Kondensator-Mikrofon geschrottet?

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Margie_G
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Hallo!

Ich hoffe, jemand kann kennt sich aus und kann mir behilflich sein. Es geht um mein Kondensator-Mikrofon (Sennheiser E965). Vielleicht kann ja auch direkt jemand von Sennheiser helfen...

Heute hatte ich mein Mikrofon über ein Audio-Interface mit meinem Laptop verbunden, um Aufnahmen zu machen. Ich besitze dieses Mikrofon nun bereits seit November 2009 und mag es sehr, vor allem weil man dank den vielen Optionen (veränderbare Richtcharakteristik, Trittschalldämpfung und Tiefenabsenkung) so flexibel ist. Leider basiert aber darauf auch schon mein Problem.
Da ich einen kleinen Mikrofon-Test gemacht habe, wollte ich wissen, wie ein und dieselbe Aufnahme mit Niere und mit Superniere im Vergleich klingt. Ich habe also die Phrase einmal eingesungen und recorded, danach dann den Kanal runtergedreht, Mikrofonkopf abgeschraubt und die Richtcharakteristik geändert. Im Anschluss natürlich wieder Mikro-Kopf drauf und nochmals aufgenommen.
Diese Aufnahme hat dann total seltsam ausgeschaut. Nicht nur, dass die Amplitude total verformt war. Es war auch plötzlich kaum noch Pegel da. Nun musste ich den Kanal voll aufdrehen, um überhaupt ein Signal aufnehmen zu können.

Ich stand bereits einige Male auf der Bühne und hab, nachdem der Kanal vom Tontechniker gemutet worden war, die Richtcharakteristik geändert. Deshalb wäre ich auch nie auf die Idee gekommen, so mein Mikro zu schrotten.
Am Rande noch...Als ich mir die Aufnahme, nach Änderung der Richtcharakterstik, anhört hab, vibrierten die Membranen meiner Boxen so stark, dass ich sofort abgebrochen hab. Als ob ich mir was mit wahnsinnig viel Bässen anhören würde.

Was meint ihr, was hier passiert ist? Denkt ihr die Kapsel ist kaputt oder die Technik im Mic?

Danke schonmal für eure Hilfe :D
 
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Phantompower an/aus/ausreichend? Klingt das Mikro live jetzt auch kacke oder irritiert dich nur der Studio-vergleich? Welches Interface hast du benutzt ?

Am einfachsten wäre wohl, du postest die vergleichsaufnahmen zur Analyse. Bietet sich praktisch an - denn dazu waren sie ja gedacht. Du weißt jetzt, welche Charakteristik über das Interface besser ist.;)

Dass dein Mikro geschrottet ist, glaube ich kaum. Dass die Aufnahme anders ausschaut und der Pegel anders ist, glaube ich gern. Unterschiede muss ja geben, sonst wäre es ja kein Unterschied.
 
Zuletzt bearbeitet:
@antipasti Danke für deine Antwort. Die Aufnahme habe ich, nachdem ich damit fast meine Boxen geschrottet habe, leider gelöscht :/
Nachdem ich jetzt wieder nach Hause gekommen bin und das Mikro mal in sämtlichen Konstellationen ausprobiert hab, ist mir aufgefalllen, dass das Kabel, mit dem ich aufgenommen hab, mit einem Kondensator-Mikro nicht funktioniert. Bei den dynamischen Mikros aber schon.
Kann es sein, dass im Kabel etwas kaputtgegangen ist, dass die Phantomspeisung lahmlegt??? Ich weiß, hört sich seltsam an ;)
 
Klar kann das sein, über eine Ader fließt die Phatomspeisung. Wenn die sich abgelöst hat, gibt's keinen Strom mehr bzw. nen Wackelkontakt.
Schon mal ein anderes Kabel probiert?
 
@reisbrei Ja, ich habe auch andere Kabel, Mikros und Boxen ausprobiert. Außerdem auch noch mit und ohne Interface.
Scheint wohl tatsächlich zwischen der ersten und zweiten Aufnahme zufälligerweise irgendwas im Kabel kaputtgegangen sein.

Danke für eure Hilfe. Eins ist jetzt auf jeden Fall klar. Mein Mikro ist noch wie vorher :D
Schönen Abend!
 
Was für'n kabel? Man kann ein Mikro mit nem Klinkekabel einstöpseln. Aber dann kann es nur noch die Hälfte.
 
Meinst du Klinke auf XLR? Für meine Mikros benutze ich durch die Bank nur XLR auf XLR-Kabel. Ganz davon abgesehen, hat das Kabel ja bei der ersten Aufnahme mit dem Kondensator-Mikrofon noch ganz normal funktioniert. Erst bei der zweiten Aufnahme kam das Signal völlig verzerrt usw. an. Ich hab das mir jetzt so hergeleitet, dass zwischen der ersten und zweiten Aufnahme das Kabel kaputtgegangen ist. Zufälligerweise war das halt genau da, als ich die Richtcharakteristik verstellt habe.
 
Naja. Dass ein Kabel erst lange funktioniert und dann plötzlich nicht mehr, ist Musikeralltag. Ich würde es über das Ausschlussverfahren probieren. Das ist sicherer, als in einem Forum zu spekulieren oder spekulieren zu lassen. Wenn alles probiert wurde, kann man nochmal fragen.
 
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Okay. Merk ich mir für's nächste Mal. Trotzdem danke für die Hilfe!
 
Moinsen!

Es kann durchaus sein, das sich eine Ader gelöst hat, weil die Lötstelle im Stecker an Altersschwäche litt.:) Oder du bist einfach einmal zu oft (mit High Heels :D) auf das Kabel getreten. Irgendwann sind dann die feinen Äderchen durch. Etwas Strom muss ja noch geflossen sein, sonst hätte ja die Kapsel nicht arbeiten können und deine Aufnahme wäre absolut stumm geblieben. Das Knacken spricht genau dafür, das eben ein kleiner Funken an der defekten Stelle übergesprungen ist.

Kauf dir ein neues Kabel und du wirst damit die nächste Zeit Ruhe haben. Achte darauf, wenn du öfter auf der Bühne stehst auf ein Markenkabel mit Neutriksteckern oder dergleichen, dann bist du roadtauglich. Beim Aufwickeln das Kabel nicht über den Ellenbogen wickeln sondern die Adern immer vorsichtig sich selber drehen lassen zwischen den Fingern, dann lebt das auch etwas länger.

Greets Wolle
 
@WolleBolle Tatsächlich war das ein nagelneues Kabel. Ich hatte es noch nie bei Live-Einsätzen dabei. Deshalb wär ich auch gar nicht erst auf die Idee gekommen, dass das Kabel kaputt sein könnte.
Letztendlich bin ich einfach froh, dass mein 30€ Kabel kaputt ist und nicht mein 500€ Mikro :D

Vielen Dank für die Hilfe und auch für's Verschieben!
 

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