Wie werden Noten "richtig" gelesen - Gitarre

von gruewulf, 13.09.06.

  1. gruewulf

    gruewulf Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    13.09.06
    Zuletzt hier:
    1.07.07
    Beiträge:
    3
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 13.09.06   #1
    hallo,

    Also ich habe sehr starke probleme, mir Noten zu "merken".

    erstmal zur mir, ich hatte ursprünglich 2 jahre akustik-gitarren unterricht, auch mit notenlesen und etwas theorie (sehr kindgerecht), dann 8 jahre e-git, mit Tabulatur, und jetzt wieder akustik. Nur ist auf dem weg von ganz früher auf heute alles an Noten und Theorie verloren gegangen. Immer wenn mir einige Sachen erklärt wurden, hab ich sie zwar verstanden aber recht schnell wieder vergessen.

    Mein hauptproblem ist jetzt, das ich nicht ganz weiß wie ich das mit dem notenlesen machen soll. Ich hab auch in keinem buch bisher eine gute Anleitung gefunden, denke aber, dass meine Art eher ineffektiv ist.

    Ich suche mir meist auf gute glück eine lage heraus (ich weiß das zb. die G-DurTonleiter in der 2. Lage beginnt (glaub ich zumindest ...), aber kann jetzt aus dem stehgreif diese Kreuze am Anfang der Notenlinie die sagen soll ob das jetzt a-dur oder c-dur ist nicht zuordnen). Dann einen Ton auf der notenlinie den ich leicht erkenne (C in der mitte, oder G ganz oben drauf auf den linien). und dann guck ich von dort aus, ob der nächste Ton höher ist, und wieviel. Wenn also der erste Ton ein C ist, und der nächste Ton ist ein E, also einen zwischenraum weiter oben, dann geh ich auf dem Hals immer entsprechend der Tonleiter höher (in Tabulatur von tiefer E-saite auf hohe: 2-4; 1-2-4; 1-3-4; 1-3-4; 2-4; 1-2-4), denke mir dabei aber nicht, "ah, dass ist ein E, dass spielt man so und so", sondern gehe davon aus: 2 notenschritte (1. auf der linie, 2. im zwischenraum) höher, und rutsche dann dementsprechend. Wobei ich jedesmal am grübeln bin wie das mit dem E und H war, da die ja keine Halbtonschritte hatten. Kann ich einfach ignorierend die Tonleiter weiterspielen, weil dort ja auch manchmal unterschiede von 1 zu 3 sind, und manchmal 1 zu 2. Ich hab's jedesmal wieder vergessen, und bin dann vom neuen am rumprobieren und fluchen. Vllt ist auch gar nicht das notenlesen mein problem, sondern mein gedächnis :screwy:

    Ich hoffe man kommt mit meiner Erklärung hier zurecht?
    Wie ich das mache ist sicherlich sehr konfus, aber ich weiß auch nicht wie ich das sonst machen soll. Sollte man sich wirklich hinsetzen und jede Note bezogen auf den gitarren-hals auswendig lernen? Ich kann mir das irgendwie schlecht vorstellen.
    Wie habt ihr als Anfänger (oder auch wie macht ihr es inzwischen) Noten gelesen? Also schon bezogen auf gitarre.

    grüße,
    dat grü
     
  2. Nayeli

    Nayeli Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    28.04.06
    Zuletzt hier:
    7.03.15
    Beiträge:
    168
    Zustimmungen:
    1
    Kekse:
    277
    Erstellt: 13.09.06   #2
    Auf was beziehst du dich denn genau?Auf das Notenlesen, in dem Sinne, dass du weißt welchen Namen die Noten haben oder ,dass du weißt was du greifen musst,wenn du die Note siehst oder dass du die Noten siehst,weißt wie sie heißen und sie greifen kannst?

    Ich versuche mir einfach nur zu merken wie die note gegriffen wird, ich sehe sie und kann es mir dann einfach einprägen,den Notennamen erachte ich nicht als sonderlich wichtig, den muss man ja nicht wissen, wenn man Gitarre spielt.
    Auch wenn mein Gitarrenlehrer meint ich müsste zu jedem Bund die Note kennen (auf dem Papier und auf dem Hals),das kann ich dann nur dadurch,dass ich am Hals die Notenleiter durchgehe: ich hab z.b. die e-saite und suche das g,dann denk ich einfach bund pro bund e-f-fis-g oder nehme die leere G-Saite.

    Auf manchen Notenpartituren für Gitarre steht ja auch, welchen Finger man benutzen sollte und auf welcher Saite,das sollte man dann auch beachten oder einfach nur sehen ob es eine tiefe oder eine hohe Note ist,dann weiß man welche Saite man nehmen muss,zumindest ungefähr.

    Ich versuche dtrotzdem mir zu merken wo die Noten liegen,in dem ich einfach Saite pro Saite und Bund pro Bund spieleu nd dabei nachdenk welche Note das ist,und halt vorwärts und rückwärts und dann kann ich mir schon einiges mehr merken,es hat mir zumindest geholfen.Oder einfach den Gitarrenhals aufzeichenen und die Noten reinschreiben und lernen.
     
  3. nookie89

    nookie89 Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    25.03.08
    Zuletzt hier:
    14.10.10
    Beiträge:
    340
    Ort:
    Berlin
    Zustimmungen:
    3
    Kekse:
    1.339
    Erstellt: 22.03.09   #3
    Hey,

    Solang kein "verbindlicher" Fingersatz angegeben ist....ist´s deine Entscheidung, in welcher Lage du spielst ;)

    Deine Methode beim lesen ist übrigens nicht "falsch"
    Ich lese ebenfalls in "stufen"...ähm...wie erklärt ich´s?^^

    Also...

    Wenn ich z.B. ein Stück in C-Dur spiele...lese ich nicht "c,g,a,b,c" sondern "1,5,6,7,1"...ich richte mich also nach den Stufen der Tonleiter ;)
    Dadurch geht das lesen wesentlich schneller und leichter vonstatten....

    In allen anderen tonarten ist´s das selbe..dafür sind ja die Vorzeichen da!:great:

    Ansonsten dauert´s einfach ´ne Weile, bis man die Noten "in die Finger" kriegt...wenn dich deine Noten überfordern...versuch´s (erstmal) mit ein paar Kinderliedern oder so...da musste wohl jeder mal durch^^

    Falls du noch Fragen hast, immer her damit..

    mfg,Paule
     
  4. redy

    redy Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    27.01.09
    Zuletzt hier:
    23.03.15
    Beiträge:
    270
    Ort:
    Wien
    Zustimmungen:
    3
    Kekse:
    780
    Erstellt: 01.05.09   #4
    ich glaub nicht das die zwei ober dir noch fragen haben. wenn die in 2,5 jahren das noch nicht auf die reihe bekommen haben, schaffen die das nie ;)

    lg
    redy
     
  5. ginod

    ginod Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    10.03.04
    Zuletzt hier:
    1.12.16
    Beiträge:
    1.563
    Ort:
    Osnabrück
    Zustimmungen:
    142
    Kekse:
    5.741
    Erstellt: 01.05.09   #5
    Man beginnt am besten nur in einer Lage zu spielen und zwar ma Anfang in der offenen Lage.

    Als aller erstes sollte man also 2 Dinge tun.

    1. die Noten im Violinenschlüssel bennenen können (vom tiefen C bis zum hohen C und vom hohen C bis zum G oder auch höher wenn man will) .

    2. Die C-Dur Tonleiter in der offenen Lage auswendig können und wissen welcher Ton welcher ist.

    3. Nun fängt man an mit so simplen Übungen auf nur einer Saite in der offenen Lage im Sightreading am besten noch alles mit Vierteln ohne Pausen

    4. Man steigert sich bis man über die ganze offene Lage Viertel spielen kann

    5. Man fügt tiefere Noten hinzu h, a, g, f, e

    6. Man übt Songs mit verschiedenen Notenwerten (halbe, Viertel, Achtel)

    7. Man übt Songs mit Pausen

    8. Man übt verschiedene Vorzeichen immer mit einem mehr (f#, c#, g#, d#, a#, e# etc. ) (b, es, as, des, ges, ces etc.)

    Was du nun feststellst ist, dass du schon sehr gut in der offenen Lage spielen kannst, nun wo die offene Lage abgeschlossen ist probier mal die nächste Lage. Beginnt auch ab dem C im dritten Bund, läuft aber jetzt nach rechts zwei Bünde weiter zu unserem D etc.

    Im Prinzip gehst du immer von der c-Dur Tonleiter aus und fügst Vorzeichen hinzu. Das heißt alle Lagen der C-Dur Tonleiter durcharbeiten wenn man will. Wobei ich finde das 3 Lagen auch genug sind.

    Also lieber erstmal die offene Lage richtig gut als alle möglichen Lagen, aber dafür richtig schlecht

    Gruß,

    ginod
     
Die Seite wird geladen...