Cajon Rhytmus von Rockin all over...

muck22
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...the world...

mal ne (ganz blöde) Frage: gibt es irgendwo die Möglichkeit, an Noten für bestimmte Stücke zu kommen, die ich mit der Cajon spielen möchte. Oder spiele ich frei improvisiert nach Gehör?
In den Büchern von M. Röttger oder M. Philipzen sind ja (einzelne) Stücke aufgeführt. Wenn ich jetzt aber beispielsweise o.g. Stück spielen möchte....

Danke für eure Antworten

K@y
 
Eigenschaft
 
Solche Sachen kann man doch auswendig und vom Gefühl her spielen! Um welchen Zweck geht es denn, Lagerfeuerstimmungsmusik, oder ein Konzert? Ich schätze mal ihr wollt einfach unter Freunden ein wenig Musik machen, noch jemand mit ner Akkustikgitarre oder so? Dann stell dir mal vor wie blöd das aussieht da mit Noten anzukommen ... sowas musst du im Gefühl haben, finde ich. Hör dir den Song an und überlege dir wie du den Groove auf Cajon überträgst, zumal Rockin all over the World eh das Einfachste auf der Welt ist: Bum Zack - BumBumZack - ... ;)
 
Bum Zack - BumBumZack - ... ;)

:D

klar, geht hier sicher auf die Weise.
Danke!
Trotzdem hätte es mich interessiert, wie "man" das üblicherweise so angeht. Aus dem Bauch/Gefühl heraus, oder eben mit irgendwelchen Noten". Wäre vielleicht nett, um als Cajon Anfänger mal so ein paar Anhaltspunkte zu haben. Spiele sonst Congas Bongos und Djembe/Buga. Und da haben wir auch Noten...

Aber ans Lagerfeuer mit Notenstständer.... :great:
 
Spiele sonst Congas Bongos und Djembe/Buga. Und da haben wir auch Noten...
Spielst du auch Schlagzeug, denn wenn du Drums einigermaßen kannst, ist es ein leichtes von dort auf das Cajon sich runterzurationalisieren das es passt... :great:


Grüße,
mb :)
 
Spiel ausm Bauch raus, dann klingt es lebendiger... es groovt mehr :cool:
 
Spiel ausm Bauch raus, dann klingt es lebendiger... es groovt mehr :cool:

Genau das ist der Punkt. :great:

Cajon ist ja im Prinzip auch nichts anderes als wenn du Congas/Bongos spielst. Klar, man lernt von Noten aber irgentwann, gerade wenn du anfängst Songs (nach-)zuspielen solltest du, wie schon erwähnt, einfach aus dem Gefühl heraus spielen. Die Grooves sind ja meist sehr einfach und Fills sollten sowieso Fantasie sein. Einfach immer wieder verschiedene Musik hören und Inspiration holen :D
 
Bongos nach Noten??? :confused:

Das ist krass!

Mal ehrlich, wenn du Bongos spielen kannst bist du bestimmt auch der Floating-Hands-Technik zugetan? Geh ich mal von aus.

Genau diese kannst du ohne weiteres aufs Cajon übertragen - du wirst sehen es rockt auf Anhieb!

Denk nur daran (vorrausgesetzt du bist Rechtshänder) das du mit der linken die Ghostnotes nicht auf der Bassebene spielst - das klingt dann leicht etwas rumpelig...
Machs einfach wie bei der Bongo wo du mit der linken die zwischenschläge auf der Macho spielst.

Alleine ist das immer schwierig - setz dich mal mit deinem Kumpel(s) zusammen mit Gitarre oder was auch immer und dann fühlst du schon wie dir der Groove in die Pfoten steigt wenn der mit nem Song anfängt! Dann steigst du meinetwegen mit nem Fill ein und ab geht die Luzi!

Wenn nicht dann solltest du evtl. drüber nachdenken ein anderes Instrument zu spielen... ;) Ist nicht böse gemeint!!!

Falls du oder hier irgendwer allerdings Noten oder sowas fürs Cajon hat oder darüber mehr weiß würde mich das brennend interessieren wie sowas aussieht und wie man das umsetzen soll - stelle mir das recht kompliziert vor - beim Schlagzeug ists ja relativ simpel da man ja die verschieden Instrumente ansteuert aber beim Cajon o.ä. ists doch eher auf der "Bauchebene" wie mans spielt?!

Grüße,

der schmiddo
 
muck22
  • Gelöscht von mb20
  • Grund: Doppelpost...
Spiel ausm Bauch raus, dann klingt es lebendiger... es groovt mehr :cool:

mach ich bisher auch genau so. Unser "Chef" meint immer "das groovt sich dann schon ein"

Schlagzeug spiele ich (noch) nicht. Haber erst mit Percussions angefangen, aber wer weiss...

schmiddo schrieb:
Das ist krass!

Mal ehrlich, wenn du Bongos spielen kannst bist du bestimmt auch der Floating-Hands-Technik zugetan? Geh ich mal von aus.

Genau diese kannst du ohne weiteres aufs Cajon übertragen - du wirst sehen es rockt auf Anhieb!

Klar geht das auch nach "Noten". Oder zumindest lassen sich die Handsätze auf diese Weise einigermaßen aufschreiben. Man muss sich halt auf irgendeine Notation einigen. Und da bietet sich Bass - Open - Slapp ... an (wird dann mit B - O - S) notiert und die Geschwindigkeit wie bei "normalen" Noten auch. Meistens 8tel/16tel. Dann gehts recht gut und man kann das im Kurs geübte zu Hause gut nachspielen. Bei Bongos ist es etwas simpler, da geht es halt hauptsächlich um die Open und die Betonungen.

Eigentlich bin ich so auch zunächst auf die Cajon gekommen, indem ich die Congahandsätze vereinfacht auf der Cajon geübt habe. Klappt prima.

Also: ausm Bauch raus mit Gefühl begleiten, bis es sich eingroovt! Danke an alle!

K@y
 
(...) Wenn ich jetzt aber beispielsweise o.g. Stück spielen möchte...

Bei dem Titel handelt es sich weitestgehend um eine Viertelstruktur. Das heißt:

1 2 3 4
x x x x
B S B S

(Anm.: lässt sich mit den hier verfügbaren Mitteln leider nicht so formatieren, wie´s nötig wäre)

… und ein relativ offen gespieltes HiHat – ebenfalls auf den Zählzeiten. Beim Refrain kommt dann ein Tamburin auf den Achteln dazu.

Ich finde, dass für das Grund-Feeling in dem Song diese "schwere" Viertelstruktur sehr wichtig ist. Das Tamburin während des Refrains bringt demgegenüber dann so eine Art Schwebe-Feel rein (macht´s also leicht). Das ist es u. a. doch, was den Titel so klasse macht, oder nicht?

Von daher – lieber schmiddo ;-) – finde ich die pauschalen Hinweise auf Ghostnotes und Zwischenschläge (Floatings) nur wenig dienlich. Da hat man dann ganz schnell so´n Brei.

Mal ausgehend davon, dass ursprünglich gar nicht von Lagerfeuer o. ä. die Rede war, wäre die vielleicht direkteste Übertragung auf Cajon: linker Fuß tritt Hihat, linke Hand schlägt Bass und Snare im Wechsel, rechte Hand schüttelt während der Refrains ein Tamburin.

Zum Thema "Noten": Was ist letztlich denn "Gefühl"? Wenn etwas motorisch routiniert umgesetzt wird, dann ist die Ursache dafür, dass sich das Großhirn mit der sog. "Handlungsplanung" nicht mehr allzu sehr auseinandersetzen muss. Automatisierung von Bewegung entsteht dadurch, dass nach und nach das Kleinhirn die Koordination übernimmt, sodass das Großhirn parallel dazu andere (überlegte) Handlungen initiieren kann. Bestes Beispiel: Autofahren. Nach kurzer Zeit ist es nichts mehr, worauf wir uns vordergründig konzentrieren müssen. Es ist überhaupt kein Problem, nebenbei an ganz andere Sachen zu denken oder auch zu telefonieren etc. – Noten (bzw. Notationen) sind eine Verbildlichung von zeitlich-akustischen Ereignissen, die dem Großhirn eine Hilfe für die entsprechende Handlungsplanung sein kann. Durch häufige Wiederholung (Üben) verschieben sich die koordinative Zuständigkeit zunehmend in Richtung Kleinhirn und das Tun wird weitgehend unbewußt (automatisch) und "rund". Wenn das dann im Einklang mit anderen Menschen (z.B. im Sport), Maschinen (im Beruf), Klängen (z.B. in der Musik) usw. ist, fühlen wir uns wohl, weil wir in etwas aufgehen und uns dafür nicht mehr sonderlich zu reflektieren brauchen.

Problematisch können Noten werden, wenn sie sich sozusagen vor das Gefühl stellen, d. h. Musikmachen nur möglich wird, wenn ich mich an einem Notenblatt festmachen kann. Ist dann wie Fahrradfahren mit Stützrädern. Irgendwann ginge es auch ohne, aber das Kind traut sich nicht und das erste Mal ohne die Dinger setzt alle erworbene Routine außer Kraft. Das liegt an Stress, weil sozusagen das Großhirn in einem solchen Ernstfall sich nicht auf das Kleinhirn verlassen mag. Kann es ja auch nicht, weil ja nur das vom Kleinhirn übernommen wird, was dem Großhirn nicht mehr bewusst sein muss. – Beispiel: schnell die Treppe runterlaufen. Tut man ganz unbewußt. Macht man sich´s aber auf halber Treppe bewußt, dass es doch ganz erstaunlich koordiniert ist, kommt man aus dem Rhythmus und es wird gefährlich.

Für´s Musikmachen ist es unabdingbar, sehr viele (!) Grundlagen in jeweils (!) automatisierter Form zur Verfügung zu haben. Aber gleichzeitig ist es immer wichtig, dass man sich auch fragt, ob die eigenen Automatismen tatsächlich für den konkreten Titel gut sind, oder ob es sich nicht angebracht ist, sich neue (zusätzliche) Automatismen anzutrainieren, die dann das Gefühls- und Ausdrucksrepertoire erweitern.

Musikmachen ist für mich letztlich, dass Routine und Kontrolle, Bauch und Verstand usw. sich in einem Waage-Zustand befinden. Ich probier hier mal eine These: Das motorische Tun akustisch wahrnehmen und mit mir (in einer Situation) und einer (geistigen) Intention in Einklang bringen. – Ich lass das jetzt mal so stehen :screwy:

Ich muss beispielsweise zugeben, dass ich große Schwierigkeiten habe, auf dem Cajon eine solide Achtelstruktur in gemäßigtem Tempo zu trommeln. Ganz unwillkürlich (d.h. routiniert) verfalle ich (z.B. nach einem Break) immer wieder in eine Sechzentelstruktur, indem ich mit links die Tips einfüge. Selbst wenn die gar nicht hörbar sind, verändert sich sofort das Feel – allerdings eben insofern ich mich wohler fühle, nicht weil es für das Stück gut ist. Hier muss ich ganz eindeutig an meinem Ausdrucksrepertoire arbeiten.
 

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