[Baubericht] "Nr.1" + "Nr.2" - Die Entstehung meiner ersten selbstgebauten E-Gitarren"


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[Baubericht] "Nr.1" + "Nr.2" - Die Entstehung meiner ersten selbstgebauten E-Gitarren"​

Der Bau meiner zwei ersten E-Gitarren liegt mittlerweile schon gut 33 Jahre zurück.
"Nr.1" existierte nicht sehr lange, aber "Nr.2" ist heute eigentlich wieder meine Lieblings-E-Gitarre, auch wenn es ein paar Pausen gab in denen sie eine gewisse Zeit auf "Platz Nr. 2" gerutscht ist.
Vielleicht interessiert es euch ja, wie ich mit 15/16 so meine ersten Schritte im Gitarrenbau gemacht habe?
Bilder wurden zu der Zeit leider eher weniger gemacht, aber zumindest die Überlegungen, Entwicklungsstufen und die Geschichte an sich, kann ich euch erzählen.

1986 - aus "Gei" wird "GeiGit" - Ein Geiger baut und lernt Gitarre​

Ich habe dieses Wortspiel mit meinem Nickname spontan gewählt, da mein persönlicher Werdegang ziemlich stark mit diesen Gitarren verknüpft ist und ich mir eigentlich ziemlich sicher bin, dass es ohne sie heute keinen "GeiGit" hier im Musiker-Board geben würde.
Ich spielte Geige seit ich sieben war, also seit meiner Einschulung 1978.
Irgendwann war mir aber die Klassik, die ich auf der Geige spielte, einfach nicht mehr genug und ich war mit etwa 13/14 fasziniert von meinem Englischlehrer, weil er Gitarre spielte und sang.
Ich sang ebenfalls schon seit ich klein war sehr gerne, aber das war ohne Begleitung irgendwie öde und die Geige eignete sich nicht als Begleitinstrument.
1986 war ich im zarten Alter von 15 Jahren und hatte meine ersten zwei Griffe auf einer klassischen Gitarre meines Bruders gelernt, die er kurz zuvor irgendwo auf dem Sperrmüll gefunden hatte.
Und dann hatte mein Bruder irgendwann dieses Werkbuch für Jungen bekommen:
51HbuxFysHL._SX371_BO1,204,203,200_.jpg

"Nr.1" entsteht​

Da waren tolle Dinge zum Nachbauen drin und mir hatte es irgendwie die E-Gitarre angetan.
Als ich dann auf dem Dachboden meiner Großeltern eine zertrümmerte Wandergitarre fand, die rausgeworfen werden sollte, beschloss ich den Hals dieser Gitarre zu nehmen und eine E-Gitarre daraus zu bauen.
Ich war damals, wie schon gesagt, so etwa 15 Jahre alt.
Gesagt, getan, die zertrümmerte Kopfplatte wurde von mir geleimt und aus zwei übereinander geleimten Tischlerplatten wurde der Korpus gezimmert. Die Schwalbenschwanz-Verbindung kürzte ich auf die 38mm-"Korpusdicke" und leimte das überstehende Griffbrett auf und den Schwalbenschwanz in den Korpus.
Die Gitarre spritzte ich weiß.
Ich bestellte ein "30-Mark-Tonabnehmer-Gitarrenschaltungs-Set" von Conrad Elektronik, welches aus einem Single Coil, einer Tonblende, einem Lautstärkeregler und einer Buchse bestand. Es sollte in Verbindung mit dem DIN-Eingang eines Kofferradios Töne aus dieser Gitarre entlocken.
Naja. Es kamen Töne raus :rolleyes:, es klang in etwa nach Gitarre, also wollte/musste ich jetzt Gitarre lernen, sonst wäre die Arbeit ja umsonst gewesen. ;)
Ich übte fleissig und es machte mir wirklich Spaß!
:m_git2:

Mein Klassenkamerad und damals bester Freund hatte zu seinem Geburtstag ein Keyboard geschenkt bekommen und ein anderer Klassenkamerad und Freund ein Schlagzeug.
Also bildeten wir drei spontan "eine Band". :m_git2::m_key::m_drummer:
Keiner konnte spielen, die Ausrüstung war ziemlich mau und wurde durch "gute" 80-Mark-Mikrofone und Mikrofonständer von Conrad komplettiert.
Wie gesagt, wir hatten keinen Plan, was wir spielen wollten, aber ruck zuck aus unserer Klasse noch zwei "Sängerinnen“ und eine „Managerin“. Es war ein rießen Spaß!
Wir nannten uns "The Tigers" - was bei allen anderen Klassenkameraden irgendwie eher eine Lachnummer, wie ein ernstzunehmender Bandname war. :nix:
:embarrassed:
Wir trafen uns im ausgebauten Keller des Schlagzeugers und hatten eine gute Zeit mit viel Spaß und Experimenten!
Mein Freund hatte sich einen großen "Lesley"-Verstärker für sein Keyboard gekauft, der einige Eingänge hatte. Da schloßen wir das Keyboard, die Mikrofone und Anfangs auch meine Gitarre an.
Irgendwie machte es wirklich Spaß und schien auch was dauerhaftes werden zu können, also machte man sich schon auch mal Gedanken über die Ausrüstung. ;)

Ein Verstärker muss her​

Es war natürlich klar, dass ich mir endlich einen Verstärker kaufen wollte, also hatte ich schon einen im Conrad-Katalog gefunden der mir ganz gut gefiel! Er kostete leider 400DM, hatte aber immerhin zwei Eingänge mit Klangreglung und einer davon sogar mit einem "Fuzz"-Regler für die Verzerrung. Er hatte 50 Watt und zwei 12"-Pappen. Die Krönung war die eingebaute Hallspirale.
Als ich den dann in den Kleinanzeigen in der Zeitschrift "Sperrmüll" gebraucht fand, fuhr ich mit meinen Eltern hin, testete ihn und kaufte ihn. Ich zahlte glaub 280DM.

"Nr1" schwächelt - erneuter Bruch der Kopfplatte​

Bei einem Transport im Kofferraum unseres Kombis fuhr mein Vater etwas forsch durch eine Kurve und der neue Gitarrenverstärker kippte und landete sauber auf dem Hals der danebenliegenden E-Gitarre.
Das hielt die damals geleimte Kopfplatte nicht aus und zerbrach in viele kleine Stücke. Da sie mir in ihrer klassischen Form sowieso nicht wirklich gefallen hatte "reparierte" ich sie sehr "professionell": Ich schnitzte eine neue Kopfplatte im "echten E-Gitarren-Design" aus Ahorn und dübelte sie stumpf mit zwei 8er, oder 10er-Holzdübeln auf den Hals. :unsure::rolleyes:
Hier sieht man die Gitarre mit dieser Kopfplatte. Das Design hatte ich selbst entwickelt und es gefällt mir auch heute noch! Das ist sozusagen "mein Design" und ich habe es später auch "wiederentdeckt":

1.Gitarre_bearbeitet3.jpg

Wie auch immer. Ich spielte sie einige Zeit, aber die Saitenlage wurde leider immer schlechter, da der verkürze Schwalbenschwanz nun nicht wirklich die beste Verbindung zu den beiden Tischlerplatten war und dadurch der Halswinkel immer negativer wurde. Auch die Dübelung der Kopfplatte war nicht die beste Lösung und war genauso weich.

Neue Inspiration​

Bei einer Saitenbestellung beim "Saitenversand" hatte ich mir in dieser Zeit das Buch "guitar electronics" mitbestellt und begeistert mehrmals durchgelesen.
Damals gab es ja noch kein Internet und ich habe daraus viel über Pickups, deren Klang, Schaltungsmöglichkeiten und noch einiges mehr gelernt.
IMG_20210404_184459.jpgIMG_20210404_184518.jpgIMG_20210404_184552.jpg
Mit all dem Wissen wollte ich dann den Singlecoil rausschmeißen und zwei "Golden 50ties"- Humbucker von Schaller mit "Spezialschaltung" einbauen.
Da hatte mir die Klangbeschreibung in dem Buch so gut gefallen, dass ich das unbedingt ausprobieren wollte.
Als ich meinem Bruder von dieser Idee erzählte fragte er: "Aber nicht in diese Gitarre, oder?" Ich sagte: "Doch, eigentlich schon". Er sagte darauf: "Bau Dir doch gleich 'ne gescheite, richtige E-Gitarre". - Und nach einigen Überlegungen kam ich zu dem Schluss: Er hat Recht!

"Nr.2" entsteht​

Also freundete ich mich mit dem Gedanken an eine zweite E-Gitarre zu bauen.
Beim Bau der "Zweiten" wollte ich die Dinge besser machen.
Also ging ich zum Werklehrer der Parallel-Klasse in der Schule, bei dem viele Schüler Instrumente in Jahresarbeiten bauen durften. Jede Menge Geigen, Bratschen, Celli, Akustik-Gitarren entstanden dort in den Werkräumen und ich hoffte auf etwas Hilfe bei meinem Projekt.
Auf meine Frage zum E-Gitarrenbau sagte er jedoch in etwa: "Eine E-Gitarre darfst Du hier nicht bauen. Nur "echte" Instrumente, die selber klingen. Aber ich habe dir einen E-Gitarrenhals, der ist von einem Projekt übrig geblieben und lehnt schon ein paar Jahre da hinten in der Ecke". Er zeigte mir einen 5-fach verleimten, durchgehenden Hals-Rohling, grob gefräst, mit großer Kopfplatte.
Ich bekam noch etwas Bunddraht und ein Ebenholz-Griffbrett-Rohling, gab ihm dafür die verlangten 165 Mark und ging eine Werkstatt weiter zu meinem Werklehrer.
Ich fragte, ob er mir noch zwei Seitenteile hat und ob ich die hier noch mit der Rauhbank anfügen und anleimen dürfe.
Er war nicht ganz so streng und er besorgte mir zwei Erle-Seiten, die ich dann anleimte. Eine davon hatte einen Ast, den plazierte ich im Bereich der oberen Tailierung in der Hoffnung, dass er dort später "gut aussehen" würde. Ich glaube die beiden Seitenteile kosteten mich 7 DM. ;)
Mit diesem "Gitarrenrohling" ging ich dann nach Hause und baute daraus meine zweite E-Gitarre "in Heimarbeit".

Doch ich war eigentlich weiterhin etwas überfordert. Vorallem mit der Form. Sie sollte schön und gut proportioniert sein - schön ausgewogen hängen und gut am Körper anliegen und ich wollte ohne Behinderung durch den Korpus bis zum 24. Bund spielen können. Somit schied die Les Paul- und Tele-Korpus-Form mit "Single-Cut" aus. Bei der traditionellen Strat gefiel mir die Kopfplatte nicht und die Hörner waren mir irgendwie zu rund. Bei den zu der Zeit modernen Ibanez-Formen gefiel mir die Kopfplatte, die ja auch eine gewisse Ähnlichkeit zu meiner selbst entworfenen hatte, aber die Hörner waren mir zu dünn und zu spitz.

Schaller Golden 50s​

Immer wieder war ich in meinem Lieblingsladen in Stuttgart auf dem kleinen Schloßplatz. Dort bestellte ich auch die Steg- und die Hals-Version des Schaller-Humbuckers "Golden 50" deren Klangbeschreibung, Versiegelung gegen Mikrofonie und Anschlußmöglichkeiten für diverse Schaltungen mich in meinem "guitar electronics-Buch" überzeugt hatten.
Hier im Board sind die Schaller Golden 50 bisher noch nicht so oft erwähnt worden, aber es gibt durchaus Gitarristen die sie mögen (klick).
Zu der Zeit damals gab es jedenfalls noch kein Musiker-Board und ich kannte auch keine E-Gitarristen persönlich, also verließ ich mich auf die Beschreibung im Buch.
Sie sollten jeweils 76 DM kosten und es war glaube ich tatsächlich die erste Bestellung mit Anzahlung, die ich ganz alleine und ohne meine Eltern gemacht habe!
Ich weiß nicht mehr wie lange die Lieferzeit war, aber als ich sie dann abholen durfte und diese "echten Pickups" in ihren Schachteln entgegen nahm und spontan noch cremefarbene DiMarzio-Rähmchen, Befestigungsschrauben und Federn dazu kaufte, war ich stolz wie Harry!
Als ich mir danach zum wiederholten Male die Gitarren, die im Laden hingen, anschaute, kam mir eine Idee, über die ich anschließend noch etwas nachdachte.

Ein "tollkühner Plan"​

In meinem Kopf formte sich diese Idee immer weiter zu einem richtigen Plan und eines schönen Tages in den Ferien war mir klar, wie ich ihn in die Tat umsetzen könnte: Ich klebte drei Mal jeweils zwei Blätter meiner Schreibtischunterlage nebeneinander, faltete sie zusammen, steckte sie in meinen Rucksack und ging früh morgens an einem normalen Werktag in meinen Lieblingsladen.
Wie erwartet war ich der einzige Kunde, ging an den Tresen, begrüßte die Verkäufer und unterhielt mich mit ihnen über meinen Gitarrenbau.
Dann fasste ich mir ein Herz und fragte: "Ich hab da mit der Form noch so meine Schwierigkeiten. Wäre es vielleicht möglich, dass ich mir die Form von zwei, drei Gitarren abzeichne?"
Sie schauten sich gegenseitig an, zuckten mit den Schultern, überlegten und sagten tatsächlich ja!!!! :juhuu:
Mein Herz sprang vor Freude!
Ich ging also in einen der Gitarren-Räume, packte eines der Doppelblätter und einen Bleistift aus, legte es auf den Teppichboden, schnappte mir eine meiner Lieblingsgitarren, legte sie auf das Blatt und zeichnete den Umriß ab. Zusätzlich nahm ich ein paar Maße, schrieb sie dazu, schob dann das Blatt quer mit der Rückseite nach oben unter die Saiten und rieb stark drüber, so dass sich die Bünde, Pickup-Rahmen usw. durch das Blatt durchdrückten.
Ich war schnell, und bevor einer der Verkäufer mal aus Interesse vorbeischaute wie ich das denn mache, war die erste Gitarre schon wieder an der Wand und das wertvolle Blatt im Rucksack und ich war schon bei der zweiten Gitarre.
Ich weiß nur noch, dass es ein komisches Gefühl war auf diese Weise mir die Größen zu beschaffen, abzuzeichen und zu -pausen, aber ich fand es sehr nett, dass ich das durfte und mir ab und zu interessiert über die Schulter geschaut wurde.
Ich hatte dann jedenfalls eine Strat und eine Ibanez abgezeichnet und hatte noch ein Blatt übrig.
Und dann nahm ich mir wirklich die schönste Gitarre, von der ich bis heute nicht mehr weiß was es für eine genau war. Ich weiß nur noch, dass sie eine tolle zweiteilige Vogelaugenahorndecke mit leichten Flammen hatte, in der Mitte eher natur-gelblich war und nach außen immer rötlicher wurde. Sie hatte goldene Hardware, eine Korpußform mit leichtem Absatz, kurz unter dem Endpin und ich fand sie einfach unerreichbar schön!
Ich dankte ihnen jedenfalls sehr, dass sie mir so geholfen hatten und ging dann glücklich mit den Formen und Maßen von drei Gitarren nach Hause!

Eine Mischung aus drei Formen mit eigenen Ideen und Änderungen​

Zuhause ließ ich nochmal alle drei Gitarrenformen auf mich wirken und machte mich dann daran aus allen dreien eine eigene Form zu gestalten. Ich kombinierte einfach das, was mir gefiel und gestaltete die untere Rundung leicht nach rechts geneigt, aber ohne Absatz, verkürzte das untere Horn, vertiefte den Ausschnitt um den 24. Bund sauber erreichen zu können und gestaltete den Übergang zwischen der konkaven Innenrundung der Hörner zur Außenrundung relativ rechtwinklig und spitz.
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Als ich dann irgendwann zufrieden war, schnitt ich diese Außenkontur aus dem Blatt aus, übertrug sie auf den Korpus und ging zu einem Kollegen meines Vaters in die kleine Schreinerei im technischen Dienst des Krankenhauses. Er lieh mir eine Stichsäge, mit der ich diese Außenkontur dann aussägte. Er fertigte auch kurz eine Schablone an mit der er dann die Ausfräsungen für die Pickups und das E-Fach mit der Handoberfräse ausfräste.
Danach raspelte ich die Bauch-Aussparung auf der Unterseite und die schräge Armauflage auf der Oberseite nach meinen Vorstellungen.
Anschließend durfte ich alles mit seinem Tellerschleifer glatt schleifen.
Mit diesem Rohling, der schon sehr viel mit der endgültigen Gitarre zu tun hatte, ging ich glücklich nach Hause, setzte den Spannstab ein und leimte das Ebenholz Griffbrett auf. Ich verwendete dazu zwar einige Schraubzwingen und kleine Bretter als Zulagen, aber nichts durchgängiges. Das man das noch besser machen kann, lernte ich erst einige Zeit später.
Nachdem ich das Griffbrett und auch den Übergang zwischen Hals und Korpus mit Raspel, Feilen und Schleifklotz nach langer Arbeit bündig zum Hals und zu einem sauberen Übergang gebracht hatte, schliff ihn einige Stunden lang mit diversen Schleifklötzen von Hand alles vollends glatt.
Hier seht ihr mich bei dieser Arbeit auf unserer Terasse auf der "Workmate" sitzend:
img001_bearbeitet.jpg
img003_bearbeitet.jpg
img002_bearbeitet.jpg

Hobeln des Griffbretts​

Bisher waren ja alle meine Griffbretter flach, also ohne jeglichen Wölbungsradius gewesen.
Das wollte ich diesmal anders haben und hobelte mit einem kleinen Handhobel eine Wölbung, die ich anschließend schön glatt schliff.
Ja, es war ein kleiner Handhobel aus Alu, der mit etwas dickeren "Rasierklingen" bestückt wurde.
Leider fehlte mir zuhause die Raubank und Ebenholz ist auch wirklich nicht einfach zu hobeln...
im Nachhinein würde man sagen: "Er bemühte sich"...
Ich dachte zwar, dass es mir gelungen wäre, aber später sollte sich herausstellen, das es mit dieser Wolbung leider nicht möglich wurde eine halbwegs gute Saitenlage einzustellen.
...so lernt man eben dazu...

Anzeichnen und sägen der Bünde​

Auch beim Anzeichnen der Bünde "bemühte" ich mich. Ich zeichnete eine saubere Mittellinie an, berechnete die Bundabstände mit meiner Formel und zeichnete sie dann mit dem Geodreieck auf.
Da ich das Maßband allerdings immer wieder neu anlegte sind mir wohl einige kleinere Ungenauigkeiten unterlaufen.
Als Säge hatte ich nur eine kleine Bügelsäge deren Sägeblatt eigentlich zu breit war und deshalb von mir seitlich abgeschliffen wurde. Mit ihr sägte ich etwa 1mm tief, kontrollierte aber das jeweilige Maß nach dem Ansetzen nicht nochmal nach.
deshalb schlichen sich auch hier leider weitere Ungenauigkeiten ein...
Auch den Nullbund sägte ich auf diese Weise, da mir die Anfertigung und Positionierung eines Sattels mit meinen Möglichkeiten zu aufwändig und ungenau erschien.

Einklopfen der Bünde​

Das Einklopfen des Bunddrahtes machte ich mit einem kleinen 100g Stahlhammer ohne Zulage auf meinen Knien. Das funktionierte ganz gut, gab aber natürlich kleine Macken auf dem Scheitel des Bunddrahtes.
Auch das war also nicht ganz ideal, zumal wohl auch mancher Sägeschlitz in der Mitte wohl doch nicht ganz die richtige Tiefe hatte.
Den Bunddraht schnitt ich mit einem Seitenschneider links und rechts neben dem Griffbrett ab und feilte anschließend jedes Bundstäbchen schön bündig von oben nach unten.
Und egal wie genau ich das machte und anschließend mit Schleifpapier drüber schliff um die scharfen Kanten zu entfernen... es gelang mir leider nicht so gut, wie ich das gerne gehabt hätte.
Aschließend klebte ich ein Schleifpapier auf ein planes Brett und schliff über die Bünde bis ich so tief war, dass alle Bünde etwas angeschliffen waren.
Damit egalisierte ich sie auf eine Ebene.

Montage des Steges​

Mein Steg war von Conrad Electronic. Es war ein ziemlich massiver, verchromter Metallwinkel mit sechs längen- und höhenverstellbaren massiven Saitenreitern. Die Saiten mussten von unten durch das Blech und durch die Saitenreiter gefädelt werden. Also ein "String through body-model". Zusätzlich hatte er den Rahmen für den Steg-Humbucker integriert.
Ich stellte die Saitenreiter ziemlich lang ein um genügend Korrekturmöglichkeit für die Oktavreinheits-Einstellung zur Verfügung zu haben. Dann positionierte ich ihn auf der Mittellinie mit einem Abstand von 640mm zum Nullbund. Nun zeichnete ich die Befestigungs- und Saitendurchgangslöcher an und bohrte sie auf einer großen Ständerbohrmaschine mit genügend Auslegung in der Metallwerkstatt im technischen Dienst meines Vaters. Trotz korrektem Lochanfang auf der Oberseite und passendem 90°-Winkel verlief der Bohrer doch im Korpus, so dass die Lochreihe nur auf der Oberseite aber nicht auf der Unterseite schön in einer Linie war. Schade.
Ich schraubte ihn mit zwei passenden großen Holz-Senkschrauben auf den Korpus. Die Schrauben saßen versteckt unter den Saitenreitern.

Anfertigen des Schlagbretts​

Das Schlagbrett fertigte ich aus weißem Polystirol aus dem Modelbaufachgeschäft an. Ich glaube es war damals 3mm dick. Das konnte ich gut mit meiner Dekupiersäge aussägen und dann von Hand mit Schleifpapier glätten und abrunden.

Entwurf der Gitarrenschaltung​

Mich faszinierten die im Buch beschriebenen Klangvariationen die aus den verschiedenen Schaltungsvarianten "Seriell (Humbucker)", "Parallel (Humbucker)", "Spule 1 alleine (Singlecoil)", "Spule 2 alleine (Singlecoil)", "Seriell out of phase", "parallel out of phase".
Also kaufte ich bei Conrad Electronic zwei 6-Stufen-Schalter mit vier Ebenen um beide Pickups jeweils in diesen Varianten schalten zu können.
Die beiden Ausgänge der Schalter sollten dann parallel geschaltet werden. Hier hatte ich noch keine anderen Ideen, also blieb es erstmal beim "Standard".
Dann wollte ich natürlich einen Volumenpoti und eine Tonblende.

Positionieren der Schalter, Regler und der Buchse​

Hier orientierte ich mich etwas an der klassischen Strat. Allerdings hatte ich mehr Elemente, also wurde es "in Anlehnung" eben "was Eigenes": Den Volumenpoti wollte ich möglichst nahe an der Hand, aber so, dass ich ihn nicht versehentlich verstellte. Dahinter die Tonblende und dann unten die beschriebenen zwei 6-fach-Schalter und die Ausgangsbuchse.

Die erste Fertigstellung​

Wenn man eine Weile an so einem Instrument baut, möchte man natürlich schnell zu dem Punkt kommen, dass man mal spührt, wie es sich spielt und dann auch hört wie es klingt.
Also verteilte ich die Schrauben so, dass die Potis und Schalter dazwischen entsprechend Platz hatten und zeichnete die endgültige Position des Schlagbretts an. Als ich mit Form und position zufrieden war, bohrte ich die Löcher ins Schlagbrett und schraubte es fest.
Dann zeichnete ich den Umriss des Schlagbretts auf das Holz an, schraubte es wieder weg und entwarf den Umriss für das E-Fach.
Das übertrug ich wiederum auf einen Karton und ging mit beidem wieder zum Schreinerkollegen meines Vaters. Er gab mir Holz, Anweisungen und die Stichsäge und ich erstellte daraus die Frässchablone.
Er spannte sie dann auf die Gitarre und fräste mir damit das E-Fach.
Auch für die von mir angezeichneten Kabelwege zu den Humbucker-Fräsungen, fräste er mir passende Kanäle.
Später bohrte ich die Bohrungen für Potis, Schalter und Buchse, montierte alles und setzte das Schlagbrett mit Humbuckern und Elektronik in die Ausfräsungen.
Es passte alles, also konnte ich mich an die Verkabelung machen.
Nachdem alles verkabelt war, montierte ich das Schlagbrett und zog Saiten auf.
Und endlich konnte ich die Gitarre an meinen Verstärker anschließen und hörte wie sie klang!
Ich war begeistert! Das war kein Vergleich zu meiner ersten E-Gitarre!

Der erste Auftritt der neuen Band​

Jetzt habt ihr schon so viel über die Gitarre lesen können, nun wird es endlich Zeit sie auch mal zu sehen, oder?
Das erste Mal, dass ich sie öffentlich gezeigt und gespielt habe, war bei unserem ersten "öffentlichen" Auftritt.
Unser Schlagzeuger hatte ja die Band verlassen. Daraufhin probte ich erst zusammen mit unserem Keyboarder bei ihm im Zimmer und wir versuchten uns an Titeln wie "Let ist be", "Knokin' on heavens door", "Planet Earth" und einigen selbst geschriebenen Songs.
Um etwas rhythmische Unterstützung zu haben, kauften wir uns den damals relativ neu herausgekommenen "Dr. Rhythm" und bekamen in Form eines weiteren Klassenkameraden dann sogar Unterstützung am Bass, den er auch ganz neu hatte. Er war kein blutiger Anfänger, da er schon ganz gut seine akustische Gitarre beherrschte.
Jedenfalls bauten wir unser Repertoir nach und nach auf, schrieben und probierten Songs usw. Da er ebenfalls Songs schrieb und sang, aber nur Gitarre und nicht Bass dazu spielen konnte, wechselte ich dann an seinen Bass und er an meine Gitarre wenn er sang.
Eines schönen Frühlingstages meinte der Vater unseres Keyboarders: Wir wollen heute draußen vor dem Haus hinter den Garagen grillen. Was haltet ihr davon, wenn ihr bissl was spielt?
Ja. Ganz spontan, nicht geplant im erweiterten Familiären Rahmen, ergänz von Leuten die vorbei kamen und die Musik hörten, fand unser erstes "Konzert" statt.
Das folgende Bild ist eines der wenigen Bilder aus dieser Zeit und stammt von genau diesem ersten Auftritt:
TheTigers_bearbeitet.jpg
TheTigers2_bearbeitet.jpg

Den Zuhörern hat es ganz gut gefallen und wir hatten unseren Spaß und konnten die ersten Erfahrungen sammeln.

Die erste Aufnahme​

Nicht lange danach kamen wir auf die Idee: Lasst uns das mal aufnehmen!
Also fragte ich meinen Vater, ob er nicht mal mit seinen zwei Mikrofonen und seinem Kassettenrekorder, mit dem er sonst das Trio oder Quartett meines Opas aufnahm, in den Proberaum kommen könnte um uns aufzunehmen.
Er machte es, baute die beiden Mikros irgendwie vor den beiden Verstärkern auf, über die ALLES lief und wir spielten einen Song nach dem anderen.
Leider habe ich die Original-Kassette nicht mehr. Es existiert nur noch eine Überspielung davon, die ich eher diletantisch mit meinem Walkman und dem Kofferradio meines Bruders gemacht hatte. Da blieb leider viel Qualität auf der Strecke, was mir meine damaligen Abhörmöglichkeiten allerdings "verschwiegen".
Wir waren jedenfalls total stolz "auf unsere Kassette" und ich weiß noch wie wir sie im Autoradio im Schullandheim allen Freunden und Freundinnen vorspielten die es hören wollten.
IMG_20210403_145638.jpg

E-Gitarren ohne Namen - Aber warum eigentlich?​

Ich glaube hier wäre ein ganz guter Punkt um den ersten Abschnitt meines Bauberichts zu beenden. Falls es euch interessiert schreibe ich natürlich gerne auch die weitere Werdensgeschichte auf, denn "Nr.2" wurde einige Male überarbeitet, umgebaut, repariert und modifiziert.
Als mir heute beim Schreiben des Thread-Titels wieder bewusst wurde, dass beide E-Gitarren nie einen Namen bekommen haben, dachte ich eine Weile darüber nach, warum dass denn so ist? :unsure:
Dabei wurde mir klar, dass sie einfach keinen Namen gebraucht hatten weil sie (nacheinander) immer "meine Gitarre" waren. Es gab immer nur eine, da ja "Nr.1" nach erfolgreicher Fertigstellung von "Nr.2" zerlegt und verschrottet wurde. Sie geriet auch schnell in Vergessenheit und erst "Nr.2" war dann auch gefühlt eine "richtige E-Gitarre" und auch so "wirklich selbstgebaut". (y)
Es gab also immer nur eine, also war die Bezeichnung eindeutig und reichte völlig aus. Manchmal sagte ich noch dazu, dass sie selbstgebaut war, aber für mich war sie schlicht und ergreifend "meine Gitarre", oder auch "meine Selbstgebaute".
Bis 1991 war sie tatsächlich meine einzige Gitarre und ich habe vor allem durch "Nr.2" das Bauen und Spielen der E-Gitarre gelernt. Es gab zwar noch eine alte Wandergitarre meiner Oma mit Riss im Boden, Nylonsaiten und schauderbarem Klang und die oben erwähnte, umgebaute Konzertgitarre meines Bruders mit schlimmer Saitenlage, aber die wurden von mir nur sehr selten und ungern gespielt. (Wen wundert's?).
1991 kaufte ich mir meine "Lowden", über die ich hier im A-Gitarrenbereich schon viel berichtet habe (klick).
Auch da bekam sie noch keinen Namen, aber beim Schreiben dieses Berichtes bekam ich immer mehr den Eindruck, dass sie "Nr.2" heißen darf. Das passt zu ihr, denn das ist sie und es ist Teil ihrer Geschichte.
Da ihre Geschichte auch in gewisser Weise meine Geschichte als Gitarrist begleitet hat, habe ich auch aus dieser Perspektive das eine oder andere zusätzlich erzählt, ich hoffe das passt für euch.

Ich hoffe jedenfalls, dass es euch insgesamt gefallen hat. :engel:
Bis demnächst, euer GeiGit

...Fortsetzung folgt
 
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E-Gitarren ohne Namen
Namen sind ja Schall und Rauch, und stiften auch Verwirrung und erhöhen die Voreingenommenheit.
Ich hab ja 2 von hiesigen, kleinen Gitarrenbauern, beide haben sozusagen Typenbezeichnungen (Toro & Tele Thinline), für mich hat das keine grosse Bedeutung, zum mal gerade die Tele Thinline ausser der Form vom Korpus nichts mehr mit einer sozusagen üblichen Tele Thinline zu tun hat:rolleyes:.
Ich freu mich schon auf die Fortsetzung(y).
 
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Eine wunderbare und sehr schön zu lesende Geschichte, @GeiGit. Ich freue mich auf die Fortsetzung.
 
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Sensationeller Bericht ;) (y) (y) (y) (y) (y) (y) (y) (y) (y) (y) (y) (y) (y) (y)
 
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Bitte mehr davon! Solche Stories sind es doch, die unser Musikerleben spannend machen. Wenn ich denke, wie ich damals auch selbst Gitarren gebaut habe .....

Alte Bilder sind sowieso unbezahlbar. Verrückt, was ich heute alles fotografiere und archiviere und wie wenig es aus meiner alten Musikerzeit gibt.
Aber das war halt so. 1978 sind wir ein Monat Inter-Rail durch ganz Europa gefahren und mit einem 36er Film ausgekommen. Heute käme ich von so einer Reise mit 3-4.000 Bildern zurück.
 
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Klasse geschrieben, mit viel "Seele" (y) Ich freue mich auf Teil 2!
 
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Sehr schön geschrieben und man spürt auch nach so langer Zeit immer noch das Herzblut, was Du reingesteckt hast!
 
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Toll, spielst du Nr2 noch ?
 
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Wow! Vielen Dank ihr Lieben! Freut mich, dass euch der Bericht gefällt!
Natürlich spiele ich Nr.2 auch heute noch!
Hier kommt der nächste Teil, es wir aber noch lange nicht der letzte sein!
Nr.2 hat in den 33 Jahren viele Veränderungen erfahren und ich werde euch an jeder teilhaben lassen. Versprochen!

Erste Überarbeitung​

Neues Griffbrett, neue Bünde​

Es kam ein gewisser Zeitraum in dem ich immer unzufriedener mit meiner Gitarre wurde, da einfach einige Bünde nicht gut positioniert waren und sie damit eben einfach nicht gut genug stimmte. Als die Band dann mal Pause machte, entschloss ich mich: Nutze die Gelegenheit und mach es einfach nochmal besser!
Also zog ich alle Bünde raus und hobelte das Griffbrett komplett runter, bis ich wieder den blanken Hals mit der Halsstabnut vor mir hatte.
Dann ging ich wieder zum Schreinerkollegen meines Vaters und fragte, ob er mir vielleicht ein Stück Holz für ein Griffbrett hätte?
Er fand tatsächlich ein passendes Palisanderbrettchen, hobelte es auf die gewünschte Dicke und leimte es gemeinsam mit mir auf die Gitarre.
Er fertigte dafür extra einige Zulagen an und ich freute mich total darüber! Das war schonmal viel professioneller als beim ersten Mal!
Als nächstes ging ich in meinen Gitarrenladen und kaufte mir 24 neue Bünde.
Nun wollte ich alles genau und richtig machen.
Da das Runden des Griffbrettes beim ersten Mal ja nicht so gut geklappt hatte, entschied ich mich dafür es diesmal einfach plan zu lassen. Die Vorteile des gerundeten Griffbretts standen gegen die erhofft größere Präzission des planen Griffbretts und ich war ja auch schon vorher mit planen Griffbrettern sehr gut klar gekommen. So fiel mir die Entscheidung sehr leicht!
Ich zeichnete eine saubere Mittellinie auf das Griffbrett und klemmte das Rollbandmaß diesmal so unter die Stegplatte ein, dass es richtig fixiert war und nicht mehr verrutschen konnte. Es wurde zu einem festen Bestandteil der Gitarre während dem kompletten Einsägen der Bünde. Beim gewünschten Nullbund zeigte es die gewünschten 640mm, bei den Stegreitern (bzw. schon gut 3mm davor) zeigte es 0mm an. Dann wendete ich wieder meinen bekannten Teilungsfaktor von 1,059463094 (zwölfte Wurzel aus 2) an und erstellte eine saubere Tabelle mit allen Maßen.
Damit man versteht was ich damit meine, füge ich hier mal den Screenshot einer entsprechenden Excel-Tabelle ab. Damals war es natürlich ein Blatt Papier und ich rechnete mit einem Taschenrechner und nicht mit dem PC.

Bundberechnungstabelle.jpg


Ich schliff wieder ein neues Sägeblatt für meine Bügelsäge auf die zu den Bünden passende Breite (ich glaube es waren 0,7mm?) und sägte nun Bundschlitz für Bundschlitz mit folgender Methode:
- Maß aus Tabelle anzeichnen
- 90° zur Mittellinie mit Geodreieck anzeichnen
- Angezeichneten Strich nochmals mit Maßband kontrollieren
- Säge auf dem Strich ansetzen, zwei Hübe sägen.
- Sägeschnitt nochmals mit dem Maßband und dem Geodreieck kontrollieren
- Sägeschnitt eventuell um Nuancen korrigieren
- Bundschlitz sägen
- Tiefe des Bundschlitzes außen und in der Mitte auf korrekte Tiefe mit einer Lehre nachmessen

Natürlich brauchte diese Vorgehensweise etwas länger und ich ließ mir auch genügend Zeit. Aber am Ende waren alle Bundschlitze wirklich exakt gesägt. So exakt eben wie ich es mir von Hand und mit einem (fest fixierten) Rollbandmaß möglich war.
Anschließend wurde das Griffbrett nochmals glatt geschliffen.
Dann ging es an die Bünde. Ich bog sie erst einmal absolut gerade, damit sie zum planen Griffbrett passten. Dann nahm ich die Breite des Griffbretts am jeweiligen Bund und sägte den Bundstab im Schraubstock erst etwas breiter und feilte die Enden dann auf Breite mit sauberem 90°-Winkel. Anschließend verrundete ich die Ecken. Somit wurde der komplette Bundstab also außerhalb des Griffbrett komplett fertig bearbeitet und dann erst mit Hammer und breiter Zulage in den Bundschlitz im Griffbrett an der passenden Position eingeschlagen. Natürlich prüfte ich beim Einschlagen immer wieder die passende Position, aber mit etwas Übung klappte das ganz gut und die Bünde saßen am Ende richtig gut im Griffbrett und hatten keinerlei Ecken und Kanten die beim Lagenwechsel störten! :juhuu:
Nun schliff ich wieder mit meinem Schleifpapier-bestpannten Brett über die Bünde drüber bis alle Bünde leicht berührt wurden.
Anschließend schliff ich die Bünde mit feinem Sandpapier nochmal in deren Längsrichtung, polierte sie aber nicht.
Ich kam mit dieser Methode viel besser zurecht als beim ersten Mal (und behielt sie bis jetzt auch fast genauso bei).

Neue Schaltung, neues Schlagbrett, neue Buchse​

Es hatte sich für mich herausgestellt, dass sich viele Soundkombinationen für mich nicht lohnten und ich entschloss mich dazu den Hals-Humbucker nicht mehr schaltbar zu machen, sondern fest in serieller Verdrahtung zu lassen, da er sowieso meistens so geschaltet war. Beim Steg-Humbucker ließ ich die Schaltungsmöglichkeiten, da ich sie dort auch oft nutzte. Ich überlegte schon eine ganze Weile und tüftelte, ob ich den dadurch frei werdenden Umschalter dafür verwenden sollte um die beiden Pickups gegeneinander zu schalten (Seriell/Parallel/nur Steg/nur Hals/Seriell_out of Phase/parallel_out of phase)?
Nach langer Überlegung entschied ich mich aber dagegen und wollte lieber einen Blendregler einbauen der stufenlos zwischen den beiden Humbucker hin und her blenden konnte. Das ist ja letztendlich nichts anderes als zwei gegenläufig angeschlossene Lautstärkeregler. Das probierte ich einfach mal provisorisch aus und merkte was für faszinierende Sounds damit mit einem Mal möglich waren! Ich konnte damit stufenlos die Bässe rein und gleichzeitig die Höhen rausdrehen, oder beim Überblenden auf einen höhenreichen Out of Phase-Sound sogar im Bereich des Schnittpunktes ganz abgefahrene Sounds abrufen!
Ich war schwer fasziniert von den Möglichkeiten, hatte aber bissl "Verlustangst", da ich durch diesen Regler ja jetzt nie wieder die volle Ausgangsleistung beider Humbucker zur Verfügung haben würde. Einen logarhythmisch gegenläufigen Poti hatte ich damals nicht gefunden und die Potis, die bis zur Mittelstellung eine Kupfer- und erst ab da eine Kohlebahn hatten und somit in Mittelstellung noch die volle Lautstärke boten, gab es nicht, oder ich hatte ihn eben noch nicht entdeckt. Also überlegte ich eine Lösung "für mich" und fand sie schließlich auch in Form eines Mikroschalters den ich mit seinem Arm so positionieren konnte, dass er in der einen Endstellung des Potis schaltete. Damit konnte ich dann den in dieser Stellung komplett abgedrehten Steg-Humbucker vom Poti trennen und direkt auf den voll aufgedrehten Hals-Humbucker dazu schalten! Ich weiß, das ist eine ungewöhnliche, gewöhnungsbedürftige Schaltung, aber es war ja meine Gitarre, also konnte ich testen was und wie ich es wollte und ich fand die Lösung für mich genial!
Anfangs nutzte ich den Endschalter häufig, später seltener, hergeben wollte ich ihn aber nie, also blieb er. Der Blendregler stellte sich jedenfalls als absolut geniale Lösung für mich und meine Soundvorstellungen heraus!
Im Gegensatz zur Tonblende nutzte ich nun diese neue "Tonblende 2.0" viel häufiger und die reale Tonblende wurde absolut arbeitslos.
Als ich dann noch eine schöne Neutrik-Buchse entdeckte die den Klinkenstecker viel besser kontaktierte, verrastete und durch ihre Kunstoffoberfläche beim Kabel einstecken auch viel weniger Geräusche machte und schön in die Zarge der Gitarre passen würde, konnte ich das Design des Schlagbretts nochmals überarbeiten und mich auf drei Knöpfe reduzieren: Volume, Drehschalter Stegtonabnehmer und Blendregler.
Ich fertigte es wieder aus dem selben weißen Kunststoff, allerdings diesmal in 3mm Dicke statt der etwas dünnen 2mm.

In der Praxis​

Mit dieser Überarbeitung wurde meine Gitarre richtig genial!
Sie stimmte über das komplette Griffbrett und ich konnte eine flache Saitenlage einstellen, ohne Schnarren an irgendwelchen Bünden!
Das war echt eine ganz neue Erfahrung und ich genoss es statt den extremeren fixen Schaltungsmöglichkeiten nun diese stufenlose Blende mit diesen herrlichen Übergängen nutzen zu können!
Wir hatten als Band einen neuen Proberaum gefunden, engagierten uns in der Naturfreundejugend und spielten bei diversen Freizeiten und Seminaren mit leicht wechselnder Besetzung. Unser Bassist ging leider ein Jahr in die USA, dafür stieg eine weitere Klassenkameradin als Sängerin ein und wir nannten uns nun "Department 35". Wir bekamen eine PA zu unserer Verfügung gestellt und fanden nach einigen Auftritten auch wieder einen "echten" Schlagzeuger.
Ich wurde immer vertrauter mit meiner Gitarre, lernte immer mehr, kaufte mir Fußpedale und feilte an meinem Sound immer weiter.

Es verging auf jeden Fall eine ganze Zeit in der die Gitarre so blieb wie sie war und in der ich dazu lernte.
Das sollte sich jedoch relativ bald wieder ändern, aber davon dann wieder mehr in Teil 3.

Ich hoffe, dass euch die Geschichte weiterhin gefällt und ihr dabei bleibt, denn es geht noch weiter!
Im nächsten Bericht habe ich dann auch wieder Bilder. Von dieser Periode hatte ich leider keine gefunden.

Bis bald, Euer GeiGit

Fortsetzung folgt!
 
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Super(y) Ich freue mich auf Teil 3:) (Warum mußte ich beim lesen nur an Brian May denken:rolleyes:;)?)

Gruß Jens
 
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Super Bericht! Das Werkbuch für Jungen hat ich auch. Das ich das nochmal sehe. Klasse! Überhaupt so manche Parallele zu meiner Jugend. Mehr!
 
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Super Bericht.
Das erinnert mich daran, dass ich als Student für meinen jüngeren Bruder einen E-Bass mit durchgehendem Hals gebaut hatte. Das war so um die 1980 oder 1982 rum...
Ich kann mich noch daran erinnern dass das Design der Körperform für mich ebenfalls eine Herausforderung war.
Ich weiss gar nicht ob es den Bass noch gibt.

Ich freue mich schon auf Teil 3.
 
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Schön, dass euch mein Bericht gefällt und, dass ihr Parallelen eures eigenen Musiker-Lebens darin erkennt!
Hier kommt der versprochene Teil drei:

Die Zeiten ändern sich​

Es kam bei mir das Abitur und bei unserem Keyboarder die Fachhochschulreife und anschließen das Studium.
Somit löste sich die Band wieder auf.
Ich machte nach dem Abi '91 dann erstmal eine 3500km-Radtour durch ganz Deutschland und anschließend meinen Zivildienst im Krankenhaus.
Bis auf ein paar Jam-Session im Zivi-Wohnheim spielte ich in der Zeit meist meine Lowden (klick) und staunte danach jedes Mal wieder, wie leicht sich dagegen "Nr.2" doch spielen ließ! Anfangs konnte ich etwa zwei Stunden auf der Lowden, oder fünf Stunden auf Nr.2 spielen, bevor mir meine Fingerkuppen weh taten. Das steigerte sich natürlich, je mehr ich spielte und je besser ich wurde. In dieser Zeit schrieb ich viele Lieder.
Nach dieser Zeit stand natürlich auch die Entscheidung an, was ich denn werden wollte und ich entschied mich nach einigem Hin und Her letzten Endes für das Schreinerhandwerk.
Es machte mir einfach Freude mit Holz zu arbeiten! Auch der Bau von "Nr.2" hatte natürlich etwas dazu beigetragen!
Zu der Zeit gründete sich auch eine neue Band, deren Gitarrist und Sänger ich dann wurde.
Nach einer gewissen Findungsphase einigten wir uns darauf, dass wir eigene Lieder mit deutschen Texten machen wollten. Sowohl der Keyboarder, als auch ich schrieben Lieder und wir hatten jede Menge Spaß am Musik machen!

Zweite Überarbeitung 1993

Neue Mechaniken​

Mittlerweile hatte ich mir ja meine Lowden schon viel gespielt und merkte wie gut die Schaller-Mechaniken funktionierten und wie viel Spiel dagegen die billigen Mechaniken in meiner E-Gitarre hatten. Deshalb wurde der Wunsch immer größer auch hier so schöne goldene Mechaniken von Schaller einzubauen. Ich spielte ja damals die goldenen Saiten von Maxima, die mittlerweile Optima Gold heißen (klick). Deshalb wollte ich bei Upgrades auch Stück für Stück auf goldene Hardware aufrüsten.
Das der von @janez erwähnte Brian May tatsächlich fast den identischen Saitensatz spielte (klick) wusste ich damals genauso wenig, wie den Umstand, dass er seine Gitarre damals selbst gebaut hatte. All diese Dinge erfuhr ich erst viel später. :)
Irgendwie gefiel mir jedenfalls goldene Hardware und ich war auch in dem irrigen Glauben, dass sie meinem Haut-Schweiß besser standhalten würde.
Das Material meiner Gitarre hatte mich bis zu dem Zeitpunkt etwa 575DM gekostet. Da waren 100 DM für goldene Mechaniken natürlich viel Geld, aber das war es mir absolut wert, denn ich war stolz auf meinen Eigenbau und sie spielte sich einfach toll!
Also kaufte ich 1993 die Mechaniken, bohrte die Löcher in der Kopfplatte auf, verschloss die Schraubenlöcher auf der Rückseite und schraubte diese schönen Präzisionsgeräte in meine Kopfplatte.
Damit startete ich eine gewisse Reise die sich schnell durch die ganze Gitarre durchzog.

Zusätzliche Schalter​

Natürlich war ich grundsätzlich mit meinen Soundmöglichkeiten zufrieden, allerdings kam mir irgendwie die Frage in den Sinn, wie laut meine Gitarre wäre und wie sie klingen würde, wenn ich die Pickups nicht parallel, sondern seriell schalten würde? Und was käme raus, wenn ich einen davon dann umpole, also "out of phase" zum anderen schalte?
Kennt ihr sowas? Und es lässt einen dann nicht mehr los bis man es getestet hat, oder? ;)
Also baute ich noch zwei zusätzliche Kippschalter in mein Schlagbrett und ergänzte die Schaltung.
Die neuen Möglichkeiten waren durchaus brauchbar, allerdings blieb (und bleibt auch heute) die Gitarre meist in der parallelen, ungedrehten Version. Nicht ohne Grund ist das auch ein gewisser "Standard".

Bilder aus der Zeit​

Aus dieser Zeit gibt es Gott sei Dank auch wieder Bilder! :juhuu:
Querbeet EM.jpg

Hochsommer, EM-Neueröffnung - Natürlich quietschbunt, wie das zu der Zeit bei uns üblich war. :redface:

...und wir bekamen eine Sängerin dazu (y) :m_sing:
Tag der Erde1.jpg
Tag der Erde2.jpg

Beide Auftritte waren in Stuttgart.

So, das war Teil drei mit der zweiten Überarbeitung.
Ich schreibe schon fleißig an Teil Vier mit der (viel umfangreicheren) dritten Überarbeitung, also dürft ihr weiterhin gespannt bleiben und euch auf den nächsten Teil freuen!

Fortsetzung folgt...

Bis bald, euer GeiGit
 
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Astrein, weiter so.👍

Gruß aus dem hohen Norden

Jens🙂
 
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Dritte Überarbeitung 1994​

Jetzt kommen wir zu einem wirklichen Highlight der Überarbeitungen.
Das war damals für mich ein großes Wagnis und wer weiß, ob ich mich heute so etwas noch trauen würde. :nix:
Egal... Ich habe es gemacht und werde es euch jetzt erzählen. :giggle:

Umbau auf Vibrato-Steg​

Es waren die 90er und ich sah auf vielen Festivals E-Gitarristen die Gitarren mit "Floyd Rose"-Vibrato-Steg, die "Dive-Bombs", Vibrato und Bendings machten die mir sehr gefielen. Also testete ich natürlich auch Gitarren mit diesen Stegen, merkte aber, dass meine gewohnte Handauflage für meine Palm-Mutes damit irgendwie nicht so gut harmonierte. Wenn ich die Saiten abstoppte drückte ich dabei auch auf den Steg und trieb den Ton damit ungewollt nach oben. :unsure:
Was soll ich sagen: Wir wurden einfach keine Freunde! Außerdem schreckte mich das rießige Loch in der Gitarre ab, welches für solche Stege und die Federkammer auf der Gitarrenrückseite nötig war. Ich hatte Angst, dass sich damit der Klang der Gitarre grundlegend ändern würde.
:sneaky:
Aus heutiger Sicht bin ich total froh, dass das damals so gelaufen ist, sonst hätte ich niemals den nächsten Schritt gemacht!
Ich fragte jedenfalls eines Tages im Musikgeschäft meines Vertrauens ob es denn noch Alternativen an Vibrato-Systemen gäbe, die sich auch für den Einbau in eine selbstgebaute Gitarre eignen würden? Daraufhin wurde mir das Kahler-Vibrato an einer Gitarre im Laden gezeigt.
Es gefiel mir sehr gut, da es sehr stimmstabil war! Außerdem konnte ich meine Hand auch etwas fester bei den Palm-Mutes aufsetzen, ohne das das irgend einen Unterschied machte.
Was soll ich sagen? Ich liebäugelte sehr mit so einem System um es in meine Gitarre einzubauen.
Sie hatten sogar eines "original verpackt in Gold" da und ich konnte es mir genau anschauen. Mich überzeugte die mechanisch solide Ausführung mit Kugellagern, kompakter, einstellbarer Doppel-Feder, einzeln einstellbare Saitenreiter mit Messingrollen, schöne Bauform, gute Feinstimmer und vor allem, dass es nur eine oberflächliche Vertiefung und keinen Korpus-Durchbruch brauchte. (y)
Billig war es zwar nicht, aber der Preis von 425 DM inklusive Klemmsattel für den Hals hat mich zumindest nicht stark genug abgeschreckt, also kaufte ich es spontan.
Einige Zeit später wagte ich dann den Umbau.
Als erstes schrieb ich die einzelnen Saitenlängen zwischen Nullbund und Saitenreiter auf, um später den Vibratosteg so zu positionieren, dass er etwa in der Mitte seines Einstellbereichs sitzt.
Anschließend demontierte ich Saiten, Schlagbrett, Pickups und Steg und bohrte die Saitendurchgangsbohrungen auf 8mm auf und glich dabei gleich die vorhandenen Unregelmäßigkeiten aus.
Dann leimte ich glatte 8mm-Buche-Dübel in die Löcher, sägte sie bündig ab und schliff sie bündig zum Korpus. Hierbei merkte ich natürlich deutlich, dass ich mittlerweile im zweiten Lehrjahr war und mir solche Dinge doch schon sehr leicht von der Hand gingen.
Als nächstes positionierte ich den Vibratosteg provisorisch auf die Gitarre und stellte die Saitenreiter nach den vorher abgenommenen Maßen ein. Dann zeichnete ich den Umriss des Stegs auf die Gitarre auf. Nun nahm ich den Abstand der Befestigungsschrauben, vermittelte deren Lage zum durchgehenden Hals und positionierte sie so, dass die hinteren Bögen später von den Schraubenköpfen abgedeckt werden würden, aber trotzdem noch genug Einstellbereich übrig blieb.
Dann bohrte ich die Löcher für die Gewindebuchsen und presste sie in den Korpus ein.
Der Abstand passte perfekt!
Anschließend positionierte ich die vorderen Auflagen so, dass sie für mich optisch gut aussahen und bohrte und presste deren Gewindebuchsen ein. Nun zeichnete, bohrte und stemmte ich den Bereich unter dem Steg für den beweglichen Teil des Vibratosystems aus und testete dann die Beweglichkeit.
Alles funktionierte zu meiner Zufriedenheit!

Neu lackieren mit PU Mattlack​

Natürlich war meine erste Lackierung mit der Sprühdose nicht so haltbar gewesen und auch die neu eingeleimten Dübel, der freigeräumte Bereich unterm Vibrato und manch andere Macke, bzw. manch großflächig abgeplatze Stelle, verlangten nach einer neuen Lackierung!
Da ich sowieso die letzten Wochen im Lackierraum jede Menge Trennwände, Türen, Möbel und andere Dinge mit dem Airless-Gerät lackiert hatte, war ich gut in Übung und bekam auch von meinem Lehrmeister die Erlaubnis meine Gitarre in den Arbeitspausen mit unserem guten 2k-PU-Lack matt lackieren zu dürfen.
Also schliff ich zuhause die Gitarre ab, entfernte auch den Lack vom Griffbrett mit einer Ziehklinge zwischen den Bünden und lackierte sie in der Firma in der Mittagspause neu.

Griffbrett lackiert ohne Abkleben der Bünde​

Da ich schon beim ersten Lackieren das Griffbrett mit lackiert hatte und meine Erfahrungen mit dem Abkleben sehr dünner Teile aus dem Modelbau eher durchwachsen gewesen waren, hatte ich damals die Bünde nicht abgeklebt, sondern anschließend mit einem Messerschnitt auf der Bundkante und anschließendem abplatzen, bzw. abkratzen vom Lack befreit.
Ich machte mir also hier keine großen Gedanken und lackierte die Bünde ebenfalls wieder über. :embarrassed:

Finden eines glänzend-goldenen Restes Schichtstoff​

direkt nach der Pause gestalteten wir unser Schichtstoff-Lager neu und räumten es dazu erstmal komplett leer. Dabei flog so mancher Rest raus, unter anderem auch ein Resopal-Schichtstoff mit glatter, goldbedampfter, hochglänzender Aluminium-Oberfläche...
Wow! Das sah klasse aus, war aber auch sehr empfindlich. Ich nahm den Rest jedenfalls mit und überlegte, ob ich mir daraus nicht mein neues Schlagbrett machen könnte? Er war natürlich nur etwa einen Milimeter dick, leicht gebogen, aber natürlich sehr steif und stabil durch den Schichtstoff und die massive Alu-Oberfläche.

Unfall​

Am nächsten Tag machte ich den Zwischenschliff und lackierte noch die Unterseite, dann hatte ich leider einen Betriebsunfall, da beim Ablassen des ergänzten Schichtstofflagers eine Seite unter der Haltelast brach und ich einen starken Stoß bekam. Der brachte mich ins Straucheln, ich fiel auf den Rücken und dieses "300kg-Monster" verdrehte meinen Fuß mit einem heftigen Ruck nach rechts und begrub mein rechtes Bein dann unter seinem Gewicht genau in dem Moment, als ich auf dem Rücken aufschlug. :eek::cry:
Also Notarzt, Polizei, Schiene, Krankenhaus, gebrochenes Wadenbein, Schrauben, Platte, Drainage usw.... ...später noch die Entfernung eines abgebrochenen Miniskus-Teils...
...Es war schon heftig!
Als ich wieder aus dem Krankenhaus raus war, bat ich einen Kollegen, ob er vielleicht die Oberseite meiner Gitarre fertig lackieren und sie mir dann bringen könnte... er war so lieb und irgendwann war ich wieder so fit um wieder weiter bauen zu können...

Frei-Schneiden und Schleifen der Bünde...​

Natürlich war dann der Lack richtig gut ausgehärtet und ich konnte mich an die mühevolle Arbeit des "Vom-Lack-Befreiens" der Bünde machen.
So zahlt man eben sein Lehrgeld, bzw. macht sich Arbeit, die man sich auch sparen könnte.

Entwerfen und Bearbeiten des neuen Schlagbretts aus dem Schichtstoffrest​

Im Prinzip stand ja die Außenkontur meines Schlagbretts schon eine ganze Weile, aber im Bereich des Stegs hatte sich jetzt doch so Einiges geändert, da ja nun der Steg-Humbucker nicht mehr im Blech des Steges integriert war, sondern mit etwas Abstand vor dem neuen Vibrato-Steg saß. Somit gab es hier also eine neue Verbindungslinie und ich war froh, dass ich sie schön geschwungen so gestalten konnte, dass sie genau mittig unter dem Steg optisch verschwand und dann bei den Reglern wieder mittig auf die runde Auflage zu, um sie herum und zu den Reglern verlaufen konnte.
Der Entwurf sah am Ende so aus, als ob es immer schon so gewesen wäre und so entworfen wurde.
Ich übertrug das Design auf die Schichtstoffplatte und sägte sie mit meiner Dekupiersäge, also einer elektrischen Laubsäge, aus.
Anschließend schliff und faste ich die Außenkontur und bohrte und senkte die Löcher für die Befestigungsschrauben und Regler und Schalter. Es gelang, aber mir wurde noch viel deutlicher bewusst, wie empfindlich die Oberfläche war!
Da ich zu der Zeit ja noch nicht so lange aus der Schule war und noch gut wusste, wie ich z.B. große Atlanten, oder andere Bücher geschützt hatte, kam mir auch hier die Idee das Schlagbrett mit dieser selbstklebenden, transparenten Schutzfolie zu bekleben. :unsure:
Ich probierte es einfach aus und es klappte ganz gut. Nur im Bereich der Schrauben war es schwierig, da ich die Senkung ja nicht ausschneiden konnte und die Schrauben dann beim letzten Anziehen die Folie teilweise etwas verdrehten und hochstehen ließen. Das war zwar nicht sooooo hübsch, störte mich aber erstmal auch nicht so wahnsinnig. Es ging ja um einen Gebrauchsgegenstand und mit Abstand war davon fast nichts zu erkennen.
Diese Folie ist auch tatsächlich noch heute drauf und funktionierte die 27 Jahre bisher einwandfrei!

Neue Pickup-Rähmchen​

Natürlich passten nun die creme-farbenen Pickuprähmchen von DiMarzio nicht mehr dazu und ich kaufte mir schöne, vergoldete Metall-Rähmchen von Schaller mit drei Befestigungs-Löchern für die Pickup-Schrauben auf beiden Seiten.
Damit war es möglich die Pickups nicht nur mit der üblichen mittigen Verstellschraube zu montieren, sondern auch mit vier, oder drei Schrauben kippelfrei im gewünschten Winkel zu befestigen.
Ich entschied mich für drei Schrauben, da sie nicht kippeln und sich dann auch keine von selbst lösen und weiter rausdrehen konnten.

Zusammenbau​

Nun montierte ich die Elektronik inklusive Pickups und Rähmchen am Schlagbrett, schloss noch die Saitenerdung an, schloss die Auskleidung mit Alufolie an Masse und auch das Schlagbrett, bzw. dessen Metalloberfläche legte ich auf Masse.
Dann schraubte ich alles auf die Gitarre und montierte den Kahler-Vibrato-Steg.
Interessehalber zog ich erstmal Saiten auf ohne den Klemmsattel zu montieren.
Trotz Nullbund, Saitendehnung und maximal 2-3 Umdrehungen auf den Mechaniken war nur leichtes Vibrato ohne Verstimmung möglich. Sobald man den Hebel heftiger einsetzte blieb eine Verstimmung übrig.
Also montierte ich den Kahler Klemmsattel, wobei "Sattel" eigentlich die falsche Bezeichnung ist, da er nicht den Sattel, bzw. Nullbund ersetzt und mit einer Klemmung dahinter ergänzt wie das bei den Teilen von Floyd Rose und ähnlichen Systemen der Fall ist, sondern eine reine Klemmung ist, die hinter den original Sattel, bzw. in meinem Fall hinter dem Nullbund und Saitenkamm auf die Fläche der Kopfplatte montiert wird. Er wurde von mir mit einer Furnierschicht erhöht um die Saiten nicht zu tief runter zu biegen und passte gerade so über meine weit rausstehende Spannstabschraube. Die Befestigung mit den vier beiliegenden Schrauben war problemlos. Alles in allem sah es auch hier so aus, als ob ich das alles damals schon so geplant hätte - echt krass!

Begeisterung!​

Ich war glücklich und testete natürlich gleich wieder.
Und es war der Hammer: Die Gitarre war absolut stimmstabil, auch bei vollständigen "Divebombs", oder extremem Ziehen bis kurz vor die Zerreissgrenze!
Das hatte ich erhofft!
Es machte total Spaß!
Ich hatte meine Gitarre ja schon vorher sehr gerne gespielt und ihren Klang geliebt!
Und das, was ich da jetzt erlebte, wie gut sie die Stimmung hielt, auf kleine Bewegungen des Hebels reagierte, parallel die Saiten spannte und löste, das klang echt unglaublich harmonisch und begeistert mich damals wie heute, wenn ich sie in die Hand nehme!
Ich konnte direkt von oben mit einer kleinen, kaum sichtbaren Schraube das Gleichgewicht der Federn zu den Saiten und damit die Brücke horizontal einstellen.
Und erst die Feinstimmer!
Ich hatte meine schönen Schaller-Mechaniken ja schon schätzen gelernt und mich daran gefreut, wie gut und leicht sich die Gitarre stimmen ließ. Und ich brauchte sie natürlich weiterhin und die Grundstimmung bei offenen Klemmen herzustellen. Dann klemmte ich die Saiten am Sattel jedoch fest und nun übernahmen diese Aufgabe die sehr präzise und fein auflösend arbeitenden Feinstimmer am beweglichen Steg. Und das machten sie sehr gut!
Natürlich musste ich lernen, dass jegliche Änderung einer Saite sich auch auf die anderen auswirkte, bzw. auf das Gleichgewicht der Spannung zwischen Federn und Saiten, Einfluss hatte und somit nach sich zog, dass ich auch die anderen Saiten wieder in Nuancen in ihrer Spannung angleichen musste. Somit dauerte das Stimmen nun länger, auch wenn es mit etwas Übung, Struktur und Systematik bald schnell von der Hand ging.
Wenn die Stimmung aber dann stand, hielt sie sehr gut und lange und blieb wirklich sehr stimmstabil auch bei Temperatur-Änderungen durch Scheinwerfer usw.
Das war ich so nicht gewohnt!

Der Klang​

Natürlich hatte ich mich vor dem Umbau gefragt, ob sich der Klang der Gitarre grundlegend ändern würde, oder nicht. Schließlich war es eine große Änderung, die sich auch auf Klang und Sustain auswirken konnte!
Der Grundcharakter der Gitarre bleib. Ihr Frequenzspektrum und auch ihr Sustain änderten sich nicht. Sie blieb meine Gitarre und ich fühlte mich mit ihr genauso wohl wie vor dem Umbau!
Ich hatte lediglich den Eindruck, dass sie etwas luftiger, präziser und klarer geworden war. Der Klang erschien mir dreidimensionaler und keinesfalls schlechter, im Gegenteil: Sie hatte dazu gewonnen!
Da fiel mir echt ein Stein vom Herzen!
Hätte ich den Klang nicht vorher schon geliebt, dann wäre es spätestens jetzt um mich geschehen gewesen!

Im Einsatz​

Was folgte waren viele Einsätze bei Proben und Auftritten. Ich bereute mein Upgrade nie.
Trotzdem darf ich natürlich nicht verschweigen, das ein Saitenriss ab diesem Augenblick bedeutete, dass ich nicht mehr weiter spielen konnte, da die restlichen fünf Saiten dann ohne die gerissene Saite von den Federn stärker gespannt wurden und die Gitarre damit mit einem Schlag komplett verstimmt war.
Also den Song fertig spielen ging nun nicht mehr. Ich musste die Saite sofort ersetzen und trainierte das bei jedem Saitenriss in einer Probe.
Es langen immer Ersatzsaiten, Inbusschlüssel und Saitenkurbel bereit und ich schaffte es unter zwei Minuten mit einer neuen Saite wieder weiter spielen zu können!
Da ich damals keine Ersatzgitarre hatte führte das bei zwei Auftritten für eine spontane Pause im Set und eine kleine Ansprache unseres Keyboarders, der darin echt gut war!
Da ich vor Auftritten neue Saiten aufzog, zerlegte ich tatsächlich sehr selten eine Saite im "Gefecht" und kann mich nur noch an zwei Vorfälle erinnern.
Bei Proben passierte das natürlich schon ab und zu und wurde jedes Mal als willkommene Raucherpause von den anderen genutzt.

Bilder​

Da die Gitarre sehr lange so blieb, gibt es zumindest aus der neueren Zeit natürlich auch Bilder.
Das ist sie (mit mir) bei einem Auftritt im beschriebenen Zustand:
neu154.jpg
neu155.jpg

Die nächsten Bilder sind zwar erst vor der nächsten Modifikation entstanden, zeigen aber die Schaltung und das Vibrato im Detail etwas besser:
P1040489.JPGP1040490.JPGP1040491.JPGP1040492.JPGP1040493.JPGP1040494.JPGP1040495.JPGP1040497.JPGP1040498.JPGP1040499.JPGP1040500.JPGP1040501.JPGP1040503.JPGP1040503_beschnitten.jpgP1080874.JPGP1080875.JPGP1080877.JPGP1080878.JPGP1080879.JPGP1080880.JPGP1080881.JPGP1080882.JPGP1080883.JPGP1080884.JPGP1080889.JPGP1080890.JPGP1080855_beschnitten.jpg

"Multi" statt "Tretminen"​

Als nächstes wollte ich meinen Sound noch weiter verbessern und wagte einen neuen Versuch mit den damals aufkommenden Multieffektgeräten. Ich verglich mit meiner Gitarre damals das Sony HR-GP5 (9,5", 1HE) mit einem Digitech (19", 2HE, mit Röhrenvorstufe) und war sehr schnell vom Sony begeistert und kaufte es mir.
Es überzeugte mich klanglich und auch das Gewicht und die Größe machten es mir möglich es im Rucksack in der Straßenbahn zum Proberaum zu transportieren. (y)

Im Studio​

Wir bekamen dann die geniale Chance im Jahr der Toleranz 1995 ein Lied für ein Video zu schreiben und es professionell im Studio "Mystical Hunters" in Stuttgart aufzunehmen.
Wir übten es lange ein und durften es dann einer nach dem anderen einspielen. Das war eine super Erfahrung für uns und sie brachte mich nicht nur musikalisch, sondern auch misch- und aufnahmetechnisch sehr viel weiter! Ich spielte zweimal eine identische A-Gitarren-Spur mit meiner Lowden (klick) und dem von mir eingebauten K&K FanTaStick-Untersteg-Piezo (klick) und zweimal eine E-Gitarrenspur mit Nr.2 jeweils über das HR-GP5 ein, die dann links und rechts im Mix positioniert wurden. Die Solo-Gitarre nahm ich über einen weit aufgerissenen, Studio-eigenen Marshall auf. Die "WahWah-Gitarre" war eine weitere Aufnahme mit Nr.2 über das Sony. Ich habe das Lied vor einiger Zeit mal für einen Tonvergleich in einem Review der drei In-Ear-Funk-Systeme (klick) gekürzt und hänge es hier nochmal an, damit ihr auch mal den Sound von Nr.2 hören könnt. :love:
Bei 1:44 könnt ihr auch einen "Divebomb" mit dem Kahler-Vibrato hören:

"Querbeet - Toleranz (gekürzt)"

So, ich denke mal das reicht für Teil Vier :giggle:

Im nächsten Teil werde ich auf die nächsten Band-Einsatzgebiete von Nr.2 (und mir) eingehen, aus denen sich letztendlich auch wieder neue Anforderungen an den Sound und somit die nächste Modifikation ergeben haben.

Bis bald ihr Lieben, euer GeiGit :m_vio::m_elvis::m_git2:

Fortsetzung folgt
 
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Und dann hatte mein Bruder irgendwann dieses Werkbuch für Jungen bekommen:
Ha, die "Werkbuchcaster" war doch verbreiteter als man vermutet!

Meine sah so aus (leider hier schon sehr ramponiert und geplündert, inzwischen existiert sie nicht mehr):

dscf0528-jpg.270844


Meine war aber 8 Jahre früher, ich war 14. :D DM 30,- Singlecoil, Elektronik selber gelötet, Din-Kabel zum Röhrenradio meines Vaters, später zum ersten eigenen Philips Mono-Kassettenrekoreder ... Viele Parallelen.

Viele Grüße,
McCoy
 
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OliverT
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@GeiGit
Was mich beeindruckt, diese "Liebe" zu Dieser Gitarre und welche Emotionen Du damit verbindest .... (y) (y) (y)

Ich bin sicher, Du hättest Dein Weg auch als Gitarrenbauer gefunden ;)(y)
 
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janez
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Wieder total klasse(y). Ich finde auch immer wieder Parallelen zu meinen Anfängen. Die Krönung: Unsere Band 1980 (hier bin ich in der Mitte mit meiner 79er Ibanez AS 100 zu sehen, die habe ich noch immer:love:) hieß ebenfalls "QUERBEET";)

Querbeet.jpg
 
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Coole "Werkbuchcaster" @McCoy! Du hast ja tatsächlich die vorgeschlagenen Modeleisenbahnschienen als Bünde verwendet!
@janez : Hattet ihr auch ewig nach einen Namen gesucht und verschiedene Stile gespielt und dann die "Beschreibung" des Repertoirs (Querbeet) zum Namen auserkoren?
Es ist echt alles schon lange her und auch für mich interessant es aus den schon fast vergessenen Erinnerungen heraus zu kramen und hier nieder zu schreiben!
@OliverT Es ist tatsächlich so, dass ich zu "Nr.2" und auch zu meiner Lowden irgendwie einen ganz besonderen Bezug habe. Sie haben mich beide jahrelang durch viele Lebensumstände begleitet, ich hab auf ihnen Musik geschrieben, Gefühle ausgedrückt, bin mit und an ihnen zum Musiker gereift, mit ihnen "groß" geworden und das verbindet.
Danke, dass du mich als "Gitarrenbauer" siehst, bzw. mir das zutraust. :giggle: Das freut mich natürlich und gewisse Anlagen, gewisse Faszination und Begabungen liegen sicherlich auch in mir.
Trotzdem bin ich Gott dankbar, dass ich meinen Lebensunterhalt nicht mit Musik und Gitarrenbau bestreiten muss, sondern beides als Hobby genießen darf!

Teil fünf - "alles wird anders"​

Der fünfte Teil des Berichts wird Anfangs etwas off Topic, da sich eher meine Band- und Lebensumstände geändert haben, aber "Nr.2" unverändert blieb und nur in verschiedenen Konstellationen gespielt wurde.
Trotzdem gehört er für mich dazu, ich versuche mich aber kurz zu fassen, versprochen!

Besetzungs-Änderungen und Demotape​

Leider war der Bassist nur bei diesem "Toleranz-Projekt" im Studio dabei und wir machten uns mal wieder auf die Suche. Auch unsere Sängerin verließ die Band, also hing da wieder einiges an mir, deshalb war ich froh, dass wir schließlich einen Bassist fanden, der auch ab und zu ein Lied sang. Wir übten fleissig weiter und ich fuchste mich immer tiefer in das Recording-Thema ein. Ich startete mit Cubasis und machte dann das Upgrade auf Cubase 3.5. Damit nahmen wir dann erst bei mir zuhause und dann im Proberaum fünf weitere Lieder für ein Demotape auf, was meinen "Pentium 66" absolut an seine Leistungsgrenze brachte, letztendlich aber gelang und uns auch als Band voran brachte.

Open-Air auf dem Parkplatz bei der Wiedereröffnung eines Elektro-Marktes​

Ich erinnere mich noch sehr gerne an einen Auftritt in dieser Besetzung (allerdings mit Aushilfsschlagzeuger) als wir einen ganzen Tag lang mehrere Sets auf dem Parkplatz vor einem Elektromarkt bei dessen Wiedereröffnung spielen durften.
Die Sonne schien, die Stimmung war gut und wir hatten unseren Spaß! :juhuu:

neu038_bearbeitet.jpgneu041_bearbeitet.jpgneu043_bearbeitet.jpgneu045_bearbeitet.jpg
Relativ bald danach verließ uns wieder der Bassist und dann war auch irgendwie die Luft raus und keiner wollte mehr so richtig weiter machen. Also lösten wir die Band 1997 auf und jeder ging seines Weges.

Neue Band "Im Keller"​

Etwa ein Jahr später erzählte mir mein ehemaliger Keyboarder, dass der Gitarrist seiner neuen Band gegangen war und sie einen Gitarristen suchen. Er fragte mich, ob ich nicht vielleicht Lust hätte?
Ich spielte vor, wurde genommen und versuchte mich in den folgenden zwei Jahren an gecoverten Rock-Songs. Nach anfänglicher Begeisterung, das ich schnell mitspielen konnte, stieg jedoch der "Unzufriedenheits-Faktor" der Band an meiner Leistung, meinem Können und in gleichem Maße sank natürlich auch meine eigene Freude am Musik machen.

Änderung des Lebensinhaltes​

Durch eine neue Beziehung wurde ich in dieser Zeit Christ und Teil einer Gemeinde mit netten Leuten, die schnell auch meine Freunde wurden. Parallel dazu änderte sich auch mein Berufsleben. ich schloss nach zwei Jahren die Techniker- und Meisterschule erfolgreich ab und arbeitete in meiner alten Firma dann als Techniker weiter. Leider stieg auch dort die Unzufriedenheit an mir und auch dort sank die Freude an der Arbeit (die ich mir auch anders vorgestellt hatte) immer mehr. Ein neuer Job in einem Zulieferbetrieb der Autoindustrie ließ mich 2001 dann Gott sei Dank aufatmen, auftanken und meine Begeisterung kam zurück!

Neue Band in der Gemeinde​

In der Gemeinde durfte ich auch immer öfter mit meiner Lowden Lieder begleiten und der Hunger nach modernerer Musik im Gottesdienst stieg immer mehr. Wir setzten uns auch als Gemeinde zusammen und eine neue Gottesdienstform entstand, die wir vier Mal im Jahr dann mit gemeinsamem Essen, Liedern mit Bandbegleitung, moderner Predigt und voller Begeisterung gestalteten! Dort setzte ich auch sehr oft Nr.2 ein und die Band schweißte sich immer mehr zusammen. Es war echt auch eine schöne Zeit!
img001_beschnitten.jpgimg002_beschnitten.jpgimg003_beschnitten.jpg

Ende der "Kellerband" und andere Herausforderungen​

Ich wurde immer unzufriedener und war eigentlich schon kurz davor auszusteigen, als die langjährige Freundschaft zwischen Schlagzeuger und Sänger zerbrach und die Band sich auflöste. Auch meine Beziehung zerbrach und ich war froh so gute Freunde in der Gemeinde zu haben, die mich auffingen, als ich echt ziemlich am Boden war. Es waren total verrückte Zeiten!
Eine neue Beziehung brachte 2003 die Freude in mein Leben zurück, aber als "Hochzeitsgeschenk" wurde 2006 der Standort meiner Firma über Nacht verlagert und ich durfte ab sofort im Hauptsitz in 100km Entfernung arbeiten.
Ich will den Off-Topic-Bereich dieses Berichts nicht über Gebühr strapazieren, deshalb nur noch kurz: 2008 fand ich eine neue, passendere Arbeit in Hohenlohe, unser beider Arbeitsweg kombinierte sich, wir zogen um und seit dem bin ich Produktions-Optimierer in einem mittelständischen Industrie-Elektronik-Unternehmen und kann und darf dort meine Gaben, Ideen und meine Kreativität einbringen.

Neue Gemeinde, neuer Einsatz​

Wir fanden eine neue Ortsgemeinde unserer Kirche und gründeten gemeinsam mit neuen Freunden eine Lobpreisband und begannen mit monatlichen Lobpreisgottesdiensten.
Hier war dann oft meine Lowden in der Hand unseres zweiten Gitarristen und ich merkte vorallem beim Beibringen neuer Lieder, dass mir bei "Nr.2" ein richtiger "Akustik-Sound" fehlte. Sie klang zwar auch Clean sehr gut, aber nicht so gut, als dass ich da nicht gerne etwas verbessern wollte. Außerdem merkte man ihrer Elektronik doch so langsam den Zahn der Zeit an und ihre Potis, Schalter und die Buchse krachten doch immer mehr.

Vierte Überarbeitung im März 2012​

Ich bestellte meine erste Bestellung bei Thomann und kaufte mir einen Göldo-Volumen-Poti mit push/pull, einen Göldo-Überblend-Regler, eine neue Neutrik-Buchse und zwei Piezo-Transducer
Zwei kleine Mini-Schalter hatte ich noch.
Und dann ging es los:
Saiten runter, Vibrato-Steg und Schlagbrett runter und alles erstmal in Bildern dokumentieren.
Hier entstanden übrigens die Bilder, die ich im letzten Beitrag gezeigt hatte. ;)
Dann schaute ich mir die gesamte Schaltung nochmal genau an und staunte wirklich, wie ich das damals so hinbekommen und geschafft hatte! Ich zog vor meinem sechzehn-/siebzehnjährigen "Ich" meinen Hut! :hat:
Ich hatte da echt zu kämpfen das alles wieder zu verstehen um es dann zu verbessern!
Der sechsfach Wahlschalter für den Steg-Humbucker sah auf jeden Fall noch gut aus und die Korrossion wurde von mir mit Kontakt 60 (agressiver), oder Kontakt 601 (schonender) erstmal gereinigt und dabei gut bewegt. Anschließend sprühte ich ihn mit Kontakt 701, also mit "Kontaktvaseline" ein. Die schmiert, schützt und verhindert neue Korrossion.

Der Überblendregler​

Der neue Überblend-Regler sah natürlich ganz anders aus und hatte eine Scheibe mit zwei Schlitzen auf der Rückseite montiert, wovon ein Schlitz mit einer darunter befindlichen Feder-Kugel für die Mittelrastung zuständig war. Nun überlegte ich, wie ich dort sinnvoll einen Microschalter befestigen und für die Endlage ansteuern könnte? :unsure: Ich fand schließlich die Lösung, die ich beim Bau von "Paulus" (also von Nr.3) erneut so gebaut und auch in einem Review beschrieben habe: Göldo Balance-Poti
Dort stehen alle Details mit Bildern, deshalb schreibe ich hier nur noch die Kurzfassung.
Ich lötete jedenfalls den Mikroschalter mit zwei umgebogenen Nägeln so an das Gehäuse des Potis, dass sein Schaltblech ihn noch nicht betätigt, aber auf der Außenkante der Scheibe leicht streift. Auf diese Scheibe lötete ich dann auf "Stellung 10" einen "Höcker" in Form einer Unterlagscheibe, der den Schalter auslöst. Das war durch diese Scheibe viel einfacher und klarer zu lösen als beim Original mit dem umgebogenen Hebel, der bis in's Innere des Gehäuses musste und ich war echt happy damit!
Ich baute dann den alten Überblendregler mit seinem Microschalter aus und den neuen ein. Dann lötete ich Litze für Litze von ihrem Startpunkt ab und lötete neue Litzen dort und an den neuen Blendregler an.

Die Piezo-Tonabnehmer​

Ich hatte ja zwei Harley Benton HB-T gekauft, welche übrigens von Shadow gebaut werden und "baugleich" zum Shadow SH711 zu sein schienen. Ob es Klangunterschiede gibt, weiß ich natürlich nicht. Ich hatte jedenfalls gesehen, dass sie viel dicker als meine K&K-Piezos an meiner Geige waren (die ich ja dort unter den Steg geklemmt hatte, siehe Review) und sich somit vielleicht als "Ersatz" an der Stelle der vorderen Auflagenschrauben meines Kahler-Vibrato-Steges eignen würden und dann dort zwischen Steg und Korpus im Druckbereich den akustischen Sound abnehmen könnten, so wie das ja so ähnlich an meiner Geige funktionierte.
Und sie waren tatsächlich nur ein paar Zehntel dicker als die eingestellten Auflageschrauben. Das würde zwar die Saitenlage um diese Distanz erhöhen, aber das konnte ich ja mit der Höhenverstellung der einzelnen Saitenreiter wieder kompensieren. :juhuu:
Der Plan stand jedenfalls, die Piezos waren da und der Lautstärkeregler mit "Push/Pull" für die eventuelle Umschaltung, falls der Klang gut sein sollte, lag ja ebenfalls schon bereit!
Also schraubte ich die vorderen Auflagen des Kahler-Vibrato-Stegs aus den Messingbuchsen heraus und klemmte provisorisch die beiden HB-T-Piezos an deren Stelle zwischen Steg und Korpus. Sie hatten ja jeweils ein 30cm-Kabel mit 6,3mm-Buchse und ich konnte sie damit jeweils mit einem Standard-Gitarrenkabel an einen Kanal meines Marshall AS-50D Akustik-Verstärkers (siehe Review) anschließen.
Und das was da raus kam war schon ziemlich gut! Auf der Seite der hohen Saiten hörte man diese natürlich etwas stärker und dafür weniger Bass und auf der Seite der tiefen Saiten waren diese deutlicher und es kam auch mehr Bass. Wenn ich beide zusammen aufdrehte, gab es jedoch Auslöschungen und der Klang war leider nicht die erwartete Addition dieser beiden Klänge. Mir gefiel weder jeder einzelne alleine, noch die Addition der beiden so richtig gut.
Also tat ich das, was ich in so einem Fall mittlerweile immer tue: Ich wartete auf Inspiration, auf neue Ideen -
- Und die Inspiration kam! Ich glaube es war am nächsten Morgen unter der Dusche, als ich die Idee bekam: "Dreh einen davon um!"
Ich dachte: Hä?:unsure: wie?:sneaky: echt jetzt?:unsure: ...also gut(y)
Also schaute ich, welche der Beiden ich denn umdrehen könnte und nahm dann den auf der Seite der hohen Saiten, da hier der Ausschnitt im Schlagbrett für ihn sowieso etwas eng war und es durch ihn etwas hochstand.
Nach dem Umdrehen passte er sehr gut in den Ausschnitt und dadurch, dass seine Messing-Seite nun nach oben zeigte, war er farblich sehr gut passend zum Schlagbrett.
Das war schon erstaunlich!
Als ich ihn dann einzeln anhörte war weniger Sound des Korpuses und mehr Sound der Saiten zu hören. War ja auch logisch, da die Metallseite eine direktere Soundkopplung hat, als die vergossene Seite.
Der andere Piezo blieb nach unten und klang genauso wie vorher.
P1040509.JPGP1040510.JPGP1040511.JPG
Als ich dann beide zusammen mischte war der Sound echt erstaunlich, aber ging eigentlich eher in Richtung "Nylon-Saiten" und war jetzt keine typische "Western".
Er gefiel mir auf jeden Fall irgendwie und ich überlegte schon weiter, wie ich denn die Kabelführung ohne große Eingriffe ausführen könnte?:unsure: Auch da kam mir sofort ein Bild vor Augen mit der möglichen Führung, für die nur ein kleiner Durchbruch unterhalb des Vibrato-Stegs im abgedeckten Bereich nötig war.
Also ging ich auf's Ganze, spannte die Saiten ab, hängte sie aus dem Steg, schraubte den Steg runter, das Schlagbrett und ging zum nächsten Schritt:

Der Push/Pull-Lautstärkeregler​

Ich lötete den alten Lautstärkeregler ab, schraubte den neuen rein, und verkabelte ihn ebenfalls mit neuen Kabeln. Sein Schalter sollte dann beim Ziehen des Knopfes statt den Humbuckern die Piezos auf die Ausgangsbuchse schalten. Ach ja, die Ausgangsbuchse:

Neue Ausgangsbuchse​

Die alte, aber bewährte Ausgangsbuchse krachte immer wieder und alle Reinigungsversuche blieben erfolglos. Somit war es wohl tatsächlich Abnutzung, oder Altersmüdigkeit, also tauschte ich die Neutrik Ausgangsbuchse gegen das selbe Model in "neu" aus und schloss sie mit neuen Litzen genauso an, wie vorher.
Der Unterschied war jetzt eben tatsächlich, dass entweder die Humbucker, also die "normale" E-Gitarre aus der Buchse kamen, oder eben die neu eingebauten und parallel geschalteten Piezos.

Die Minischalter​

Wenn ich jetzt schon fast alle Komponenten überarbeitet, oder sogar getauscht hatte, wollte ich das konsequenterweise auch mit den beiden Minischaltern machen. Also ersetzte ich diese ebenfalls gegen zwei neue aus meinem Fundus und schloss sie ebenfalls mit neuen Litzen an.
Somit war nun die komplette Schaltung der Gitarre überarbeitet und erneuert! (y)
P1040513.JPGP1040514.JPGP1040515.JPGP1040516.JPGP1040517.JPGP1040518.JPGP1040519.JPGP1040520.JPGP1040521.JPGP1040523.JPGP1040524.JPGP1040525.JPGP1080873.JPG

Der Funktionstest in der Praxis​

Ich testete erstmal den "Normalbetrieb" - schließlich war ja jetzt statt dem normalen, linearen Blendregler, ein neuer, gegenläufig logarhythmischer Blendregler drin, was sicherlich auch den Sound verändern würde!
Die Vermutung stimmte: Der Sound änderte sich, aber er änderte sich Gott sei Dank zum Besseren! :juhuu:
Die Überblendung war nun homogener, blieb eher auf einem Lautstärkelevel und der "Endschalter" um "Vollgas" zu bekommen, machte fast kein Unterschied mehr zur Mittelstellung!
Insgesamt hatte der Regler auch durch diese neue Mittelstellung einen guten Bezugspunkt gewonnen den ich heutzutage auch nicht mehr missen möchte!
Der neue Lautstärkeregler dagegen war nun viel leichtgängiger und wirkte dadurch eher billig. Natürlich war er dadurch sehr leicht mit dem kleinen Finger für Einblendungen zu bewegen und entkrampfte bei solchen Dingen die Haltung, aber bei versehentlichen Berührungen beim Strumming, verstellte er sich dann eben auch mal ungewollt. Die Lautstärke war auch keine kontinuierliche Steigerung, sie nahm vorallem im Bereich 7-10 ziemlich stark zu. Das war auf jeden Fall gewöhnungsbedürftig! Auch das Spiel, welches so ein Poti durch den verbauten Schalter, bzw. dessen Auslösemechanik eben zwangsläufig bekommt, war etwas neues und war nicht unbedingt gewünscht.
Egal. Ich schaltete um und merkte, dass das bei meinem Knopf gar nicht so leicht war den Schalter an ihm nach oben zu ziehen. Dafür war er zu konisch und der Schalter zu schwergängig, also blieb mir nichts anderes übrig, als mit den Fingernägeln unter den Knopf zu greifen und ihn an der Unterkante nach oben zu ziehen.
Naja... das ging schon, war aber auch nicht soooo prickelnd.
Ich war jedenfalls froh, dass man ihn mit leichtem Druck (aber lautem Klick) wieder in seine Normalstellung drücken konnte.
Der Hinweg zum Akustiksound war also beschwerlicher und langwieriger, als der Rückweg zur Rockgitarre.

Der Akustiksound​

Zur Erinnerung: Der Akustiksound war eine Addition zweier Piezosensoren, die beide zwischen Korpus und Unterkante des Vibratosteges klemmten, wovon einer "Upside-down" gedreht wurde.
Ich musste mir leider selbst eingestehen, dass er im Vergleich zu den Humbuckern sehr leise und nicht ganz ausgewogen klang. Mir fehlten die Bässe! :cautious:
Ich stellte einen passenden Sound an meinem Sony HR-GP5 ein, war aber trotzdem nicht wirklich begeistert. Es ging für das Beibringen der Lieder, war aber keinesfalls ein Ersatz für meine Lowden.
Das hier noch nicht das Ende der Möglichkeiten erreicht war und sich noch einiges "versteckte", hatte ich zum damaligen Zeitpunkt noch nicht herausgefunden. Davon erzähle ich später - alles zu seiner Zeit! Ich will ja chronologisch bleiben!

Was entsteht, wenn man mit den Möglichkeiten seiner Gitarre nicht mehr zufrieden ist?​

Diese Frage möchte ich gerne an euch weitergeben. ;)
Ich selbst war jedenfalls an einem Punkt angelangt, an dem ich mit meinem Sound nicht mehr zufrieden war. Die Bünde waren ziemlich eingespielt, der Rocksound war zwar ok, aber der Akustiksound nicht und irgendwie trieb es mich in's Internet auf die Thomann-Seite und zu YouTube und irgendwo entdeckte ich etwas für mich "neues" - eine Variax :love:

G.A.S.-Kauf und Begeisterung für Line 6 James Tyler Variax -> Pause für "Nr.2"​

Und es war nicht irgend eine Variax, sondern die JTV - die James Tyler Variax. Es war also eine - nein, es waren sogar drei von James Tyler entworfene und mit der Elektronik von Line 6 aufgewertete Gitarren, die nicht nur viele Klassiker wie LesPaul, Tele, Strat, Halbakustische, Rickenbacker, Gretsch und noch viele weitere "Traumgitarren" als Modeling-Sound boten - nein, da waren noch Dinge wie Banjo, Sitar, Reso und einige Akustikgitarren - sogar zwölfsaitige möglich! Und man konnte Transponieren, open Tunings abrufen und und und... ...und "normale Pickups hatte sie ebenfalls!
Ihr merkt schon: Ich hatte heftiges GAS! Ich WOLLTE diese Gitarre anfassen, sie spielen und wahrscheinlich auch kaufen!
Ich erzählte meiner Frau von ihr und sie sagte: Dann kauf dir sie dir doch! Du hast jetzt lange genug versucht deine so hin zu bekommen. Ihr seht schon, was für einen Schatz ich da gefunden habe. :heartbeat: Wahrscheinlich hätte sie das aber nicht gesagt, wenn da schon viele Gitarren bei mir rumgestanden hätten, :unsure: ...aber da war tatsächlich nur die Lowden und meine "Nr.2" :engel:
Also fuhren wir Ende Mai 2012 zusammen zu Thomann in den Laden um die drei JTVs an zu schauen und auch an zu spielen!
Trotz dem bescheideneren Design liebäugelte ich vorher eigentlich mit eine JTV69...
...aber was soll ich sagen: Vor Ort begeisterte mich dann die JTV59...
...und wir fuhren am Ende des Tages mit einer JTV59, einem breiten Ledergurt, Security Locks und einem Satz neuer Saiten nach Hause...
Was bedeutete das für "Nr.2"? Sie verschwand im Koffer und war lange Zeit abgemeldet!
Wie ging es weiter?
- Ich spielte begeistert meine JTV in diversen Gottesdiensten!
- Ich entdeckte den Line 6 POD HD500 und bekam ihn zu meinem Geburtstag im August von meiner Frau!
- Ich entdeckte das deutsche Line 6-Forum und später auch das Musiker-Board und war erstmal stiller Mitleser, dann meldete ich mich an.

Nun stellt sich euch sicherlich die Frage: Wie ging es weiter mit "Nr.2"? Hatte sie noch eine Chance? Wann durfte sie wieder aus dem dunklen Koffer?
P1040512.JPG
Ich werde es euch verraten - aber erst im nächsten Teil...

...Fortsetzung folgt! Versprochen!

Euer GeiGit
 
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Du spannst uns auf die Folter. Aber ich bin gespannt auf die Fortsetzung (auch ein paar Bilder von der JTV dabei?)

Gruss
Christophe
 
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