Ich wollte die Clapton-Version spielen (war auch angesagt), Keyboarder und Bassist spielten die Muddy-Waters-Version, wussten offenbar nicht, dass es da Unterschiede gibt.

Das passiert immer und überall. Ein Teil spielt einen Quickchange, der Rest 4 Takte die I. Bin ich mir nicht sicher ob die Jungs bei mir sind, nehme ich für meinen Teil in Takt 2 gerne ein Riff, bei dem es egal ist wohin die anderen abbiegen :) ...

"aber denkt daran, im Solo ist der Akkordwechsel früher".

Wenn du noch gesagt hättest - mit Quickchange - wären sie bei dir gewesen ... Und die Verkürzung auf 4 Takte I (von 8 in der Strophe) haben sie ja offensichtlich umgesetzt.

Gruß
Martin

P.S. spiele mal "Key to the Highway" mit ihnen ... 8 Takte Blues bringt die meisten völlig aus dem Konzept :evil: ...

Gruß
Martin
 
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ich sag mal so, wenn man einen neuen Song in das Repertoire aufnimmt, dann wird die genaue Struktur dafür festgelegt und die auch nicht nur einmal geprobt. veränderte Akkord-Abfolgen in einem Solo ist ausgemacht und wird so geprobt.
Beim freien Jammen sehe ich es so, dass man da eher nach dem KISS Prinzip vorgehen sollte. also einfach "12-Takte Blues in A" und fertig. Spezielle Abweichungen, die einer der Musiker vornehmen will, sind eher kontraproduktiv, da es nur unnötigen Stress verursacht. Und wenn das passieren soll, dann soll das auch vor dem Anspielen klar angesprochen werden. Akkuratesse ist hier sicher weniger wichtig als der einfache Spaß am Jammen. Finde ich zumindest.
 
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Mister Spock
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Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich gesagt vorher habe "aber denkt daran, im Solo ist der Akkordwechsel früher".
So haben sie es ja auch gespielt. Dass du noch früher wechseln wolltest, stand nur auf deinem Plan, nicht auf ihrem.
Das war offenbar nicht genug. Ich dachte nicht, dass ich ihnen die Takte vorzählen muss ...
Vorsicht, nicht schnippisch werden - Takte vorzählen, mit solchen Sprüchen bist du aus ner Sessionband schneller raus als du piep sagen kannst.
Wenn ein Song schiefgelaufen ist, sollte jeder zuerst an die eigene Nase fassen.
 
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Roki1954
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So haben sie es ja auch gespielt. Dass du noch früher wechseln wolltest, stand nur auf deinem Plan, nicht auf ihrem.
Nein. Wir haben ausgemacht "die Clapton-Version" und zusätzlich habe ich noch darauf hingewiesen "denkt daran, im Solo sind die Akkordwechsel früher". Die nächste Stufe der vorherigen Absprache wäre das Vorzählen der Takte gewesen.
Wenn ein Song schiefgelaufen ist, sollte jeder zuerst an die eigene Nase fassen.
Deshalb habe ich ja hier nachgefragt.


Ich bin ja nicht der Einzige, dem es so ging:
An einem anderen Session-Abend war ein Saxophonist da und wir spielten unter anderem "Unchain my Heart". Die beteiligten Musiker sagten übereinstimmend "ja klar, kenn' ich".
Der Saxophonist hat sich natürlich an den Original-Song und das Original-Solo gehalten (die Akkordfolge beim Sax-Solo ist ähnlich wie im Vers, nur (ich glaube) vier Takte kürzer), die Begleitband hat aber die Akkordfolge des Verses strikt durchgespielt und den Sax-Spieler damit aus dem Konzept gebracht. Der Sax-Spieler musste kurz abbrechen, um sich zu orientieren (zu hören), was die Begleitband macht und setzte dann wieder ein und folgte der Begleitband.
Ich fand's schade, dass die anderen Musiker vorher behaupteten, sie wüssten wie der Song läuft und dann das Sax-Solo kaputt gemacht haben.
 
nasi_goreng
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Na gut, aber sowas passiert bei Sessions immer wieder und ist nicht weiter schlimm. Hier muss halt der Solist drüberstehen und das beste aus der Situation machen.
 
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