Dann kriegst Du aber von vielen Auftraggebern kein Geld ...
Es ging um den Ab-und-Zu Musiker ohne größere Einnahmen.
Siehe oben, die Frage gewerblich oder freiberuflich hängt von ganz anderen Kriterien ab
In dem Satz ging es darum, dass der Schreiber einer Rechnung eines Privatverkaufs als gewerblich eingestuft werden könnte, wenn er das öfters tut und genau das ist der Fall.
... egal wie oft das passiert. Du wirst auch mit einer Rechnung pro Jahr steuerpflichtig, natürlich nur wenn die Höhe so ist, dass Du Gewinn erzielst oder die Gewinnerzielungsabsicht vorhanden ist.
Auch das hatte ich erklärt. Gewinngrenze 600 per anno.
Die Einnahmen sind aber unabhängig davon zu versteuern, welche Art von Vertrag (Mail, mündlich, Papier) vorliegt, ob eine Rechnung geschrieben wird und wie die Zahlung erfolgt. Von daher verstehe ich Deine Einwände nicht.
Es ging darum das Wort "Rechnung" zu vermeiden um eben nicht den Eindruck zu erwecken, dass man geschäftlich (freiberuflich oder gewerblich tätig ist) wenn das nicht stimmt. Das war ja die diskutierte Annahme des Einmalverkaufs.
Wieso soll das daneben sein? Du bist sogar verpflichtet dazu, Deine Einnahmen aufzulisten.
Du hast nicht verstanden was ich schreibe und antwortest unter falscher Prämisse! Ich sprach davon, die Einnahmen aufzulisten, um zu zeigen, dass man keine Einnahmen hat, die 600 überschreiten.
Nochmal: Wir sprachen von dem Fall geringer Einnahmen und dem Umstand, sie nicht versteuern zu müssen, weil die Ausgaben in ähnlicher Größenordnung liegen.
Und ob ich Kosten absetze, hat was mit dem zeitlichen Aufwand zu tun. 1-2k pro Jahr ist doch völlig aus der Luft gegriffen.
Wenn ich zB einen Beleg erfasse über 30 Euro, spare ich bei einem Steuersatz von zB 20% 6 Euro (0,2 * 30). Brauche ich dafür 10 Minuten, ergibt das einen Stundensatz von 36 Euro. So rechne ich das.
So rechnen viele. Beleg schreiben und Erfassen, Zusammenrechnen sieht auf den ersten Blick nach wenigen Minuten aus. Belege müssen aber auch sortiert und aufbewahrt werden. Geräte müssen in eine GWG-Liste, die irgendwann auch mal wieder angefasst werden muss. Jedes Teil muss 2x gebucht werden. Aber es geht bei so geringen Umsätzen darum, überhaupt so eine Steueraufstellung zu machen. Von dem Stundensatz von 36,- die du dir da ausrechnest, geht als nochmal was ab. Ob man da besser fährt, als einfach im Hauptjob etwas länger zu arbeiten und sich den ganzen Kram zu sparen, hängt vom persönlichen Stundensatz ab. Für das was der AG bezahlt, kommen auch Zuschüsse zu RV drauf.
Kaufe ich was Größeres zB für 300 Euro, ist der Stundensatz entsprechend höher.
Ich habe letzte Woche eine FPGA-Plattform gekauft. Brutto >4.000,-. Bestell- und Buchungsprozess ca 1h. Bei meinem Steuersatz habe ich da sicher 1500,- "verdient". Wow welch ein Stundensatz. Von dem Gesparten hole ich mir morgen ne Fantom, weil die kriege ich ja auch Netto.
Im Ernst: Diesen Ausgaben müssen auch Einnahmen gegenüber stehen und Ausgaben heißt, dass es erst mal weg ist. Vom versteuerten, das nicht ausgegeben wurde, kann man sich Essen und Urlaube leisten.