Ich möchte mal wissen, wie ihr es so mit Keyboard-Gitarren haltet. In einer Band mit echtem Gitarristen dürften sie zwar weniger bis gar nicht zum Einsatz kommen, aber wenn ihr auf Solopfaden unterwegs seid, setzt ihr dann auch vermehrt Gitarren-Sounds/ -Arpeggien ein?
Die Möglichkeiten sind heute ja sehr vielfältig; schon moderne Rompler/ Workstations verfügen über eine große Menge an Samples akustischer sowie sauberer bis schmutzig verzerrter elektrischer Gitarren. Effekte sorgen für zusätzlichen Druck/ Verzerrung, Arpeggiatoren erzeugen authentisch klingendes Strumming - im Falle der Yamaha-Motifs sogar mit eingestreuten Nebengeräuschen für noch mehr Realismus.
Und wem das noch nicht reicht, der kann sich eine entsprechend große Sample-Bibliothek in die DAW laden und, wenn er will ein ganzes Heavy-Metal-Album produzieren, ohne eine Gitarre auch nur anzufassen, geschweige denn spielen zu können (Bass und Schlagzeug werden von anderen Libraries in ebenso guter Qualität beigesteuert).
Nur spätestens bei Live-Auftritten dürfte es problematisch werden, denn wer vor Metal-Fans nur mit Laptop und Masterkeyboard erscheint, sollte sich auf bitterböse Reaktionen gefasst machen
Vielleicht konzentriert man sich auch nur auf das Wesentliche und jagt das Rhodes/ den DX-7/ Minimoog oder was weiß ich welches Keyboard durch einen original Röhren-Brahtverzerrer. Am besten ohne Arpeggiator oder Midi-Spielhilfen wie dem Digitar, dann erkennt auch die Langhaar-Fraktion, dass das keine echte Gitarre ist.