Fetter Sound nur mit Les Paul?

Da sieht man eigentlich nur, was so ein Axe-FX für ein "Gleichmacher" ist. Lustig ist sowas natürlich schon, aber mit solchen Videos kann ich solche Amps nicht mehr als Verstärker ansehen, sondern eher als Verbieger, was Verstärker eigentlich nicht in einem solchem Ausmaß sollten.

Das Axe ist ja kein Verstärker im eigentlichen Sinn(keine Endstufe), sondern ein Amspsimulator, Preamp und Effektgerät (mit abgefahrenesten Optionen).
 
Das stimmt, frama78, aber ich kann dem Ding trotzdem nichts abgewinnen. :D
 
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Ich kenne einige Musiker,die nach AXE FX wieder zum Röhrenamp zurückgekehrt sind.Bei mir war`s zum Rekorden nur ein Eleven Rack,anfangs ganz witzig und bequem!!Mit der Zeit hat das Teil nur noch rumgestanden und ich hab wieder meine Röhren und ! Transistoramps benutzt(beides !!).Zum Zerren eindeutig Röhre,zum Clean spielen nutze ich einen Henriksen Amp (für den warmen Jazzton,Transistor),für Funk,etc. den Fender Hot Rod .An Röhrenamps hatte ich in meinem Leben viele,von alten Fendern,Boogies,Marshalls,Burman,Kitty Hawk,H&K,diverse Engl`s,etc.-auch ein " Vintage " Transistor Preamp (Rath,PCL,...)steht noch hier rum-aber das ist auch kein wirklicher Röhrenersatz,wenns richtig braten soll-leicht angezerrt klingt sie gut,auch clean.Den Unterschied hört man eh nur im direkten Vergleich ,wenn man selbst spielt.
 
Ich habe mich mal „quer“ durch den Fred gelesen.

Viele hier kommen mit diversen Vorschlägen und Meinungen was alles den „fetten“ Sound beeinflusst.
Und es stimmt ja, man hat viele Möglichkeiten den eigenen Sound „fett“ zu machen. Angefangen von PUs über Pedale bis hin zum Amp - aber ebenso Fakt ist, das eine Gibson Les Paul nun mal konstruktionsbedingt fetter kling als eine Fender Strat. Da kannst du mit diversen Zubehör „andicken“ soviel du willst. Wobei es ja noch nicht einmal eine Gibson sein muss, sondern einfach ein Instrument mit den gleichen Konstruktionsmerkmalen – z.B. eingeleimter Hals, Humbucker PUs, dicker Korpus etc. pp.. Die LP ist im Vergleich zur Strat bei gleicher Ampeinstellung definitiv fetter.

Testaufbau: Eine Strat mit einem guten Amp, der so richtig „fett“ eingestellt ist. Eine Soundeinstellung die dich einfach umhaut. Jetzt lässt du diese Einstellung und wechselst auf eine Les Paul – der Soundunterschied ist beträchtlich. Die Les Paul kling einfach runder, fetter, dicker, satter.

Natürlich ist es so, dass man seine Strat (oder ähnliche Modelle) schon richtig mit einem dicken Sound einstellen kann. Aber die Anfangsfrage war ja ob die Gitarre da so viel ausmacht und da muss man sagen – Ja! Aber nicht unbedingt nur Gibson, sondern alle Gitarren die so konstruiert sind.

Ich spiele beides und immer wenn ich zur Strat wechsel ist der Sound dünner und leiser – das ist eben so. Jetzt kann ich mit viel Aufwand die Strat anpassen aber warum? Das ist es doch gerade – zwei Gitarren mit unterschiedlichen Sounds um unterschiedliche Klänge zu realisieren. Warum soll eine Strat wie eine Les Paul klingen? Wo ist der Nutzen?

Gruß
 
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Superstrats sind für mich eines: Alleskönner. So wirklich Charakter haben sie aber nicht.
Naja, so ´ne Suhr HSH Superstrat hat sehr wohl Charakter und kann auch sehr fett sein. Preislich ebenfalls auf Gibson Niveau ^^
Aber Les Paul bleibt Les Paul.
 
Im Prinzip weiß ich, was du meinst. Das Mahagoni und das Konzept ohne Tremolo sorgen für "einen fetten Arsch". Das wirst du wohl meinen, insbesondere Powerchords profitieren ungemein hiervon.

Andererseits muss man aber auch sagen, dass durch die Ahorndecke sehr viele Höhen und obere Mitten dazukommen. Dies führt meiner Meinung nach dazu, dass die meisten LPs in den Mitten ein kleines Loch haben. In diesem Bereich klingen Strats mit Humbucker in der Regel deutlich fetter, was sich insbesondere beim Solieren zeigt.
 
Kleine Erfahrung von mir: ich besitze seit 22 Jahre eine schon 50 jährige Axe. Klassische solid-body holz mit 3 single-coil Pickups. Vor paar Wochen habe ich entschieden dass schon Zeit für Update ist und mit kleinem Geld ist eine Epiphone Les Paul Special II zu Hause gelandet. Die Puristen werden SP II oft nicht als LP anerkennen, als konstruktiv manche Sachen andere sind als bei der klassichen Konstriktion - bolt-on Hals und flaches Body. Laut der Hersteller Seite kriegt man trotzdem klassisches Les Paul Klang für kleines Geld. Als ich die Gitarre direkt mit den gleichen Einstellungen meines Ampes verbunden habe, war das Sound so FAT, unglaublich. Mit dem Hi-Gain Distortion Einstellungen spiele ich nur auf "treble" Abnehmer, Tone Poti auf High, sonst klingt sie zu fat. Nur zum experimentieren habe ich danach versucht mit der alten Gitarre solche Klang zu erreichen mit viel Bass usw auf dem Amp - keine Chance.

P.S. Im letzte Ausgabe von "guitar" Magazin, gibt es Interview mit Jeff Waters / ANNIHILATOR (der übrigens mit Epiphone spielt... naja nicht Paula SP II). Er wurde gefragt wie kriegt er so fette Riffs. Ein Mikro SM57 direkt vor die Box beim aufnehmen macht vieles.
 
Grund: Jeff Waters interview Info added
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Ich kenne einige Musiker,die nach AXE FX wieder zum Röhrenamp zurückgekehrt sind.Bei mir war`s zum Rekorden nur ein Eleven Rack,anfangs ganz witzig und bequem!!Mit der Zeit hat das Teil nur noch rumgestanden und ich hab wieder meine Röhren und ! Transistoramps benutzt(beides !!).Zum Zerren eindeutig Röhre,zum Clean spielen nutze ich einen Henriksen Amp (für den warmen Jazzton,Transistor),für Funk,etc. den Fender Hot Rod .An Röhrenamps hatte ich in meinem Leben viele,von alten Fendern,Boogies,Marshalls,Burman,Kitty Hawk,H&K,diverse Engl`s,etc.-auch ein " Vintage " Transistor Preamp (Rath,PCL,...)steht noch hier rum-aber das ist auch kein wirklicher Röhrenersatz,wenns richtig braten soll-leicht angezerrt klingt sie gut,auch clean.Den Unterschied hört man eh nur im direkten Vergleich ,wenn man selbst spielt.

Ich kenne JEDE MENGE Musiker, die wieder vom AXE auf den Röhrenamp zurück sind. Ist halt leider doch NUR ein Modeller :)
 
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Stimmt. Hab schon einige (auch sehr teure) Modeller angespielt und manche klingen wirklich sehr überzeugend, aber an den Sound bzw die Dynamik eines guten Vollröhren Amps ist noch keiner ran gekommen ;) Zumindest meiner Meinung bzw meinen Ohren nach.
 
Ausserdem, hat einer von euch schon mal einen Top-Player mit nem Kemper auf der Bühne gesehen ?
 
Ausserdem, hat einer von euch schon mal einen Top-Player mit nem Kemper auf der Bühne gesehen ?

Wobei man hier jetzt fairer weise dazu sagen muss, dass das ja nix zu sagen hat.
Das was man sieht ist ja nich selten gar nicht das, was man hört.
Gerade Live gehört halt immer noch sehr viel Image dazu und es werden genug Teile einfach nur wegen der Optik auf die Bühne gestellt.
 
Wobei man hier jetzt fairer weise dazu sagen muss, dass das ja nix zu sagen hat.
Das was man sieht ist ja nich selten gar nicht das, was man hört.
Gerade Live gehört halt immer noch sehr viel Image dazu und es werden genug Teile einfach nur wegen der Optik auf die Bühne gestellt.

Das mag vielleicht für irgendwelche Wannabees gelten oder man stellt 10 Dummie Stacks auf die Bühne damit es besser aussieht aber normalerweise macht es ja keinen Sinn Zeugs nur der Optik halber mit sich herumzutragen.

Meine Erfahrung ist, so toll sich die Modelling Geräte im Studio oder Zuhause anhören und man mit ihnen herumspielen kann, so unzweckmässig erweisen sie sich im Livebetrieb wo man einfach auf die schnelle mal am Volumen- oder Tonknopf drehen muss. Und gegen einen Bandkollegen mit Röhrenamp fehlt auch einfach die Durchsetzungsfähigkeit.
Fürs Recording wieder würde ich einem Modeller den Vorzug vor Plug Ins geben, weil man beim Modeller direkter hören kann was man spielt (ich jedenfalls).
 
Ausserdem, hat einer von euch schon mal einen Top-Player mit nem Kemper auf der Bühne gesehen ?

Mir faellt der Interpret nicht ein, aber ich hab durchaus schon ein Interview von jemandem gelesen, der live komplett auf Kemper umstieg. Genauso wie du Axe-Fx auch hier und da live siehst oder Meshugga mit ihren Line6-Modelern spielt (oder mind. gespielt hat)
 
Man mag davon halten, was man will, aber der Typ aus der Helene Fischer Band, die Kollegen von Mando Diao, Alex Skollnick, J. Loomis... Die Savatage-Jungs spielen Axe-Fx.... Ich würde die jetzt nicht als wannabees bezeichnen.

Ich stimme zu: das, was man hört ist nicht immer das, was man sieht (Beispiel Status Quo mit ihren rießigen Marshallwänden. Dahinter Stand ein einsamer AC30, der tatsächlich abgenommen wurde.

AAABER: gehts hier um Les Pauls oder schon wieder um Modeler? Ich kann nur sagen, dass meine Strat mit einem heißen PAF so fett klingt, dass ich keine LP brauche (spiele aber trotzudem eine, weil sie geil aussieht) :-D
 
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Ausserdem, hat einer von euch schon mal einen Top-Player mit nem Kemper auf der Bühne gesehen ?
Es gibt viele Bands, die live mit Kempern, oder Axe Fx' spielen, z.B. Papa Roach, Periphery, Bullet for my Valentine oder Trivium (könnten auch beide sein, bin mir unsicher), Amon Amarth und von einem der Sabaton Gitarristen hab ich auch ein Bild gesehen, wie er gerade mit nem Kemper was aufnimmt, könnte also auch sein, dass die live welche benutzen, es stehen bei Sabaton-Shows schließlich keine Amps (mehr) auf der Bühne. Außerdem ist "Top-Player" sowieso sehr subjektiv.
Gerade bei den genannten Bands geht es auch vermehrt um Verzerrung und dann ist live sowieso egal, ob der Sound genauso klingt, wie z.B. von nem Rectifier, oder nur ähnlich.
 
Schließe mich dem allgemeinen Tenor an.
Zumindest im Hard Rock / Metal Bereich kommt es Live eh nich so auf die Details der Details an und da gibt es mittlerweile mehr als genug professionelle Musiker, die auf Modeler umgestiegen sind.
Darauf wollte ich mit meiner Aussage ja auch anspielen. ^^

Wie das jetzt in anderen Genres aussieht weiß ich zugegebenermaßen nicht so richtig.
 
Um zum Ursprungsthema zurück zu kommen: meinen mit Kloppmann und Dommenget Humbuckern ausgestattete Erle Strat klingt genauso fett wie meine St.Helens Paula, d.h. etwa so wie eine 59er LP.

Am fettestens klingt meinen Tremonti Singlecut, das ist vergleichbar mit einer LP Custom und EMGs oder Dirty Fingers Humbuckern. Man darf aber nie das Gesamtsetting aus dem Auge verliegen. Wenn ich am Amp die V Einstellung wähle und die Mitten rausdrehe klingt es ja gleich wieder ganz anders.

Wie sagt der SESSION Oli immer: der Humbucker liefert das Fett aber oben muss es schön brizzeln :)
 
Ich geb dir mit allem Recht, aber
[...] geht es auch vermehrt um Verzerrung und dann ist live sowieso egal, ob der Sound genauso klingt, wie z.B. von nem Rectifier, oder nur ähnlich.

ist mit Verlaub doch irgendwie sehr an den Haaren herbeigezogen. Das bisschen mehr Dynamik und Detail im Crisp-Clean des Boutique-Clean Amps ist jetzt "wichtiger" als das I-Tüpfelchen im Biss und der Härte des Attacks vom Peavey-HighGain? Zitat eines befreundeten Veranstaltungstechnikers hinsichtlich Sound: "Live ist sowieso IMMER ein Kompromiss." Das hat reichlich wenig mit Modeller vs. Amp oder gar der Musikrichtung zutun. Details im Gitarrensound kommen live nur eingeschränkt bis kaum rüber.
Was wiederum auch zum Topic passt, denn: Wer glaubt, dass live vor der Bühne noch der Unterschied von der Gibson Les Paul zur Humbucker-Bestückten Superstrat (auch bezogen auf "dem Fett-Anteil" im Sound) durchkommt....nja. Träumt ein wenig. ;)
Das meiste was wir Gitarristen nunmal für unseren super Sound machen ist und bleibt halt für uns. Bei der Bandprobe gibt's dann entweder glückliche Bandmitglieder oder Gemecker, weil iwas bei uns rummatscht. Aber kein Lob vom Drummer für das Carbon Copy Delay, weils ein kleines bisschen Wärmer klingt als das vorherige Digital-Pedal. Und das Publikum denkt: Klingt fett. Oder eben nicht. Aber das hat dann mit dem Bandsound zutun, und nicht der LP vs. Superstrat vs....X.
 
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Öhm wo sagte ich was von "wichtiger, als..."?
Nur weil ich sagte, dass vor allem bei Verzerrung die Unterschiede gering sind?
Zumal ich an deiner Stelle nicht irgendwas als an den Haaren herbeigezogen bezeichnen würde, wenn ich am Ende dasselbe sage. Du hast nämlich auch gesagt, dass live kaum Unterschiede wahrzunehmen sind. Ich hab eben das Beispiel Rectifier und Rectifier-Simulation genannt.
 
Öhm wo sagte ich was von "wichtiger, als..."?
Nur weil ich sagte, dass vor allem bei Verzerrung die Unterschiede gering sind?
Zumal ich an deiner Stelle nicht irgendwas als an den Haaren herbeigezogen bezeichnen würde, wenn ich am Ende dasselbe sage. Du hast nämlich auch gesagt, dass live kaum Unterschiede wahrzunehmen sind. Ich hab eben das Beispiel Rectifier und Rectifier-Simulation genannt.

Ich denke das es Live den meisten Nicht-Gitarristen auch egal ist, ob da im Hintergrund ein Marshall, Peavy, Rectifier oder eine Simulation der genannten tönt. Hauptsache laut, oder fett, oder viel Zerre oder was auch immer. Für mich persönlich hat ein in meinen Ohren "guter" Sound etwas mit wohlfühlen zu tun. Und wenn ich mich auf der Bühne wohlfühle spiele ich einfach entspannter als wenn ich mich nicht wohlfühle. Um mit Hendrix zu sagen : whats good or bad doesn't matter to me. What does matter is Feeling or not Feeling.
 
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