Wieso klingt eine Gitarre anders als eine Geige?

von ph_dan, 14.12.07.

  1. ph_dan

    ph_dan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.12.07   #1
    Hi,
    ich muss in Physik ein Referat(GFS) halten.
    Mein Lehrer stellte mir die Frage: Wieso klingt eine Gitarre anders als eine Geige?
    z.b. bei 440 HZ.
    Es hat irgendetwas mit Wellen zu tun. ^^
    Könnt ihr mir da weiterhelfen? :confused:

    Danke schonmal im Voraus. =)

    Daniel :rolleyes:
     
  2. jox

    jox Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.12.07   #2
    Der Klang hängt mit den Obertönen und dem zeitlichen Verlauf des Frequenzprektrums zusammen! Wenn du eine Gitarre auf dem a angschlägst, hast du ja nicht nur eine 440-Hz Sinus-Schwingung, sondern eine ganze Bandbreite von Frequenzen die mitschwingen, die sich aber je nach Instrument (auch in der Lautstärke) unterscheiden.
    Vor allem das "Einschwingverhalten" - also die Frequenzen, die in den Momenten direkt nach dem Anschlagen des Tons vorhanden sind - sind entscheiden. Es gab Experimente, bei denen diese ersten Sekundenbruchteile bei einer Aufnahme entfernt wurden - dann konnten teilweise nicht einmal mehr profesionelle Musiker verschiedene Instrumente unterscheiden!

    Aber gib mal bei Wikipedia Klangfarbe oder Obertöne ein! Dann findest du sicher Informationen in Hülle und Fülle!
     
  3. Banjo

    Banjo MOD Recording/HCA Banjos Moderator HCA

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    Erstellt: 29.12.07   #3
    Die wichtigsten zwei Faktoren:

    - die Klangfarbe, die durch die Zusammensetzung der Obertöne bestimmt wird. Jede komplexe harmonische Schwingung kann man sich aus lauter einzelnen Sinusschwingungen zusammengesetzt vorstellen, die alle ein Vielfaches der Frequenz des Grundtons haben. Ein A mit 440 Hz auf Geige und Gitarre enthält auch Schwingungen mit 880, 1320, 1760, 2200, 2640 etc Hertz. Die Mischungsverhältnisse dieser Frequenzen bestimmt den individuellen Klangcharacter. Es kann sogar sein, dass der Grundton gar nicht dabei ist (z.B Wiedergabe von Bass auf einem Mini-Lautsprecher) und das Ohr anhand der Obertöne den Grundton trotzdem raushört.

    - der zeitliche Verlauf des Klanges, die Geige erzeugt einen gestrichenen Dauerton, die Gitarre wird gezupft, dann klingt der Ton aus. Und wie jox schon gesagt hat, nicht nur die Lautstärke, sondern auch die Mischung der Obertöne ändert sich über die Zeit und trögt zum individuellen Klang bei.

    Und wie jox auch schon gesagt hat, ab zu Wikipedia !

    Banjo
     
  4. Basselch

    Basselch MOD Recording HCA Mikros Moderator HCA

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    Erstellt: 31.12.07   #4
    Hallo,

    wenn Du schon mal beim Thema bist: Geh' doch mal zu Neumann und lade Dir hier die Contests runter. Im 1998er Contest war eine solche Frage mit Klangbeispielen drin: Geige, Querflöte, Flügel, Stimme. Alle den gleichen Ton, nur Ein- und Ausschwingphase abgeschnitten. Und dann die Frage "Was ist was?" Ist äußerst knifflig...

    Viele Grüße
    Klaus
     
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