[Gitarre] Fender Custom Shop 1960 Stratocaster, Baujahr 1995, Review

von Stratomano, 24.06.20.

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  1. Stratomano

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    Erstellt: 24.06.20   #1
    Seitdem ich meine geliebte Fender Custom Shop 1960 Stratocaster in olympic white wegen einer musikalischen Schaffenskrise 2008 verkauft hatte, trauerte ich ihr immer hinterher.
    Sie war gut, sehr gut. Aber eigentlich wollte ich genau diese Gitarre in einer anderen Farbe: Burgundy Mist.
    Und plötzlich gab es ein Angebot im Internet. Da habe ich nicht mehr lange gefackelt und nun ist sie da:

    Fender CS 1960 Strat Burgundy Mist.jpg

    Kurze Geschichte über den Custom Shop

    Schon lange vor dem „Custom Shop“ baute Fender auf speziellen Kundenwunsch Gitarren nach deren Vorgaben. Aber die waren für „normale Musiker“ kaum zugänglich. Bekannte Gitarristen hatten da wesentlich weniger Hürden zu überwinden.

    Anfang der 80er Jahre kam der Gedanke, einen „Custom Shop“ aufzubauen. CBS hatte jedoch andere Probleme und kein Interesse daran. Die leitenden Akteure bei Fender (nicht CBS) hatten nur all zu gut mitbekommen, dass Fender auf der „Strasse“ an Boden verlor, hauptsächlich wegen der mangelnden Qualität und weil man auf neue Strömungen und Bedürfnisse der Musiker nicht schnell genug einging.
    Ein CBS Manager erläuterte damals in einem Interview, dass Fender schlechte Erfahrungen mit Custom Instrumente gemacht hatte und deshalb der Schwerpunkt auf den Brot-und-Butter Instrumenten bleiben würde. Sehr Kurzsichtig!

    Gitarrenbauer wurden bei Fender damals nach Quantität bezahlt. 1981 gab es 6 Gitarrenbauer und jeder musste mindestens 50 Gitarren/Tag bauen, damit er bezahlt wurde. Wenn er mehr schaffte, wurde höher bezahlt. Die Qualität der Gitarren ließ teilweise sehr zu wünschen übrig (lt. Dan Smith, damals seit August 1981 Leiter der Qualiltätskontrolle, hatten 98% der in einer Stichprobe von über 800 untersuchten Gitarren Qualitätsmängel !!). Groteske Ausrutscher wie eine Sunburst Gitarre auf der unter dem durchscheinenden Lack mit schwarzem Stift ein Kreis gemalt war mit der Aufschrift, „Astloch, nicht für Sunburst" zeigten das erhebliche Problem von Fender.

    Nachdem 1985 CBS Fender an eine Investorengruppe unter Leitung des damaligen Fenderpräsidenten William „Bill“ Schultz verkaufte, wuchs der schlummernde Gedanke „Custom Shop“ zu einem festen Vorhaben, welches dann 1987 umgesetzt wurde.
    John Page, seit 1978 bei Fender, und George Blanda sollten den Custom Shop aufbauen.
    Problem: John Page hatte 1986 gekündigt und George Blanda machte Karriere als Senior Projektentwickler in der Forschung- und Technikabteilung.
    Somit verhandelte Dan Smith mit Michael Stevens, einem texanischen Gitarrenbauer, den Custom Shop aufzubauen.

    Ende 1986 war Page pleite und rief bei Fender an. Page kam zurück zu Fender und gründete mit Michael Stevens den Custom Shop. Sie sind für viele bekannte Modelle wie das Eric Clapton-, Robert Cray- oder Danny Gatton-Modell verantwortlich.
    Stevens baute als erster eine Set-Neck-Gitarre für Fender, bei der auf dem Headstock erstmalig in der Fendergeschichte der Name des Gitarrenbauers und auf der Rückseite das alte Fender Custom Shop-Logo prangerte: Das LJ-Modell (Larry Jameson).
    Heute eine gesuchte Gitarre, sehr Les Paul-like mit Binding, Stoptail und Humbucker. Es wurden nur 30-40 gebaut. Preise liegen bei 10.000 Euro (z.B. Guitar Point).

    lj 1.jpg
    LJ 2.jpg
    LJ 3.jpg


    Stevens verließ Fender 1990 wieder um seinen eigenen Shop inTexas zu gründen. Somit wurde John Page der Chef des Custom Shops.

    Der Custom Shop startete ursprünglich als kleiner Schuppen mit gerade mal 80qm und 2 Mitarbeitern neben dem Fender Gebäude. Schnell wurde klar, dass der Custom Shop eine wichtige Rolle für Fender spielen würde. In wenigen Monaten, nachdem man eigentlich mit 5-6 Gitarren/Monat gerechnet hatte, schoßen die Bestellungen in die Hunderte.
    Der Rest ist Geschichte. Mehr Gitarrenbauer wurden benötigt, John Page war nicht nur Chef des CS (er verließ den Custom Shop Ende 1998), sondern auch der R&D-Abteilung, was dazu führte, dass man die Kundenwünsche, die an den Custom Shop herangetragen wurden, sehr schnell auch in die regulären Fenderproduktionen einbringen konnte. Man hatte sozusagen ein Ohr am Puls der Zeit und konnte bis runter zu den Basismodellen sehr schnell auf den sich verändernden Markt reagieren.

    1995
    1995, das Jahr in dem die hier vorgestellte Gitarre gebaut wurde, hatte der CS bereits 50 Angestellte (Masterbuilder, spezialisierte Fachkräfte und Lehrlinge).
    Die Masters damals waren:
    • J.W. Black (einer der ersten Masterbuilder. Verantwortlich u.a. für die Idee der Relics und maßgeblich an den ersten Relics in Zusammenarbeit mit Vince Cunetto beteiligt. Erstmalig auf der NAMM im Januar 1995 präsentiert).
    • Mark Kendrick
    • John English
    • Fred Stuart
    • Alan Hamel
    • Gene Baker
    • John Suhr
    • Stephen Stern
    • John Page, wenn er denn Zeit fand
    Natürlich gab es weitere Mitarbeiter, die spezialisiert waren wie Pamelina Hovnatanian, George Amicay, Abigail Ybarra, Art Esparza, Greg Fessler, John Cruz, etc.. Heute zum Teil bekannte Namen, die damals noch keine Masterbuilder waren.
    Zu den hochspezialisierten, ich nenne es mal „Partsbuildern“ gehörte u.a. auch Herbie Gastelum, der für sehr viele Hälse des Custom Shops verantwortlich ist.
    Im November 2017 ging der seit 1961 bei Fender angestellte „King of feel“ nach 56 Jahren Fenderzugehörigkeit in Rente. Die „letzten 40 Jahre“ war er für die Hälse bei Fender zuständig. Viele Masterbuilder haben bei ihm gelernt.

    H. gastelum Cruz.jpg

    Auch bei der hier vorgestellten Gitarre hat er den Hals gemacht. Laut Plek-Messung (Bigfoot Guitars) überraschenderweise ein Compound Radius von 9,5 auf 12, was damals nicht üblich war. Im Interview sagte Herb mal, „es ist wichtig den Hals in der Hand zu haben. Mit modernen Geräten kann man alles 1:1 kopieren, aber nicht das Feeling.“

    Die Produktion der Gitarren war limitiert auf ca. 12 - 22 / Tag, insgesamt um 5000 Gitarren/Jahr, davon 400-500/Jahr als Einzelanfertigungen.
    Konfus wurde es in den 90ern durch die unüberschaubare Menge an Gitarrenmodellen, welche alle den Namen Fender trugen: US made, Custom Shop, Japan-made, Mexico-made und Squire Korea. Über 40 verschiedene Modelle mit z.Teil überlappende Namen. Zum Beispiel gab es Mitte der 90er Jahre auch eine U.S. Standard als American Standard limited edition mit matching headstock, ähnlich den Gitarren aus dem Custom Shop.

    Custom Shop regular guitars

    Der Custom Shop produzierte neben „Art“-Gitarren, Einzelanfertigungen und Limited Editions (das erste Model war die „Homer Haynes Limited Edition (HLE) Stratocaster)“ auch reguläre Gitarren. Mitte der 90er Jahre gehörten dazu:
    • Signature Serie (1988 gab es die ersten beiden Modelle):
      • Eric Clapton (1988)
      • Yingwie Malmsteen (1988)
      • Jeff Beck
      • Stevie Ray Vaughan
      • Robert Cray
      • Richie Samborra
      • Dick Dale
      • James Burton
      • Danny Gatton
      • Albert Collins
      • Clarence White
      • Jerry Donahue
      • Robben Ford
      • Stuart Ham
    • Set Neck Serie
      • Set-Neck Floyed Rose Strat
      • Set-Neck Stratocaster
      • Set-Neck Telecaster
      • Set-Neck Telecaster C/A
      • Telecoustic Custom
    • Custom Classics Serie
      • 1954 Stratocaster
      • 1960 Stratocaster (gebaut von 1992 - 1999)
      • Sparkle Telecaster
      • Bajo Sexto Telecaster (24 Bünde!!)
      • American Classic Strat
      • Vintage Precision Custom Bass
    • Lefthand:
      • 52 Telecaster
      • 57 Stratocaster
      • 62 Stratocaster
      • 57 Precision Bass
      • 62 Jazz Bass
    Die Gitarren waren in der Regel „Team-Built“, allerdings hieß das damals noch „Price-List“. Nachdem John Page den Custom Shop verließ wurden sie in „Team-Built“ unbenannt (was John Page als deutlich bessere Bezeichnung empfand, persönliche Korrespondenz).
    Einige Gitarren gingen nach der Entwicklung in die reguläre Serienproduktion von Fender über wie die „Stevie Ray Vaughan“ oder die „Eric Clapton“ Somit sind diese Gitarren im Custom Shop entwickelt und designed, manchmal auch anfänglich produziert, schließlich aber kostengünstiger in die Fenderproduktion übergegangen.

    Die „Team-Built“ Custom Classics blieben Custom Shop Gitarren, darunter auch diese 1960 Stratocaster.
    „Team-Built“ bedeutet nicht mindere Qualität. Nachdem die Master-Builder in aller Munde sind, wird die Team-Built etwas Stiefmütterlich behandelt. Aber eine Team-Built kann durchaus ein Vorteil sein, da spezialisierte Gitarrenbauer ihren Part, den sie TOP beherrschen, einer Gitarre hinzufügen.

    Viele bekannte Gitarren sind Team-Builts wie die
    „Schultz-o-Caster“
    „Aloha Stratocaster“
    „Playboy 40th Anniversary Strat“
    „Custom Shop 40th Anniversary Stratocaster Diamond Dealer Edition“
    „Waylon Jennings Tribute“
    oder die sagenhafte
    „First Breath“ Stratocaster (siehe unten):
    Fender Breath.jpg



    1960 Stratocaster Custom Shop with matching headstock in Burgundy Mist Metallic (1992 - 1999)
    (Part.-No. 010-6000-866)


    Interessanterweise tauchen diese Gitarren in „Gruhn‘s Guide to Vintage Guitars“ nicht korrekt auf (3. Auflage, Seite 102: „1960 Stratocaster........color: u.a. auch „black“ => gab es lt. Fender Katalog nicht. Gebaut von 1997-1999 => stimmt nicht).
    Dort gibt es auch noch die „`60 Stratocaster“, wie im Fenderkatalog beschrieben, aber bei Gruhn handelt es sich um das „Time Machine“ Modell ab 2000.
    Im „Price Guide 2020“ des Vintage Guitar Magazine (Seite 107) stehen zwar korrekt die Baujahre, sie wird als „60 Stratocaster“ bezeichnet, vom matching headstock als auffallendes Merkmal wird nichts geschrieben.

    Im Fenderkatalog von 1994 steht sie als `60 Stratocaster beschrieben:
    Das COA weißt sie allerdings, wie sehr häufig gesehen, als „1960 Stratocaster“ aus. Es gibt auch COAs mit der Bezeichnung „ `60 Stratocaster“

    Preisliste 1994.jpg

    KONFUS !!!


    Im Custom Shop Magazin Mitte der 90er Jahre ist sie mit der Bezeichnung „1960 Stratocaster“ beschrieben und im Buch „Fender Custom Shop Guitar Gallery“ taucht sie öfter auf (jeweils in Olympic white).

    1960 Katalog.jpg
    1960 Custom Shop Buch.jpg

    Der Listenpreis 1994 war 2149,99 USD. Damit war sie gleich teuer wie die Set-Neck Gitarren aus dem Custom Shop und z.B. teurer als die SRV (1429,99 USD), die Robert Cray (1999,99 USD) oder das „Eric Clapton“ Modell (1529,99 USD)
    Das waren 1994/1995 weit über 3000,- DM !

    Zum Vergleich: Eine reguläre Standard Stratocaster aus US Fertigung lag bei 409,99 USD.
    Eine US Vintage Serie 62er Stratocaster lag bei 1329,99 USD, die auf 1954 Stück limitierte 40th Anniversary 54 Stratocaster war gelistet mit 1849,99 USD.

    Die 1960 Stratocaster gab es in 3 Ausführungen:
    • Sunburst (ohne matching headstock)
    • Olympic white (Tortoise shell Pickguard, matching headstock)
    • Burgundy Mist Metallic (matching headstock)
    Die Farbe Burgundy Mist Metallic (Fender: _66) kam wie so häufig aus der Autobranche. 1959 wurde die Farbe (DuPont 2936-L) bei Buick unter dem Namen „Lido Lavender“ und bei Pontiac als „Royal Amethyst“ verwendet. Ab 1965 kam die Farbe dann als „Burgundy Mist“ bei GM zum Einsatz.

    Oldsmobile.jpg

    Die Gitarren sind, wenn auch inkonsequent, an eine Stratocaster aus 1960 angelehnt. Einige Specs sind nicht „vintage“ korrekt, wie z.B. die Position der Pickguard-Schraube zwischen Neck und Middle-PU. Aber auch hier gibt es Variationen. Einige 1960 Stratocasters haben die Schraube korrekt gesetzt. Eine Beziehung zur Seriennummern konnte ich nicht erkennen.

    Es gibt folgende Seriennummern (Fender Homepage):
    CS Serial-No.jpg
    Wo sind die Unterschiede?
    Ich habe es nicht rausbekommen.

    Gut:
    R könnte „Relic“ sein, gab es aber bis 1995 noch nicht. Oder vielleicht „Reissue“ (?)
    V könnte „Vintage“ sein, aber diese Gitarren unterscheiden sich z. T. äußerlich nicht von den CN-Nummern.
    CN könnte „Custom Shop Nineties“ sein…..?
    Leider sind die Gitarren nicht so häufig, so dass mir zu wenig Material zur Verfügung steht. Im Internet findet man keine vernünftige Antwort dazu (da steht `ne Menge Quatsch....)

    Die Zahl nach den Buchstaben CN ist entweder eine 4 oder eine 5. Die 2. Zahl ist bei den gefundenen Exemplaren bisher immer eine „0“
    Bei V-Nummern folgt in der Regel eine 0.

    CN-Nummer eines Exemplar von Dez. 1994, Burgundy Mist (BM)
    COA 1994.jpg


    Exemplar von 1998 in BM
    Neck plate CN.jpg


    Meine „Verflossene“ in olympic white mit V0-Nummer (1993):
    Ow cs strat.JPG

    CS ow nplate.JPG


    Eine Exemplar in SB mit CN40xxxx-Nummer (1995)
    Neckplate SB 1995.jpg


    Man könnte denken, alle Olympic white sind V0-Nummern.........und heißen eigentlich „`60 Stratocaster“, aber im Fender Custom Shop-Katalog ist die Olympic white als „1960 Stratocaster“ bezeichchet………und CN-Nummern gibt es auch bei den Weißen……

    Fender Mix up: business as usual......?

    Zurück zu dieser Gitarre:
    In der Regel ist das Routing im Body mit Abschirmlack ausgekleidet:
    PU Cavity Abschirmlack.jpg


    PUs sind 3 Texas Specials, die im Rahmen der SRV Strat entwickelt wurden (Ende der 80er Jahre) und seit der SRV in vielen Gitarren zum Einsatz kommen.
    PU.jpg


    Neck-PU: 5,96 kOhm, Middle-PU: 6,23 kOhm, Bridge-PU: 6,58 kOhm

    Der Body ist aus Erle und wurde im April 1994 hergestellt. Was wohl die 62 bedeutet??
    Neck Cavity.jpg


    Der Maple-Hals mit Indian Rosewood-Fretboard ist von Januar 1994 und wurde von Herbie Gastelum (siehe oben) bearbeitet. Die „3“ steht für das C-Shape mit 9,5 Radius.
    Die schwarzen Zeichen kann ich nicht deuten.
    Neck 1.jpg neck 2.jpg


    Halsbreite am Sattel: 42 mm, am 12. Bund: 52 mm.
    Halsdicke am Sattel: 22,4 mm, am 12. Bund: 24,1 mm


    Verschraubt ist der Hals mit einer Halteplatte mit Custom Shop Logo. Das Logo auf der Halsplatte habe ich bisher nicht bei den V0-Seriennummern gesehen.
    Neckplate.jpg


    Auf der Rückseite findet man die klassischen Federn ohne geblocktes Tremolo.
    Unter Schwarzlicht sind die im Laufe der Jahre eintretenden Verfärbungen des Lacks gut zu erkennen.
    Schwarzlicht Backcavity.jpg


    Das Custom Shop Logo auf der Rückseite der Kopfplatte ist regelhaft unter dem Klarlack:
    Auf der Vorderseite sind die Decals auf dem Klarlack.
    Headstock back.jpg Headstock front.jpg


    Zu guter Letzt:
    Gewicht: 3,5 kg

    Zum Klang schreibe ich nichts, man ist ja immer subjektiv, nur soviel:
    Diese hier wird bleiben. Eine andere 1960 Stratocaster, streng limitierte Ausgabe auf 30 Stück von 1996 habe ich wieder zurück geschickt.

    Fazit:
    Ich habe immer meiner weißen 1960 Stratocaster von 1993 nachgeweint. Nun habe ich mehr als einen Ersatz gefunden.
    Wenn jemand die Gelegenheit bekommt, so ein Exemplar zu erwerben => antesten, es könnte sich lohnen.

    1960 Strat BM 2.jpg
     
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  2. Honeyspiders

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    Erstellt: 24.06.20   #2
    Hey @Stratomano Danke für das Review und die vielen Hintergrundinformationen und die tollen Fotos! :great:

    Burgundy Mist finde ich auch eine sehr schöne Farbe. Als meine '57 CS bei mir gelandet ist hatte ich beim Antesten diverser Strats auch eine BM in der Hand, die in der Endabrechnung unter Berücksichtigung sämtlicher Aspekte aber "nur" auf Platz drei bis vier landete. Es war eine '59 CS Heavy Relic und so sah sie aus:

    Fender CS '59 Strat, HVY Relic, Burgundy Mist, RW Fretboard, m.K.jpg
     
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  3. KickstartMyHeart

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    Erstellt: 24.06.20   #3
    Danke für das super Review, die Bilder und Deine Schilderungen. Das ist ein sehr sehr schönes Instrument :great:.



    Hier muss ich aber zumindest schmunzeln - Custom Shop und Pappeinsatz? Das ist möglicherweise authentisch, aber professionell ist es nicht und ich denke ein Gitarrenbauer sollte sowas nicht durchlassen. Und ja, in der Preisklasse ist das kein "passt schon", sondern ein "no go".

    Neck 1.jpg
     
  4. Stratomano

    Stratomano Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.06.20   #4
    Ja, da hast Du wohl recht. War mir garnicht aufgefallen. Beim Festziehen des Halses merkt man das nicht, sitzt bombenfest.
    Wer weiß, wer dafür in den letzten 25 Jahren verantwortlich ist.
    Ich glaube nicht der Custom Shop. Kann ja der Vorbesitzer gewesen sein....
     
  5. rmb

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    Erstellt: 24.06.20   #5
    Die hatte ich, muß wohl 92 oder `93 gebaut worden sein, (mit den Sternchen:)). Sie hat mich 20 Jahre begleitet.`
    Es ist schon erstaunlich, wie bewegt die Geschichte der "Fender Strat" ist, da kann man eigentlich dann nicht sagen `ne Strat ist `ne Strat, oder?
    Trotzdem muß ich sagen, jetzt nicht im Custombereich, das fast jede Woche eine neue Sau durchs Dorf getrieben wird, und es dem geneigtem Gitarristen mit der kleineren Geldbörse immer schwerer fällt, sich für ein bestimmtes Modell zu entscheiden. Ich hab jetzt eine "US Professional Ash Natur", dabei bleib ich dann auch stratmässig.

    @Stratomano

    Toll, wieviel Mühe du dir gibst. Du könntest glatt ein Buch über die "Fender Strat Historie" herausgeben, ich wäre ein Leser:great:.

    schönen Gruß
    Micky
     
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    Erstellt: 06.08.20   #6
    Wenn ich das Burgundy Mist so sehe...

    Ich erinnere mich, dass im damaligen "Fender-ABC" eines Musiker-Fachblattes die neuen MIM Classics vorgestellt wurden (es war gerade die Zeit). Seinerzeit noch mit Pappel-Korpus. Da wurde die Classic 60s als eine in Burgundy Mist vorgestellt.

    Und vor kurzem war ja hier im Board nun auch eine relativ teure (CS?) in 2TSB vorgestellt.

    Wenn ich mir jetzt nun die oben gezeigte Verschraubung so anschaue und wenn ich nun meine ollen (z.T. > 12 Jahre alten) Classics nun anschaue, reflektierend auf das, was da so als HW "eigentlich nur" verbaut ist oder - wie es in einem anderen Thread treffend genannt wurde - das als "Bastlerware" sehe, wie ich es sinngemäß ja selbst immer wieder auch gern nenne...

    Also es juckt mir tatsächlich mal echt in den Fingern, sone (meine ollen Classics) und solche CS-Strats rein interessehalber mal gegeneinander anzuspielen. :gruebel:
     
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