Wie läuft eine Produktion für diese Musikrichtung ab?

demdem
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Hallo,

ich abe nun seid langem Gewisse fragen im Bezug zur elektronischen Musik und auch zur Popmusik.
Undzwar, wie aufwendig ist die erstellung solcher "Lieder"? Ist die Musik im Vergleich zum Rock schwieriger zu machen?
Womit macht man solche Musik, solche Beats und Effekte?

Es geht hier lediglich um die erstellung der Musik. Nicht den Gesang. ;)

Ein paar Beispiele:

http://www.youtube.com/watch?v=jrlZ-QDGVQA&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=V-vlvn7XWAc
http://www.youtube.com/watch?v=DsKEeZoaUeo&annotation_id=annotation_245919&feature=iv
http://www.youtube.com/watch?v=gHwR-bcrCnQ


Wenn ihr diese Songs vielleicht mal unter die Lupe nehmen könntet ;)
Wie macht man solche Songs?
Wie lange dauert es?
Sind sie aufwändiger?

habt ihr selbt vllt schon SOngs aus der Richtung erstellt?


Danke Im Vorraus schonmal ;)
 
L
langhaar!
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Du willst doch - wie bereits in einem anderen Thread - nur dein bereits bestehendes Vorurteil bestätigen lassen.

Die Musik wird mit Computern, Samples und Effektgeräten und evtl. noch mit Instrumenten (in Lied 2 höre ich eine Gitarre) gemacht.
Unterscheidet sich technisch nicht grundlegend davon, wie Rock Musik aufgenommen wird.

Im Amateurbereich ist vermutlich die Aufnahme von Rock Musik mit Mikrophonierung eines Schlagzeugs aufwändiger, als das zusammenklicken von Samples und Erstellen von Midi-Synthies.
Im Profi-Bereich kann das ganz anders aussehen. Black Sabbath sollen ihr erstes Album in 12 Stunden eingespielt haben. In den 80er gab es in LA Toningenieure, die 87 Mikros im Raum verteilten, um eine Gitarre aufzunehmen. Auch eine Synthiespur kann beliebig lange und oft bearbeitet werden. Was sagt uns das? Richtig! Nichts. Der Aufwand ist nach oben offen. Von daher kann dir so eine Frage keiner beantworten.
 
TonioBasstronaut
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Hallo,

Undzwar, wie aufwendig ist die erstellung solcher "Lieder"? Ist die Musik im Vergleich zum Rock schwieriger zu machen?
Rock ist eindeutig das schwierigere. Bzw. das Anspruchsvollere was das "machen" angeht. Die Pop-Songs die du da hast sind Harmonisch wenig anspruchsvoll und die Produktionen ziemlich "standart". Rock ist meist individueller, komplexer und vorallem technisch schwerer in eine gute aufnahme umzusetzen.



Wie macht man solche Songs?
Wie gesagt, per Software-Plugins, Virtuellen Instrumenten und meist einem Midi-Keyboard.
Wie lange dauert es?
Wayne? Die Produktion an sich + Mischen + Mastern sicher etwa solange wie eine Produktion aus anderer Richtung, das einsingen sollte in einem Tag getan sein.
Sind sie aufwändiger?
Auf keinen Fall...vorallem nicht für den Künstler unter dem sie dann letztenendes erscheinen

habt ihr selbt vllt schon SOngs aus der Richtung erstellt?
NEIN. So'n schrott aber auch...

Du
Ich
 
the_paul
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Rock ist eindeutig das schwierigere. Bzw. das Anspruchsvollere was das "machen" angeht. Die Pop-Songs die du da hast sind Harmonisch wenig anspruchsvoll und die Produktionen ziemlich "standart". Rock ist meist individueller, komplexer und vorallem technisch schwerer in eine gute aufnahme umzusetzen.

"smells like teen spirit" ...
4 akkorde, mikro in den raum gestellt, aufgenommen, dicke werbekampagne gefahren, mehrere millionen verdient.


was hat das hier überhaupt bei "elektronischer musik" zu suchen, das gehört eindeutig in den pop thread.
 
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eigentlich wars informativ gemeint...

Dann muss ich was dazu sagen ;)

Rock ist eindeutig das schwierigere. Bzw. das Anspruchsvollere was das "machen" angeht. Rock ist meist individueller, komplexer und vorallem technisch schwerer in eine gute aufnahme umzusetzen.

An welchen Kriterien machst Du denn fest, dass es ja soooo viel schwerer wäre? Das einzige was in der Musik eindeutig ist ist, dass nichts eindeutig, alles subjektiv und von Fall zu Fall und Situation zu Situation sehr verschieden ist. Ich hab schon richtig primitiven Rock und höchst anspruchsvolle elektronische Musik gehört und gesehen, da möchte ich stark bezweifeln, dass man da eindeutig eine Einteilung in einfache/schwierige oder individuelle/unkreative Musik vornehmen kann.
Was bei manchen Elektro-Produktionen teilweise mit Kompressoren, Side-Chains und Laufzeit-Effekten gewerkelt wird, ist schon recht erstaunlich. Ich möchte in Frage stellen ob das einfacher sei als eine Gitarre zu komprimieren ;)

Es gibt auch in der Elektro-Sparte - so wie überall anders auch - schon einen gehörigen qualitativen Unterschied zwischen handgemachter Kleinstarbeit und amateurhaft einfach hingekackt.
Verkaufen lässt sich ja bekanntlich, wenn einige andere Faktoren stimmen, alles.


Sind sie aufwändiger? -
Auf keinen Fall...vorallem nicht für den Künstler unter dem sie dann letztenendes erscheinen

Auch das wage ich anzuzweifeln. Klar, Rockbands stehen auf der Bühne und reißen ihre Shows runter, aber auch DJs stehen sich den ganzen Abend an den Turntables den Bauch in die Beine und nicht selten ist deren Arbeit mit Performances verbunden.

Also: Nicht vorschnell urteilen und alles über einen Kamm scheren, vor allem wenn man, wie ich bei Dir vermute, noch nie so rechten Einblick in die Entstehung und Darbietung dieser Musik-Art gehabt hat.


Just my 2 cents :)
 
TonioBasstronaut
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Vorschnell urteilen und übern kamm scheren tu ich gar nichts - du hast einfach nur nicht richtig verstanden worum es hier eigentlich geht.

Es geht nämlich nicht um elektronische Produktionen, denn die mache ich auch selber und weiß was für ein Aufwand sowohl vom Arbeits- als auch vom Zeittechnischen das ist. Auch das Dj-ing schätze ich als hohe Kunst ein.

Zum Klarstellen:
Hier geht es um House-pop / RnB -Produktionen à la Keisha, Miley Cyrus etc. (Charts). Und diese Produktionen sind ohne zweifel einfach nur standart. (Kurz gesagt, darauf treffen alle meine Argumente zu ;) ).
Der Aufwand für den Künstler unter dem es dann erscheint ist noch geringer. Oder denkst du wirklich eine Rihanna setzt sich selbst ins Studio und konzipiert, kreiert und programmiert ihre Instrumentals, mischt sie danach eigenhändig ab und mastert das ganze? Wohl kaum. Sie macht nix außer nen (mit verlaub) hohlen Text wie z.B. what i want want want is what you want want want einzusingen und den Rest überlässt sie ihrem Label und den dort angestellten Tontechnikern & Produzenten.

Also bitte, bevor du mich hier anschnauzt lies bitte nochmal worum es hier eigentlich geht - denn was Elektronische Produktionen angeht stimme ich dir vollkommen zu ;)
 
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Ich denke es kommt bei jeder Musikrichtung darauf an ob der/die Künstler einen künstlerischen Anspruch haben oder nur die schnelle Mark bzw. Euro wollen und den Fame. Und dieses Hype hinterhergehüpfe gibt es auch beim Rock und Metal. Im übrigen sind die Differenzen dieser Musiksparten so alt wie mein erster PC und das war ein XT mit 4 Megaherz und der konnte 2 Farben darstellen:confused:.

Am besten ist alles miteinander vereint wie bei SUN PROJECT. Die haben erst Metal gemacht, dann Techno/Psytrance und dann beides zusammen.:cool:

Achso: Je künstlerischer etwas wird desto mehr Arbeit macht es meist...
 
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Vorschnell urteilen und übern kamm scheren tu ich gar nichts - du hast einfach nur nicht richtig verstanden worum es hier eigentlich geht.

Zum Klarstellen:
Hier geht es um House-pop / RnB -Produktionen à la Keisha, Miley Cyrus etc. (Charts). Und diese Produktionen sind ohne zweifel einfach nur standart. (Kurz gesagt, darauf treffen alle meine Argumente zu ;) ).
Der Aufwand für den Künstler unter dem es dann erscheint ist noch geringer. Oder denkst du wirklich eine Rihanna setzt sich selbst ins Studio und konzipiert, kreiert und programmiert ihre Instrumentals, mischt sie danach eigenhändig ab und mastert das ganze? Wohl kaum. Sie macht nix außer nen (mit verlaub) hohlen Text wie z.B. what i want want want is what you want want want einzusingen und den Rest überlässt sie ihrem Label und den dort angestellten Tontechnikern & Produzenten.

Also bitte, bevor du mich hier anschnauzt lies bitte nochmal worum es hier eigentlich geht - denn was Elektronische Produktionen angeht stimme ich dir vollkommen zu ;)


Entspann Dich, wenn ich Dich anschnauz sieht das anders aus ;) Dass sich alles verkaufen lässt, habe ich ja schon angemerkt und in der Quintessenz stimmen wir ja letztendlich doch überein :) Also alles cool.

Peace :cool:
 
Löwe
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Die Sounds bekommt man z.B hiermit hin:


Aber ist das nun Techno ?
Ist das Rock ?
Ist das Ambience ?
Oder ist das alles zusammen ?
Oder gar nichts davon ?

Schwarz-weiß denken funktioniert in der Musik NICHT !

Und was ist das hier ? Techno ?
Wenn ja: WARUM ist dann eine Live-Band drumrum ?

Und was ist DAS hier ? Metal ?
Wenn ja; WARUM sind da Techno-Elemente drin ?

Die Welt ist bunt ! ;)
(Und zwar OHNE Drogeneinnahme !!!)


Gruß - Löwe :)
 
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Mount Kimbie sind auch ein gutes Beispiel.

Sie führen ihre (sehr organisch) klingende elektronische Musik live mit Instrumenten wie Gitarre, E-Bass und Snare-Drum auf.

 
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Löwe;4794624 schrieb:
Und was ist das hier ? Techno ?
Wenn ja: WARUM ist dann eine Live-Band drumrum ?
Faithless ist kein Techno ;) , auch wenn Insomnia noch am ehesten danach klingt.
 
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sind wir uns einig dass es im rock/punkt müll gibt und das mindesten 80% der blink 182 songs auf ähnlichen niveau stattfinden wie die popsongs da oben? ;)
sind wir uns einig dass es im elektronischen bereich richtig harte komplizierte und komplexe songs gibt, die welchen aus dem rockbereich kaum in was nachstehen?
sind wir uns darüber einig dass es genauso schwierig ist elektronische musik live umzusetzen wie "nicht elektronische"?

ja? gut... worüber diskutieren wir dann hier?

btw: elektro und komplex: http://www.youtube.com/watch?v=vg52OSGmg7g

und dass man sowas tatsächlich auf nem set spielen kann:
http://www.youtube.com/watch?v=_oD3pbOBP50 und will mir hier jemand erzählen, dass das drumming niveautechnisch niedriger ist als IRGENDEIN drumming aus dem rockbereich? nein oder?
 
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Ich finde den Thread sinnlos...wieso wird sowas nich geschlossen oder nach Pop verschoben ?
Das ist alles Pop...egal.

Cheers.
 
Löwe
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Faithless ist kein Techno ;) , auch wenn Insomnia noch am ehesten danach klingt.

Ich weiss, dass Faithless kein Techno ist. Wenn überhaupt, dann eher Trance. ;)
(Ich selbst bin ja absolut begeistert von der Formation - welche ich endlich dieses Jahr auch live genießen konnte.:great:)

Wenn man sie einer Musikrichtung zuordnen könnte, wäre Trip-Hop eine passende Bezeichnung.
Aber Gottlob erfinden sie sich immer wieder neu. :)


Gruß - Löwe :)


Und Musiker, die über den Tellerrand schauen, nehmen sich auch mal Vorbilder aus der anderen "Musik-Fraktionen"
und gucken sich da einiges ab. So kann man viel voneinander lernen. :)

Ein gutes Beispiel wäre hier Safri Duo - Played Alive:



[PS: Nicht Insomnia empfinde ich als das typische "Faithless-Trance-Lied", sondern eher Salva Mea.]
 
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beim öffnen des ersten liedes: :D
beim öffnen de zweiten liedes: :rolleyes:
beim öffnen des dritten liedes: :redface:
beim öffnen des vierten liedes: :p (copyright :D)

zum thema: über all isses anders. manchmal kannste mit einer einfachen notenabfolge ein welthit kassieren (bad touch - bloodhound gang)...

kann man nicht verallgemeinern. aber auch hier gilt: Right time. Right place. Right song.
 
Psychobilly1988
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Ich äußer mich mal dazu, weil in letzter Zeit auch viele meiner Kumpels seltsam finden, dass ich mit Elektronischer Musik angefangen hab und bei denen auch immer dieselben Aussagen darüber kommen wie im OP "Is doch voll einfach, kann jeder"...

Zum Background: Ich hab mir mit 12 selbst Gitarre spielen beigebracht, später Violine, Klavier, Schlagzeug und diverse andere Saiteninstrumte...ich spiele und singe in einer Punkband, in einer Rockabillyband und hab Songwriterprojekte am laufen. Studiere Komposition und Musiktheorie, schreibe also auch "klassische" Musik.

Wie man Rockmusik macht, kann sich OP ja wohl vorstellen...muss ich nicht näher erläutern.

So, nun zur Elektromusik (in dem Fall DnB):

Ich benutze Ableton Live Suite 8 zum produzieren meiner Tracks (Überwiegend DnB, auch Dubstep und HipHop)
Vor einem Jahr hab ich mir das Prog zugelegt und dabei so ziemlich keine Ahnung von Elektronisch hergestellter Musik und deren Produktion hatte, ich komme ja aus der Rockecke, aber über die Aneignung meines Wissens darüber und wie viele hunderte Tracks es gebraucht hat, bis ich soweit bin, wie ich jetzt gerade bin brauch ich auch nicht zu reden weil es nicht hierher gehört und den Rahmen sprengen würde.

also, eine Produktion fängt bei mir meistens mit den Drums an.
Ich packe einen Drumsampler in einen Kanal, suche Stundenlang in meiner recht großen Database nach geeigneten Bassdrumsamples, zum einen brauch ich eine BD mit nettem Low-end. Nachdem ich die gefunden hab, such ich ein Sample mit einer BD mit nettem Punch und High-End. Dazu fasse ich immer wieder meinen Subwoofer an um das ganze auch zu spüren. Ich lass beide zusammenspielen und Filtere von beiden die Frequenzen raus die ich brauche (ich brauch von der ersten ja nicht die höhen, von der zweiten auch nicht den Bass, würde ich es nicht filtern endet es schon gleich am Anfang in Matsch). Das ganze geht natürlich mit einem EQ und Analysern von statten, zusätzlich mit meinem Gehör und dem Gefühl in den Fingern, beim anfassen der Boxen.
Dennoch passen beide irgendwie nicht zusammen, also muss ich bei beiden Samples die Transienten verschieben, um den richtigen "Punch" zu finden. Danach noch beide etwas komprimieren.
Dasselbe ungefähr bei der Snaredrum, wobei hier auch desöfteren 3-4 verschiedene Samples benutzt werden, eins für den Punch, eins für den Tail, eins fürs Highend und evtl noch eine für nen Random Soundeffekt, wobei man alles auch hundertfach machen kann, wenn man richtig filtert etc., meistens leg ich dazu noch "White Noise" drüber mit ein paar Halleffekten, damit sie länger klingt ohne den Punch zu zermatschen, je nachdem welches Tempo man gewählt hat kann man natürlich auch einfach so Hall drauf packen, wenn es zu schnell wird eher nicht.
Passt jetzt Bass und Snare zusammen? Wenn nicht, muss man eben an manchen stellen ein anderes Sample wählen bis alles schön zusammepasst.
Über das alles leg ich noch meine eigens in Monaten zusammengebastelte Snare und Bassdrum drüber, natürlich mit gefilterten Frequenzen und angepassten Transienten. Jetzt noch die Lautstärke von jedem einzelnen Sample anpassen, dann noch auf die Lautstärke in der Masterspur achten und wir haben nen ganz nicen rohen Drumsound, den wir uns ungefähr so vorgestellt haben, zumindest was die Snare und BD angeht.
Hihats, Crash, Ride und Shaker etc. leg ich auf ne extra Spur, weil die auch eine andere Bearbeitung benötigen und man beides auch nicht gut zusammen bearbeiten kann. Dazu such ich natürlich erstmal die passenden Samples aus, weil nicht jedes Sample zu dem Ergebnis passt, meistens überhaupt nicht. Dann cutte ich auf der Spur alles unter 200-300Hz weg und mit der richtigen Samplewahl klingt alles schön rund und passt ganz gut zusammen.

Jetzt bastel ich einen Beat daraus. Einfach mal irgendwas, was mir gerade passt, bzw. was ich mir vorher durch die Samplewahl schon vorgestellt habe, was es sein sollte...ich kann obv nicht dieselben Samples für DnB benutzen, die ich beim Dubstep oder HipHop oder House benutze.

Auf den nächsten Kanal leg ich ein VST Instrument, (für das ich obv auch einige Monate an einarbeitung und verständnis jeder Funktionen gebraucht habe) wähle eine einfach Sinuswelle aus, lasse den beat laufen und spiele auf der Gitarre oder dem Klavier ein paar Licks, Melodien, bis ich irgendwas gefunden hab, was ganz nett klingt (Manchmal spiele ich auch direkt am Synth rum, weil ich eh weiß wohin ich will). Wenn am Ende eher etwas Leadmäßiges rauskommt, dann wähle ich natürlich andere Sounds im VST, dazu später mehr, jetzt erstmal nur der Bass.
Ich schreib die Melodie rein, filtere alles über 250Hz und unter 30Hz weg, mach evtl. noch etwas Chorus Effekt rein, und schalte die Spur auf Mono (warum das alles, kann man ja hier im Forum nachfragen). Natürlich darf die Melodie nicht zu fancy sein, nicht zu komplex, etc. es geht bei der Musik nicht um Melodien, sondern eher um das Hörerlebnis und die Gefühle, da stört einfach zuviel Melodie, aber den Mittelweg zw. beidem zu finden ist nich so leicht.
Darüber, meistens auch eine Oktave drüber (der Sinusbass spielt ungefähr ab 40Hz-90Hz) leg ich einen Sawbass (so ab 100Hz), mit derselben Melodie, allerdings entgegen dem Sinusbass gefiltert, damit sich beide nicht beissen. Den Saw hört man im später kaum raus, wenn er fehlt vermisst man ihn irgendwie.
Auf den Saw Bass brauch ich halt noch ein Sidechainkanal zur BD, weil die sich sonst in den Frequenzen beißen und gegenseitig vermatschen. Gut, dann verbringt man damit noch etwas Zeit, um das richtige Timing von Leiser und Lauter werden zu finden.

Jetzt die Leadmelodie, läuft anfangs ab wie der Bass, nur später braucht man etwas Sounddesign erfahrung, kreativität und einen Plan, was man macht, wenn man nicht Presets benutzen will (und srsly, Presets benutzen ist in der Elektronischen Musik ein No-Go).
Aber man ein Sound reicht nicht aus, man braucht für Zwischenteile, Intro, Breaks, etc. verschiedene Leads und Bässe, also muss man an beidem wieder arbeiten.
Genauso, wie man bei beidem wieder neue Melodien, welche zueinander passen finden muss.
Dann noch ein paar Padsounds um es fülliger zu gestalten, welche natürlich auch noch selbstgemacht sein müssen, etc.

WTF, man ist ganz alleine! Da gibts keine anderen Leute wie in Bands, die ein paar Ideen in den Raum werfen, womit man selbst wieder Ideen bekommt. Man hört sich das alles nun mittlerweile zum millionsten mal an und kommt nicht mehr weiter...rein garnicht:D

Also, nach den 2-3 Tagen, die man jetzt für obiges gebraucht hat, sitzt man da.
Probiert Tagelang was aus...alles klingt scheiße, man schmeißt es nach stundenlanger arbeit weg und wünscht sich Leute herbei, die einem neue Ideen bringen,
Arrangement, Melodie, Sounds, Gesamtsound..alles wirkt nach einer gewissen Zeit einfach nur noch kacke und immer wieder gleich.

Es geht aber irgendwann weiter, nur meistens muss man dafür sehr vieles von dem vorigen wieder neu anfangen:rolleyes:

Wenn dann alles soweit steht und man es sich immer und immer wieder anhört, fällt einem auf:
Oh, hier in der Lead könnte ein Notchfilter ganz nice sein, dann hier noch der und sonst ein Filter und man fängt an Automationsspuren zu schreiben (oft hat man solche Ideen und Soundvorstellung auch direkt, nach dem ersten hören der Melodien, also die paar Schritte obendrüber), dann hier noch ein Reverse Hall reinbasteln, hier vll. nen Bitcrusher mit dem Hall Sidechainen, hier ein wenig Wobble reinschreiben, da wär vll. ein "Random"Sample nett, der Teil hier sollte eher so klingen und nicht so (und man verbringt stunden damit, den richtigen Sound für 4 Takte zu finden), hier noch ein Sweep rein, da nen Riser, hier die Bassdrum etwas später, da etwas deeper, hier und da ein paar Beatvariationen, ein paar Melodievariationen etc. usw. usw.

Am nächsten Tag mit frischen Ohren wieder ran...und alles wieder verändern, weil da zuviel und da zuwenig von allem war etc., das Arrangement verschieben, rumbasteln, evtl. wieder was ganz neues einfallen lassen usw.

Und am Schluss alles Mixen und Mastern. Diese Schritte zu beschreiben würde hier aber jeden Rahmen sprengen..so long...man hat nen halbwegs netten Track gebastelt und kann sich nun trauen ihn in ein paar Foren zu posten.

So, das ganze gilt obv nur für "meine" DnB Tracks...wenn ich Dubstep mache oder sonstwas, geht alles wieder ganz anders und sowieso macht es jeder ganz anders, aber es bleibt trotzdem alles genauso Zeitintensiv und nicht gerade easy (wenn man was halbwegs ordentliches hinlegen will), zu machen, wie ich beschrieben habe.

Bei Elektronischer Musik geht es nicht nur um Melodien und Musikalität (und wenn du dich darüber unterhalten möchtest, dann schreib ne PM an mich, ich gebe dir gerne meinen Skypenick, dort können wir uns über Musiktheorie unterhalten), man muss die Technik beherrschen und diese zu beherrschen um damit ordentliche "listenable" Musik zu machen, ist ein richtig hartes Stück Arbeit!
 
M
Merowinger110
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Ein netter Bericht. :)

Ein paar Parallelen sind auch zu meiner Produktionsweise zu finden, andere Dinge gehe aber ich komplett anders an.

Besonders gut kann ich mich in die Situation hineinversetzen, wenn man ewig an einem Projekt gesessen hat und dann plötzlich merkt, dass es einem gar nicht mehr gefällt. Dann gibt es wieder Tracks, die man in einem Zug produziert und die man dann Monate später auch noch mag. :)
 
TonioBasstronaut
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also am besten gefällt mir die stelle wo du sagst, dass du deinen subwoofer anfässt zum testen xD sinn^^

aber sonst nett, ich gehe ehrlich gesagt manchmal recht ähnlich vor, auch wenn ich nie mit den drums zuerst anfange, denn die sind austauschbar und nicht das herz einer track idee.
und bei einem stimme ich dir zu: Ohne gescheites technikwissen vorallem im berreich im bereich mixing / mastern klingt nüscht. (ja ich weiß, wer Reason verwendet is ne ausnahme^^)
 

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