Wiring-Vorschläge für Starfield HSS?

von justmatz, 07.03.16.

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  1. justmatz

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    Erstellt: 07.03.16   #1
    Hallo,

    ich habe eine Starfield American Classic, also praktisch eine Stratocaster-Variante, die jedoch nur über einen Volumen- und einen Tonregler verfügt. Sie wurde liebevoll von den normalen drei Singlecoils auf zwei Singlecoils und einen Humbucker (HSS) umgerüstet (siehe Photo).

    Allerdings finde ich die Schaltung bzw. Verdrahtung nicht optimal. So ist z.B. der hörbare Regelbereich des Volumenpotis nur im Bereich 8-10, darunter ist fast gar nichts mehr zu hören. Auch wundert mich, dass das Volumenpoti 500 kOhm und nicht die üblichen 250 kOhm hat.

    Ich kann, z.B. bei Kloppmann, gute HSS-Verdrahtungspläne im Netz finden, allerdings immer nur für die normale Stratocaster-Bestückung mit insgesamt drei Potis. Der Humbucker in meiner Starfield ist ein Seymour Duncan Antiquity mit rund 8,5 kOhm und die beiden Singlecoils (Fender) haben die üblichen rund 6 kOhm.

    Kann mir jemand weiterhelfen mit einem guten Verdrahtungsvorschlag für HSS mit zwei Potis?

    Das wäre schön!


    Beste Grüße, Matthias
     

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  2. gustavz

    gustavz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.03.16   #2
    wenn ein Humbucker mit an Bord ist, sind 500er Potis eher die Norm. Die Sache mir dem Regelweg liegt wahrscheinlich daran dass ein lineares Poti eingebaut wurde. Ein log Poti wäre evtl. die bessere Wahl.
    Fraglich ob sich der Austausch lohnt. An den Regelweg kann man sich auch gewöhnen.
     
  3. Reinhardt

    Reinhardt Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 07.03.16   #3
    Schöne Gitarre, edle PUs! :great:

    Ich habe das anders empfunden, nämlich, dass bei B500K linear Poti die Lautstärke länger hält und nur die Verzerrung allmählich nachläßt...

    Bei seymour-duncan.com gibt es Schaltpläne für jede Situation.
     
  4. justmatz

    justmatz Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.03.16   #4
    … ja, danke erstmal soweit. Klar, dass mit dem Regelweg kann man per Text schwer beschreiben - besser wäre natürlich es auszuprobieren, dann wäre es klarer. Jedenfalls habe ich mehrere Gitarren - z. B. auch noch eine Diego-Stratocaster und diverse Humbucker-Gitarren (auch Starfields). Überall fühlt es sich "gesünder" an. Die Seymour-Duncan-Schaltpläne sind meines Wissens alle für normale Stratocaster-Bestückungen (auch HSS, aber immer mit DREI Potis). Daher meine Frage bzgl. der Starfield mit nur zwei Potis. Auch bei Andreas Kloppmann findet man Schaltpläne die z.T ziemlich ausgefeilt scheinen, z.B. für die Markus-Deml-HSS-Stratocaster (siehe Anlage, oder noch größer bei Klopmann). Da ist dann z.B. ein 300-kOhm-Poto mit im Spiel und weitere elektrische Bauteile (widerstände etc.), die alle Ihren Sinn haben werden. Diese Deml-Schaltung würde ich gerne ausprobieren (ich kenne den Mann auch und weiß, dass der genau weiß, was er will…), aber was mache ich wegen des fehlenden Tonpotis an der Starfield?

    Mein Problem ist, dass ich kein Elektroniker bin und daher die Effekte der Einzelteile nicht einschätzen kann. Ich bin mir aber sicher, dass das Wiring besser sein kann als es momentan ist …

    Ist vielleicht 'ne Frage an einen echten Spezi, aber mit A. Kloppmann habe ich es mir früher mal verscherzt ;-)
    --- Beiträge zusammengefasst, 07.03.16 ---
    … ach ja: splitbar habe ich den Humbucker natürlich auch gemacht...
     

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  5. skerwo

    skerwo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.03.16   #5
    Im Zweifelsfall wende dich mal an ACYs Lounge, der ist Spezialist für Schaltungen und kann dir sicher weiterhelfen, außerdem macht er dir das dann auch gleich.

    Generell ist es so, dass man HB ja gerne mit 500k Widerständen betreibt und SC mit 250k. Meist wird dann ab der Splitstellung HB+SC mitte ein Widerstand zugeschaltet, der die gewünschten 250k für den SC-Betrieb dann liefert.
     
  6. Stratz

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    Erstellt: 08.03.16   #6
    Wie wäre es denn hiermit:
    [​IMG]
    Es gibt auch eine Variante mit Autosplit. Da wird der Humbucker in der Zwischenposition automatisch gesplittet. Das klingt in der Regel besser, als ein serieller Humbucker parallel geschaltet mit dem mittlerem Singlecoil:
    [​IMG]
    Generell sagt man, dass man für Humbucker 500K nimmt und für Singlecoils 250K. Es gibt aber Humbucker (z.B. SH-4 JB), die auch mit 250K sehr gut klingen oder sogar besser als mit 500K. Das gleiche gilt für Singlecoils. Sehr heiße, warme und mittige Singlecoils klingen auch oft besser mit 500K. Mit 250K klingen sie eher belegt.
    Laut deinen Angaben sind aber keine heißen Pickups verbaut. Ich würde das 500K Volume-Poti erst einmal belassen. Solange die Singlecoils dir nicht die Ohren klingeln lassen, ist alles ok.

    Bei der Acy-Schaltung für HSS-Gitarren wird auch ein 500K-Volumepoti zusammen mit zwei 250K-Tonepotis verwendet. Zusätzlich wird noch ein Widerstand mit 470K verbaut. Der Humbucker läuft mit 500K und die Singlecoils mit 250K. Eine Variante mit Autosplit bietet er auch an. Man die Schaltung bestimmt auch so verändern, dass sie auch mit nur einem Tonepoti funktioniert.

    Ob linear oder logarithmisch einem lieber ist, das ist Geschmackssache. Manche bevorzugen für Volume- und Tonepoti auch unterschiedliche Regelwege. Logarithmisch hört sich für unser Gehör linear an, aber nicht jedes Poti hat den gleichen Regelweg. Es gibt da auch extra selektierte Ware. Außerdem kann es vorkommen, dass die Werte der Potis um bis zu 20% abweichen. So kann es vorkommen, dass 250K-Potis schon einmal 285K haben und die Singlecoils vielleicht etwas zu spitz klingen. Hier gibt es aber auch selektierte Ware.
     
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  7. bagotrix

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    Erstellt: 08.03.16   #7
    Hi,

    die Starfields sind mMn echte Geheimtipps - gut durchdacht, sehr gute Bauteile und prima verarbeitet. Den Umbau finde ich auch sehr geschmackvoll, ich stehe eh auf Pearloid bei Fender-mäßigen Gitarren.

    Was die Schaltung betrifft, so ist der erste Schritt zu prüfen, was Dir bisher nicht gefällt. Gerade bei PAFs ist nicht zwangsläufig ein Autosplit die bessere Variante, denn das kann auch zu dünn werden. Wenn Dir die Zwischenposition also schon passt, würde ich es dabei belassen, um nichts zu "verschlimmbessern". Das wäre dann Variante 1 aus Stratz' Post.

    Der Regelbereich des Volumepotis liegt mMn auch eher an der Wahl der logarithmischen Variante, die oft recht extrem ausgeführt ist. Bei hochohmigen Hi-Output-HB tritt das nach meiner Erfahrung nicht so stark in Erscheinung, bei PAFs stört es mich auch oft, zuletzt bei CTS-Potis. Vintage-Potis aus den 50ern hatten angeblich auch bei 500 KOhm kein so extremes Regelverhalten, und vielleicht haben die Hersteller später die Kurve auch aufgrund des Trends zu heißen HB verändert. Inzwischen spielen anscheinend wieder mehr Leute HB mit weniger Power und stören sich dran. Es gibt heute sog. TVT-Potis mit diesem sanfteren logarithmischen Abstimmung, sind aber nicht ganz billig.

    Gefällt Dir der Ton der Gitarre grundsätzlich gut, auch bei den SCs, dann solltest Du vielleicht wirklich auf ein lineares Poti (bei gleichem Widerstand wie bisher) umsteigen. Dann ändert sich nur der Regelweg.

    Klingt Dir die Gitarre insgesamt eher zu spitz, könntest Du einen ca. 600 KOhm-Widerstand parallel zum Poti löten, also zwischen Eingang und Masse. Damit erzielst Du einen ganz ähnlichen Effekt wie mit dem Austausch gegen ein niederohmigeres Poti, und der Regelweg wird auch etwas geglättet. Oder Du steigst auf ein "richtiges" 250 KOhm-Poti um - ist halt etwas mehr Lötarbeit. Ebenfalls ein gangbarer Weg kann ein Zwischenwert sein - mit 300 bis 350 KOhm arbeiten (nicht zu heiße) HB und SCs in einer Strat oft auch gut zusammen.

    Sind die SCs zu harsch, der HB klingt aber gut für Dich, dann wäre es tatsächlich der beste Weg, eine schaltbaren Widerstand einzubauen, der nur zugeschaltet wird, wenn die SCs aktiv sind:

    http://www.acys-lounge.de/hss-schaltung.html

    Die 470 KOhm im Schema ergeben etwas weniger als 250 KOhm für die SCs, da kannst Du natürlich verschiedene Werte probieren, wie die besagten 600 KOhm. Das sind dann Nuancen.

    Hinsichtlich des Regelwegs fürs Volume bleibt es bei der Acy-Schaltung bei den Möglichkeiten TVT-Poti oder sogar linear. Das zweite Tonpoti kann man auch einfach weglassen und das verbleibende direkt ans Volume anschließen, statt über den Schalter zu gehen.

    Gruß, bagotrix
     
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  8. justmatz

    justmatz Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.03.16   #8
    Hallo,

    und herzlichen Dank für die weiteren, wertvollen Hinweise ! Diese tolle Option bei Seymour Duncan, die Anzahl der Potis und PUs einzugeben, um dann passende Wiring-Layouts zu bekommen, hatte ich zwischenzeitlich auch schon entdeckt und falls ich nicht weiterkomme, könnte ich mich ja auch einmal an ACYs Lounge wenden. Ich werde es aber erstmal mit dem zuletzt geposteten Schaltplan von ACYs Lounge probieren, dabei das zweite Tonpoti weglassen, sowie für das verbleibende Tonpoti eine Push-Pull-Poti verwenden, damit ich den Humbucker splitten kann.

    Und genau bagotrix ;-) - der Humbucker klingt momentan super (schön klassisch nach PAF), aber die SCs klingen mir zu harsch. Ich hatte mir schon gedacht, dass man die verschiedenen Anforderungen von SC und Humbucker an die Widerstände der Potis am besten durch zwischengesetzte Widerstände ausgleicht…

    Klingt jetzt so, als wüsste ich, was zu tun ist, aber vor den Lohn hat der liebe Gott noch den Schweiß gesetzt - mal sehen wie es ausgeht. Ich denke ich werde dann mal berichten …


    Super Forum - bis dann wieder ;-)

    Matthias
     
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