Wie wichtig ist Euch die Herkunft einer (neuen) Gitarre?

ShelbyMustangGT
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Es ist soweit. Ich hab mich entschlossen von der diesjährigen Steuerrückerstattung (also reden wir von mind. April...) ne neue Gitarre zu kaufen.

Das hält mich (leider) nicht davon ab mein Echsenhirn heillos in Thomann, Musicstore usw. Onlineshops ertrinken zu lassen.

Irgendwie ist mir aber eines beim Kauf wichtiger denn je: Herkunft. Bin ich ok mit Fernost? Doch Gibson/USA und den "Namen zahlen"? Oder vielleicht was deutsches "von der Stange"? Ich schaue mir da bspw. eine Larry Carlton ES Kopie an und lese auf der Rückseite des Headastock "Made in Indonesia". Mein Hirn geht sofort auf "Indonesia... Da hab ich doch ein paar schon gespielt/besessen. Ist das nicht die Cort-Fabrik, die eh alles baut? Ich finde deren Arbeit gut."

Wie haltet Ihr das? Habt Ihr da ein spezielles Auge drauf oder sagt Ihr: "Muss einfach passen, egal woher!"?
 
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Meine Devise ist:
"Muss einfach passen, egal woher!"

Ich hab einen bestimmten Sound einer Gitarre pur im Kopf und dazu ein Bild von einem bestimmten Modell. Danach suche ich dann auf dem Gebrauchtmarkt. Dazu beobachte ich dann eine Zeitlang die Preise. Wenn mit dem Wissen dann eine auftaucht, kommt die finale Klärung des Preises und dann kaufe ich sie ggf. Das Exemplar wird dann getestet und behalten, wenn meine Soundvorstellung erfüllt ist, und wird andernfalls wieder verkauft. Farbe und (normale) Gebrauchsspuren sind mir egal, beeinflussen allenfalls den Preis, den ich bereit bin zu bezahlen. Völlig egal ist mir das Produktionsland.
 
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Mir muss die zuerst Gitarre optisch gefallen, und dann im zweiten Schritt vom Spielgefühl.
Auf den Klang (PUs etc.) kann ich ja dann eh weitgehend Einfluss nehmen, wie ich will.

Der Rest ist mir dann egal.
Gibson trifft halt meinen Nerv mit Les Paul Modellen, was das Aussehen und das Spielgefühl anbetrifft.
Aber auch eine Ibanez hat es ja zuletzt zu mir geschafft. Die kommt zufällig aus Japan, aber auch eine Indonesien hätte ich genommen.

Drum nochmal:
Erst Optik, dann Spielgefühl. Rest egal. :)
 
Grund: Nachtrag eingefügt
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Wenn die Gitarre meinen Preis entspricht und sie sich gut spielen lässt,
dann ist es mir egal wo sie herkommt.
Nur die Farbe ist mir aber sehr wichtig, wenn die nicht stimmt dann spiele ich sie
auch nicht gerne.
 
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Wie haltet Ihr das? Habt Ihr da ein spezielles Auge drauf oder sagt Ihr: "Muss einfach passen, egal woher!"?

Moin.
Bei mir war es so, die Gitarre muss mir gefallen, und wichtiger ist, passt der Klang der Gitarre.

Als Beispiel; hatte ich ein Auge auf die Duesenberg Double Cat geworfen. Also ab zum Händler. Gitarre angespielt und siehe da, der Klang ist nicht weit weg von meiner Bonneville. Kurz überlegt, die Double Cat nicht gekauft.
Der Verkäufer hat mir dann die Duesenberg Joe Walsh in die Hand gedrückt. Angespielt, und ahh, der Klang war ein ganz anderer und den suchte ich. Gitarre gekauft.

Hätte ein anderer Hersteller auch so eine Gitarre, dann hätte ich auch diese gekauft, wenn alles Andere auch gepasst hätte.

Fazit: Die Gitarre muss mir optisch gefallen (Form und Farbe), Bespielbarkeit muss zu meinen Bedürfnissen passen, und, am Wichtigsten, der Klang (Sound) muss mir zusagen, bzw muss so sein was ich ggf noch brauche.
 
Aus Gitarrentechnischer Sicht ist für mich das Herkunftsland eher zweitrangig. den die Gitarre muß mich haptisch, optisch, klanglich und verarbeitungstechnisch ansprechen und überzeugen, ob diese dann in Deutschland, Holland, Österreich, Polen, Tschechien, Japan, China, Korea, Australien oder sonst wo gefertigt wurde, wird sich eher im aufgerufenen Preis bemerkbarmachen, also indirekt hat es schon Einfluss weil ich ja vorab mir schon oft ein Preislimit oder einen Wunschpreis setze was das Instrument kosten darf.

aus politischer Sicht hingegen, ist mir die Herkunft eines Instruments seit kurzer Zeit nicht mehr so egal, ich weiss nicht ob auch dieser Aspekt in deiner Frage gemeint war?
 
aus politischer Sicht hingegen, ist mir die Herkunft eines Instruments seit kurzer Zeit nicht mehr so egal, ich weiss nicht ob auch dieser Aspekt in deiner Frage gemeint war?
Ich weiß nicht inwiefern Politik hier besprochen werden kann/sollte (@Mods?), aber zählt natürlich rein für mich persönlich. Hab's aber mal rausgelassen aus dem Eingangspost, da ich hier keine Maischberger-esque Debatte anfangen muss. In erster Linie geht's mal um: Allgemeine Qualität und Part-Qualität (vielleicht auch Wiederverkaufswert/Wertanlage?).

EDIT:

Generell die Frage: Kaufe ich etwas GÜNSTIGES aus FERNOST oder lege ich deutlich mehr Geld hin für Herstellungsland Deutschland/USA/EU?
 
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ich achte indirekt darauf, aber vielleicht aus anderen Gründen.

Im Moment gibt es z.Bsp. ein paar Ibanez Gitarren, die ich gerne hätte. Allerdings interessieren mich am meisten ältere gebrauchte Prestige Modelle, die aus Japan kommen. Das hat nicht nur etwas mit der Qualität zu tun, sondern auch mit dem Kultstatus und dem Sammlerwert (auch wenn dieser bei mir nie an erster Stelle steht).

Eine Les Paul muss bei mir von Gibson kommen.
Eine Strat/Tele würde ich auch eher von Fender bevorzugen. Weil wenn es NUR um den Sound gehen würde, würde ich auf moderne Ästhetik setzen und kein Stück Holz mit einem Stil dran kaufen :D.
Ausnahmen schließe ich nicht aus.

Ich kenne aber auch keinen deutschen Hersteller, der mich irgendwie fasziniert. Nik Huber macht schöne Gitarren, aber die die ich gespielt habe, haben mich nicht gerade umgehauen. Und teuer sind sie auch. Ähnlich geht es mir mit anderen europäischen Herstellern. Da sehe ich nichts, was mich irgendwie emotional mitnimmt oder für mich einen gewissen Kultstatus hat, der mir auch nicht ganz unwichtig ist.

bei Politik interessiert mich höchstens die Firmenpolitik :D. Die Hersteller können ja nichts für die Landespolitik. Es sind nur einfache Leute, die ihren Job nachgehen.
 
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Qualitätsunterschiede kann man jdf. heute nicht mehr an der Herkunft ausmachen.
Auch in Fernost nutzt man Fortschritte, wie CNC-Fräsen.
Ich denke aber schon, dass bei manchen Marken die Herstellungsorte für besonders hohe Qualitätsanforderungen stehen, etwa Ibanez Japan.

edit: Witzig, Milamber hatten zur gleichen Zeit den selben Gedanken....^^
 
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Eine Les Paul muss bei mir von Gibson kommen.

Eine Les Paul kommt doch immer von Gibson. 😜
Weil das ja ein Signaturmodell ist und die Namensrechte dafür bei Gibson liegen - für die, die es noch nicht wussten!

Alles andere sind dann Singlecuts. :)
 
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*klugscheißer mode*
nö, auch von Epiphone gibt es ein Les Paul Model ;) :p :D
 
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@Pie-314
äähh, OT. wie hast du das bitte mit dem verschwommenen Text gemacht? 😮
 
(ispoiler)Text(/ispoiler)

Nur halt mit eckigen BBCode Klammern.





@ShelbyMustangGT

Sorry für das OT 😬
 
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Eine Les Paul kommt doch immer von Gibson. 😜
Weil (...) die Namensrechte dafür bei Gibson liegen
:prost: Wen's interessiert hier angehängt die Markenurkunde der europäischen Marke LES PAUL (ansonsten gibt es dort, wo Gibson das wollte, entsprechende nationale Marken).
 

Anhänge

  • EUTM009945015 LES PAUL.pdf
    1,5 MB · Aufrufe: 7
Herkunftsland ist mir insofern wichtig, als dass es entweder mit Kinderarbeit, absoluten Niedriglöhnen, diktatorischen Verhältnissen, Menschenrechtsverletzungen, fraglichen Rohstoffen (sollte aber wohl bei den mittlerweile geltenden Importbestimmungen ausgeschlossen sein, dass es sich um geschützte Hölzer handelt) in Verbindung gebracht werden kann oder eben nicht. Dazu käme "Fabrikation ist state of art", was sich aber eher auf das Produkt an sich bezieht.

Das wären Kriterien, die mir in Bezug auf das Herkunftsland wichtig wären.

Welche das jeweils sind, mag ich hier gar nicht erörtern und es wechselt auch: was noch vor 20, 10 oder 5 Jahren galt, muss heutzutage keine Gültigkeit mehr haben. Insofern ist sowieso angesagt, dass wem die oben genannten Kriterien ebenfalls wichtig sind, eine gewisse Zeit für Recherche aufwendet, falls er oder sie es nicht ohnehin schon weiß.

Dass die Gitarre gut klingt, gut aussieht, sich gut handhaben läßt und mich zum Star macht, ist eh klar. Außerdem ist sie gelb. Oder blau.

x-Riff
 
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Wenn ich mir mal eine neue Gitarre kaufe, ist mir nur eines wichtig (Kinderarbeit, Billiglöhne etc. wird es in meiner üblichen Preisklasse wohl eher nicht geben): Die Qualität muss stimmen, sie muss sich für mich gut anfühlen und spielen, sie muss mir einfach wirklich insgesamt gefallen und zu mir passen. Ich kann mich nicht erinnern, jemals nach der Marken oder Herkunft geschaut zu haben ... und wenn ich grad nachschaue, da ist von Deutschland über USA und Kanada bis Asien alles dabei ...
Nicht vergessen, auch WIR leben mehr oder weniger vom Export, und möchten nicht, das gute Produkte im Ausland wegen der Herkunft abgelehnt würden ...
 
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mir ist allerdings auch nicht bekannt, dass irgendwo Gitarren von Kindern gebaut werden :O

Wie die Arbeitsbedingungen in China aussehen, weiß ich nicht. Allerdings habe ich nur eine alte Bullet aus China und sonst nie Interesse an einer Chinesischen Gitarre gehabt.

Ich habe nur welche aus USA, Japan, Tschechien, Indonesien oder Südkorea.

Die meisten Gitarren kommen ja von Cort oder WMIC. Und bei beiden Herstellern erwarte ich einen gewissen Mindeststandard. Sowohl beim Holz als auch bei den Arbeitsbedingungen.
 
Also für mich ist Gibson und USA bereits ein Sigel für mangelnde Qualität geworden, so häufig wie sich hier User mit Zweifeln melden, ob Mangel XY an ihrer neuen 3000€ Gibson noch okay, oder schon Pfusch sei.

Ich denke das Herkunftsland ist heute komplett unwichtig. Es ist mehr eine Sache des Preises. Und selbst der sinkt. Ich hab kürzlich eine Les Paul von Harley Benton für 300€ gekauft, die abgesehen vom Kopfplattenlogo nicht mehr von einer ESP LTD EC401 unterscheidbar ist.

Das ist auch nicht wirklich verwunderlich. Die Methoden und Arbeitsmaschinen werden sowohl immer besser, als auch immer günstiger. Da ist es nur logisch das selbst in Billiglohnländer die Qualität der Produkte steigt.
 
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