Wie spielt man mit "Fleischerhänden" hinten an den Tasten?

von Gast 2351, 14.06.16.

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Casio
  1. Gast 2351

    Gast 2351 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 14.06.16   #1
    Aus reinem Interesse frage ich mal, wie man mit dicken "Wurstfingern" filigran zwischen den schwarzen und weißen Tasten spielen kann.

    Oder spielen solche Leute meistens "vorne" und nur, wenn tatsächlich eine schwarze Taste "dran ist", wird diese (von den weißen Tasten kommend) flink angeschlagen?

    Meine Finger sind eher schmaler als dicker, aber selbst ich bleibe manchmal zwischen den Tasten hängen, obwohl ich weiter hinten gerne immer spielen würde, weil der Weg zu den schwarzen Tasten dann nicht so weit ist... :D
     
  2. Exordium

    Exordium Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.06.16   #2
    Ich spiele immer möglichst weit vorne (zum Bauch hin). Hier ist zwar der Anschlagsweg etwas länger, dafür lassen sich Kraft und Artikulationen entsprechend feier dosieren. Wenn schwarze Tasten involviert sind, dann rücke ich nur soweit wie nötig nach hinten. Kommt ja auch darauf an ob entsprechende schwarze Taste(n) mit einem kurzen Finger oder dem Mittelfinger erreicht werden muss. Ein festes Verharren weiter hinten und zwischen den Tasten finde ich eher spielhemmend und fehleranfälliger und weniger dynamisch. Allerdings spricht hier jemand, der jetzt gerade mal die Standard Dur- und Mollakkorde, paar Umkehrungen, einige Tonleitern und paar Beginnerstücke spielen kann.

    Meine Finger sind eher durchschnittlich. Weder lang noch kurz. Keine Spinnenfinger, aber auch keine Fleischerstummel.
     
  3. McCoy

    McCoy HCA Jazz & Piano Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 14.06.16   #3
    Man spiele mit der rechten Hand einen 4-stimmigen D-Dur Akkord in der ersten Umkehrung. D.h. Daumen auf das fis', Zeigefinger auf's a'. Ringfinger auf's d" und kleiner Finger auf's fis". Dann sieht man, wo das Problem ist. Zeige- und Ringfinger müssen in die Gräben zwischen den schwarzen Tasten.
     
  4. Exordium

    Exordium Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.06.16   #4
    Meine "Vorgehensweise" schliesst das ja nicht aus. Wenn die Finger für einen Akkord oder Tonfolge dahin müssen, dann ist das halt so. Nur lasse ich sie nicht dort verweilen, wenn der nächste Akkord z.B. nur aus weißen Tasten besteht...
     
  5. McCoy

    McCoy HCA Jazz & Piano Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 14.06.16   #5
    Genau richtig so. :great: Nicht nur links und rechts bewegen, sondern auch vor und zurück.

    Wenn aber jemand "Fleischerfinger" hat, kann es sein, daß er bei den obigen D-Durakkord mit Zeige- und Ringfinger jeweils 3 statt einer Taste spielt. :D Was man dann versuchen kann, ist, die Hand nach auswärts zu drehen und die weissen Tasten zwischen den schwarzen mehr mit der Seite der Finger anstatt mit der Fingerkuppe zu spielen.
     
  6. Exordium

    Exordium Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.06.16   #6
    Da hast Du Recht. Ich erinnere mich, dass ich beim Piano (Yamaha) in der Musikschule die Hand leicht schräg stellen muss, weil ich ansonsten die schwarzen Tasten ein Stück weit mit nach unten "mitnehme". Bei meinem Kawai zu Hause geht es gerade noch so auf. Hier handelt es sich wohl nur um paar zehntel mm Tastenabstand, aber das macht schon einen Unterschied aus.
     
  7. TaTu

    TaTu Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.06.16   #7
    Hallo,
    die geforderten Finger besitze ich. :D
    Die dicke meiner Finger macht mir allerdings weniger Probleme. Meine Hände sind aber auch sehr klein mit kurzen Fingern, d.h. ich habe eine sehr kleine Spannweite.

    Dann gehe ich ziemlich weit rein mit der Hand. Daumen und kleiner Finger auf dem Fis sind meine max Spannweite. Die erreiche ich rechts nur mit den Fingerspitzen. Links mit den Fingerkuppen.

    Das ist dagegen für mich mit den kurzen, dicken Fingern kein Problem.

    Lg, TaTu
     
  8. McCoy

    McCoy HCA Jazz & Piano Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 15.06.16   #8
    Woraus man vermutlich schließen kann, daß es bei jedem irgendwie anders ist ... :D
     
  9. FünfTon

    FünfTon Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.06.16   #9
    Dito und ich erhöhe noch auf relative lange mittlere Finger (die schön am Deckel anstoßen) bei kurzen Außenfingern (Mittelfinger fast doppelt so lang wie der Daumen). Dadurch bedingt bin ich nicht nur regelmäßig zwischen den schwarzen Tasten unterwegs, sondern oft auch ganz hinten am Filz, wo jetzt nicht gerade die präziseste Klangkontrolle stattfindet.

    Meinetwegen könnten die schwarzen Tasten gern noch enger zusammenstehen und dafür nochmal 3-5 cm länger sein. Aber Klavier ist ja leider one size fits all.
     
  10. klicki

    klicki MOD Klavier & D-Piano Moderator HFU

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    Erstellt: 16.06.16   #10
    Durch das Beugen bzw. Runden der Finger findet ja auch eine Längenänderung statt. Dadurch passt man sich automatisch etwas an.
     
  11. unifaun

    unifaun Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.06.16   #11
    Ja, das wäre doch mal ein Ansatz: eine maßangefertigte Pianotastatur, evtl. gibt es das sogar schon!?

    Bislang muss man als User immer nur die verbauten Tastaturen akzeptieren. Warum nicht auf Wunsch und ggf. Maßanfertigung?
     
  12. Exordium

    Exordium Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.06.16   #12
    Garantiert wird es im Custom-Shop bei Steinway und Co. auch möglich sein, entsprechendes zu ordern. Je nach Mitteln die man zur Verfügung hat...
     
  13. FünfTon

    FünfTon Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.06.16   #13
    Stimmt, für Millionäre ist das sicher eine Option. :D
     
  14. dr_rollo

    dr_rollo Mod Musik-Praxis Moderator HFU

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    Erstellt: 18.06.16   #14
    Ich hab schon verschiedene Leute gesehen, die mit relativ kleinen Händen und dicken Fingern unglaublich gut gespielt haben, so dass sich viele gefragt haben, wie das eigentlich geht. Mir ist das bei Keyboardern genauso schon aufgefallen wie bei Gitarristen. Die Frage, die ich mir da jedesmal gestellt habe: Ist das eine reine Übungssache, oder ob ihre Hände früher mal weniger dick waren, das erst im Laufe der Jahre so gekommen ist, sie die Fingerfertigkeit mit kleineren und schlankeren Fingern erlernt haben und quasi im Training geblieben sind...

    Berühmte Beispiele: Joey DeFrancesco (orgel), Bernie Marsden (Git) oder Chance Howard, einer der Keyboarder bei Candy Dulfer, der am Yamaha Motif (z.B. hier, speziell 1:04:50)
     
  15. CUDO II

    CUDO II Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.06.16   #15
    genau. Hier sieht man z.B. dass er gar nicht so sehr "in" den Tasten sondern ziemlich weit vorne auf den Weißen spielt.

     
  16. FünfTon

    FünfTon Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.06.16   #16
    Bei solchen ungewichteten Tastaturen muß man das aber auch, weil die meistens geringfügig kleinere Tasten haben, als ein Klavier und weiter hinten am Gelenk unmöglich zu spielen sind.
     
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