Yamaha DX7 Mk2 RAM Cartridge DIY

clemvcv
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Hallo,
ich habe einen DX7II allerdings ohne Cartridge. Hätte aber gerne eine z.B. RAM4 oder RAM5.
Da auf dem Gebrauchtmarkt offenbar nur Beutelschneider unterwegs sind und ich für eine Cartridge keine 60 EUR anlegen will (der DX hat schließlich nur 20 EUR mehr gekostet), habe ich überlegt, so ein Teil selbst zu bauen. Anhand einer ROM Cartridge habe ich die Maße und den Anschluss bereits ausgemessen und einen Prototypen gebaut, der mit EEPROMs von Atmel bestückt ist (in Anlehnung an die Lösung aus dem MK1 Schaltplan im Servicemanual für den DX7/9).
Die Daten- und Adressleitungen mit Pull-Up Widerständen sind auch soweit klar. Da ich aber kein Schaltbild einer RAM-Cartridge habe, fehlt mir die Beschaltung der CT0 und CTI Anschlüsse und vielleicht auch noch ein bischen Schaltungslogik der Steuerleitungen. Hat jemand so eine Karte (+Messgerät) und kann mir weiterhelfen - oder war vielleicht in den 90ern an der Entwicklung solcher Karten beteiligt?
Viele Grüße
clem!
 
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Ist schon eine Weile her, ich glaube aber du bekommst die Sounds zumindest der Roms alle im Netz. Ob die Rams auch Sounds hatten? Aus meiner Erfahrung waren die Yamaha Original Sounds nie so der Hit. Damals wurden gute Sounds auf Datenblättern zum Eintippen gehandelt. Du findest doch tausende Sysex Sounds frei im Netz. Die Arbeit würde ich mir definitiv sparen.
 
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Es geht mir nicht um die Sounds...
Sondern darum zusätzlichen Speicherplatz für Patches zu haben (deshalb auch RAM und nicht ROM). Ohne Rumgehampel und Wartezeiten mit dem Computer zu haben, um direkt auf mehr Sounds zugreifen zu können.
Und wie auf dem Bild zu sehen ist, ist die meiste "Arbeit" schon getan, sie lag als Projekt schon ein paar Jahre auf Halde, ich hatte nur nie die "Zeit" es umzusetzen - und nicht die Chinesen ;-)
 
Lustig wäre ja, bei der Gelegenheit die Speicherkapazität zu vergrößern, quasi Grey Matter E! zum Vonaußendranstecken. Allerdings sehe ich das Umschalten zwischen Bänken nur mittels Schiebeschalter/Mäuseklavier machbar, also nicht fernsteuerbar.


Martman
 
Der DX7II könnte über das Cartridge Menue jeweils eine von 16 Bänken direkt ansprechen.
Die könnte man theoretisch auf zwei 1Mbit Chips oder auf einem 2MBit Chip unterbringen, wenn denn das Design funktionierte...
Allerdings bräuchte man dazu neue Platinen mit neuem Layout und Leute mit kleinen Händen und guten Augen, die das löten, denn die Chips gibt es nicht als DIP Versionen.
 
Danke - ja habe ich schon gesehen und auch das meiste andere - auch schon im Internetarchiv gesucht.

Meine Karte läuft immer noch nicht mit EEPROMS! Habe aber eine DX7S-ROM-Cartridge ausgelesen und eine selbstgebrannte Eprom-Kopie eingesetzt, funktioniert wunderbar damit und würde ohne die Sockel auch in das Cartridgegehäuse passen.:)
Vermutung ist, dass meine EEPROMS mit 150 ns Zugriffzeit zu langsam sind. Auf den Bildern von RAM5 Karten sind 85 ns SRAMS eingesetzt und auf den Bildern von RAM4 Karten sind es 100 ns Typen. Ich muss nun schauen, das ich geeignete EEPROMS bekomme.
 
Hallo, schau doch mal bei ....Kleinanzeigen

wenn ich mich recht erinnere kannste du doch auch die Daten per Midi an nem Sequenzer senden.
 
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Kleiner Nachtrag: Ich habe jetzt nochmal eine neue Platine für eine RAM-Multibank-Speicherkarte mit 2 x 16 Bänken für den DX7II/TX802 also quasi RAM6-1/2 ;-) gebaut. Diese läuft mit einem SRAM-IC, Batterie, etc. und passt auch in ein Original ROM-Cartridge-Gehäuse.
file.php
 
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Der nächste Schritt wäre dann, ein Gehäuse zu drucken oder so. Dann braucht man endgültig kein Altmaterial mehr.


Martman
 
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Kleiner Nachtrag: Ich habe jetzt nochmal eine neue Platine für eine RAM-Multibank-Speicherkarte mit 2 x 16 Bänken für den DX7II/TX802 also quasi RAM6-1/2 ;-) gebaut. Diese läuft mit einem SRAM-IC, Batterie, etc. und passt auch in ein Original ROM-Cartridge-Gehäuse.

Wow, ich hab dieses Forum gerade erst gefunden. Baust du davon eine Kleinserie? Gebrauchte RAM4-Karten sind selten und teuer, da wäre das doch eine tolle Alternative.

Bernd
 
Eine Kleinserie wirds nicht. Letztes Jahr hatte ich viel Zeit und mich ins Platinenlayout eingearbeitet und dann 2 Prototypen entwickelt. So wie es scheint, funktionieren beide. Ich habe leider keinen Zugriff auf einen 3D-Drucker und deshalb auch noch kein Gehäuse.
 
Ich habe leider keinen Zugriff auf einen 3D-Drucker und deshalb auch noch kein Gehäuse.
...kann man doch heute online bestellen. Google nach "3d druck service" und such dir einen Anbieter aus. Ist auch nicht komplizierter als eine Platine oder ein Fotobuch.
 
Google nach "3d druck service" und such dir einen Anbieter aus.
Ja, habe ich auch schon gesucht. Ist mir dann aber doch noch zu teuer, wenn ich für die 2 Bauteile des Gehäuses an die 20 EUR zzgl. Versand zahle. Günstiger habe ich das nicht gefunden. Dann kann ich auch noch ein bischen warten und mir selbst einen 3D Drucker kaufen. :) Bald ist Weihnachten.
 
Bin gerade darauf gestoßen:

http://www.hypersynth.com/Hcard_701.html

Hypersynth stellt neue RAM-Kartuschen für den DX7, DX7 II und D50 her. Die DX7-Version kann 100 Bänke mit jeweils 32 Sounds speichern - also 3200 Sounds auf einmal. Die DX7 II-Version hat ebenfalls 100 Bänke, aber mit jeweils 64 Sounds - insgesamt satte 6400.

Die Bänke können über eine rudimentäre 7-Segment-Anzeige und Knöpfe am Gerät umgeschaltet werden. Dazu kann über Micro-USB auch ein passender, bald erscheinender Monitor angeschlossen werden, um die Namen aller Sounds in einer Bank gleichzeitig anzuzeigen.

Eine Batterie braucht man auch nicht mehr zu wechseln. Das alles zum - für ein kommerziell vertriebenes, neues Nischenprodukt - recht moderaten Preis von 91€ plus Versand. Zwei Original-Kartuschen kosten in der Regel schon mehr und bieten deutlich weniger. :)
 
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Spannend, vielen Dank für den Tip.

Der einzige Nachteil, den ich sehe, ist, dass das Ding weit nach oben raussteht, und deswegen der Synth evtl. nicht mit eingesteckter Karte ins Flightcase passt (müsste man probieren). Die originale Yamaha RAM4-Karte ist schön kurz, das passt alles. Theoretisch hab ich 4 davon, aber seit dem Umzug sind 3 verschollen :)

Ist aber ein kleines Problem, ich hatte mal eine Handvoll "Monster-RAM"-Karten, mit jeweils 4 mit Mikroschalter umschaltbaren Bänken, die waren noch höher, und ich musste sie zum Transport immer rausnehmen.

Gruß,
Bernd
 
Das alles zum - für ein kommerziell vertriebenes, neues Nischenprodukt - recht moderaten Preis von 91€ plus Versand.

Vorsicht: exklusive Mehrwertsteuer. Dass man das in der EU überhaupt so anbieten darf (bei einem für den Endverbraucher bestimmten Produkt), erstaunt mich, gelinde gesagt, doch etwas.

Laut Shop sind auch schon alle Karten ausverkauft...
 
Bin gerade darauf gestoßen:

http://www.hypersynth.com/Hcard_701.html

Hypersynth stellt neue RAM-Kartuschen für den DX7, DX7 II und D50 her. Die DX7-Version kann 100 Bänke mit jeweils 32 Sounds speichern - also 3200 Sounds auf einmal. Die DX7 II-Version hat ebenfalls 100 Bänke, aber mit jeweils 64 Sounds - insgesamt satte 6400.

Die Bänke können über eine rudimentäre 7-Segment-Anzeige und Knöpfe am Gerät umgeschaltet werden. Dazu kann über Micro-USB auch ein passender, bald erscheinender Monitor angeschlossen werden, um die Namen aller Sounds in einer Bank gleichzeitig anzuzeigen.

Eine Batterie braucht man auch nicht mehr zu wechseln. Das alles zum - für ein kommerziell vertriebenes, neues Nischenprodukt - recht moderaten Preis von 91€ plus Versand. Zwei Original-Kartuschen kosten in der Regel schon mehr und bieten deutlich weniger. :)
Die machen einen ziemlich interessanten Eindruck, ja. Die DX7II-Karte dürfte auch im TX802 funktionieren, d. h. "DX7" und "DX7II" meinen eher die Gerätegenerationen (wobei für die duotimbralen DX5 und DX1 noch eine extra rauskommen soll) und nicht die konkreten Modelle.

Laut Shop sind auch schon alle Karten ausverkauft...
Ich hoffe, daß die nachproduzieren. Sonst haben wir bald Gebrauchtpreise, bei denen sich die Cartridges endgültig nicht mehr lohnen. Ich meine, bei der Nachfrage sollte sich eine Neuauflage definitiv lohnen.


Martman
 
Wenn mal einer so eine Karte in die Hände bekommt, wären ein paar Bilder vom Inneren interessant. Vermutlich ist dort ein PIC oder Arduino als Schnittstelle zu einem seriellen Eeprom verbaut.
 

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