BEHRINGER COMPOSER MDX2600 für Bass - Position in der Effektkette ?

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Hallo zusammen,

... ja, ja ich weiss, war alles schon oft da, aber dennoch meine Frage, da alle
Informationen irgendwie nicht eindeutig sind:

Habe einen Behringer Composer MDX2600, den ich mit meinem AMPEG-Transistortop
für mein Bassgespiele verwende. Mich würde interssieren, wie Ihr den Kompressor
(oder anderes 19" Gerät) hier verwendet ?

- Wo in der Kette eingehängt (Zwischen Bass und PreAmp - so hat es die Behringer
Hotline empfohlen - oder in den Einschleifweg - das scheint die in den Posts bevorzugte
Variante zu sein, die mir aber nicht wirklich einleuchtet, es sein denn man dreht den
FX-Regler voll auf)

- Welche Einstellungen verwendet Ihr speziell als Rack-Kompressor für den Bass ?

Vielen Dank schon mal
 
Eigenschaft
 
Wenn du einen aktiven Bass spielst, gehen beide Varianten. Wenn du einen passiven Bass direkt in den Composer einstöpselst hast du eine Impedanzfehlanpassung und dein Signal wird dumpfer und lebloser werden. Den Kompressor im SERIELLEN Effektweg zu betreiben ist die übliche Variante. Du hast halt dann den EQ vor dem Kompressor und musst bei jeder EQ Veränderung (speziell im Bassbereich) den Kompressor nachstellen. Der Vorteil an dieser Position ist vor allem, dass das Noisgate hier sehr gut funktioniert. Probier einfach beide Varianten aus und entscheide selbst, was DIR besser gefällt!
 
Zwischen Bass und Preamp ist kompletter Unsinn. Nen Kompressor hat keinen geeigneten Vorverstärker, sondern braucht nen Line Signal, das der Bass (auch nen aktiver) nicht liefern kann.

Nen Kompressor gehört zwischen Preamp Out und Power Amp In, allein auch zum Schutz der Boxen. Auch andere Serielle Wege können problematisch sein, da die Pegelanhebungen vom EQ z.b. noch kommen können.
Nen Kompressor gehört ganz nach hinten in die Kette, wie gesagt so dicht wie möglich vor den Power Amp.
 
Zwischen Bass und Preamp ist kompletter Unsinn. [...] Auch andere Serielle Wege können problematisch sein, da die Pegelanhebungen vom EQ z.b. noch kommen können.
Nen Kompressor gehört ganz nach hinten in die Kette, wie gesagt so dicht wie möglich vor den Power Amp.
Hmm... demnach mache ich ja alles falsch, aber dennoch arbeitet mein Kompressor wie er es machen soll.

Du hast zwar Recht, wenn du sagst, dass ein Kompressor Line-Pegel benötigt, um vernünftig arbeiten zu können... aber Line-Pegel kann man auch erreichen, ohne dass der Komp. zwischen Preamp-Out und Endstufe hängt. Ich habe es bspw. so realisiert, dass ich (vereinfacht dargestellt) aus meinem Bass in einen EQ direkt vor dem Kompressor gehe. Zum einen Kann ich so noch ein kleinwenig am Sound drehen und zum anderen pusht der EQ den Pegel auf Line-Level, welcher dann in den Komp. geht. Dort wird dann problemlos komprimiert und m.H. des Output-Reglers des Komp. der Pegel in etwa wieder auf ein "normales" Instrument-Level gebracht.

So ganz ohne "Vorverstärker" arbeiten Rack-Komp. in der Regel nicht einwandfrei, da sie idR eben für Inserts an Mixer u.Ä. konzipiert wurden. Afair gibt's aber auch Kompressoren (Bodentreter sowieso), die mit Instrumenten-Pegel ganz gut zurecht kommen.

Greets. Ced
 
stimmt, klappt auch. Damit ignoriert halt der Kompressor alles, was später noch im Preamp passiert, insofern ist das Setup für mich nicht wirklich optimal. Wenn du den Kompressor aber nur als Effekt einsetzt, und nicht als Limiter/Boxenschutz, dann kann so ein Setup auch sinnvoll sein. Ich machs halt anders ;-)

Ich halte die Aussage der Behringer Hotline (RackComp kommt zwischen Bass und Preamp) nur für nen bisschen am Ziel vorbei. An die Bodentreter hab ich ehrlich gesagt überhaupt nicht gedacht...
Aber probieren hilft, mir fällt zumindest nicht ein, wie man damit was kaputt machen könnte :D
 
Kaputt gehen kann nichts, wenn man mit normalem Menschenverstand bestückt ist... und die Hotline-Aussage halte ich ebenfalls als zu pauschal.

Den Kompressor in meinem Rack (also an letzter Stelle vor dem Preamp) nutze ich nicht als Effekt, sondern als Kompressor(nicht Limiter)/Boxenschutz. Komp. einstellen, EQ am Preamp einstellen und Gain vom Preamp so anpassen, dass bei hartem Anschlag/Slap/Pop nichts clippt. Evtl. noch mal am Komp. etwas nachregeln, dann wieder die Prozedur bis es eben passt. Macht den Sound etwas dichter/fetter.

Aber wie überall ist das hier wohl auch Geschmackssache...

Greets. Ced
 
Stimmt, dadrüber zu diskutieren macht echt wenig Sinn.
Aber rein interessehalber, warum sieht das denn bei ir so aus, wie es aussieht, hast du die anderen Positionen mal durchgetestet? Ich bin meistens schon in dem Bereich, das mein Preamp clippt, machts nen bisschen dreckiger :D, daher wär das nicht uninteressant...
 
Das der Behringer Composer einen Linepegel braucht ist absoluter Blödsinn. Dieser Kompressor hat wie auch sein Vorbild der dbx 166 einen -10/+4dB Umschalter. Die -10dB sind Instrumenten Level und deshalb funktioniert das auch sehr gut. Wie ich oben geagt habe darf man natürlich nur mit einem aktiven Bass mit niedriger Impendanz reingehen. Mit passiven Bässen geht es nicht!
 
Die -10dB sind Instrumenten Level und deshalb funktioniert das auch sehr gut.
Nein, das hat damit nicht viel zu tun. Es sind nur jeweils zwei verschiedene Arbeitspegel-Standards... hier der Unterschied: http://www.soundonsound.com/sos/may00/articles/digital.htm
Btw, bei deinen "dB"-Angaben fehlt der Bezug auf V bzw. u.

@beowulf666: Ja, ich habe auch andere Positionen ausprobiert, letztendlich kam für mich der Komp. nur direkt vor dem Preamp (und nach dem EQ) oder im FX-Loop in Frage. Hier arbeitet der MDX einfach am saubersten und ist imho am besten "beherrschbar", also ich komme somit innerhalb kurzer Zeit zum besten Ergebnis.

Greets. Ced
 
So, mal "Fakten" (offizielle Angaben zum MDX2600, http://www.behringerdownload.de/MDX2600/MDX2600_SPECS_Rev_B.pdf ) ;):

die Eingänge sind umschaltbar zwischen +4dBu und -10dBV

Also geht es mit Instrumentenpegel, zumindest meistens.

Bei -10dBV ist die Impedanz bei unsymmetrischem Signal (Instrumentensignale sind bei passiven Instrumenten konstruktionsbedingt unsymmetrisch, aber auch aktive Instrumente haben so gut wie nie eine Symmetrierung) 90kOhm (1kHz).
Also für passive Instrumente zu niedrig, so dass es zu Klangverlusten (Höhendämpfung) kommen kann.
Mit aktiven Instrumenten sollte dieser Eingang aber funktionieren, was zahlreiche Rackkompressor-nach-Instrument-Benutzer auch schon feststellen durften.

Einige Leute benutzen 2-kanalige Rackkompressoren so, dass sie nach dem Instrument eine Kompression einstellen und zwischen Preamp und Endstufe einen Peaklimiter - ob der MDX2600 wirklich als schneller Peaklimiter taugt, weiß ich nicht.
 
Vielen Dank für die Rückmeldungen. Ein wenig tendieren alle Aussagen wieder in die Richtung, daß alles möglich ist ... Habe jede Variante mal getestet und bin bei der Lösung gelandet, den Kompressor zwischen Ausgang PreAmp des Top-Teils und Endstufe zu hängen. Interessant ist, daß er dort wesentlich massiver wirkt, als zwischen Bass und Eingang Top-Teil (quais als Effektgerät).

Vielen Dank für die Beiträge
NilConan
 

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