Wo bleiben die MIDI 2.0-Geräte?

murmichel
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Der MIDI 2.0-Standard wird demnächst sechs Jahre alt. Anfangs haben ein paar Hersteller Masterkeyboards auf den Markt gebracht, insgesamt mögen es so um die 10 sein. Zuletzt Korg mit dem Keystage, was aber auch schon ein paar Jahre zurück liegt und anscheinend schwer erhältlich ist. Von anderen Controllern für die Verwendung mit Händen oder Füßen ist noch weniger zu sehen. Die Oberklasse-Controller-Keyboards von Arturia, M-Audio, NI, Novation sind alle auf den Markt gekommen, nachdem MIDI 2.0 veröffentlicht war. Die Hersteller wussten sicher schon vorher davon. Unterstützt wird es trotzdem nicht.

Was ist da los? Henne-Ei-Problem? Ist Vintage-MIDI doch eigentlich gut genug? Mich überzeugt das nicht und als besten Beweis möchte ich NKS von Native Instruments anbringen, das einiges von dem kann, was MIDI 2.0 in standardisierter Form bietet.
 
Spontane Vermutung: für die große Mehrheit der User deckt Midi 1.0 99% ihrer Anwendungsfälle ab, so auch bei mir als Hobbyuser. Ich bin einfach noch nie an die Grenzen gestoßen. Und ich bin eigentlich ein Technikfanatiker, der Upgrades gerne mag und nicht vermeidet.
 
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Die Frage ist, welchen USB Anschluss man für welche Datenübertragungsraten braucht. Ein einfacher Midi Controller braucht kein USB 3.2Gen1 mit einer Übertragungsrate von 5 Gbit/s (625MB).
An meinem PC habe ich gerade mal 2 Geräte die USB3.2 als Mindestvoraussetztung benötigen: eine VR Brille und eine externe SSD. Das sind die einzigen Geräte, die diese Datenraten ausnutzen.
Das neuere USB3.2 Gen2 stellt eine Übertragungsrate von 10 Gbit/s (1250MB) zur Verfügung. Da fragt man sich schon wer das beim Musik machen braucht.
 
Spontane Vermutung: für die große Mehrheit der User deckt Midi 1.0 99% ihrer Anwendungsfälle ab
Mag sein. Es gibt aber offensichtlich eine Lücke, die derzeit notdürftig von NKS und noch notdürftiger von HUI/MCU gefüllt wird.

Die Frage ist, welchen USB Anschluss man für welche Datenübertragungsraten braucht.
Warum ist das die Frage und wieso findest du das relevant? Wenn du dir das Korg Keystage anschaust, eines der wenige MIDI 2.0-Geräte, wirst du sehen, dass es außer DIN-MIDI (nur für Vintage-MIDI) noch einen USB-B-Anschluss hat, also maximal USB 2.0.

Vielleicht wird in weniger als drei Wochen alles besser:
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Die Oberklasse-Controller-Keyboards von Arturia, M-Audio, NI, Novation sind alle auf den Markt gekommen, nachdem MIDI 2.0 veröffentlicht war.
Zum Beispiel das Roland A-88mk2 ist Midi 2.0 fähig: https://www.roland.com/de/products/a-88mk2/. Aber es gibt tatsächlich immer noch nur wenige Geräte.
Die Frage ist, welchen USB Anschluss man für welche Datenübertragungsraten braucht.
Erstmal spezifiziert Midi 2.0 nur das Protokoll (OSI Layer 7), nicht die Übertragungshardware. Daher gibt es keine offizielle Anforderung an die USB-Version. Es muss schnell genug für die Midi-Daten, die man übertragen möchte, sein ☺️
 
ich bin da jetzt nicht so gut informiert, aber liegt ein Vorteil von MIDI 2.0 nicht hauptsächlich in der Konfiguration, bzw. Mapping zwischen DAW und Kontroller wegen der Rückkanal-Kommunikation?

Das wäre für mich eigentlich viel mehr ein Argument auf 2.0 zu setzen als die "höhere Auflösung" (die natürlich auch nett und nützlich ist). Weil es mehr in die heutige Zeit passt. Plug-and-play sozusagen. Ich habe mir noch nie die Mühe gemacht ein Masterkeyboard in der DAW zu konfigurieren, weil mir das viel zu umständlich und zu blöd ist. Deswegen habe ich 1000 Knöpfe und Regler, die nur als Staubfänger dienen :). Wobei ich natürlich absolut nicht stellvertretend für richtige Keyboarder bin, die sowas auch richtig nutzen und evtl. brauchen.
 
Warum ist das die Frage und wieso findest du das relevant? Wenn du dir das Korg Keystage anschaust, eines der wenige MIDI 2.0-Geräte, wirst du sehen, dass es außer DIN-MIDI (nur für Vintage-MIDI) noch einen USB-B-Anschluss hat, also maximal USB 2.0.
Ah, okay. Das wusste ich nicht. Hatte das rein auf die Übertragungsraten bezogen und über Midi 2.0 lese ich zum ersten Mal. Sorry, das tut mir leid.
Ist ja im Prinzip eine gute Entwicklung, dass Standards erweitert werden, überarbeitet werden. Muss man sehen welche Vorteile das mit sich bringt.
 

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