Zerrpedal mit mehr Bass basteln.

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profkamuffel
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Ahoi!

Hab eine kleine Greenhornfrage und frage ob folgendes Theoretisch so möglich wäre:

Ich habe die Idee bei einem Zerrpedal einen zusätzlichen Weg einzubauen, welcher mir den Bassbereich des Frequenzspektrums uneffektiert zu der Zerre hinzumischt. (Um den Basscut, welchen ja viele Zerren haben, zu umgehen.) Dabei habe ich an folgendes gedacht:

Erst wird das reinkommende Signal noch vor der Schaltung in zwei Wege gesplittet. Dann wird in Weg 1 ein Hochpassfilter vor die Zerrpedal- Schaltung gebastelt und ein Tiefpassfilter kommt in Weg 2. Beide Wege an der Ausgangsbuche wieder summiert.

Weg 1: Input -> Hochpass -> Schaltung ->Output
Weg 2: Input -> Tiefpass -> Output

Im Prinzip möchte ich sowas wie eine Frequenzweiche bauen. Da denke ich an was simples, zb. Kondensator + Widerstand, eigentlich wie bei einer Tonblende. Nur kann man so auch einen Hochpass bauen? Und ich habe auch noch keine Ahnung, welche Übergangsfrequenz ich wählen soll, oder welchen Kondensator + Widerstand ich in dem Fall wählen sollte. Und dann noch die Frage, ob durch sowas Phasenauslöschungen oder sowas enstehen können... Das Trockene "Bass" Signal und die Lautstärke der Zerre, lässt sich über den Output des Zerrpedals mischen.

Soviel zu der Idee.

Kann das so gehen? Wo sind die Denkfehler? :D

Aber vielleicht weiß ja auch jemand, wie das so läuft mit den "Filterbau". Möchte gerne mehr darüber erfahren. :))

Schönes Wochenende!! :)
 
teledeluxe
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Ich zitiere mal aus nem alten Thread, Abschnitt Verzerrer / Baßtauglichkeit:

...und füllen damit den gesamten Tiefmittenbereich mit undefiniertem Matsch auf.
Eine Abhilfe ist es nur die höher-frequentigen Sigananteile zu verzerren, die bringen ja letztendlich auch den Biß und die tiefen Anteile einfach clean zu lassen, das Fundament bleibt dadurch enthalten.
Die meisten speziell für Baß hergestellten Verzerrer haben eine solche Trennung integriert...


https://www.musiker-board.de/threads/effekte-verzerrer-overdrive-distortion-fuzz.67249/


Ich hatte vor etlichen Jahren die gleiche Idee, um dann herauszufinden, dass es sowas schon gibt.
Boss ODB-3 zum Beispiel...
 
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FoxGolf
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Ich hatte vor etlichen Jahren die gleiche Idee, um dann herauszufinden, dass es sowas schon gibt.
Boss ODB-3 zum Beispiel...
Ein Blend-Regler ist keine Frequenzweiche! Der mixt nur das verzerrte und das Clean-Signal, aber jeweils Fullrange.
Ich kenne nur das Darkglass Microtubes X, das eine Frequenzweiche integriert hat (bzw. in den größeren Versionen X7 und X Ultra auch noch einen Kompressor für das Low-Band). Das wäre das, was der TO sucht.
Als reine Splitter mit Frequenzweiche (ohne Zerre) kenne ich das KMA Tyler und den Schalltechnik_04 Omnilooper (nur noch gebraucht erhältlich).
 
teledeluxe
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Interessant! Ich hab mich nie mit den Pedalen beschäftigt. Ich dachte, die trennen die Frequenzen.
Damals hat mich ein Basser gebeten, ihm einen Overdrive zu basteln - er war jedenfalls sehr zufrieden. Den Plan hab ich sogar noch:
1660938060984.png
 
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killnoizer
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Ein einfaches EQ Pedal und davor ein Y-Kabel als Splitter wären eine flexible Lösung. Zum selber basteln zwei Harley Benton oder Behringer EQ parallel, einmal für dry und einmal für den Overdrive, fertig.
 
DerThorsten
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Natürlich geht das. Mir fallen spontan folgende Möglichkeiten ein:

Bei Musikding gibt es von TH-Custom den "Processor", das ist eine Frequezweiche, es müsste nur ein Zerrer nach Wahl in die Effektschleife gelegt werden.

Wenn kaufen bequemer ist gibt es sowas auch von KMA

Einen Schritt weiter geht der Zorg Effectors - Glorious Basstar, zum selber bauen oder kaufen erhältich. Der splittet das Signal gleich in drei Bänder (Höhen, Mitten, Tiefen), die sich getrennt voneinander verzerren lassen.
 
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profkamuffel
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Danke für die Antworten! :)
 

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