Hmmm....
Liegt es nicht einfach an der in Summe aufkommenden Latenz des Signals?
Ich würde Kammfilter aussschließen, denn für solche Effekte müssen mind. 2 Signale miteinander interferieren und dabei auch ähnliche Pegel haben.
Wenn man sich eine korrekte InEar Situation ansieht, dann hat man gute und angepasste Ohrhörer, welche den Außenschall möglichst effektiv abschirmen. Da gibt es ja auch ab und an Klagen von Musiker, dasss man kein Ambiente (Bühnen- und Publikumsschall) mehr hat. Damit kommt Signal 1a direkt am Ohrhörer an und Signal 1b mit signifikant schwächerem Pegel von außen. Sicher gibt es Interferenzeffekte, doch die sind wegen des deutlich höheren Pegels von Signal 1a vernachlässigbar (Verdeckungseffekt).
Betrachtet man die Signale selbst auf dem InEar, was soll da Interferieren, wenn man vor dem Einspeisen in den Sender alles korrekt gemacht hat und nicht schon da Interferenzen durch unterschiedliche Laufzeiten auftreten. Die Strecke selbst verzögert eben um den Latenzeintrag und dieser wirkt sich auf das Gesamtsignal aus.
Den Hauptsächlichen Grund sehe ich in der Gesamtlatenz am Ende.
Abnahme der Quelle - Wandlungslatenz möglich, 2-3 ms und weniger (z.B. Sennheiser EW-D)
Digitale Stagebox/Digitalpult - Wandlungslatenz, 1-2 ms und weniger (z.B. A&H SQ)
Also sind wir im besten Falle am Eingang des Senders bei 3-4 ms. Sollte akzeptabel sein.
IEM Sender - Wandlungslatenz möglich
Diese Latenz kommt noch drauf, dann sind wir immer noch unter 10ms, wenn eben nichts anderes noch dazu kommt. Es heißt, dass dies noch tolerierbar ist und Probleme in der Regel > 10 ms (eher gegen > 15 ms) mehr und mehr störend sind.
Eine Person, welche ein Instrument spielt oder singt nimmt in jedem Fall den Körperschall des Instrumentes und vor allem der eigenen Stimme auf und genau die Verzögerung zwischen dem Direktsignal, z.B. Körperschall der eigenen Stimme und der eigenen Stimme im InEar machen dann Probleme. Ich würde dies allerdings nicht als Kammfilter bezeichnen.