Die Diskussion ähnelt in gewisser Weise der, die im Jahr 1 nach Kemper aufbrandete (btw. keine Sau interessiert sich heute noch für die armen Ampbuilder, um die es seinerzeit ging). Auch damals waren es vor allem die Freizeitmusiker, die nachhaltig und fortwährend die Gralshüter der wahren Lehre gaben, während die tourenden Profis schon lange mit ihren digitalen Lösungen zufrieden unterwegs gewesen sind und ab 2012 sogar ohne Soundeinbußen, dem Christoph sei Dank.
Ich hatte schon den stillen Verdacht und was Rick Beato hier ab Minute 2 sagt, bestätigt das. Es sind die Profis, die Suno nutzen und es ist ein Tool, das Skizzen und Workflows vereinfachen kann. Ob man sich damit das eigene Wasser perspektivisch abgraben wird, muss die Zeit zeigen zeigen. Aber das sind die aktuellen Fakten zumindest im Mutterland professioneller Musikproduktion. Wir werden also keineswegs nur Fahrstuhl- oder Supermarktmusik zu hören bekommen. Auch unsere Lieblingskünstler stellen sich hier nicht in die Brandung, sondern lassen sich treiben.
Zur Wahrheit gehört aber natürlich auch der Schlusssatz: AI Tools können nur reproduzieren und neu zusammenfügen und sind erstmal selbst nicht kreativ. Sie sind nicht Coltrane, sie sind nicht die Beatles und auch nicht Michael Jackson. Der interessante Part für mich ist, was kann eben jemand wie die Beatles noch kreieren, wenn ihn gar nichts mehr bremst und er die Möglichkeiten von Suno voll ausschöpft.
Vergleichbar mit Jeff Porcaro, der sich eine LinnDrum hat kommen lassen und sich vollständig darin versenkt hat um festzustellen, wie er als Drummer bestmöglich diese neuartige Technologie für sich nutzen könne.
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