Gitarre für Wurstfinger

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Nicola1
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Hallo!

Meine Mutter hat mir heute erzählt, daß mein Vater (heute 76 geworden) vor vielen Jahren auch mal Gitarre lernen wollte - hatte sich eine Gitarre gekauft und ein Buch etc. aber er hat leider keine Griffe zustande gebracht weil er ziemlich ausgeprägte "Wurstfinger" hat :redface:
Also hat er es wieder sein lassen...

Und weil ich ja gerade im Gitarren-Kauf-Rausch bin ;) dachte ich, ich könnte evtl. meinem Vater seinen "Jugendtraum" doch irgendwie erfüllen und ihm Weihnachten ein passendes Modell hinstellen. In dem Alter gibt es ja nicht mehr viel, was man seinem Vater schenken kann, und die Idee fand ich jetzt nicht schlecht...

Gibt es sowas denn, also Gitarren-Hälse mit besonders weit auseinanderliegenden Saiten? (nur zur Info, bin Nicht-Gitarren-Spieler und daher völlig unbedarft was Fachausdrücke angeht, auch wenn mittlerweile weiß was Cutaway und Dreadnought ist, dank Wikipedia :D )

Wäre klasse wenn ihr auch hier (wie im "Leicht bespielbare Gitarre gesucht"-Thread) ein paar Tipps für mich hättet.
Merci vielmals!

Nicola
 
Eigenschaft
 
Wenn es doch eine Stahlsaitengitarre sein soll hat Seagull einige Modelle mit Halsbreite am Sattel von 46 mm (statt den eher häufigen schmalen 42 - 43 mm).
Und die Firma Crafter bietet einige Modelle mit 45 mm Halsbreite am Sattel.
 
Dann läßt sich also eine Konzertgitarre mit Nylonsaiten LEICHTER spielen als eine Western? Ich dachte immer es ist umgekehrt... :redface:
Dann wäre eine Konzertgitarre auch für meinen Sohn (7) der demnächst anfangen möchte, besser, oder.... :confused:
 
für konzertgitarre braucht man i.A. etwas mehr kraft, für western zwar weniger, aber da hat man die dünnen einschneidenden unangenehmen saiten. westerngitarren haben meistens enger zusammenliegende saiten, richelle hat eine ausnahme genannt.

wie wärs mit ner westerngitarre mit 45/46mm sattel und dicken stahlsaiten?

dein sohn sollte mit konzertgitarre anfangen, da es dann leichter ist auf western oder e umzusteigen. man lernt wichtige techniken meiner erfahrung nach auf einer konzertgitarre sauberer und präziser. ausserdem lernt man da den klassischen fingerstyle der immer sehr hilfreich sein kann (lagerfeuersongs etc) und muss etwas mehr kraft für einige techniken (hammer ons und pulloffs) aufwenden, wodurch einem diese sachen bei western oder e nachher leichter von der hand fließen.
 
[HWOS] g30rG;2596941 schrieb:
für konzertgitarre braucht man i.A. etwas mehr kraft, für western zwar weniger,.

kann ich jetzt nicht so unterschreiben..meine hat 3 mm und lässt sich sehr einfach und angenehm spielen...auch bei höheren saitenlagen find ich das jetzt nicht schwerer, die saiten sind wesentlich elastischer.
Bei breitem Griffbrett fällt mir spontan die Flamencogitarre ein...haben oft ein Griffbrett von ca. 55 mm, entspricht etwa einer 8-saitigen e-gitarre :D, also sehr geräumig.
 
ich würde sagen, dass die kraft die man braucht verschieden ist.
eine nylonsaite herunterzudrücken ist einfacher als eine stahlsaite runterzudrücken.
allerdings fallen mir barree akkorde auf der klassischen etwas schwerer als auf der western, weil man eben die kraft über den kompletten finger ausüben muss, weil das griffbrett breiter ist

anfangen kann man eigentlich auf allen gitarrenarten.
man sollte halt beachten worauf man hinauswill: wenn ich verzerrt rockige sachen spielen will ist eine klassische gitarre nicht umbedingt das nonplusultra. ;-)

den vorteil mit klassischer gitarre im kindesalter anzufangen seh ich darin, dass man sich auch (zwangsläufig) eher mit noten beschäftigt, was (für mein persönliches empfinden) durchaus ein wichtiger bestandteil der musik ist. ich war schon öfter in situationen, wo mir jemand nen notenblatt hingelegt hat und ich da mitspielen sollte. wenn man keine noten kann bedeutet das großen aufwand ;-)
außerdem gibt es viel mehr klassische gitarren in kindesgrößen (1/4, 2/4) als andere gitarren
(und wenn der HWOS g30rG noch erklärt wieso man lagerfeuersongs mit fingerstyle spielt wär das noch ein grund. also bei meinen lagerfeuersongs stehen immer nur akkorde, und die werden ordentlich geschrammelt (strumming) und nicht gezupft (fingertyle))
 
Die hier würde auch passen, da sie ein wirklich schönes breites Griffbrett hat und meine Finger auch eher klein und fleischig sind :(
Die Gitarre lässt sich wunderbar bespielen, klingt geil, ist top verarbeitet und dazu noch preiswert!
Soll nur mal ein Tipp sein, ich da da noch mehr auf Lager (Baton Rouge L Modelle)....
ähnlich empfehlenswert was die "Handproblematik" anbetrifft!.

https://www.musiker-board.de/vb/git...-serie-jo-16-triple-o-modell-test-review.html

Das zu den Baton Rouges, alle genannten Gitarren kosten um die 200€ und haben massive Decken!!

https://www.musiker-board.de/vb/git...-dreadnoughts-3-gitarren-zum-vergleichen.html
 
Hallo Nicola,

für Gitarreneinsteiger (egal mit welchen fingern!) ist wenn möglich immer mit Konzertgitarre anzufangen.

Der Saitenzug ist halb so stark (ca 60kg) im Vergleich zu einer Westerngitarre (ca 120kg). und vor allem "schneidet" die Nylonsaite deutlich weniger in die Finger .... nicht JEDER entwickelt schnell schützende Hornhaut.
Auch der größere Saitenabstand macht das "danebengreifen" schwerer und das richtigspielen leichter :)

Bitte kaufe in einem Laden mit Rückgaberecht und suche auch das passende "Singheft" Notenheft (76= Volkslieder, Hits der 50er und 60er ..)

Der Hammer wäre natürlich wenn Du einen "Bekannten" kennst der ihm DAHEIM mal ein paar Akkorde zeigt. Peter Bursch ist zwar tlw verhaßt aber über eine Million Gitarrenschulen können nicht irren ... damit kann man im allgemeinen in 14 Tagen (bei etwas Übung) die ersten Lieder (Ein Bett im Kornfelde &Co) spielen.

Ach ja der titel: Peter Bursch Gitarrenschule 1 (mit CD zum hören und DVD zum kucken)

Von Westerngitarren (auch acoustic genannt) würde ich für einen großfingerigen erwachsenen Anfänger die FINGER lassen!

Gruß und toi toi toi
frank :)
 
Von Westerngitarren (auch acoustic genannt) würde ich für einen großfingerigen erwachsenen Anfänger die FINGER lassen!
frank :)

...seh ich jetzt nicht so.
Als Jugendlicher hat es mir am Anfang auch weh getan, meine Westerngitarre mit Stahlsaiten, das gibt sich....
Als Erwachsener hat man vll. etwas unempfindlichere Finger, vll. war er ja Hufschmid oder Schlosser...:D:D:D

Es gibt auch Stahlsaiten die einen geringeren Zug haben (silk and steel), wie auch etwas dünnere Saiten 10er, 11er............
Bei einer Konzertgitarre fehlen meist die Lagenmarkierungen, was es einem Anfänger erschwert, kein Problem da kann man sich behelfen.

Konzertgitarre ist sicher auch eine gute Empfehlung, jedoch würde ich eine Stahlsaitengitarre nicht kategorisch ausschliessen!

Man muss sich auch bewusst sein, dass der Lohn immer mit Mühe verbunden ist - und wer motiviert ist packt das auch.
Man darf nur keine falschen Vorstellungen haben, den schnellen Erfolg gibt es nicht.
 
für Gitarreneinsteiger (egal mit welchen fingern!) ist wenn möglich immer mit Konzertgitarre anzufangen.

Dies ist meiner persönlichen Einschätzung nach - bitte verzeihe die harten Worte - Blödsinn. Viele Westerngitarren sind deutlich leichter bespielbar (Saitenlage!) und "klingen" gerade für den Anfänger besser. Und gerade etwas schmalere Hälse und engere Saitenabstände machen es viel leichter, auch mal einen Griff zustande zu bekommen. Dies Konzertgitarren-Manie kenne ich vor allem nur aus Deutschland, der Rest der Welt spielt keine Nylon Strings, sondern vernünftige Acoustics (das, was wir in D komischerweise als "Western"gitarre bezeichnen :screwy:).

An den Threadersteller: hast Du eigentlich schon mal dran gedacht, dass Dein Geschenk auch das Gegenteil auslösen könnte? Was nun, wenn die Finger gar nicht mehr wollen (in dem Alter ja durchaus möglich) und erst recht nichts mehr geht? Was, wenn es damals schon nicht die "Wurstfinger" waren (es gibt viele Gitarristen mit fetten Grabschern, die es ja können), sondern fehlende Motivation oder fehlendes Talent? Würde ich mir jedenfalls genau überlegen...
 
An den Threadersteller: hast Du eigentlich schon mal dran gedacht, dass Dein Geschenk auch das Gegenteil auslösen könnte? Was nun, wenn die Finger gar nicht mehr wollen (in dem Alter ja durchaus möglich) und erst recht nichts mehr geht? Was, wenn es damals schon nicht die "Wurstfinger" waren (es gibt viele Gitarristen mit fetten Grabschern, die es ja können), sondern fehlende Motivation oder fehlendes Talent? Würde ich mir jedenfalls genau überlegen...

Diese Sache würde ich mir auch gut überlegen. Vor allem, weil man sich mit 76 bestimmt schon deutlich schwerer lernt als in einem jüngerem Alter.
 
Diese Sache würde ich mir auch gut überlegen. Vor allem, weil man sich mit 76 bestimmt schon deutlich schwerer lernt als in einem jüngerem Alter.
Stimme völlig zu. Gitarre spielen ist irgendwo auch Fingersport. Mit 76 noch damit neu anzufangen, könnte auch frustrieren. Und es sind ja nicht nur die Finger, es sind vielleicht mittlerweile auch die Ohren... Ich würde an deiner Stelle nicht voreilig was machen, ohne es vorher abzusprechen.

Was anderes wäre es vielleicht mit einem einfacher zu handhabenden Instrument, z.B. einem Strumstick. Das Risiko, denke ich, könnte man vielleicht eher eingehen.

Gruss, Ben
 
derMArk
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Ja, ihr habt recht, evtl. laß ich es auch bleiben.... dann waren's nur noch ZWEI Gitarren die ich kaufen "muß": für'n Mann und für'n Sohn :)
 

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