Wie viel als Hobbykomponist verlangen?

von Stannis93, 26.02.16.

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  1. Stannis93

    Stannis93 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.02.16   #1
    Guten tag liebe Community.

    Ich bin beschäftige mich schon einige Jahre mit der Virtuellen Musik Produktion und Komposition. Am meisten angetan hat es mir die Orchestrale bzw Filmmusik.
    Da ich laut Familie und Bekannten recht gut bin dachte ich mir das ich meine dienste als Komponist privat anbiete.

    Ich habe weder Komposition noch irgendetwas anderes Richtung Musik Studiert , bin aber schon auf einem gewissen Niveau (Semi-Prof).
    An Instrumentellen Möglichkeiten mangelt es keineswegs, und auch was Synthetic sounds angeht habe ich Erfahrung.

    Doch wie viel kann ein unstudierter und noch unbekannter Composer für welche art von Projekt verlangen?



    lg
     
  2. ColdDayMemory

    ColdDayMemory Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.02.16   #2
    Mach bloß nichts für umme! Sonst machst du, wie so viele, den Markt kaputt.
    Ich sage immer, verlange so viel, dass beide Parteien am Ende glücklich sind. Ein gewisses Startniveau muss man aber schon aufzeigen, damit sich die Spreu vom Weizen trennt.
    Es gibt nämlich Leute, die wollen kein Geld ausgeben und die verweise ich dann immer an irgendwelche Free-Library-No-GEMA-Webseiten. Dann können die sich da ihr Stück Musik für einen Euro runterladen und sind glücklich.
    Überleg dir auch verschiedene Staffelungen. Ist es Werbung oder nicht, ist es nur für Web oder für Rundfunk etc. pp.
    Bau dir aber vorher ein wirklich aussagekräftiges Portfolio, sonst verkaufst du ja die Katze im Sack.
     
  3. DerZauberer

    DerZauberer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.02.16   #3
    Fiese Antwort: Wenn Dein Niveau Semi-Prof. ist, dann schau dir die Preise der Profis an und verlange die Hälfte. :D

    Ernsthafte Antwort: Gut, du meinst du hast was zu bieten. Aber will das auch wer kaufen? Damit ein Business aufzubauen ist machbar, aber wie bei jedem "Start-Up" muss der Startende halt die meiste Arbeit selbst machen. Dazu gehört, dass man sich in die Materie einliest, die Branche kennen lernt und sich mit genau solchen Preis- und Kosten-Fragen auseinandersetzt. Zudem gehe ich davon aus, dass die Preise total individuell sein werden - es ist ein Unterschied, ob Du eine Einlauf-Melodie für die Fußball-A-Jugend von Hinterstannishausen machst oder einen kompletten Spielfilm musikalisch versorgst.
     
  4. Signalschwarz

    Signalschwarz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.02.16   #4
    Sorry, aber bei so einer Aussage muss ich immer unvermittelt an DSDS denken, dein Alter passt auch dazu. Was meinst Du mit "privat anbieten"? Wenn Du Kohle machen willst, und das willst Du ja laut Threadtitel und Startpost, dann wirst Du wohl auch ein Gewerbe anmelden müssen, sonst nennt man das bei einer gewissen Regelmäßigkeit Schwarzarbeit. Hast Du dir denn schon mal Feedback von jemand anderen als einem Familienmitglied, Freund oder Bekannten geholt? Vielleicht sogar von jemanden der selbst Profi ist? Und die "instrumentellen Möglichkeiten" sind auch legal, hochwertige Libraries sind ja auch hochpreisig,
     
  5. Jakari

    Jakari Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.02.16   #5
    Servus....
    Zuerstmal, Willkommen im Forum.

    Und gleich die erste Frage: Was ist für Dich Semi-Professionell?????? Ich mein, toller Begriff, sagt vieles, aber auch nix aus...

    (M)eine ehrliche Antwort: Bevor Du sofort anfängst "Songs" bzw Kompositionen zu verkaufen, mach erstmal, wei bereits genannt, ein Portfolio bzw "Virtuelle Präsentationsmappe". Um überhaupt aufzuzeigen, was (ggf) für Potential bzw Reportoire Du hast.
    Willst Du Komposis anbieten, kommst Du zwangsweise um einen Gewerbeschein ODER zumindest Künstleranmeldung als Freiberufler nich drumrum.
    Wieviel verlangen... Nun, ich frag ehr, Was bist DU DIR wert? Wie "gut" sind Deine Arrangements?
    An wen sollen sie gehen? Was ist die Zielgruppe? etc usw.

    Leg Dir erstmal ein Konzept an, wofür das ganze sein soll, welchen Markt Du bedienen willst; "Score" also Filmmusik ist ein weites Spektrum!
    Ich muss auch @Signalschwarz zustimmen, wer hat Deine Sachen sonst gehört? Hast Du auch Kritik bekommen? Schonmal einem "Profi" vorgelegt?
    Nicht falsch verstehen, aber heutzutage gibts so (ZU) viele Leute die Dank Programmierung und Lopp/Sequenz Schleifungen Arrangements basteln, dass Du schon echt Sauber arbeiten musst, wenn Du da Arbeiten an potentielle Kunden bringen willst.

    Was kann man verlangen: Abhängig von Deinem Können, der reingesteckten Zeit; Kreativ"bonus" usw... (sind fiktive Sachen, ja...).
    Ich sag Dir, was ich für eine Komposition nehme, wenn sie für ein Filmprojekt gehen soll (keine ÖR Sachen.... Akademiefilme oder "private" Filmstudenten, Avantgardefilmemacher usw:) idR ne Arbeitsleistung von 20,- je Stunde; dazu Grundpreis (Vorarbeiten, "Krativphase; Ideen umsetzen, Brainstorming; Setbogen usw.) 50,- € ; Sowie zusätzlich Mix, Mastering, Aufnahme und Lieferung... Ist im Durchschnitt (wie gesagt, Alternativfilme o.ä.) pro komponiertem Stück zwischen 150-200 €.

    Ich entscheide dann sowieso immer individuell, auch wie aufwendig das Arrangement sein soll, ob es ggf. im Soundtrack als CD käuflich ist, oder ob es "nur" für nen YT Kanal sein soll usw usw usw. DANN erst wird mit dem Kunden ein Preis getroffen.
     
  6. Stannis93

    Stannis93 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.02.16   #6
    Noch nicht wirklich , bis jetzt war das einfach "nur ein Hobby", aber habe es in gewisser weise vor. Ich dachte da an solche Portale wie Soundcloud wo ich einige Kompositionen Hochlade.

    @Jakari was genau ist hier mit Profi gemeint, ich kann doch schlecht einfach so "richtigen Komponisten" mit meinem zeug nerven. Was ich mir vorstellen könnte wären z.b solche Komponist-Wettbewerbe.

    Von Loop/SeQ kram halte ich nicht sonderlich viel. Die Gefahr das ich zu sehr wie alle anderen klinge weil zu viele diese benutzen ist mir einfach zu groß.
    ach ja und danke für die Begrüßung.
     
  7. ColdDayMemory

    ColdDayMemory Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.02.16   #7
    Ui ui ui...ich hoffe, dass du nicht davon leben willst. Das ist echt wenig und der Endpreis pro Komposition von 150-200€ ist ja auch ein Witz.
    Ich hab mal ein paar Kurse Buisness für selbständige Freiberufler besucht. Da wurden mir die Augen geöffnet. Nämlich, dass sich ganz viele Künstler unter Wert verkaufen und das diese dann auch mittelbar daran Schuld sind, dass andere ihren Lebensunterhalt nicht mehr damit verdienen können.
    Zum Glück habe ich bisher die Erfahrung gemacht, dass auch eine gewisse Bereitschaft besteht für Musik Geld in die Hand zu nehmen. Gerade die Werbeindustrie - ich weiß...Seele verkaufen blabla - gewährt Komponisten ein sehr gutes Budget für Musik.

    Was sind denn richtige Komponisten? Und was sind falsche?
    Wir haben hier im Board eine Rubrik, die nennt sich Hörproben Soundtracks: https://www.musiker-board.de/forum/hörproben-soundtracks.620/

    Wenn du da etwas reinstellst gibt es sicherlich einige, die sich dazu äußern werden und deine Kompositionen auf den Prüfstand stellen. Am besten tags du mich mit @.
     
  8. Jakari

    Jakari Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.02.16   #8
    Heyaho...

    Du, ich schrieb ja oben zu dem "Preis" extra noch dazu, dass, wenn ichs mal mache, Kompositionen o.ä für Filmstudis oder Avantgarde Filmemacher biete.
    Ich weiss dass 150-200 /Komposition (also Stück) schon allerunterste Grenze ist. Solche Sachen lassen sich aber mit Jingles oder Sounds für die professionelle Werbeindustrie oder Fimstudios etc schwer vergleichen. Sind völlig verschiedene Welten.

    Davon abgesehen, wenn jemand "neu" einsteigen will, sollte man aber auch erstmal "kleine Brötchen backen". Als Unbekannter Komposer kannste nicht in die vollen gehen, und Profipreise (ich bin mir der Dimensionen da durchaus bewusst) verlangen (ausser die Kompositionen sin so ein Kracher und ultimativ *smile* ).
    Quit pro quo.... sehe ich hier im Fragekontext des TE erstmal als Möglichkeit. DANN kann man über Preiskalkulationen DIREKT diskutieren.
     
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