When - Atlanta Rhythm Section (Eufaula-Album)

wolbai
wolbai
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
17.10.21
Registriert
28.04.10
Beiträge
847
Kekse
32.844
Ort
Nürnberg
When-Thumb.png


Vorwort

Meine eigene Geschichte mit der Band Atlanta Rhythm Section ist ganz offensichtlich noch nicht zu Ende. Und ehrlich gesagt, habe ich den Song „When“ des wenig bekannten Eufaula-Albums von 1999 auch nicht gesucht. Er hat mich - stattdessen - irgendwie gefunden :D Da er auch über einen größeren Gitarreninstrumentenanteil verfügt, habe ich meinen Hörprobenbeitrag dieses mal wieder hier eingestellt.



Bandgeschichte rund um das Eufaula-Album

Eufaula war das letzte Album der Band mit neuen Songs, auf dem der langjährige Sänger und Frontmann Ronnie Hammond letztmalig zu hören ist. Er präsentiert sich auf diesem Album aus meiner Sicht in einer besonders guten und ausgereiften Form. Erwähnt sei auch sein maßgeblicher Beitrag als Songwriter zu diesem Album. Der Albumname selbst geht auf den „Eufaula-Lake“ in der Nähe von Columbus/Alabama zurück. Buddy Buie, J.R. Cobb und andere Bandmitglieder zogen sich dort gerne über viele Jahre zum Songwriting und zu weiteren schönen Dingen des Lebens zurück.

Die Band hatte, nach jahrelangen Durststrecken in geänderten Besetzungen, mit diesem Album wieder frischen Wind in die Segel bekommen. Der Plattenerfolg war jedoch letztendlich leider nur lokal auf Alabama begrenzt. Ich vermute daher, dass das Album sogar unter eingefleischten ARS-Fans weitestgehend unbekannt ist. Die Gründe für den Misserfolg sind vielfältig und ergreifend zu gleich...

Die damalige Plattenfirma musste bald nach der Album-Veröffentlichung Konkurs anmelden. Alle ursprünglich geplanten Werbeaktionen des Labels fanden dadurch nicht statt.

Hinzu kam, dass Ronnie Hammond’s bipolare Störung, die ihn zeitlebens begleitete und das Innenleben der Band auch immer wieder schwer gefordert hatte, ihren Höhepunkt Ende 1998, in einer Schießerei mit der örtlichen Polizei, erreichte. Er wurde dabei lebensgefährlich verletzt.

Intensives Touring, als Ersatz für die ausgefallenen Promotion-Aktionen der Plattenfirma, war für die Band in 1999 daher auch keine Option. Aber damit nicht genug der schlimmen Ereignisse, die die Band meines Erachtens dann auch nachhaltig ausbremste: im November 1999 starb, völlig unerwartet, auch noch Drummer R.J. Vealey im Alter von nur 37 Jahren, direkt im Anschluss an einen Auftritt in der Gegend von Florida an Herzversagen.

Bewegend, und eine Seltenheit im Musikgeschäft, ist auch die Art und Weise, wie die gesamte Band über viele Jahre mit Ronnie Hammond’s bipolarer Störung umgegangen ist und zu ihm hielt. Er hatte ab den 80er Jahren immer wieder und vermehrt seine dunklen Phasen, die es ihm nicht möglich machten, Liveauftritte zu bestreiten. Mit Andy Anderson hatten sie glücklicherweise einen loyalen und musikalisch ordentlichen Sängerersatz gefunden, der in diesen Phasen immer wieder und gerne für Ronnie Hammond eingesprungen ist.

Ein populäres Beispiel der gegensätzlichsten Art sei mit David Coverdale von Whitesnake erwähnt, der, kaltschnäuzig und zu 100% auf kommerziellen Erfolg bedacht, im Zuge des Anfang der 80er Jahre aufkommenden MTV-Vermarktungsplattform, kurzerhand fast die gesamte Band durch TV-taugliche „Hairmetal-Models“ austauschte.

Ronnie Hammond verließ die ARS-Band letzten Endes endgültig in 2001. Den offiziellen Grund, den er damals dafür nannte, war, dass seiner Meinung nach die Musik, die er liebte und spielen wollte, nicht mehr in die Zeit passte. Ich vermute jedoch, dass der zweite Grund seine anhaltende bipolare Störung war, die ihn zeitlebens viel Kraft kostete und dadurch in seiner späteren Lebensphase immer weniger Energie für professionelles Musizieren (als Frontmann einer Band) übrig blieb. Ronnie Hammond starb 2011 an Herzversagen aufgrund eines Herzfehlers.

Und ich bilde mir ein, in dem Song „When“ eine verletzlich erschöpfte Seele zwischen den Zeilen zu hören.

Nach dem krankheitsbedingten Ausscheiden von Barry Bailey in 2006 übernahm der damalige Rhythmusgitarrist Steve Stone dessen Rolle als Leadgitarrist. Über Barry Bailey und dessen aktuellen Gesundheitszustand ist mir nichts bekannt. Er lebt seit 2009 wieder in Decatur/Alabama. Von ihm habe ich jedoch ein Bild aus 2009 im „Decatur Minute News Blog“ gefunden:

barry-at-home-with-guitar.jpg


In 2009 bekam er auch den Stadtschlüssel von Decatur überreicht und die Stadt hat den 19. Juni 2009 zum „Barry Bailey Day“ deklariert. Ob eine solche Ehre jemals einem deutschen Gitarristen zu Teil werden würde :gruebel:

Meine Songinterpretation ist insbesondere der Erinnerung an und zu Ehren von Ronnie Hammond & J.R. Vealey gewidmet. Mögen beide eine gute Zeit im Musikerhimmel miteinander haben …


Hier nun, zunächst die Audio-Version, die Ihr zum weiteren Lesen gerne schon einmal aufrufen könnt.


https://soundcloud.com/wolbai-music/when-atlanta-rhythm-section-eufaula-album


Im Weiteren nun noch ein paar ausgewählte und aus meiner Sicht erwähnenswerte Infos zum Songaufbau und zum Recording.



Akkordprogression, Melodielines, Instrumentierung

Über das Album bin ich durch das Lesen der Bandbiografie "The Atlanta Rhythm Section - The Authorized History" gestolpert. Im Internet findet sich aus besagten Gründen jedoch nur sehr wenig weiterführende Informationen zum Eufaula-Album. Ein „Hardcore ARS-Fan“ hat allerdings das komplette Album auf YouTube hochgeladen. Die Aufnahmen verfügen leider über sehr wenige Clicks und Likes.

Dies ist umso erstaunlicher, weil ich den musikalischen Gehalt des Albums als überragend einstufe. Und ich gehe da noch ein Stück weiter: es ist für mich wahrscheinlich das großartigste unbekannteste Album, das ich jemals gehört habe. Insgesamt hat es einen etwas stärkeren Country-Charakter als frühere ARS-Alben, gespickt mit geschmackvollen Balladen. Sehr hörenswert sind u.a. Songs wie „You Ain’t Seen Nothing Yet“, „Dreamy Alabama“, „Fine Day“ und eben der Song „When“. „When“ hat es mir dabei sofort angetan: herzergreifend und seelenvoll von großartigen Musikern gespielt.

Meine Interpretation des Originals orientiert sich zwar über weite Strecken am Original, weil ich es eben einfach klasse finde. Allerdings ist es auch keine Note-für-Note Kopie, sondern weicht insbesondere bei den Gitarrenparts vom Original ab. Und auch wenn meine Stimmlage sehr gut zu Ronnie Hammond passt, bin ich nun einmal nicht die Reinkarnation des selbigen. Das alleine sorgt schon für eine hörbare Unterschiedlichkeit zum Original. Das Songarrangement und die Instrumentierung habe ich jedoch - so gut es mir möglich war - komplett übernommen.


Akkordprogression, Melodielines

Wie erwähnt, gibt es zu diesem Song im Internet so gut wie keine Detailinformationen. Ich habe mir deshalb die Mühe gemacht, die nicht ganz so triviale Akkordprogression und die diversen Instrumenten-Melodielines instrumentenweise herauszuhören. Das gleiche gilt auch für den Songtext. Herausgekommen ist eine - wie ich finde - sehr schöne Akkordabfolge, die ich in meiner Version für Interessierte als Anhang gerne bereitstelle.

When - Atlanta Rhythm Section - chord progression.pdf


Keyboard-Instrumentierung

Neben dem ARS-Keyboarder Urgestein Dean Daughtry und Mitautor des Songs, der eigentlich mehr der typische Stage-Pianoplayer ist, möchte ich die Rolle von Steve Nathan als „Gastmusiker“ in diesem Album besonders hervorheben.
Steve Nathan ist seit Anfang der 90er Jahre ein sehr angesehener und renommierter Studiomusiker aus der Gegend von Nashville. Man findet ihn (gelegentlich auch mit Tom Bukovac) auf unzähligen Alben als Studiomusiker erwähnt. Er spielte auf dem Album bei diversen Songs die Hammond-Orgel und steuerte außergewöhnliche Stringarrangements, die für sich genommen kleine Kunstwerke sind, bei. So auch bei „When“: das ist schon sehr großartig wie er die Strings entlang der Songdramaturgie passend aufbaut. Folgerichtig trägt sein Part auch maßgeblich zum Gesamtsound und Songatmosphäre bei. Das ist „Großes Kino“ in meinen Augen. (Dazu später im Abschnitt Recording noch eine spezielle Hörprobe).


Gitarren-Instrumentierung

Der von mir sehr geschätzte Leadgitarrist Barry Bailey und der Rhythmusgitarrist Steve Stone ergänzen den Song um geschmackvolle Gitarrenparts aus dem klanglichen Crunch-Territorium.

Sie teilen sich in ihm die beiden Soloparts, wobei Steve Stone jeweils immer den ersten Teil der beiden Soloparts übernimmt. Das erste Originalsolo von Steve Stone habe ich in einen Twin-Solopart mit beiden Gitarren geändert. Auch die im Original jeweils links/rechts gepannten Soloparts habe ich in die Mitte gelegt.

In meinem von mir verwendeten Eb-Standard Tuning spielen sie eine Mischung aus E-Major Pentatonik und C#-Minor.



Recording

Keyboard-Recording

Für die Keyboards habe ich meine bisherigen Cubase Halion Sonic SE-Plugins auf Halion Sonic 3 erweitert. Und ich muss sagen: da liegen sowohl klanglich als auch in der schieren Menge an verfügbaren Presets Welten dazwischen. Insgesamt sind es ca. 30 GB an Samplematerial.

Alleine die „Studio Strings“, die beiden Piano-Bundles „Raven“ und „Eagle“ sind ihr Geld wert und klingen klasse. Konkret für den Song habe ich folgende Plugin-Bundles bzw. Presets verwendet:

- E- Piano: das „Yamaha CP80“-Preset mit einem gelayerten „Fender Rhodes Mark 1“-Preset. (Dean Daughtry spielte seit Ende der 70er Jahre das Original auf der Bühne und im Studio).
- A-Piano: das „Raven-A New Beginning“-Preset.
- Strings: das „Studio Strings-Heartbreaker”-Preset.
- Synthisizer: das “Anima / Synth Comp / Poly Funk”-Preset.

Für Interessierte habe ich einen speziellen “Keys only”-Mix gemacht, der die Klangqualität und das, aus meiner Sicht überragende Stringarrangement-Können von Steve Nathan noch besser verdeutlicht. Ich war selbst überrascht, wie gut alle Keys zusammen bereits klingen können.

https://www.soundclick.com/music/songInfo.cfm?songID=14129760


Bass- und Gitarren-Recording

Den Bass habe ich wieder mit meinem neuen Sire Marcus Miller V7 aufgenommen. Einfach ein schönes Teil. Auf Midi-Keyboard erstellte Bassspuren werde ich aus heutiger Sicht wohl nicht mehr zurückgehen. Ein echter E-Bass und dessen spezieller Spielweise klingt halt schon deutlich besser als eine Midispur.

Die Gitarrenspuren wurden alle auf dem Crunchkanal (Orange Mode) meines Marshall JVM410 aufgenommen. Das Gain ist sehr niedrig eingestellt und liegt zwischen 3-4/10. Vor dem Amp hängt noch ein Clean Booster und ein Tube Screamer. Auch die Rhythmusgitarre habe ich auf diesem Kanal-Mode mit zurück gedrehtem Volumenpoti so aufgenommen.

Mit derart wenig Gain kommt man dem luftigen Gibson Deluxe Mini-Humbucker Crunch Leadsound von Barry Bailey schon ganz gut nahe. Man muss sich die Noten aber schon erarbeiten und einiges an der Tonformung über das Vibrato beisteuern, sonst trägt der Sound nicht ausreichend. Hinzu kommt, dass ich - analog zu Barry Bailey - wenig Effekte verwende. Man kann es auch als einen „ehrlichen“ Gitarrensound bezeichnen, bei dem der Ton merklich aus den Fingern kommt.

Die für Barry Bailey charakteristischen Pinch Harmonics, derer er sich seit ca. Mitte der 70er Jahre stilistisch gerne bedient, habe ich in meine Interpretation einfließen lassen. Wobei die Soli keine 1:1 Kopie des Originals darstellen, sondern auch meine eigene Duftnote beinhalten.

Barry Bailey‘s Vibrato hat aus meiner Sicht eine normale Weite, ist aber eher schnell. Ich variiere mein Gitarren-Vibrato seit geraumer Zeit und je nach Lage auf dem Griffbrett zwischen Handgelenks- und Unterarm- (Clapton)-Vibrato. Bei kurz ausgeführtem und nicht sehr weitem Vibrato nutze ich meistens das Unterarm-Vibrato. Lang ausgeführtes und/oder weites Vibrato mache ich meistens aus dem Handgelenk.



Videoaufnahme

Abschließend hier nun noch die Videoaufnahme zum Song.

In der Hoffnung, dass meine Songinterpretation gefällt und Euch die weiteren Hintergründe zur Songgeschichte menschlich genauso berühren wie es bei mir der Fall ist.

Für umsonst und drinnen - viel Spaß beim Anhören / Ansehen.

Über Eure Feedbacks zum Song freue ich mich.




Grüße aus Franken - wolbai :great:
 
Eigenschaft
 

Anhänge

  • When - Atlanta Rhythm Section - chord progression.pdf
    192,6 KB · Aufrufe: 88
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 5 Benutzer
rmb
rmb
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
18.10.21
Registriert
25.03.17
Beiträge
2.363
Kekse
12.500
Ort
sankt augustin
Hi,
Du hast dir wieder viel Mühe gegeben, und ist auch gut geworden:great:. Leider gefällt mir das Stück an sich nicht so gut, was an den "mächtigen strings" liegt,
aber das wird im Original wohl eben so sein, die Band ist mir leider auch irgendwie entgangen. Die Gitarrensoli sind schön und gefallen mir gut:).
Ein Satz zu bipolarer Störung (früher Zyklotomie oder einfach manisch-depressiv), dabei ist es oft so, das die Person in den depressiven Phasen massiv drunter leidet, bis hin zur absoluten Untätigkeit. In den manischen Phasen leiden mehr die Leute im direktem Umfeld, aber da ist halt die Kreativität sehr ausgeprägt, wahrscheinlich der Grund warum z.B. Musikerkollegen dann mittun. Ich glaube bei Künstler und Musiker tritt diese Störung wohl relativ häufig auf, im Vergleich zu anderen Personenkreisen. (ich hab Erfahrung damit gesammelt, in jungen Jahren hab ich eine ganze Weile als Krankenpfleger in der Psychiatrie gearbeitet)
In der Hoffnung, dass meine Songinterpretation gefällt und Euch die weiteren Hintergründe zur Songgeschichte menschlich genauso berühren wie es bei mir der Fall ist.
Ja, du machst das ja immer sehr interessant
schöne Grüße aus dem Rheinland
Micky
 
Zuletzt bearbeitet:
wolbai
wolbai
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
17.10.21
Registriert
28.04.10
Beiträge
847
Kekse
32.844
Ort
Nürnberg
Schönes Feedback von Dir - auch wenn Dir die Strings nicht so reinlaufen!

So unterschiedlch sind nun mal die Geschmäcker. Der Song gefällt mir u.a. gerade wegen der Strings (und die Art wie sie eingespielt wurden) so gut. Wahrscheinlich bin ich eh' ein keyboard-verseuchter Musiker. Denn mir war es auch schon zu Bandzeiten immer wichtig, einen guten Keyboarder, der auch "Sounds" konnte, in der Band zu haben.


Ohne das Thema "bipolare Störung" bzw. "mannisch-depressiv" in diesem Beitrag weiter ausrollen zu wollen:

Auch wenn man indirekt im Umfeld über ein Familienmitglied, einen Freund oder Bekannten damit konfrontiert wird, kann man nicht wirklich nachempfinden, wie sich direkt Betroffenene wirklich fühlen. Darüber hinaus muss man auch noch sehr unterschieden, wie die Gesellschaft und die direkt Betroffenen heute, im Vergleich zu den 80er Jahren, in denen das bei Ronnie Hammond zum echten Problem wurde, damit umgehen. Ich denke, dass dies damals als ungleich größerer Makel und Schwäche von allen Beteiligten wahrgenommen wurde als dies heute der Fall ist. Und dann auch noch als Frontmann einer Southern Rock Band ...



... Und Danke, dass Du auch meine Geschichten zu den Songs interessant findest. Ich meine, dass durch eine passende und informativen Erzählung einer Songgeschichte, der Song als solches auch noch etwas gewinnt.
 
rmb
rmb
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
18.10.21
Registriert
25.03.17
Beiträge
2.363
Kekse
12.500
Ort
sankt augustin
einen guten Keyboarder, der auch "Sounds" konnte, in der Band zu haben.
in der Tat, hätte ich auch gut gefunden. Die meisten kommen ja vom Klavier und haben ständig die "Finger in Bewegung", bei "meiner Rockmusik" war deshalb nie einer dabei:redface:. Bei anderen Geschichten schon:).
Ohne das Thema "bipolare Störung" bzw. "mannisch-depressiv"
ja, das passt hier nicht hin, aber, auch insgesamt psychische Erkrankungen, ist schon ein wichtiges Thema, über das es viel zu sagen gibt, weil es fast jeden in irgendeiner Form betrifft, gerade auch uns Musiker.
... Und Danke, dass Du auch meine Geschichten zu den Songs interessant findest
ja klar, bitte sehr:)
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
rle
rle
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
18.10.21
Registriert
10.06.19
Beiträge
634
Kekse
6.955
Ort
Nürnberg
Nicht so mein Lied, aber toll gemacht und schöner Thread.
 
wolbai
wolbai
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
17.10.21
Registriert
28.04.10
Beiträge
847
Kekse
32.844
Ort
Nürnberg
@rle - Schön, dass Dir meine Herangehensweise an Songprojekte gefällt. Dazu gehören für mich auch meine Geschichte und die Bandgeschichte zum Song dazu.

Ich gebe mir dabei keine Mühe. Ich mache es gerne. Es ist mein Hobby, für das ich mir entsprechend Zeit nehme.

Ein Song muss einem nicht gefallen - da bin ich bei Dir - um ihn aus verschiedenen musikalischen Perspektiven zu betrachten, sich darüber austauschen, für sich ggf. gute Ideen und Hinweise herausziehen, die einen bei der eigenen Herangehensweise weiterbringen können.
 
Ralphgue
Ralphgue
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
23.02.21
Registriert
08.01.17
Beiträge
4.875
Kekse
20.633
Auch, zu später Stunde, meinen uneingeschränkten Respekt vor deinem neuen Song. ich glaube zu erahnen, wie viel Arbeit und Herzblut darin steckt und bin beeindruckt ob deiner musikalischen Leistung.
Ich gehöre auch zu den alten Säcken. an denen, warum auch immer, das Original dieses Songs vorbeigegangen ist, aber ich finde deine "Liebe" zu der Nummer klasse, und dass hört man (ich).

Eine Anmerkung sei mir erlaubt...
da du seit einiger Zeit und auch auch plausiblen Gründen selbst singst, fiel mir bei der Nummer erstmals auf, das du einen leichten "Kraut" Akzent hast und bei gerade bei dieser Nummer der Gesang sehr "vorne" steht, deshalb "stach" es mir ins Ohr.

Also, scheint es so, das dein Anspruch, ob deiner tollen Erklär/Entstehungstexte nahezu einhundertprozentisch rüberkommt, hier sehe ich, primär soundtechnisch, noch Handlungsbedarf...

(und ja, ich als alter Sack, könnte es nicht mal ansatzweise so wie du, also, nur klagen auf Insiderniveau..)
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
wolbai
wolbai
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
17.10.21
Registriert
28.04.10
Beiträge
847
Kekse
32.844
Ort
Nürnberg
Hallo Ralph,

Danke für Dein gutes Feedback zu diesem Coversong. Ja, Arbeit und Herzblut steckt da drin. Bei der Songerstellung empfinde ich das aber ganz und gar nicht als Arbeit. Ich liebe die vielen Zwischensteps, die dann auch auf dem Weg zum Ziel schöne Erlebnisse sind. Da kriege ich auf dem Weg schon sehr vieles zurück. Am Anfang eines Songprojektes (egal ob eigener oder Cover) ist bei mir immer erst einmal Herzblut für den Song. Das trägt mich dann in der Regel durch.

Wenn ich von der Band in den 80er Jahren nicht Songs mit meiner damaligen TOP40-Band gecovert hätte, dann wäre die ARS-Band sehr wahrscheinlich auch an mir "vorbeigegangen".
In Europa waren sie zudem auch nicht so bekannt wie in den USA.

Den "Kraut-Akzent" habe ich selbst nicht wahrgenommen. Aber da kann schon was dran sein. Apropo "Kraut" (ich weiß, das ist jetzt ein wenig Kommunikationsakrobatik :D):

Als "alter Sack" müsstest Du die Kraut-Rocker Kraan (Helmut Hattler, Peter Wolbrandt und der gute Schlagzeuger Jan Fride) aus den 70-iger Jahren ja auch noch kennen. Sie haben seit langem wieder einmal ein Album ("Sandglass") veröffentlicht. Ich habe zwar nocht nicht reingehört. Aus alter Verbundenheit werde ich es mir aber wohl so oder so zulegen ...

Morgendliche Grüße - wolbai:great:
 

Ähnliche Themen


Neue Themen

Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Oben