Wie Stimmumfang in Mischstimme erweitern?

von All-In, 08.01.17.

  1. All-In

    All-In Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.01.17   #1
    Hallo Leute,

    ich habe vor einiger zeit gesangsunterricht gehabt und dort fleißig die kopf und mischstimme geübt. Laut meinem gesangslehrer bin ich bariton. Ich übe jetzt zu hause weiterhin fleissig tonleitern. Die übunten mache ich mit gitarre bzw. youtube videos. Ab einem gewissen punkt komme ich von der mischstimme direkt in die kopfstimme bzw. ins falsett. Ich würde gerne aber den umfang meiner mischstimme erweitern. Erreiche ich das am besten wie bereits im geasngsunterricht mit tonleitern nach oben singen bzw. könnt ihr mir gute übungen nennen? Oder ist einfach ab einem gewissen punkt mit dem tonumfang der mischstimme schluss so das man vielelicht belting lernen muss?
     
  2. broeschies

    broeschies Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.01.17   #2
    Nicht so leicht zu beantworten, weil jeder ein bisschen was anderes unter Mischstimme versteht. Aber prinzipiell gibt es natürlich gewisse Grenzen für die Register. Solange du einen sauberen Übergang in das jeweils höhere Register hast und nicht etwa einen Bruch oder eine plötzliche Änderung von Stimmlippenschluss oder Klangfarbe, ist eigentlich alles in Ordnung und die Stimme wechselt an dem Punkt, an dem es "richtig" ist für die von dir gewählte Lautstärke.

    Mit Belting-Techniken kann man natürlich ein tieferes Register "hochziehen", aber gerade bei tieferen männlichen Stimmen bringt das nicht unbedingt einen Gewinn an Klangqualität.
     
  3. All-In

    All-In Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.01.17   #3
    Vielen Dank für die Antwort. Ich habe noch eine Frage. Ich komme bis zum Ton dis auf der hohen E Saite der Gitarre mit meiner Kopfstimme, danach wechsel ich automatisch ins Falsett. Ist das normal für einen Bariton oder geht da noch einiges?
     
  4. Koksi01

    Koksi01 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.01.17   #4
    Wie soll das hier jemand wissen? Frage deinen Gesangslehrer - der ist wohl der Einzige der dir da fundierte Antwort geben kann. Mit Gesangsunterricht kann man in der Regel noch einiges ausbauen soweit von der Veranlagung eben möglich.

    Bariton heißt ja nicht, du kommst von "G" bis "g´". Das ist nur ein "für einen Bariton üblicher Bereich". Ich bin auch Bariton, habe aber untenrum noch genug Luft. Oben wird´s beim "f´" schon ziemlich dünn. Ein "g´" drück ich nur noch irgendwie raus (das will keiner mehr hören).

    lg Thomas
     
  5. drowo

    drowo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.01.17   #5
    Die hohe E-Saite ist ein eingestrichenes E, d.h. das Dis auf der hohen E-Saite ist ein zweigestrichenes Dis. Solltest du diesen Ton tatsächlich noch im Nicht-Falsett singen können wundere ich mich warum du diese Frage stellst anstatt dich über deine richtig geile Höhe zu freuen ;-) Das ist eine kleine Terz höher als das hohe C vom Tenor. Bist du dir mit der Oktave sicher? Viele haben Schwierigkeiten beim Vergleich Gesang / Instrument einen Oktavunterschied zu hören. Solltest du aber ein eingestrichenes Dis meinen würde mir der Wunsch nach mehr einleuchten.
     
  6. Matthaei

    Matthaei Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.01.17   #6
    Hallo All-In,

    also was ich bei mir bemerke ist, dass ein gut trainiertes Zwerchfell mir sehr hilft, die Mischstimme weiter "auszureizen". Je nachdem wieviel Stütze ich ansetze, kann ich den Ton entweder in der Kopfstimme oder der Mischstimme ansingen. Je höher es wird, desto mehr muss ich stützen und die Kopfstimme "wegdrücken".

    Allerdings hängt das - zumindest bei mir - auch sehr von folgenden Faktoren davon ab:

    - Ob ich von der Kopfstimme nach "unten" singe, oder von der Bruststimme nach "oben"
    - Von der Artikulation (Stimmsitz), also welchen Buchstaben ich singe
    - Geeignete Mund/Kieferstellung
    - Wieviel Platz ich zur Atmung davor hatte
    - Ob ich eine Phrase abgehack oder in Bögen singe
    - Tagesform

    Irgendwann erreichst du halt einfach deine physikalische Grenze und dann ist Schluß.
    Ich habs jetzt noch nmitgeschrieben, aber ich glaube ich kann so um die 4 HT weiter ausreizen, bei entsprechender Anstrengung.

    Bellten habe ich auch noch nicht gemacht, aber wirkliche Mischstimme ist das ja eigentlich nicht.
    Du kannst aber, falls dir deine Kopfstimme zu dünn ist weiter an dem Übergang arbeiten, denn auch dort wird die Stimme irgendwann voller.

    P.S. Ich bin auch Bariton
     
  7. All-In

    All-In Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.01.17   #7
    Vielen Dank für eure Antworten.

    @drowo
    Habe gerade noch mal nachgeprüft. Du hast recht, ich habe nicht richtig gehört. Das was ich erreich ist nämlich das dis auf der H Saite, also auf der H Saite im vierten Bund. Ich bin viel mehr über mich erstaunt wie ich mich so versehen konnte :bang:
    Diesen Ton erreiche ich mit der Kopfstimme. Schön klingt das aber nicht.

    @Matthai
    Ist das alles eine Frage der Zeit bis die Kopfstimme voller wird? Irgendwie gefällt mir der Klang meiner Kopfstimme nicht, denn sie klingt einfach so schwach.

    Wenn ich manche songs nachspiele die, für meine verhältnisse hoch gesungen sind, klingt das einfach nicht gut. Z. b. wenn ich californication in der original tonart nachspiele und dazu singe klingt das komisch.
     
  8. drowo

    drowo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.01.17   #8
    Ja, jetzt bin ich wieder dabei ;-)
    Der Begriff "Mischstimme" ist so eine Sache, wie auch "Kopfstimme": da versteht jeder was anderes drunter. Was ist es für dich?

    Was bei mir ganz gut funktioniert als Aufwärmübung um Lockerheit nach oben zu kriegen sind "Lip trills" (Lippenblubbern) mit schnellem Glissando eine Oktave nach oben und wieder zurück. Ich starte z.B. bei G3 glissandiere nach G4 und zurück auf G3, das steigere ich dann in Halbtonschritten G#, A, etc. Du könntest z.B. bei C3 ansetzten und bis C4 mit Libptrills hochziehen und wieder runter, das ganze ziemlich flott. Dann einen Halbton höher, dann noch einen. Weiter steigern bis E3 bis E4 oder F3-F4, etc. Keine Garantie, dass es den gewünschten Effekt bringt, aber vielleicht einen Versuch wert.
     
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