Wie eigene Riffs durch (z.B.) interessante Rhythmik "weniger langweilig" gestalten?

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Raji
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Hi
Ich spiele seit ca 6 Jahren Gitarre.
Im Moment versuche ich eigene Riffs zu schreiben in Richtung Metalcore.

Also riff beispiele schau ich im Moment auf die Songs von Bury Tomorrow.

Ich kann machen was ich will. Egal ob nur mit Metronom oder Drum Backingtrack von Youtube. Ich schaffe es nicht in die Riffs eine interessante rhytmik zu bekommen das es sich nicht langweilig anhört.

Zum Teil wird in den riffs nur maximal 8 unterschiedliche töne benutzt und es klingt interessant.

Zum einen durch dir variationen der töne oder durch kombinationen durch achtel, halbe, 16tel usw.


Ich habe mittlerweile schon das Gefühl das ich zu doof dafür bin.

Habt ihr Ideen wie ich meine riffs die aktuell sehr langweilig klingen interessanter bekomme ?.

Oder ist das zum Teil auch nur möglich wenn es z.b eine Gesangsmelodie gibt wo sich die Gitarre anpasst ?.

Danke für eure hilfe
 
Kannst du ein, zwei Riffs von dir posten? Dann können wir überlegen, wie man die verbessern könnte.

Ansonsten: Spannende Frage! Ich versuche auch gerade, mein Songwriting zu verbessern (Genre: MeloDeath), wobei ich mir dafür zB Riffs hernehme, die ich mag und erst einmal versuche die rauszuhören bzw zu verstehen, was da passiert (also nicht nur die Tabs nachspielen, sondern wirklich erst einmal genau hinhören und die Tabs dann höchstens zur Unterstützung heranziehen). Dann nehme ich mir ein Element daraus her, das ich cool finde. Das kann zB sowas sein wie: “abwechselnd 4 Sechzehntel auf der leeren E-Saite gefolgt von 1-2 Powerchords”, aber auch “ein 5/4tel-Riff mit Slides” oder “Riff das auf der verminderten Quint endet und diese betont”. Das nehme ich dann als Ausgangspunkt für eigene Riffs, wobei sich die dann meist recht deutlich vom Ausgangsriff unterscheiden - ich will ja nichts plagiieren, sondern es geht mir nur um die Anregung. Vor allem habe ich aber das Gefühl, dass mein Songwriting generell dadurch allmählich vielseitiger und interessanter wird.
 
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Ich kann machen was ich will. Egal ob nur mit Metronom oder Drum Backingtrack von Youtube.
vielleicht solltest du dich gerade davon lösen, Es ist schon wichtig im Rhythmus/Groove zu sein. Wichtiger ist aber, was du beim Anschlag machst, man muß nicht mechanisch meinetwegen 8 achtel Töne spielen, dann wie @KatharinaNoreia schrieb, das z.B. durch 2 Powerchords aufzulösen. Interessant, und dadurch auch melodisch, wird es, wenn du die Länge der Töne variierst, auch mal `ne Pause machen.
Vor allem, erst mal langsam und nach und nach das Tempo steigern.
Im Blues kannst du auf die Art und Weise mit 3 oder 4 Tönen auskommen, und trotzdem jede Menge variieren. Das funktioniert im Rock/Hardrock genauso, nur spielt man dann auch mehr Töne. Das ist halt auch eine Frage der Betonung bestimmter Töne an der richtigen Stelle, das wiederum ist eine Frage des Zuhörens seines Spiel und wo bin ich im Backingtrack (oder wozu du auch immer spielst).
Das alles erfordert auch Geduld und Übung, sollte aber durchaus machbar sein.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Nachtrag:
Richtung Metalcore.
gerade da ist es um so wichtiger, wie und wann du die Töne anschlägst und wie lange klingen lässt.
 
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Musik entsteht in den Pausen zwischen den Tönen.
Lass einfach mal was weg.

Du hast grundsätzlich Riffs?
Dann spiele die mal auf stilistisch ganz andere Weise. Mach nen Reggae draus oder Poppunk .
Versuche auf nen Swingbeat klar zu kommen oder mach ne epische Pinkfloyd Version.
Nicht alles geht immer aber es löst die Knoten imKopf und die Grenzen auf. Du musst das Riff an den anderen Stil, das geänderte Tempo, den Groove anpassen. Das bringt neuen Input und zwingt dich zur kreativen Auseinandersetzung.

Dauert zu Beginn bis du da was für dich gefunden hast aber dann bringt’s dich schnell und leicht nach vorne.
 
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Muss dazu einmal genauer nachfragen.

Zum einen durch dir variationen der töne oder durch kombinationen durch achtel, halbe, 16tel usw.
Man kann einen 4/4 Takt in 2 gleiche, 8 gleiche oder 16 gleiche Zeiten herunterbrechen.

Das macht dann für (Pause/Anspiel) Kombinationen 2^2 = 4 Kombinationen für einen Takt bei den halben.

Für 8-tel und 16-tel ist es praktischer, sich auf eine einzige Viertelnote zu fokussieren und die in 2 bzw 4 Teile zu teilen. Macht 2^2=4 Kombis für die in 8-tel geteilte Viertelnote, und 2^4=16 für die 16-tel. (Man bastelt dann also den Takt aus 4 Stück dieser 4-er bzw. 16-er Kombis zusammen ...)

Und nun: Du beherrscht all diese Kombis, zeitgenau? Hier beispielhaft für die 2-er Teilung eines Taktes, oder die 8-tel Teilung einer Viertelnote, mit > . < für Pause und > * < für Krach:
1: .. (präzise Pause)
2: *. (genügend kurze 8-tel, gefolgt von einer 8-tel Pause)
3: .* (Synkopen Alarm ! (gähn))
4: ** (voll normal)



Zum Teil wird in den riffs nur maximal 8 unterschiedliche töne benutzt und es klingt interessant.
Damit nähern wir uns dem Thema "Betonungen". Wie machst Du denn hörbar:
  • das ist eine Note, hier beginnt sie, hier hört sie auf
  • hier sind 4 Noten, und die erste ist etwas Besonderes
  • hier sind 4 Noten, und ich atme den Takt (1 laut, 2 leise, 3 mittellaut, 4 leise ... relativ zueinander)
  • hier sind 3 Takte mit je 4 Noten, man hört jeweils die "1" (Taktbeginn) UND darüber betone ich jede 3. Note (durchlaufender Poly-Rhythmus // sind 12 zu spielende Noten, davon jede 4. Taktbetonung, und jede 3. Akzent, macht 3 Takte Periode)
Wenigstens die ersten beiden Punkte solltest Du zu Gehör bringen können. Falls Du das hinbekommst, wundert mich Deine Selbstbeobachtung: Freue mich dann auf nähere Erläuterungen.

Ich kann machen was ich will. Egal ob nur mit Metronom oder Drum Backingtrack von Youtube. Ich schaffe es nicht in die Riffs eine interessante rhytmik zu bekommen das es sich nicht langweilig anhört.
Nun ja, es hängt daran, wie gut oder ungenau Du das obige hinbekommst, denn auch "Bury Tomorrow" kocht nur mit diesem rhythmischen Wasser.

Freue mich auf Deine Antworten, damit wir gemeinsam einen Schritt weiterkommen.
 
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Ich empfehle folgendes Tutorial, bitte mal alle Rhythmen nachspielen und alle eingeblendeten Grafiken abschreiben, dann damit variieren, kombinieren. Schon hast du eigene Riffs.

 
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@Raji
Lerne jede Woche 1-2 Songs oder Parts, die genau das haben was Du moechtest.

Dann verarbeite diese Techniken mit anderen Akkordreihenfolgen die Dir gefallen.

Das sollte Dich schonmal naeher an Dein Ziel bringen.
 
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Kannst du ein, zwei Riffs von dir posten? Dann können wir überlegen, wie man die verbessern könnte.
Finde den Vorschlag sehr gut.

Alles, was hier gepostet wurde, sind taugliche Mittel und Übungen, um ans Ziel zu kommen. Dazu kommen halt die kleinen, konkreten Hinweise, ein Feedback - da geht's dann oft um die letzten 5-10%, die aber aus einem tauglichen Riff ein richtig geiles machen.

just my 2 cents

x-Riff
 
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Oder ist das zum Teil auch nur möglich wenn es z.b eine Gesangsmelodie gibt wo sich die Gitarre anpasst ?
Klar, jedes weiter Instrument und Vocals können die Sache spannender machen, aber imho sollte ein Riff auch allein gespielt interessant sein. Das heißt aber nicht, dess es besonders verfrickelt sein muss. Für die anderen Instrumente und Vocals sollte ja auch Platz sein wie oben schon jmd schrub.
 
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hi
also hier sind mal drei riffs die ich am wochenende versucht hatte.
Ich hatte mir am Wochenende auch gedacht das ich mir eine Tonart erst einmal aussuche (c#), tuning der Gitarre war auch in c#.
Durch herum googeln bin ich irgendwie drauf gekommen das die Metalcore songs in melodisch oder harmonisch moll geschrieben sind.
Daher habe ich mir dann erst einmal die Töne aufgezeichnet wo welcher passende Ton sitzt auf dem Griffbrett das ich es so noch leichter hätte.

Aber irgendwie wurde daraus auch nichts besseres als das:

Riff 1

Riff 2

Riff 3
 
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Metalcore songs in melodisch oder harmonisch moll geschrieben sind.
wie auch immer, so was zu spielen, macht eigentlich nur Sinn, und wird dann auch interessanter, wenn da `ne Band drum herum ist:rolleyes:.
Also, such dir Leute.........
 
Also ich finde Deine Riff-Ideen klingen doch gar nicht schlecht, da lässt sich auf jeden Fall was draus machen. Ich würde an Deiner Stelle versuchen daraus mal grobe Song-Ideen zu basteln. Die Riffs also mit anderen Parts kombinieren und schauen wie die zusammen funktionieren und dann analysieren. Ist ein Riff eher eine Art Thema, das für sich steht? Dann vielleicht einen Strophen-Part versuchen der abgespeckter ist zund Platz für Gesang lässt, also was rythmisches oder vielleicht sphäriges oder flächiges. Als Chorus dann z.B. was fettes melodisches mit stehenden Powerchords usw. Da einfach Stück für Stück rantasten. Bei mir kommen dann die Ideen mit der Zeit von ganz alleine und ich merke dann auch relativ schnell, wo in den einzelnen Riff-Ideen noch Schwächen sind bzw. wo ich gerne noch etwas ändern möchte...
 
+1: Ich finde die Riffs so auch nicht schlecht und im Kontext eines Songs/einer Band können sie gut funktionieren. Ob eine komplexere Rhythmik dann überhaupt zielführend ist, muss man im Kontext bewerten, des öfteren ist weniger letztlich mehr Für sich alleine gespielt kann ich den Wunsch nach mehr Finessen noch nachvollziehen, aber das Spielen der Riffs ohne Song soll ja nicht auf Dauer das Ziel sein?
 
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also hier sind mal drei riffs die ich am wochenende versucht hatte.
Ok, vielen Dank, das hört sich ja schon einmal gut an :cool:

Einige Dinge, die mir auffallen, und nicht als Kritik gemeint sind.

1) WEIL eine Referenz fehlt, ist es mir beim Hören unklar, ob Du Achtel oder Sechszehntel spielst ... beides passt. Vielleicht eine einfache Drumspur mitlaufen lassen, die wenigstens die "1" bei jedem neuen Takt herausstellt ? (Übrigens macht mit Drums dann auch das eigene Instrument mehr Freude und mehr her ...)

2) Damit zusammenhängend empfinde ich die Lautstärken als relativ einheitlich. Oder umgekehrt: Es fehlen Laut-Leise Kontraste. Spieltechnisch ist das Betonten oder Akzentuieren an der E-Gitarre wohl schwierig zu realisieren. Daher als Idee, ein Expressionspedal zu verwenden, etwa um wenigstens den Taktebeginn, idealerweise die Viertel über Lautstärkeveränderungen hervorzugeben? Orgelspieler machen das beispielsweise so, mit großem Erfolg.

3) Rhythmisch ist da vergleichsweise wenig Variation drin. Tendenz: "ich spiele halt jede Note", mit wenigen Ausnahmen. Dabei bringen es die Pausen. Hängt natürlich vom musischen Kontext ab. Nur war das ja Deine Eingangsfrage. Meine erste Antwort und eins der Git-Videos zielten genau darauf ab ... die präzisen Pausen machen die Musik, erste einzuüben, und dann musikunterstützend anzuwenden.
 
Aber irgendwie wurde daraus auch nichts besseres als das:
Das klingt doch alles nach MC-Riffs, nach Strofenparts imho. Ohne Kontext klingt das halt nicht nach fertigem Song.

Noch ein paar Tipps.
- nochmal Beitrag #6 anschauen und auf deine Riffs anwenden (mehr kleine Pausen=mehr Dynamik)
- zum Metronom oder besser noch EZDrummer3 (plus Metalpacks) spielen, Toontrack hat gerade Sommersale
- DAW zulegen um eine oder mehrere Gitarren, EZD3 und evtl. Bass dazuzuspielen (so schreiben meisten Profis heutzutage) und deine Ideen auszubauen
- weniger Zerre, dafür ein Noisegate
- ein wenig Theorie und v.A. die Töne auf dem Griffbrett auswendig lernen

Der Typ hier hat zum Riff/Songwriting ganz hervorragende Tutorials und ist im Gegensatz zu mir auch MC-Gitarrist:

 
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...also hier sind mal drei riffs die ich am wochenende versucht hatte...
Hi - ich finde, das sind echt brauchbare Ansätze!

Ich würde alle Riffs erst mal so lassen - such Dir eins aus (ist egal, welches) und dann mach folgendes:
  • Leg einen einfachen drumbeat unter jedes Riff
    Einfach ist ernst gemeint. Es geht darum, wo die normalen Betonungen von bassdrum/kick und snare liegen - also so ein Bumm-Tschak - sowas, was der AC/DC-drummer macht. Ist zwar ein anderes Genre, aber das kommt später.
  • Variier bei dem drum-beat die Geschwindigkeit
    Einmal full time, einmal half time. Achte darauf, was mit der Stimmung von dem Riff passiert.
  • Jetzt spielst Du eine zweite Gitarre zu dem Riff (in beiden Geschwindigkeitsvarianten)
    Und zwar betonst Du mit power-Riffs die Stellen bei dem Riff der Vorlage, die Du betonen möchtest. Also die Stellen, die dann auch ein drummer mitbetont und welche die Harmonische Struktur ergeben.
    Im Prinzip sind deine vorgestellten Riffs Melodiefolgen. Das ist gar nicht wertend gemeint. Nur: ein Riff hat ein paar hervorstechende Stellen, die das eigentliche Geschehen darstellen und die mit viel Schwere und Wumms einhergehen. Wenn Du willst, so was wie die Holzbalken von einem Fachwerkhaus: die halten das Ding zusammen. Der Rest ist quasi Füllmaterial und Fassade. Es gilt erst mal, aus dieser Melodiefolge diese Hauptbalken - diese Hauptbetonungen zu erarbeiten. Dazu dienst die zweite Gitarre mit den powerchords.
  • Variiere dann und schau Dir deine Melodiefolge genau an: Du wirst zunächst die "gängigsten" oder die direkt passendsten powerchords genommen haben und vermutlich die Betonungen, die sich Dir als erstes aufdrängten. Dagegen ist nichts zu sagen - da kann sogar schon ein Volltreffer dabei sein. Viele catchy haben aber so ein oder zwei Stellen, die nicht komplett vorhersehbar sind - und es deshalb interessant machen. Begib Dich also auf die Suche nach Betonungen, die sich nicht so auf die Schnelle aufdrängen. Spiele deshalb sowohl mit den Akkorden als auch mit den rhythmischen Einsätzen der Betonungen - bis Du auf irgendwas stößt, was wirklich interessant ist und Dir einen Kick gibt.
Meine Erfahrung ist: sehr geile Riffs kommen entweder sofort oder brauchen ihre Zeit - man muss mit ihnen rumspielen, Dinge ausprobieren etc. Das ist ein eigenes Üben für sich - und das braucht Zeit, ehe sich das in Dir breit macht. Es gibt Leute, die sind begabt darin und andere weniger. Bei Dir wird sich das noch rausstellen. Deine Riffs sind alle als Ausgangsmaterial völlig okay - und jetzt geht es an die Arbeit.

Du brauchst die drumspur nicht unbedingt (ich weiß nicht, welche technischen Möglichkeiten Du hast), aber es macht die ganze Sache viel einfacher, inspirierender und bringt auch mehr.
By the way: Was hast Du zu Deiner Verfügung? Eine DAW, einen Multitracker, einen Looper?

Herzliche Grüße und viel Spaß!

x-Riff
 
Grund: Vollzitat reduziert
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